Allez Lens

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    Ausgabe #10 - September 2025

    Gerüchte zu neuen Keeper

    Was ist das mit Neo und den Torhütern



    Wir mussten hier tatsächlich mehr recherchieren, als wir anfangs dachten. Daher ist die Frage berechtigt: Was hat Manager Neo eigentlich mit den Keepern?

    Als Neo Mitte Oktober 2018 den RC Lens übernahm, standen Remy Vercoutre als Stammtorhüter und Nicolas Douchez als Nummer zwei im Kader. Richtig zufrieden war er mit diesem Duo nie. Ende November 2018 folgte deshalb die Verpflichtung von Tim Howard. Der US-Keeper durfte die letzten beiden Saisonspiele bestreiten, blieb aber nur ein kurzes Intermezzo. Howard wurde verkauft, Vercoutre und Douchez hängten die Schuhe an den Nagel.

    Es begann eine wahre Torwart-Odyssee: Mit Paul Nardi und Orestis Karnezis kamen zwei Neue, der Grieche startete als Nummer eins in die Spielzeiten 2019-1 und 2019-2. Danach wechselte Neo zu Luca Zidane, der bis heute im Verein ist. Doch auch ihm wurde schnell Konkurrenz vor die Nase gesetzt: Marwin Hitz (Leihe von Celta) konnte nicht restlos überzeugen, und so holte Neo Wuilker Fariñez. Aber auch Fariñez war nur ein Übergang. Auf ihn folgten Sergio Asenjo, Hugo Lloris, Anthony Lopes und Steve Mandanda, alle in kurzer Folge. In der Saison 2022-1 kam dann Oliver Baumann, der jedoch schnell weiterzog. Es folgte eine Phase mit Etienne Green (Leihe), Alfred Gomis und schließlich Freddie Woodman.

    Etwas mehr Stabilität brachte die Zeit von Odysseas Vlachodimos, der bis 2024-2 im Tor stand. Dann kam Stole Dimitrievski und nur kurz darauf die überraschende Verpflichtung von Illan Meslier. Dimitrievski musste gehen, Meslier blieb… bis Andre Onana auftauchte.
  • Ausgabe #01 - Januar 2026

    Zurück aus der kreativen Pause

    Ganze drei Monate gab es hier keine neue Ausgabe. Eine bewusste Entscheidung. Wir haben uns eine kreative Pause gegönnt, manchmal muss man Dinge einfach ruhen lassen, auch wenn das für unsere geliebten Leser erst einmal Stillstand bedeutet hat.

    Jetzt sind wir zurück. Nicht mit einem großen Knall, sondern Schritt für Schritt. Der Fokus liegt wieder auf unserem RC Lens, und ja, in diesen drei Monaten ist eine Menge passiert. Einen kompletten Rückblick wird es aber nicht geben. Wir wollen Themen gezielt aufgreifen, sinnvoll einbauen und nicht einfach alles nacherzählen, nur um es abgearbeitet zu haben.

    Auch beim Rhythmus bleiben wir ehrlich. Ob wir das Limit von zehn Ausgaben pro Monat dauerhaft schaffen, wissen wir aktuell noch nicht. Wir geben unser Bestes, aber vielleicht ist manchmal weniger eben doch mehr. Oder wie war das noch gleich? 🙂
  • Ausgabe #02 - Januar 2026

    Lens Innenverteidiger sehr gefragt

    Es vergeht aktuell eigentlich keine Woche, ohne dass mindestens eine Anfrage für Kalulu im Postfach von Manager Neo landet. Und das sagt schon einiges darüber aus, welchen Stellenwert Pierre mittlerweile im Team hat. Auf die Frage, ob ein Abgang des besten Innenverteidigers überhaupt denkbar sei, blieb Neo gewohnt nüchtern: „Im heutigen Fußball-Business ist alles möglich. Man sieht das ja aktuell gut an der Entwicklung der Saudi-League. Konkretes gibt es aber noch nicht und vor allem nichts, womit ich zufrieden wäre.“

    Brisant wird das Ganze durch ein Gerücht aus internen Kreisen. Angeblich ist im Vertrag von Kalulu eine Ausstiegsklausel verankert. Die Summe soll zwar relativ hoch angesetzt sein, aber wenn ein anderer Manager hier Nägel mit Köpfen macht, könnte es ganz schnell gehen. Und genau das macht die Lage so heikel, Lens hat aktuell nur vier gestandene Innenverteidiger im Profikader. Sollte Kalulu tatsächlich gehen, müsste man zwangsläufig reagieren. Die große Frage lautet daher, kommt ein neuer Transfer oder ist vielleicht bereits jemand aus dem Reservekader bereit für den Sprung nach oben?
  • Ausgabe #03 - Januar 2026

    Aus den eigenen Reihen

    Wir haben das Feedback erhalten, dass seit unserer letzten Ausgabe rund um einen möglichen Kalulu-Abgang die Anfragen bei Lens deutlich angestiegen sind. Offenbar wird unser Magazin doch etwas aufmerksamer gelesen, als wir dachten und das freut uns natürlich.

    In diesem Zusammenhang hatten wir auch die Frage aufgeworfen, ob ein möglicher Ersatz bereits aus den eigenen Reihen kommen könnte. Und hier fällt der Blick sofort auf Ismaelo Ganiou. Der 20 jährige Innenverteidiger machte im vergangenen Jahr einen bemerkenswerten Entwicklungsschritt, lief sogar für sein Land als Nationalspieler auf und rückte dadurch auch auf den Radar von Manager Neo. Anfragen für das Talent gab es zuletzt mehrfach, bislang wurden sie aber allesamt abgelehnt.

    Natürlich ist klar, einen Spieler wie Pierre Kalulu ersetzt man nicht eins zu eins. Doch das Potenzial ist bei Ganiou definitiv vorhanden. Mit der Unterstützung und Erfahrung von Jonathan Gradit und Samson Baidoo könnte er sich in Ruhe weiterentwickeln und vielleicht schon bald bereit sein, das Erbe auf der Innenverteidiger-Position anzutreten.
  • Ausgabe #04 - Januar 2026

    Kalulu wechselt nach Spanien

    Es ist nun offiziell, Pierre Kalulu wird den RC Lens verlassen!

    Die letzten Gerüchte und Spekulationen deuteten noch auf einen möglichen Tauschdeal hin, doch am Ende kam alles anders. Kalulu wechselt für eine reine Geldablöse und Manager Neo geht damit einen extrem riskanten Weg. Bei einem Spieler dieses Kalibers auf jeglichen direkten Ersatz oder Tauschbestandteile zu verzichten, reißt eine gewaltige Lücke in die Defensive.

    Auch bei den Fans kommt diese Nachricht alles andere als gut an. Viele befürchten nun eine Saison, in der Lens erneut in den Abstiegskampf rutschen könnte. Nur ein kleiner Teil der Anhänger sieht in diesem Transfer eine Chance, den Kader neu aufzubauen oder sogar langfristig in Struktur und Zukunft zu investieren.

    Kommen wir zu den Fakten, Pierre Kalulu schließt sich dem FC Villarreal an, für eine Ablösesumme von 140 Millionen.
  • Ausgabe #05 - Januar 2026

    Januar Abschluß

    Transfertechnisch war der Monat ruhiger als erwartet, auch wenn der Kalulu-Abgang natürlich alles überstrahlt hat. Große Ersatz-Offensiven blieben aus, stattdessen wurde punktuell nachjustiert. Auf der Linksverteidigerposition kam mit Nhoa Sangui frisches Personal, während Nicolas Cozza, Romain Faivre und Kiki Kouyaté den Verein verließen. Gleichzeitig zog man drei Talente aus den eigenen Reihen hoch. Erawan Garnier, Ken Koumous und Daivy Lefranc-Yeboah sollen perspektivisch Tiefe geben, keine Schlagzeilen, aber strategische Kaderpflege.

    Sportlich lief der Januar weniger rund. Im ZOS Cup reichte es am Ende nur zu Platz fünf, was den Umweg über die Verliererrunde bedeutete. Doch dort war direkt Schluss, der FC Metz knüpfte nahtlos an seine starke Phase aus der Vorsaison an und setzte sich mit 2:0 durch.

    Und genau das füttert die Sorgen vieler Fans. Der Kalulu-Verkauf, das frühe Pokal-Aus, fehlende große Transfers, für manche riecht das nach einer Saison, in der man wieder nach unten statt nach oben schauen muss. Auffällig ist vor allem, dass rund um die 140-Millionen-Ablöse bislang wenig Bewegung zu erkennen ist. Noch wirkt es, als würde Neo eher verwalten als investieren und das sorgt für Unruhe.
  • Ausgabe #01 - Februar 2026

    Neuer Stürmer für Lens

    Nach dem Kalulu-Abgang, der bereits als echtes Transferbeben durchging, folgt direkt der nächste Kracher. Es wirkt fast so, als würde Manager Neo aktuell ausschließlich im Blockbuster-Regal stöbern, leise Töne sind jedenfalls nicht mehr sein Ding.

    Mit Ange-Yoan Bonny bekommt der RC Lens einen neuen Stürmer. Der 22-jährige Franzose wechselt im Rahmen eines Tauschdeals von Everton nach Lens. Doch dieser Deal hat es in sich, Lens erhält am Ende nur Bonny, während gleich mehrere Spieler sowie ein stattlicher Geldbetrag den Weg nach England antreten.

    Gabriel Jesus, Luka Sucic und Tom Louchet verlassen den Verein in Richtung Everton, zusätzlich fließen 20 Millionen Euro. Besonders der Abgang von Louchet dürfte Neo geschmerzt haben, erst vor Kurzem hatte man ihn bewusst für rund 30 Millionen aus Nizza geholt. Doch solche Opfer sind offenbar Teil der Strategie, wenn man junge Spieler mit Entwicklungspotenzial verpflichten will. Ob sich dieses Risiko auszahlt, wird die Zeit zeigen. Klar ist nur, der Kader ist damit nicht breiter, sondern eher schmaler geworden und die Diskussionen unter den Fans dürften damit endgültig eröffnet sein.
  • Ausgabe #02 - Februar 2026

    Erneut ein Top-Zugang

    Neo macht genau da weiter, wo er aufgehört hat, mit einem weiteren Transfer im obersten Regal. Diesmal trifft es das Mittelfeld.

    Mit Ibrahim Sangare sichert sich der RC Lens einen echten Abräumer für die Zentrale. Laut transfermarkt.de liegt sein Marktwert bei rund 22 Millionen Euro, die tatsächliche Ablöse hatte es jedoch in sich. In einer geheimen Auktion, bei der jedes Team nur ein einziges Gebot abgeben durfte und keine Einblicke in die Konkurrenz hatte, setzte sich Neo gegen drei weitere Vereine durch. Am Ende stehen rund 59 Millionen Euro auf dem Papier, ein klares Statement und ein deutliches abheben von der Konkurrenz.

    Sportlich ist die Rollenverteilung schnell klar geworden, Sangare soll als neuer Stamm-Sechser das Zentrum stabilisieren. Am ersten Spieltag zog Neo Doucoure auf die Achter-Position. Ob das die dauerhafte Lösung bleibt oder ob man perspektivisch auf eine Doppel-Sechs umstellt, ist noch offen. Klar ist jedoch, mit Sangare bekommt Lens nicht nur Physis, sondern auch defensive Stabilität und die könnte nach den jüngsten Umbrüchen Gold wert sein.
  • Ausgabe #01 - August 2026

    Eine Saison zum Vergessen

    Eigentlich waren die Erwartungen vor der Saison durchaus positiv gestimmt. Immerhin hatte Lens die Saison 2025-1 mit starken 47 Punkten auf dem 8. Tabellenplatz abgeschlossen. Viele hofften, dass man darauf aufbauen und den nächsten Schritt machen würde.

    Doch stattdessen entwickelte sich die Saison zu einem echten Albtraum. Bereits die Hinrunde verlief katastrophal. Mit nur 14 Punkten belegte Lens Rang 15 und steckte mitten im Abstiegskampf. Lediglich vier Siege und zwei Unentschieden standen elf Niederlagen gegenüber. Auch das Torverhältnis sprach mit -14 und bereits 25 Gegentoren eine deutliche Sprache.

    In der Rückrunde lief es zumindest etwas besser. Lens gewann ein Spiel mehr und verlor nur noch acht Partien. Dadurch sammelte man 19 Punkte, fünf mehr als in der Hinrude. Von einer deutlichen Leistungssteigerung kann man dennoch nicht sprechen, denn mit 24 Gegentoren kassierte man nur einen Treffer weniger als zuvor. Die Defensive blieb also weiterhin eine der größten Baustellen.

    Am Ende reichte es dennoch zu Platz 13 mit insgesamt 33 Punkten. Der Vorsprung auf den Relegationsplatz betrug gerade einmal vier Zähler. Rückblickend bleibt diese Saison eine große Enttäuschung und gleichzeitig eine Erinnerung daran, wie schmal der Grat zwischen Mittelfeld und Abstiegskampf in der Ligue 1 sein kann.
  • Ausgabe #02 - August 2026

    Kadercheck - Bereich: Tor

    Die vielen Gegentore lassen sich sicherlich nicht allein den Torhütern anlasten. Dennoch ist es im Fußball fast schon selbstverständlich, dass bei einer schwachen Defensivbilanz auch die Leistungen zwischen den Pfosten hinterfragt werden.

    Andre Onana ist sicherlich nicht mehr der Weltklasse-Keeper vergangener Tage. Trotzdem schätzen wir ihn weiterhin als grundsoliden Torhüter ein, der an einem guten Tag den Unterschied ausmachen kann. In der Ligue 1 gelang ihm das in der vergangenen Saison allerdings nur selten. Anders sah es in der Europa League aus, wo er mehrfach seine Klasse aufblitzen ließ. Hier ein Blick auf seine Statistiken:


    Ganz ohne Konkurrenz ist Onana allerdings nicht. Mit Illan Meslier verfügt Lens über einen zweiten Keeper, der seine Einsatzzeiten durchaus zu nutzen wusste. Er hinterließ einen überzeugenden Eindruck und machte deutlich, dass er bereit ist, den Konkurrenzkampf anzunehmen.


    Die Ausgangslage für die neue Saison könnte also kaum spannender sein. Noch genießt Onana das Vertrauen als Nummer eins, doch sollte er erneut hinter den Erwartungen zurückbleiben, dürfte Meslier nicht lange auf seine Chance warten müssen.
  • Ausgabe #03 - August 2026

    Kadercheck - Bereich: Innenverteidigung

    Heute werfen wir einen Blick auf die Innenverteidigung, das Herzstück jeder stabilen Defensive. In der abgelaufenen Saison setzte Lens hier auf mehrere Lösungen. In der Hinrunde bildeten noch Jonathan Gradit und Nathan Ake das Stammduo. Beide verloren jedoch im Laufe der Saison ihren Platz und wurden schließlich verkauft.

    Ein Grund für den Umbruch dürfte sicherlich auch das schwache Abschneiden der Mannschaft gewesen sein. Die Durchschnittsnoten des ehemaligen Stammduos fielen ebenfalls eher durchwachsen aus. Gradit kam auf eine DN von 3,53, Ake immerhin noch auf 3,36. Am Ende entschied man sich für einen Neustart. Lens nahm rund 60 Millionen Euro durch die Verkäufe ein und investierte anschließend direkt 85 Millionen in Krejci.

    Die Investition scheint sich zumindest teilweise ausgezahlt zu haben. Krejci erspielte sich für den Rest der Saison eine starke DN von 3,25, Baidoo kam auf 3,35. Dadurch verbesserte sich die Durchschnittsnote der Innenverteidigung von 3,45 auf 3,30. Keine riesige Veränderung, aber ein Schritt in die richtige Richtung.

    Für die kommende Saison laufen die Planungen bereits auf Hochtouren. Ziel ist es, die Viererkette weiter zu stabilisieren. Aus internen Kreisen ist zu hören, dass dafür sogar Krejci geopfert werden könnte. Mit Ismaelo Ganiou drängt schließlich ein weiteres vielversprechendes Talent auf Spielzeit. Die große Frage lautet allerdings, würde Lens Krejci wirklich ohne Ersatz ziehen lassen? Hinter Baidoo und Ganiou stünden aktuell nur noch Nidal Celik und Kyllian Antonio bereit, beide mit reichlich Potenzial, aber sind sie schon bereit für eine tragende Rolle?

    Stand heute spricht dennoch alles dafür, dass Baidoo und Krejci als Stammduo in die neue Saison gehen. Sollte es allerdings tatsächlich zu einem Verkauf des Tschechen kommen, dürfte Ganiou wohl als erster Kandidat für dessen Nachfolge bereitstehen.
  • Ausgabe #04 - August 2026

    Kadercheck - Bereich: Außenverteidigung

    Auf den Außenverteidigerpositionen brauchst du Spieler, die sich offensiv immer wieder einschalten, gleichzeitig aber auch defensiv zuverlässig ihre Aufgaben erfüllen. In die Saison startete Lens mit Melvin Bard auf der linken und Lutsharel Geertruida auf der rechten Seite. Bard verließ den Verein allerdings im Laufe der Saison, nachdem er bei Manager Neo einen Wechselwunsch hinterlegt hatte. Mit einer Durchschnittsnote von 3,24 spielte er zwar keine schlechte Saison, war am Ende aber auch nicht der erhoffte Unterschiedsspieler.

    Sein Abgang brachte Nhoa Sangui früher als geplant in die Stammelf. Rückblickend muss man allerdings sagen, dass dieser Schritt wohl noch etwas zu früh kam. Mit einer Durchschnittsnote von 3,38 blieb er hinter den Erwartungen zurück. Dennoch zeigte der junge Franzose in zwei bis drei Partien, welches Potenzial in ihm steckt. Ein Verkauf dürfte daher kein Thema sein. Vielmehr halten sich die Gerüchte, dass Neo einen neuen Linksverteidiger verpflichten möchte, damit Sangui ohne den Druck eines Stammplatzes weiter reifen kann.

    Auf der rechten Seite verlief die Saison deutlich ruhiger. Lutsharel Geertruida überzeugte mit konstant starken Leistungen und erspielte sich eine Durchschnittsnote von 3,16. Der Niederländer gehört damit zu den sichersten Stammspielern im Kader, weshalb auf dieser Position aktuell kaum Handlungsbedarf besteht.

    Als Backup startete Denso Kasius in die Saison und wusste seine wenigen Einsätze durchaus zu nutzen. Seine Durchschnittsnote von 2,98 kann sich mehr als sehen lassen, auch wenn ihm der Sprung in die Startelf bislang verwehrt blieb. In der Rückrunde reagierte Lens zudem auf den Abgang von Bard und verpflichtete Aleksa Terzic, um die linke Seite wieder breiter aufzustellen. Der Serbe kam allerdings nur auf zwei Einsätze und beendete die Saison mit einer Durchschnittsnote von 3,30.

    Insgesamt scheint die rechte Außenverteidigerposition für die kommende Saison bestens besetzt zu sein. Links dagegen wird spannend, welchen Weg Neo einschlägt. Setzt er weiter auf die Entwicklung von Sangui oder holt er doch noch einen erfahrenen Stammspieler dazu? Die Antwort auf diese Frage könnte die gesamte Viererkette der neuen Saison prägen.
  • Ausgabe #05 - August 2026

    Kadercheck - Bereich: Mittelfeld

    Das Mittelfeld ist das Herzstück jeder Mannschaft. Hier brauchst du Spieler, die defensiv aufräumen, aber auch Akteure, die kreativ denken und das Spiel lenken. Genau dieser Mannschaftsteil dürfte auch einen großen Einfluss auf das enttäuschende Abschneiden in der abgelaufenen Saison gehabt haben.

    In der Spielzeit zuvor verfügte Lens mit Ibrahim Sangare und Malcom über genau diese Mischung. Malcom gehört zwar weiterhin zum Kader, konnte seine Leistungen jedoch nicht konstant bestätigen und kam am Ende auf eine Durchschnittsnote von 3,08. Ein Grund dafür dürfte gewesen sein, dass er durch die Formschwäche von Cheick Doucoure häufiger defensive Aufgaben übernehmen musste. Doucoure blieb mit einer DN von ebenfalls 3,08 ebenfalls hinter den Erwartungen zurück.

    Im Laufe der Saison reagierte Manager Neo und verstärkte das Mittelfeld gleich doppelt. Mit Mathis Amougou kam zunächst ein vielversprechendes Talent, von dem jedoch niemand erwarten konnte, sofort die Rolle des Abräumers zu übernehmen. Deshalb legte Lens zum Ende der Rückrunde noch einmal nach und verpflichtete Han-Noah Massengo. Während Amougou in seinen wenigen Einsätzen mit einer starken DN von 2,82 bereits auf sich aufmerksam machte, überzeugte Massengo als Stammspieler in den letzten Partien sogar mit einer Durchschnittsnote von 2,78.

    Für die kommende Saison dürfte Massengo damit beste Chancen auf einen Stammplatz haben, es sei denn, Neo wird auf dem Transfermarkt noch einmal aktiv. Hinter ihm stehen mit Tobey Collyer und Jonathan Varane zwar weitere zentrale Mittelfeldspieler bereit, als ernsthafte Kandidaten für die Startelf gelten beide aktuell jedoch nicht.

    Die Grundlage im Mittelfeld ist in Lens also durchaus vorhanden. Was dem Kader allerdings noch fehlt, ist ein echter Schlüsselspieler, der einer Partie seinen Stempel aufdrücken kann. Bleibt die Hoffnung, dass Malcom wieder zu alter Stärke zurückfindet, oder nutzt Neo die Sommerpause, um genau diesen Spielertyp noch einmal zu verpflichten?
  • Ausgabe #06 - August 2026

    Kadercheck - Bereich: Winger

    Für eine erfolgreiche Offensive braucht es eben auch Spieler auf den Außen, die ein gewisses Tempo mitbringen und mit einem Dribbling auch mal eine Chance einleiten können. Zum Beginn der Saison hatte man noch Simon Adingra verpflichtet und sich gemeinsam mit Luis Henrique einen gewissen Impact auf den beiden Seiten erhofft. Dieser blieb allerdings etwas aus. Ganz so dramatisch, wie es vielleicht klingt, war es dann aber auch nicht. Die Noten der beiden waren keineswegs schlecht. Luis Henrique kam auf eine DN von 2,93 und wurde im Laufe der Saison verkauft, da er den nächsten Schritt machen wollte. Adingra hingegen kam auf eine gute DN von 2,79 und wird auch in der kommenden Saison das Trikot des RC Lens tragen.

    Zum Ende der Rückrunde wurde dann noch einmal ordentlich investiert und viel Zeit in die Umgestaltung der Winger-Position gesteckt. Manager Neo verpflichtete Victor Munoz und auf dem Spanier liegen nun einige Hoffnungen für die kommende Saison. In der abgelaufenen Spielzeit kam er auf neun Einsätze und eine starke DN von 2,41. Damit hat er natürlich direkt ein Ausrufezeichen gesetzt und die Erwartungen an ihn noch einmal erhöht. Zusätzlich wurde auch noch die Komponente Erfahrung eingekauft. Mit Sadio Mane holte man einen echten Alt-Star nach Lens, der in seinen Einsätzen auf eine DN von 2,73 kam.

    Im Kader steht außerdem noch der Georgier Zuriko Davitashvili. Er ist der perfekte Rotationsspieler und wird wohl auch in der kommenden Saison nicht über diese Rolle hinauskommen. Die Konkurrenz mit Munoz, Mane und Adingra ist einfach zu groß. Mit Romain Esse und Nathan Ngoumou stehen zudem zwei weitere Optionen bereit, die allerdings eher für die B-Elf eingeplant sind. Ngoumou möchte den Verein zudem verlassen und könnte Lens daher ebenfalls noch verlassen.

    Auch auf den offensiven Außen hat Lens also definitiv kein Fallobst im Kader. Im Gegenteil, die Qualität ist vorhanden und mit Munoz und Mane kamen noch einmal zwei interessante Spieler dazu. Jetzt muss Neo nur noch dafür sorgen, dass die Jungs ihre PS auch auf den Rasen bekommen. Stand jetzt dürfte das Duo aus Mane und Munoz die besten Karten auf die beiden Stammplätze haben, doch mit Adingra sitzt bereits ein Spieler im Nacken, der ebenfalls Ansprüche anmelden dürfte.
  • Ausgabe #07 - August 2026

    Kadercheck - Bereich: Sturm

    Für eine erfolgreiche Saison braucht man auch Stürmer, die vorne die Buden machen. Mit diesem Gedanken und der Hoffnung auf einen echten Torjäger verpflichtete Lens in der vergangenen Saison Ange-Yoan Bonny. Leider ging dieser Plan nicht wirklich auf. Der Ivorer kam nie richtig in seinen Rhythmus und schaffte es in der Liga gerade einmal auf vier Treffer bei einer DN von 3,02. Vielleicht war die Kombination aus fehlender Eingewöhnungszeit und dem direkten Abstiegskampf auch einfach nicht das richtige Umfeld für den jungen Stürmer.

    Ein Verkauf von Bonny ist nach unseren letzten Informationen aktuell nicht geplant. Somit gehen wir davon aus, dass er auch in der kommenden Saison wieder den Stammplatz im Sturm bekommen wird. Allerdings dürfte nun auch der Druck steigen, Bonny muss anfangen, regelmäßig Tore zu schießen. Sollte das erneut nicht funktionieren, könnte ein Verkauf im Laufe der Saison durchaus zu einer Option werden. Noch bekommt er von Neo aber das Vertrauen und damit auch die Chance, seine erste Saison bei Lens vergessen zu machen.

    Bonny profitiert dabei auch davon, dass die Konkurrenz im Kader aktuell überschaubar ist. Aus der eigenen Akademie rückte Rayan Fofana in den Profikader auf und konnte seinen Marktwert bereits auf ordentliche acht Millionen Euro steigern. Die große Frage ist allerdings, ob er schon bereit für einen Stammplatz ist. Wir erinnern uns an Nhoa Sangui, bei dem der direkte Sprung aus der Reserve in die Stammelf ebenfalls etwas zu früh kam. Fofana könnte daher zunächst einmal behutsam aufgebaut werden.

    Mit Yorbe Vertessen steht außerdem noch ein 25-jähriger Belgier im Kader, der bereits etwas mehr Erfahrung als Stammspieler mitbringt. Trotzdem dürfte auch er eher für die Rotationsrolle eingeplant sein. Damit wird gerade der Kampf um den zweiten Stürmerplatz spannend zu beobachten sein. Bonny dürfte als Nummer eins gesetzt sein, dahinter kämpfen Fofana und Vertessen um ihre Chancen.
  • Ausgabe #08 - August 2026

    Geldsegen für Lens

    Wie bereits in unserem Kadercheck zu lesen war, ist die Innenverteidigung für die kommende Saison hart umkämpft. Gleichzeitig drängen auch aus der Reserve einige Talente auf Einsatzzeiten. Einer, der sich deshalb wohl Gedanken über seine Zukunft gemacht hat, ist Soumaila Coulibaly. Der 21-Jährige sprach seine Überlegungen mit Manager Neo an und offenbarte dabei den Wunsch nach einer neuen Herausforderung. Das Ergebnis ist nun ein echter Geldsegen für den Racing Club Lens.

    Der Aufsteiger aus Straßburg greift für Coulibaly tief in die Tasche und investiert satte 35 Millionen Euro, um für den Abstiegskampf gewappnet zu sein. Für Lens bedeutet der Abgang natürlich nicht nur frisches Geld, sondern auch einen weiteren Platz im Profikader, der nun neu besetzt werden kann. Einer der Gewinner könnte Nidal Celik sein. Der Bosnier rückt aus der Reserve nach und nimmt für die kommende Saison den Kaderplatz von Coulibaly ein. Eine Prognose ist zwar immer schwierig, aber wir könnten uns durchaus vorstellen, dass Celik in der kommenden Saison einige Einsätze sammeln wird.

    Spannend wird es allerdings bei der weiteren Planung der Viererkette. Wir haben ein Gerücht aufgeschnappt, wonach Neo inzwischen doch wieder mit Ladislav Krejcí plant. Gleichzeitig soll es die Überlegung geben, Ismaelo Ganiou auf der rechten Seite einzusetzen. Lutsharel Geertruida könnte dafür ins defensive Mittelfeld rücken. Sollte dieser Plan tatsächlich umgesetzt werden, wäre Celik zunächst der erste einwechselbare Innenverteidiger im Profikader.

    Ganz aus dem Rennen ist aber auch Kyllian Antonio nicht. Angeblich plant Neo weiterhin mit dem jungen Franzosen, was auch Sinn ergeben würde, sollte die bisherige B-Elf-Rotation beibehalten werden. Denn nur mit Celik würde in der Reserve ein Innenverteidiger fehlen. Die B-Elf-Viererkette könnte dann aus Denso Kasius, Celik, Antonio und Nhoa Sangui bestehen. Es scheint also, als hätte der Coulibaly-Abgang gleich mehrere Folgen, sportlich wie auch finanziell.
  • Ausgabe #09 - August 2026

    Erste Neuzugänge

    Auch ein Thema aus unserem Kadercheck wurde nun angegangen, die vakante Linksverteidigerposition. Manager Neo nahm sich dieser Baustelle an und sondierte den Transfermarkt, vor allem mit Blick auf Spieler, die für eine reine Geldablöse zu bekommen waren. Fündig wurde man schließlich in der eigenen Liga. Beim OSC Lille war Oleksandr Zinchenko eher ins Abseits geraten und wurde zum Verkauf angeboten. Mehrere Vereine zeigten Interesse am Ukrainer, am Ende konnte sich Lens den Zuschlag sichern. Durch das Wettbieten stieg die Ablöse allerdings noch auf 18 Millionen Euro.

    Ein stolzer Preis für einen 29-Jährigen, der in der vergangenen Saison überwiegend von der Bank kam. Neo scheint hier aber weniger auf die langfristige Lösung zu setzen, sondern sieht Zinchenko vielmehr als perfekte Übergangslösung für die kommende Saison. Dadurch bekommt Nhoa Sangui die nötige Zeit, sich weiterzuentwickeln, ohne direkt wieder den Druck eines Stammplatzes tragen zu müssen. Gleichzeitig bringt Zinchenko reichlich Erfahrung mit und dürfte auf der linken Seite zunächst gesetzt sein.

    Ebenfalls vom OSC Lille kommt Lucas Lavallee. Der Keeper soll in der kommenden Saison die neue Nummer eins der Reservemannschaft werden. Gerade mit Blick auf die Youth League dürfte diese Verpflichtung durchaus Sinn ergeben. Lens möchte sich in der ersten Reserveliga besser verkaufen und hat mit der internationalen Nachwuchsbühne nun zusätzliche Spiele vor der Brust. Jede Verstärkung ist hier also willkommen. Die Ablöse bleibt dabei überschaubar, lediglich eine Million Euro überweist Lens an den Ligakonkurrenten.
  • Ausgabe #10 - August 2026

    Abgänge und ein weitere Zugang

    Ein bisschen Erfahrung im Kader kann definitiv nicht schaden. Das dachte sich wohl auch Manager Neo und verpflichtete den 31-jährigen Mittelfeldspieler Baptiste Santamaria. Mit Espanyol Barcelona einigte man sich auf eine Ablöse von zwei Millionen. Angeblich soll Santamaria mit einem Fuß bereits in der Startelf stehen, wohl abhängig davon, für welche Formation sich Neo entscheidet.

    Das dürfte vor allem für Cheick Doucoure interessant werden, denn Konkurrenz auf der Sechserposition hatte er bisher nicht wirklich. Absolut gesetzt scheint aktuell nur Han-Noah Massengo zu sein, der als zentraler Achter die Fäden ziehen soll. Für die Sechs war damit eigentlich nur Doucoure eingeplant, auch wenn wir das Gerücht aufgeschnappt haben, dass Lutsharel Geertruida ebenfalls eine Option sein könnte. Wir gehen allerdings davon aus, dass der Niederländer weiterhin als Rechtsverteidiger auflaufen wird, da er dort seine Stärken hat. Somit dürfte die Vorbereitung zeigen, ob Doucoure seinen Stammplatz verteidigen kann oder Santamaria direkt an ihm vorbeizieht.

    Auch über weitere Abgänge können wir berichten. Nach der Verpflichtung von Zinchenko rutschte Aleksa Terzic endgültig ins Abseits und hat nun einen neuen Arbeitgeber gefunden. Auch Nathan Ngoumou wird Lens verlassen, der Flügelspieler spielte zuletzt ebenfalls keine große Rolle mehr in den Planungen von Neo. Beide wechseln gemeinsam nach Spanien zu RCD Mallorca, das sich die Dienste des Duos insgesamt acht Millionen kosten lässt.
  • Ausgabe #01 - September 2026

    Mittelfeld Zugang

    Da ließ ihn die Situation im Mittelfeld wohl doch nicht ganz kalt. Neo legt transfertechnisch nach und verpflichtet Yacine Titraoui von Royal Charleroi. Auch wenn Yacine in seiner bisherigen Laufbahn eher als Achter unterwegs war, könnte er durchaus auch eine Alternative für die Sechserposition sein.

    Wenn man allerdings auf die bisherigen Testspiele schaut, setzt man in Lens aktuell eher auf zwei Achter und einen Zehner. Hier standen bisher immer Santamaria und Massengo in der Startelf. Kommt mit Yacine nun also eine neue Stammkraft oder ist er eher als Entlastung für den 31-jährigen Santamaria eingeplant?

    Allerdings haben wir auch ein Gerücht aufgeschnappt, dass Doucoure doch noch einmal seine Chance bekommen könnte, zumindest für die ersten Spiele der Saison. Im Training hat er ordentlich nachgelegt, genau das, was Neo gerne sieht. Stehen die Chancen damit plötzlich wieder gut auf einen vorübergehenden Stammplatz? Ein Dreier-Mittelfeld aus Doucoure, Massengo und Malcom liest sich definitiv nicht schlecht, auch wenn Doucoure und Malcom dabei wohl ein wenig auf Bewährung spielen würden.

    Dahinter wartet jedenfalls genug Konkurrenz auf ihre Chance. Mit Baptiste Santamaria, Yacine Titraoui, Zuriko Davitashvili und Mathis Amougou stehen gleich mehrere Optionen bereit. Im Mittelfeld dürfte es in Lens also ordentlich Bewegung geben und genau das dürfte Neo gefallen. Denn wer am Ende wirklich auf dem Platz steht, scheint aktuell noch völlig offen.
  • Ausgabe #02 - September 2026

    Sturm Zugang

    Ob das nun ein Transfer ist, der Druck auf Bonny ausübt, bezweifeln wir. Trotzdem ist es ein Transfer, der sich in naher Zukunft bezahlt machen könnte. RC Lens sichert sich die Dienste des 24-jährigen Sekou Mara. Der ehemalige U-Nationalstürmer kommt von Racing Straßburg und kostet eine Ablöse von rund fünf Millionen.

    Er passt damit durchaus in die Kaderphilosophie von Manager Neo, der gerne auf Franzosen setzt. Gleichzeitig ist es natürlich auch von Vorteil, dass der Sturm dadurch breiter aufgestellt ist. Ein kleiner Wermutstropfen bleibt allerdings, für die Academy-Spieler wird der Sprung in den Profikader dadurch nicht unbedingt einfacher. Dafür haben sie nun die komplette Saison Zeit, sich in der Reserve zu zeigen. Besonders hervorzuheben sind hier Remy Labeau Lascary und Ibrahima Balde, mit denen wohl spätestens ab der nächsten Saison zu rechnen ist.

    Mara hat in seiner bisherigen Laufbahn bereits einige Stationen hinter sich. Aus der PSG-Jugend ging es für ihn zunächst in die Jugend von Bordeaux, ehe er schließlich bei Racing Straßburg landete. Dass er Talent und Können besitzt, hat er dabei durchaus schon aufblitzen lassen. Irgendwie fehlte ihm bisher allerdings ein wenig der Biss, es auch wirklich durchzuziehen und aus seinen Möglichkeiten mehr zu machen. Genau deshalb dürfte es spannend werden, ob Mara unter Neo und beim RC Lens nun den nächsten Schritt schafft.

    Was ebenfalls spannend wird, ist die Personalie Vertessen. Durch die Verpflichtung von Mara könnte er durchaus zu einem der ersten Verkaufskandidaten werden. Vor allem dann, wenn man bedenkt, dass mit Lascary und Balde bereits zwei Talente in der Reserve auf ihre Chance lauern. Für Vertessen wird die Luft damit jedenfalls nicht unbedingt dicker, aber vielleicht gerade langsam dünner.

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