[ZOS]ammengefasst - Kontroverse um Einberufungen: Weg, gleich, anders?

    • [ZOS]ammengefasst - Kontroverse um Einberufungen: Weg, gleich, anders?

      [ZOS]ammengefasst

      Kontroverse um Einberufungen: Weg, gleich, anders?

       

      Sie ist nicht neu, schon recht betagt. Sie ist meist um Sachlichkeit bemüht, aber doch immer wieder leidenschaftlich. Sie ist nicht 08/15, sie ist wichtig. Die Rede ist nicht von einem hippen, Influencer-60+-Megamodel auf Instagram, sondern von der Kontroverse um Einberufungen bei ZOS. Sie zieht sich, aktuell jedenfalls, auf exakt 53 Postings, ein drei Seiten langer Thread mit diversen Meinungen in unterschiedlich langer und sprachlicher Ausführung. Dieser Text versucht, eine Zusammenfassung davon zu leisten.

      Zweieinhalb bis drei Meinungsbilder haben sich mehr oder weniger herauskristallisiert: Wenn es um die Abschaffung der Einberufungen geht, hat sich vor allem @Molle als Meinungsmacher hervorgetan. Seine Meinung ist klar: Einberufungen komplett abschaffen, alle neu in die ZOS-Ligen wechselnden Spieler per Auktion anbieten. Mehr Gerechtigkeit, Fairness und ähnliche Bedingungen für alle Mannschaften sollen daraus resultieren. Dies wiederum soll den Wettbewerb auf dem Transfermarkt ankurbeln und (noch) mehr Leben in die ZOS-Bude bringen. In der Theorie mag das folgendermaßen aussehen: Ein Arthur möge hier, wie bereits in der Diskussion, erneut als Beispiel dienen, den der FC Barcelona verhältnismäßig günstig in Relation zum Geldwert einberufen konnte. Hauptargument: Kein aktives Zutun durch den Manager. Ergebnis: Ein Horten des Spielers als Spekulationsobjekt, bis er vielleicht für deutlich mehr Geld oder in einem Tausch einen Mehrwert für den FC Barcelona bringt. Fallen Einberufungen dieser Art weg, könnte sich z.B. der FC Bologna - auch häufig zitiertes Beispiel in der Diskussion - den Spieler ersteigern und damit eventuell einen Deal machen, der den Verein aus der Emilia-Romagna voranbringt. Stichwort Wachstum des Vereins. Resultat hierbei: Aktives Zutun des Managers, da finanzielle Mittel dafür bereitstehen müssen und Verhandlungen im Folgefall, dazu dann auch dementsprechend mindestens ein weiterer Manager, der sich um Arthur in einem Deal bemüht. Ergo: Interessanterer, aktiverer, spannenderer Transfermarkt. Haben aber nicht auch hier die viel zitierten "größeren" Vereine Vorteile? Ist es leichter, einen Spieler des FC Barcelona für Geld loszuwerden und sich damit finanzielle Vorteile zu verschaffen statt einen Spieler des SCO Angers? Größere Einnahmen durch größere Stadien gleichen sich meist durch höhere Gehaltskosten aus, andererseits kommen bei Topvereinen höhere Sponsoringeinnahmen auf die Haben-Seite. Man kann es schon erahnen: Für dieses komplexe Problem gibt es keine einfache Lösung.

      Ein nicht ganz von der Abschaffung zu trennendes Meinungsbild ist das der "Anders"-Denker: Einberufungen sollten anders gestaltet werden. Dabei ist zu unterscheiden: Einerseits können Einberufungen an sich verändert werden. Dies könnten verschiedene Ausprägungen von Einschränkungen sein, z.B. eine maximale Anzahl von Einberufungen pro Transferfenster pro Vereine. Weitere Spieler, die dann als Einberufung für den jeweiligen Verein möglich wären, könnten dann in einen Auktionspool wandern. Auch die Eingrenzung von Einberufungen wäre denkbar - Spieler können nur einberufen werden, wenn dafür Spieler in einen Auktionspool abgegeben werden, also eine Art Kreislaufsystem. Eine recht simple Maßnahme wäre zudem eine andere Staffelung der Einberufungspreise, z.B. nach Marktwert des Spielers bei der Einberufung und zugleich nach Alter. Anders geht aber eben auch noch anders: Neben den bereits angeklungenen "einfachen" Auktionen und der Möglichkeit, diese beispielsweise auch nach Ligen oder anderen Faktoren zu staffeln bzw. verschiedene Auktionsformen einzuführen, wurde auch ein Draft-System á la MLS oder - betrachtet man andere Sportarten - NBA, NFL etc. als Idee hervorgebracht. Dies bedarf Stand jetzt sicherlich noch einer tieferen Ausarbeitung in Sachen Machbarkeit, Ablauf etc. Einer Annäherung an Chancengleichheit käme diese Möglichkeit jedoch am ehesten, da sie kein Wettbieten und demnach keine zwingende Finanzkraft bedarf. Unbestritten ist, dass der gedraftete Spieler dann natürlich einen Einberufungspreis mit sich bringt. Auch hier bedürfe es einer weiteren Ausarbeitung der Idee. Der Verfasser dieses Textes besitzt leider nicht genügend fachliche Kompetenzen hinsichtlich der existierenden Draft-Systeme bei MLS, NBA, NFL etc. Die Kombination aus Drafting-Recht und Einberufungspreis sollte jedoch logisch sein.

      Das zweite, ganz klare Meinungsbild ist das der Status quo-Fraktion. Sie sprechen sich für das Beibehalten von Einberufungen aus. Ein Vertreter davon ist @_Studinho_. In dieser Simulation wird verhältnismäßig viel Wert auf RL-Bezug gelegt. Wenn eine Einberufung durch einen RL-Kauf möglich ist, dann möchte man diese doch auch bitteschön hier tätigen dürfen. Wieso auch nicht, in RL hat sich der Spieler dem Verein ja auch angeschlossen. Auch Identifikation mag durchaus eine Rolle spielen. Sicherlich mag man von Realismus und Identifikation als Argumente für Einberufungen halten, was man möchte, sie können durchaus Gewicht in dieser Simulation haben. Gerade dann nämlich, wenn es um die Teamwahl geht und man sich ein wenig mit dem internationalen Fußball auseinandersetzt. Mittelklasse-Vereine wie Celta Vigo, UC Sampdoria, CFC Genoa, vielleicht auch LOSC Lille (dem Autor fehlt dazu eindringlicheres Fachwissen der L1) und viele andere haben ein gutes Scouting in RL, profitieren in der Regel also von Einberufungen und wachsen dadurch und damit. Das Argument, nur die "großen" Vereine würden von Einberufungen profitieren, greift also nur bedingt. Kommt bei dem einen Frust auf, weil er vielleicht keine Einberufung mit seinem Verein tätigen kann, kommt bei dem anderen möglicherweise Frust auf, sollten Einberufungen abgeschafft werden. Dann nämlich, wenn ein Spieler eigentlich per Einberufung zu seinem Verein wechseln könnte, er aber per Auktion o.ä. zu einem Manager wechselt, mit dem man "nicht kann". Frust durch zwischenmenschliche Differenzen also. Man möge sagen, dass dieses Argument auch bei ganz normalen Verhandlungen zu tragen kommt - zweifelsfrei. Es soll hier jedoch lediglich angemerkt und nicht vergessen werden.

      Die Quintessenz bei dieser brennenden Diskussion ist folgende: Eigeninteresse bei diesem komplexen Problem besteht überall. Der eine spricht sich gegen Einberufungen und für Auktionen aus, um die Aktivität der Community zu steigern und damit auch bessere Möglichkeiten des eigenen Wachstums zu schaffen. Der andere spricht sich gegen die komplette Abschaffung von Einberufungen aus, weil er seinen Verein u.a. nach dem Scoutingsystem in RL gewählt hat und demnach sein eigenes Wachstum zweifelsfrei einschränken würde. Chancengleichheit wird es nirgends geben, lediglich eine Annäherung ist möglich. Dies könnte durch ein ausgeklügeltes Draft-System geschehen. Fakt ist, ich wiederhole mich, eine einfache Lösung für dieses komplexe Problem gibt es nicht. Trotzdem ist diese Diskussion wichtig. Streiten im positiven Sinne ist wichtig. Verschiedene Meinungen und Blickwinkel ermöglichen neue Ansätze der Problemlösung und schaffen zumindest die Möglichkeit für ein besseres Verständnis der jeweiligen Parteien hier. Was dann daraus jeder Einzelne, die Community und nicht zuletzt auch die Leitung der SIM daraus macht, wird spannend zu verfolgen sein.

      Eine Randnotiz noch: Das System, so wie es derzeit ist, funktioniert. In diesem komplexen SIM-System spielen zusätzlich auch u.a. das Problem des Geldwertes und die kritisch zu betrachtende Alters-Ideologie der Spieler eine Rolle, ebenso wie der unwägbare und nicht zu verachtende Faktor Glück sowohl bei Einberufungen als auch bei möglichen Auktionen. Und nicht zuletzt auch jedes einzelne Community-Mitglied selbst.

      Es grüßt,

      Guardiola.#4

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    • So. Wat ne Arbeit mit dem html :D

      Ich hoffe, das ist in Ordnung, dass ich das Bild vom Twitter-Account von SZ benutzt habe @Cadeyrn? Ansonsten nehme ich es auch wieder raus, kein Problem.

      Ich mach jetzt Feierabend :D
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    • Razor_Ramon schrieb:

      Schreit ja nach nem Podcast mit @Molle und @Guardiola.#4!!!

      Und @Guardiola.#4 gute Sache so ne Masterarbeit oder?
      Von mir aus gerne :)

      An und für sich schon. Aber wenn man halt seit über einer Woche mit Erkältung flach liegt, ist das mit dem Schreiben der Thesis und viel wissenschaftlichem Denken nicht so angenehm. Ich hatte nach dem Text hier auch den ganzen Abend lang noch Kopfschmerzen, ich brauche also diese Zwangspause leider :/
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