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Der SVW ist ab sofort wieder in den Vereinsnews zu finden. Das kann man als echte Überraschung bezeichnen, denn zum einen ist ihr Manager Giant nicht gerade bekannt dafür sich schriftlich großartig zu äußern und betritt damit auch für ihn Neuland. Für ihn waren Vereinsnews bislang nur etwas, was andere Manager gerne machen können, aber für ihn nicht mehr als ein unnötiger Zeitvertreib. Zum anderen liegen, wenn man denn Twitter ausklammert, die letzten ernstzunehmen News vom SV Werder praktisch knapp 6 Jahre zurück (verfasst worden am 11.11.2019 von Ex-Manager Molle).
Wie kommt es nun also zum Umdenken? Wie so oft im Leben gehts dabei ums liebe Geld. Am Ende des Tages ist es in der heutigen Zeit (durch tolle Prämien des Verbandes geschuldet) schlicht und ergreifend ein Wettbewerbsnachteil keine News zu schreiben - vorausgesetzt man berichtet regelmäßig mindestens 10x im Monat lässt man sich über eine Saison gesehen (September bis März) um die 50 Millionen Euro an möglichen Fixeinnahmen durch die Lappen gehen. Von weiteren Vorteilen, die sich daraus noch ergeben könnten, ganz zu schweigen. Das wollen wir nicht mehr und damit wird ab dem heutigen Tag eine neue Zeitrechnung eingeläutet. Spätestens durch die Einführung des "Giro di Coin", welcher ab dem 01.09. greift, ist der Entschluss gereift und wird nun in die Tat umgesetzt. Wir werden sehen, ob es sich dabei um eine gewisse Anfangseuphorie handelt oder daraus tatsächlich ein langfristiges Projekt entsteht und die Bundesliga um einen regelmäßigen Schreiber reicher wird... |
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SVW 1 : 1 Bolog
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SVW : FRC
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SVW - Die Fischköppe.
10.10., Samstag - EL-Quali Hinspiele / Rückspiele am Mittwoch
12.10., Montag - Nationale Supercups
18.10., Sonntag - 1. Spieltag alle Ligen
Wichtig zum Saisonstart:
o Sponsor auswählen
o Finanzen und Kadergrenzen regeln
Stichtag: 13.10., Dienstag
Highlights bis zum 1. Spieltag:
o Tabellentipps der Ligen
o Tippspiel
o Power Ranking
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Werder legt wieder los. Trainingsauftakt Platz 11 - am heutigen Montag gegen 10 Uhr wird der SV Werder in die Vorbereitung auf die neue Saison starten und den Trainingsbetrieb mit einer ersten öffentlichen Einheit nach den vorher absolvierten obligatorischen Leistungstests wieder aufnehmen. Die erste Mannschaft startet mit einem zum aktuellen Zeitpunkt 25-köpfigen Profikader in die Vorbereitung, kurzfristig wurde heute mit dem Niederländer Youri Regeer noch ein flexibler Defensiv-Allrounder von Ajax Amsterdam ausgeliehen (mit Kaufoption). Darüber hinaus ergänzen fünf Spieler aus der eigenen U23 den Trainingskader. Wie das Team für die neue Runde genau aussieht und wer alles dazu gehört, das erfahrt ihr in den kommenden Tagen und Wochen. Weitere Veränderungen an unserem Kader im Laufe der Vorbereitung sind natürlich nicht ausgeschlossen.
Die nächsten zehn Tage werden in Bremen nun erst einmal intensiv genutzt um sich auf den ZOS-Cup vorzubereiten, dort erwarten uns in der Gruppe M die Mannschaften des FC Chelsea, Pisa SC, Athletic Bilbao, US Sassuolo und zum Auftaktspiel am 17.09. CA Osasuna.
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Nordische Ruhe. Hater würden sagen: auf dem Transfermarkt herrscht bei Werder in diesem Sommer tote Hose. Betrachtet man die nackten Zahlen stimmt das - es gab nur jeweils einen einzigen Tausch- bzw. Geldtransfer, darüber hinaus zwei Neuzugänge für die Reserve sowie einen weiteren Spieler, der nur zum Weiterkauf verpflichtet wurde.
Im Detail bedeutet das: neu bei den Profis sind die zentralen Mittelfeldspieler Lucas Bergvall (kam Mitte August für Charles De Ketelaere aus Tottenham) sowie Youri Regeer (Leihe von Ajax Amsterdam mit einer Kaufoption über 12,6 Mio.). Die talentierten Flügelspieler Farid Alfa-Ruprecht (Ablöse: 22,5 Mio.) und Joe Scanlon (4 Mio.) wurden von den Manchester-Klubs für die Reserve verpflichtet. Issa Kaboré blieb nur einen Monat und kam somit nie für den SVW zum Einsatz: für 8 Millionen aus Lille verpflichtet, für 10 Millionen zu City weiterverkauft. Immerhin ein kleines Transferplus.
Zur Warhheit gehört aber auch, dass der letzte größere Deal mit dem FC Toulouse praktisch zum Saisonende (kurz vor dem 32. Spieltag) abgeschlossen wurde und damit auch durchaus als Vorgriff für die neue Saison zu sehen ist. Mit Georgionio Rutter und Koni De Winter wurden dort zwei fest eingeplante Stammkräfte und potenzielle Leistungsträger für den dänischen Sturmtank Rasmus Höjlund an die Weser geholt.
Ist man mit dem aktuellen Status Quo also zufrieden? Der Manager gilt sonst durchaus als dealfreudig (über 55 Transferbewegungen nur im Profiteam seit Amtsantritt im November), da erscheint die aktuelle Anzahl an Veränderungen schon sehr gering. "Ja, grundsätzlich bin ich mit dem aktuellen Kader sehr zufrieden. Aber Stillstand bedeutet Rückschritt, von daher ist es schon so, dass wir auch noch an punktuellen Veränderungen dran sind. Diese lassen sich aber aktuell entweder aus unterschiedlichen Vorstellungen mit den jeweiligen Verhandlungspartnern oder auch aus finanziellen Gründen nicht realisieren. Von daher gehe ich zum aktuellen Zeitpunkt nicht von weiteren Veränderungen aus. Aber Fußball ist Tagesgeschäft, da kann es auch immer schnell anders kommen."
Die nordische Ruhe scheint also nur teilweise gewollt zu sein - aber vielleicht ist es ja auch nur die Ruhe vor dem Sturm.Letztes Spiel Nächstes Spiel Tabelle
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SVW : Osas
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Anpfiff. Auf dem Transfermarkt ist es aktuell wie zuletzt berichtet sehr ruhig, dafür rollt ab morgen der Ball beim diesjährigen ZOS-Cup. Mittlerweile traditionell ein fest eingeplanter Termin für alle Teams: vor jeder Saison haben alle Vereine aus den Top5-Ländern die Möglichkeit in internationalen Vergleichen ihre Form untereinander zu testen. Dafür werden die insgesamt 96 Mannschaften auf 16 Gruppen á 6 Teilnehmer aufgeteilt - die ersten vier jeder Gruppe ziehen in die Gewinnerrunde ein, für die letzten beiden geht es in der Verlierrunde weiter.
Wir werfen einen genaueren Blick auf unsere Gruppe M:
CA Osasuna (17.09.)
Das neue Zweitteam von Sechzig hat sich zu einer festen Größe in La Liga gemausert und landete dort zuletzt auf Platz 11. Stars des Teams sind Luis Henrique (22, Flügelspieler) sowie Ibrahima Sangare (28, ZM), bekanntester Name im Aufgebot dürfte der ehemliage spanische Top-Stürmer Alvaro Morata (33), der mit 11 Ligatoren zuletzt die Lebensversicherung des Klubs aus Pamplona war.
Pisa SC (19.09.)
Die Stadt, die mehr für einen Turm als für ihren Fußballverein bekannt ist, schickt sich an auch in ihrer zweiten Saison nach dem Aufstieg die Klasse zu halten. Nach Platz 17 in der Vorsaison soll es dieses Jahr wesentlich früher für den Klassenerhalt reichen. Klarer Topspieler der Mannschaft ist Manuel Locatelli (28), darüber hinaus steht hier mit Offensiv-Allrounder Raspadori (26) auch ein ehemaliger Werder-Spieler unter Vertrag. Ansonsten zeichnet sich die Mannschaft vor allem durch talentierte U23-Player to watch aus: u.a. Fort, Scherhant, Troilo und bietet dadurch eine spannende Mischung in ihrem Aufgebot.
Athletic Bilbao (21.09.)
Die Basken sind Europa-League-Teilnehmer in der kommenden Saison und damit auch außerhalb vom ZOS-Cup ein potenzieller Gegner im Europapokal. Der langjährige Erfolgscoach sosa (bereits seit über 6 Jahren im Amt) setzt hier die Philosophie des Vereins weitesgehend fort und hat hauptsächlich Spieler spanischer Herkunft unter Vertrag: besonders hervorzuheben wären da Nico Williams (24, LM), Pino (23, OFF) und Gutierrez (25, LV).
US Sassuolo (23.09.)
Neue Saison, neues Glück: nach Jahren ohne Haupttrainer hat BMG1900 zur neuen Saison den Klub aus der Serie A übernommen und wird versuchen die Erfolgsgeschichte (zuletzt Platz 6) weiterzuschreiben. Bislang kommt er noch ohne Transfers aus, aber vielleicht ist das auch gar nicht nötig, denn genügend Qualität steht ihm mit Spielern wie Leno (34, TW), Natan (25, IV), Spinazzola (33, LV), Keita (24, ZM), Lauriente (27, LM) und allen voran Lebensversicherung Romelu Lukaku (33, MS) definitiv zur Verfügung.
FC Chelsea (25.09.)
Man könnte meinen, dass C für Chelsea steht für chrahl, denn kein anderer Manager im ZOS-Universum hat diesen Verein je trainiert und wird dies wahrscheinlich auch nie tun. Der Star-Manager aus London durfte bereits stolze 6 Meisterschaften feiern und hat zuletzt eine kleine Verjüngungskur hinter seinen Kader gebracht. Nichtsdestrotrotz stand am Ende der Saison wieder die Qualifikation zur Champions League zu Buche. Wir freuen uns drauf im ZOS-Cup internationalen Topspielern wie de Jong (29, ZM), Joao Pedro (24, MS) oder Semenyo (26, OFF) gegenüberzustehen.
Nach dem wir einen kurzen Blick auf die Gegner geworden haben wagen wir eine schnelle Prognose: klarer Favorit in der Gruppe dürfte Chelsea sein. Dahinter dürften sich die Europa-League Teilnehmer Bilbao, Sassuolo sowie unsere Jungs duellieren. Außenseiter in der Gruppe sind Pisa und Osasuna. Mit der Zielsetzung werden wir auch in die Gruppenphase gehen: in die Top4 kommen und damit in die Gewinnerrunde einziehen, darüber hinaus viele Erkenntnisse für die neue Saison sammeln. Lasset den ZOS-Cup beginnen - wir freuen uns auf die Analyse nach Beendigung der Vorrunde.
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Die Schnapper. Moin, ich bin Sönke. Allesfahrer beim SV Werder mit dem Ziel dieses Jahr endlich meine erste 34-er Saison hinzulegen. Habs schon oft versucht, aber hat nie geklappt, irgendwas ist halt immer. Bevor die neue Bundesliga-Saison endlich wieder startet wurde mir die ehrenvolle Aufgabe übergeben mir den Kader unseres Klubs mal genauer anzusehen und euch an meinen Gedanken teilhaben zu lassen.
Wir starten auf der wohl wichtigsten Position im Fußball. Die einzige Position wo nur ein einziger Fehler dafür sorgen kann, dass ein Spiel verloren wird. Genauso gut kann man hier aber auch Punkte retten und festhalten.
- Unsere Nummer 1 ist Mio Backhaus. Japanischer Vorname, am Niederrhein geboren und doch irgendwie schon ein echter Bremer. Seit der C-Jugend ist er schon einer von uns. Das ist aus Fansicht unfassbar geil zu wissen, dass wir im Kasten jemanden haben, der die Werder-Raute im Herzen trägt und unsere Farben schon so lange vertritt. Es kommt grundsätzlich nicht oft vor, dass es jemand aus der eigenen Jugend zum Bundesliga-Stammspieler schafft. Im Tor kommt das praktisch nie vor. Vielleicht haben wir hier ja sogar endlich mal wieder einen deutschen Nationalspieler in den Reihen. Der letzte nach Tim Wiese, das ist sehr lange her. Aktuell spielt er noch für unsere U21, hat sich aber noch nicht entschieden ob er danach für Deutschland oder Japan spielen will. Er hat sich die letzten Jahre wirklich fantastisch entwickelt und gehört mittlerweile zu den besseren Keepern der Liga. Und das mit 22, da ist noch reichlich Potenzial nach oben. Er bringt alles dafür mit ein internationaler Topkeeper zu werden: eine gute Körpergröße, starke Reflexe auf der Linie, kommunikative Fähigkeiten und auch gute fußballerische Qualitäten mit dem Ball inklusive eines mutigen Aufbauspiels. Wenn da noch mehr Routine dazukommt wird er hier entweder zur Legende oder irgendwann mal unser Tafelsilber und Rekordabgang.
- Ganz ehrlich: unsere Nummer 2 kenne ich gar nicht. Iker Álvarez, 25 Jahre alt. Villarreal hat ihm keinen Vertrag mehr gegeben nachdem er dort jahrelang in der zweiten und sogar dritten Mannschaft rumgetingelt ist. Unser Manager Giant hat ihn also praktisch vor der Arbeitslosigkeit bewahrt. Keine Ahnung, was er in ihm gesehen hat und ob das gut war, denn bislang hat er noch keinen Einsatz gehabt. Beim Aufwärmen und beim Training sieht das aber sehr solide aus, das ist ausreichend. Da Mio sowieso immer fit und gesund ist und das hoffentlich auch so bleibt, ist es mir eigentlich auch egal, wer dahinter auf der Bank sitzt. Ich habe gesehen, dass er sogar Nationalkeeper ist. Von Andorra, laut Google-Recherche Platz 172 der Weltrangliste. Immerhin schon 39 Länderspiele, also bekommt er dort die Spielpraxis, die er bei uns nicht bekommt. Das finde ich gut. Schauen wir mal, ob er überhaupt mal im Weserstadion auflaufen wird oder er wirklich einfach nur dafür da ist, damit Mio nicht alleine trainieren muss und wir zwei Tore im Training besetzen können.
- Falls Mio sich mal zu Höherem berufen fühlen sollte habe ich trotzdem keine Bauschmerzen im Tor. Also zumindest vom Hörensagen. Denn unsere Nummer 3, der diese Saison als Nummer 1 der U23 auflaufen soll, wurde erst im Mai in einer Auktion gekauft. Armin Pecsi, der soll richtig gut sein und ihm wird eine große Zukunft vorhergesagt. Ist sogar noch ein Jahr jünger als Mio und ist angeblich sogar mit mehr Talent gesegnet als sein Landsmann: der langjährige Leipzig-Keeper Peter Gulacsi. Wäre jetzt nicht so verkehrt. In den Jugendnationalmannschaften war er immer die Nummer 1 und durfte im Juni sogar schon fürs A-Nationalteam debütieren. Und das ganz ohne Einsatz bei uns, das muss was heißen. Gulacsi ist ja zurückgetreten, also werden es in Zukunft wohl noch mehr Einsätze. Oder er kommt wieder wie Neuer, dann wird das wohl erstmal nix. Auf jeden Fall denke ich, dass ich mir das eine oder andere Spiel der U23 auf Platz 11 anschauen werde. Dann werde ich mit meinen eigenen Augen sehen können, ob er wirklich so talentiert sein soll, wie alle sagen. Oder ob ich doch Bauschmerzen bekommen muss, falls Mio mal ausfällt.
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Expertenmeinung - Christian Vander (langjähiger Torwart-Trainer, von 2006-2013 bei Werder aktiv): "Im Tor sehe ich uns hervorragend aufgestellt. Mio ist ein Glücksfall für uns und hat zuletzt eine ganz tolle Entwicklung genommen. Für sein Alter ist er wirklich schon sehr weit und hat dafür bereits eine tolle Ausstrahlung. Wenn er so weiter macht hat er definitiv das Potenzial ein Top3-Keeper in der Bundesliga zu werden. Er ist die klare Nummer 1, daher haben wir uns bewusst dafür entschieden ihm keinen wirklichen Konkurrenten zur Seite zu stellen und auch keinen erfahrenen Keeper mehr zu holen, denn so muss er auch außerhalb des Platzes direkt noch mehr Verantwortung übernehmen und wird auch hier den nächsten Schritt machen. Mit Iker und Armin haben wir dennoch gute Torhüter dahinter und vor allem Armin soll dieses Jahr durch viel Spielpraxis in der U23 gefördert werden und hat das Zeug in Zukunft gutes Bundesliga-Niveau zu erreichen."
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Pisa : SVW
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Das Bollwerk. Ich zähle fünf Innenverteidiger im Kader. Naja, konkurrenzfähig sind davon nur Vier. Plant Giant mit einer Dreier- oder Viererkette? Aktuell testet er beides - wahrscheinlich will er dort flexibel bleiben. Für eine Viererkette sind es genug, für eine Dreierkette wohl einer zu wenig. Aber die vier Jungs, die wir haben, gefallen mir richtig gut. Gehen wir mal rein.
- Ich denke gesetzt sind, unabhängig von der Formation, Chrislain Matsima und Koni de Winter. Irgendwie ein ziemlich ähnliches Spielerprofil, aber das ist ja nicht verkehrt: beide 24 Jahre jung, beide über 1,90m groß. Physisch starke Spieler, mit gutem Kopfballspiel und starker Zweikampfführung. Im Eins-gegen-Eins sind sie nur sehr schwer zu bezwingen. Im Spielaufbau schon solide, aber definitiv noch verbesserungswürdig. Manchmal noch etwas unkonzentriert, aber das wird mit noch mehr Routine. Beide haben eine sehr gute Ausbildung bei international hoch angesehenen Vereinen genossen und alle Jugendnationalmannschaften ihrer Nationen mehrfach durchlaufen, das spricht für ihr vorhandenes Talent und eine gute Qualität. Koni ist bereits Nationalspieler und war auch schon bei der WM bei den Belgiern im Kader. Chris hat bei den Franzosen natürlich eine unfassbar hohe Konkurrenz, aber wird nach stolzen 60 U-Länderspielen alles geben um es früher oder später in den Kader zu schaffen. Grundsätzlich für unser Niveau eine absolute Top-IV - Respekt an die Verantwortlichen. Vielleicht so gut wie das letzte Mal mit Mertesacker & Naldo und mit denen hatten wir hier immerhin magische Champions League Nächte. Die beiden sind nicht ganz so sehr in die Luft gewachsen, aber dafür schneller unterwegs. Hier müssten schon richtig gute Angebote her, damit wir sie ziehen lassen würden. Hoffe ich zumindest. Aber im besten Falle bleiben die einfach hier an der schönen Weser.
- Dritter im Bunde ist ein echter Leitwolf: Marco Friedl. Österreichische Staatsangehörigkeit, ausgebildet beim FC Bayern, aber irgendwie mittlerweile auch ein echter Bremer Junge. Seit 2019 bei uns, so lange wie aktuell sonst niemand. Über 200 Spiele mit der Werder-Raute auf dem Trikot. Trägt die Binde mit Stolz. Dennoch nicht bei allen Fans hoch angesehen, aber das ist normal im Fußball. Ich mag und schätze ihn. Er ist Linksfuß, das ist schon mal besonders wertvoll. Führungs- und zweikampfstark, zumindest dann wenn er zuerst am Ball ist. Leider zu viele unnötige Karten und wenn er mal ins Laufduell muss ist er sicherlich das langsamste Glied unserer Kette. Aber das macht (meistens) nichts, denn das können unsere anderen Jungs oft wettmachen. Wenns nach mir geht bleibt er Werderaner und beendet hier seine Karriere. Aber ob er das auch will? Wahrscheinlich nicht. Da bin ich wohl zu sehr Fußballromantiker.
- Ein Australier in Bremen? Eine absolute Ausnahme, aber offensichtlich nicht unmöglich. Alessandro Circati ist der Beweis. Vermutlich der erste Aussie, der unsere Farben trägt. Zumindest kenne ich keinen anderen. Aber das ist eine coole Geschichte, denn er bringt ein wahnsinnig spannendes Spielerprofil mit sich. Von Giant wurde er damals im Mehrspielertausch für unseren deutschen Wunderstürmer "Big Nick" geholt. Spätestens bei der WM hat man gesehen, was der 22-jährige jetzt schon drauf hat. Ein moderner Innenverteidiger mit mutigem Aufbauspiel, gleichzeitig bringt er durch seine Jahre in Italien auch ein paar Oldschool-Verteidigungsvibes mit und zeichnet sich durch seine extrem verlässliche Defensivarbeit aus. Sein Spitzname ist "El Muro", auf deutsch "Die Wand" - möge er in Zukunft im Weserstadion zeigen, dass an ihm kein Vorbeikommen ist. Noch muss er sich hinten anstellen, aber seine Zeit wird kommen. Vorausgesetzt er ist geduldig genug und verschwindet nicht beim erstbesten Angebot. Oder halt, weil er sich als Aussie in Norddeutschland doch nicht so wohlfühlt. Aber das ist eigentlich ausgeschlossen. Zumindest, wenn man mich fragt.
- Achja, es waren ja fünf Leute, die sich Innenverteidiger schimpfen. Aber wie gesagt: nur vier davon sind konkurrenzfähig. Julian Malatini ist aber auch noch da. Ich weiß nicht genau warum und für was. Selbst im Training ist da bei mir nix hängengeblieben. Das bekommt auch jeder unserer Jugendspieler hin. Argentinien mag ich, das ist ein tolles Land. Mehr fällt mir zu ihm gar nicht ein. Ich habe gehört, dass aktuell die Möglichkeit einer Vertragsauflösung geprüft wird. Wahrscheinlich wäre das sinnvoll und könnte uns ein paar Euros einbringen und vor allem sein Gehalt einsparen, da er uns sonst eigentlich keinen Mehrwert bringt und nur auf dem Papier existiert.
Expertenmeinung - Uli Borowka (von 1987-1995 bei Werder aktiv): "Ich finds ja schade, dass wir nur einen deutschsprachigen Innenverteidiger in unseren Reihen haben. Und der ist nicht mal Deutscher. Das hätte es früher nicht gegeben. Aber naja, Zeiten ändern sich. Und selbst ich muss ja zugeben, dass die Jungs Qualität haben und wir hier gut aufgestellt sind. Ich habe selten einen besseren Innenverteidiger in Bremen gesehen als Matsima, der ist ja wirklich eine Granate. Wundert mich ja, dass er geblieben ist, denn der könnte auch locker in der Premier League seine Brötchen verdienen. Aber freut mich, wenn wir uns hier keine Baustelle aufgemacht haben. Für mich ist ganz klar: der Schuh drückt vorne und nicht hinten. Und mit einer guten Defensive gewinnt man bekanntlich Meisterschaften. Naja, auch die Zeiten sind schon lange vorbei, aber träumen darf ja wohl noch immer erlaubt sein..."
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SVW 0 : 1 Bilba
Sassu : SVW
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Linke Klebe. Linksfüßer haben 'nen Pfeil im Kopf. Zumindest sind sie eigen, in ihren Augen natürlich was Besonderes. Ein fußballerisches Gesetz. Also zumindest bei uns auf dem Land in der Kreisliga. Und ich sage euch aus meiner Erfahrung: es hat sich bei fast jedem bestätigt. Ich kenne unsere beiden Jungs zu wenig um das beurteilen zu können, aber habe mir sagen lassen, dass es auf unseren Italiener auch zutrifft. Aber darüber will ich ja gar nicht schreiben, sondern mich vielmehr dem Sportlichen widmen. Also Fokus aufs Wesentliche.
- Matteo Ruggeri - so heißt unser Stammspieler hier. Italiener, Jahrgang 2002. Den Großteil seiner Laufbahn bei Atalanta Bergamo verbracht und nebenbei alle Jugendteams der italienischen Auswahlmannschaften durchlaufen. Aufs Lönderspieldebüt wartet er noch, darf nun aber erstmals bei der A-Nationalmannschaft verweilen. Er wurde von Mancini nachnominiert, weil Dimarco abgesagt hat. Die Freude darüber stand ihm förmlich ins Gesicht geschrieben. Ich würde ihm sein erstes Länderspiel gönnen. Damals war er der erste Neuzugang von Giant, der es vermutlich nie bereut hat ihn zu holen. Matteo stand in seiner ersten Bundesligasaison gleich 33x in der Startelf. Ein sehr hoher Wert, der zeigt wie zuverlässig er seinen Job erledigt, ganz egal ob links hinten in der Viererkette oder als Schienenspieler bei einer Dreierkette. Er durfte beide Positionen regelmäßig spielen und kann sie gleich gut, das lernt man in Italien. Gutes Passspiel, gefährliche Flanken und typisch italienisch ein physisch spielender, sehr verlässlicher Defensivakteur. Er hat Defizite im Dribbling und ist auch nicht der Allerschnellste, aber für temporeiche, sehenswerte Offensivaktionen sind hier andere zuständig. Wenn wir nur die Defensive betrachten und das ist sein primärer Aufgabenbereich - dann gehört er dort sicherlich zu einem der besten in der ganzen Bundesliga.
- Als sein Back-Up fungiert Olivier Deman. Sympathischer Belgier, hat stets ein Lächeln auf den Lippen. Ich könnte mir jetzt diverse fußballerische Stärken und Schwächen aus der Nase ziehen, aber wenn ich ehrlich bin beschreibt ihn ein Wort am Allerbesten: grundsolide. Und das meine ich in diesem Falle äußerst positiv. Kann alles ein bisschen, aber auch nix besonders gut. Er heizt hier nicht wirklich einen Konkurrenzkampf an und steht klar an zweiter Stelle. Wenn er ran muss gibt es nix zu befürchten und man weiß, was man bekommt. Also vielleicht genau das, was ein Ersatzspieler manchmal erfüllen muss. Der perfekte Rollenspieler eben. Vorausgesetzt er kann genau mit dieser Rolle leben. Und das tut er anscheinend. Ich bin jedenfalls froh, dass er hier ist und hoffe er ist es auch.
Expertenmeinung - Paul Stalteri (von 1997-2005 bei Werder aktiv): „Es gab Zeiten in Bremen da musste ich als gelernter Rechtsfuß, der seinen Linken vorher meist nur zum Stehen benutzt hat, die linke Seite beackern. Zum Beispiel im Meisterjahr verbrachte ich den Großteil der Saison auf dieser Position. Ich habe stets mein Bestes gegegeben, mich in den Dienst der Mannschaft gestellt und meinen Job dort anscheinend auch nicht so schlecht gemacht. Nichtsdestotrotz war es natürlich nie optimal als Rechtsfuß links zu spielen, sondern eher eine gute Notlösung. Warum erzähle ich das hier? Weil die Gegenwart im Vergleich zu meiner Zeit und auch den letzten Jahre rosig aussieht. Matteo und Olivier sind richtig gute Jungs, können kicken und sind dazu beide noch im besten Alter. Ich denke hier kann sich Werder glücklich schätzen so gut aufgestellt zu sein, denn das war wie gesagt nicht immer so.“
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Sassu 0 : 2 SVW
SVW : CFC
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Rechter Linienflitzer. Kommen wir zur rechten Seite. In der Vergangenheit eine Position, auf der wir immer gut besetzt gewesen sind und vor allem wenig Fluktuation hatten. Mitchell Weiser, Theodor Gebre Selaisse und Clemens Fritz. Viel mehr Rechtsverteidiger gab's hier die letzten fünfzehn Jahre gar nicht, die regelmäßig gespielt haben. Zumindest nicht in meiner Erinnerung. Ich hoffe ich vergesse hier niemanden. Die Jungs kommen zusammen bestimmt auf 700-800 Pflichtspiele in unseren Farben und haben dabei meistens konstant abgeliefert. Und wie sieht's jetzt aus?
- Was soll ich sagen? Seit gestern haben wir hier offiziell einen deutschen Nationalspieler. Namentlich Philipp Treu. Lange ist es her. Hatten wir außer Fülle die letzten 10 Jahre überhaupt irgendwen? Nicht das ich wüsste. Mein Werder-Herz könnte kaum stolzer sein. Direkt mal 90 Minuten aufm Platz und dabei eine gute Leistung gebracht. Die Chancen stehen gut, dass er nicht nur dieses Mal einer von 44 Auserwählten gewesen ist, sondern auch im zukünftigen 23-Mann Kader eine gute Rolle spielen kann. Der Junge kam für stolze 55 Millionen Euro vom FC Everton zum glorreichen SVW. Und ich denke er ist jeden Cent davon wert. Er ist weder besonders groß (1,73), noch ein besonders großartiger Fußballspieler - aber er hat etwas, was man nicht lernen kann. Ein absoluter Mentalitätsspieler. Philipp ist jemand mit dem man sich einfach identifizieren kann, weil man immer das Gefühl hat, dass er alles auf dem Platz lässt was in ihm steckt. Über Klopp behauptet Treu: "Der ist ja ein mega Typ" und würde laut seiner Aussage für ihn durchs Feuer gehen. Ich hoffe das tut er auch für Giant. Dann haben wir weiterhin ganz viel Spaß mit ihm. Und eben einen deutschen Nationalspieler, der vermutlich gestern nicht sein letztes Länderspiel gemacht hat.
- Eigentlich haben wir gar keinen zweiten gelernten Rechtsverteidiger. Also zumindest keinen, der es als seine Lieblingsposition bezeichnen würde. Und auch keinen, der es überhaupt schon mal regelmäßig gespielt hat. Im Training beim 11 gegen 11 ist es schon vorgekommen, dass unsere Co-Trainer dort mitgekickt haben. Aber ich traue mich nicht einen Artikel mit nur einem einziger Spieler herauszubringen. Also habe ich ein wenig recherchiert, wen ich hier als zweiten Spieler nennen könnte. Und ich habe jemanden gefunden. Mick Schmetgens, Jahrgang 2007. Gerade erst mit der Fritz-Walter-Medaille in Bronze geehrt worden. Einer der talentiertesten Spieler seines Jahrgangs in Deutschland. Er hat vor allem in diesem Sommer bei der U19-EM auf sich aufmerksam machen können, wo wir erst im Finale an Spanien gescheitert sind. Aber wie gesagt: nominell ist er Innenverteidiger. Mit 1,90 Gardemaß gehört er dort auch hin. Kopfballstark, mit einigen Treffern im Jugendbereich, dazu ein guter Zweikämpfer mit starkem Stellungsspiel, natürlich noch ausbaufähig im athletisch-dynamischen Bereich. Ihm könnte die Zukunft im Zentrum gehören, aber vorher ist es nicht ausgeschlossen, dass er hin und wieder rechts aushelfen wird. Jede Minute bei den Profis wird ihn weiterbringen, aber Spielpraxis wird er noch überwiegend in der U23 auf seiner angestammten Position bekommen. Und das ist auch gut so - bis dahin werde ich jeden Tag beten, dass Philipp uns stets zur Verfügung steht, denn ansonsten wird es eng.
Expertenmeinung - Jürgen Klopp (Bundestrainer, noch nie bei Werder aktiv): „Philipp marschiert die Bahn hoch und runter, völlig wurscht, welche Tages- und Nachtzeit. Wir reden in Deutschland, wir haben keine Rechtsverteidiger, und da spielt einer, der muss sich selbst fragen: Hä, worüber reden die?“
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Sassu 0 : 2 SVW
SVW : CFC
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Frühes Aus im ZOS-Cup. Der ZOS-Cup ist für unsere Jungs bereits beendet. Das Minimalziel Qualifikation für die Gewinnerrunde wurde erreicht. Allerdings nur mit Platz 4 in der Vorrunde. Eine mehr als nur durchwachsene Bilanz: 2 Siege, 4 Niederlagen. Dann das direkte Aus in der Zwischenrunde. Aber in der Vorbereitung geht es primär immer um Erkenntnisse und davon wurden so einige gesammelt.
Wir schauen uns mal die Ergebnisse im Überblick an:
- CA Osasuna - 1:2
- Pisa SC - 2:0
- Athletic Bilbao - 0:1
- US Sassuolo - 2:0
- FC Chelsea - 0:2
- Zwischenrunde: Tottenham Hotspur - 2:3
Auffällig ist, dass am Ende immer dieselbe erste Elf auf dem Feld stand: Backhaus, de Winter, Friedl, Matsima, Ruggeri, Treu, Luiz, Lynen, Bergvall, Diaz, Rutter. Diese durfte sich in allen sechs Spielen probieren, stand dabei aber in vier unterschiedlichen Formationen auf dem Feld. Dabei wurde sowohl Dreier-, Vierer- und Fünferkette getestet, von einer defensiven bis zur offensiven Ausrichtung war alles dabei. Drei der vier Formationen sind vermutlich die, die wir dann im Saisonverlauf sehen werden: 3-4-2-1, 4-1-4-1 und 5-2-2-1, je nach Gegner und Personallage. In Frühform zeigt sich derweil Georginio Rutter, der mit fünf Scorern auf sich aufmerksam machen konnte. Marco Friedl fiel dazu mit einem Doppelpack gegen Sassuolo positiv auf. Was Hoffnung macht: gegen die anderen beiden Europa League-Teilnehmer Bilbao und eben Sassuolo gewann man zwar nur ein Spiel, war allerdings auch gegen Bilbao die deutlich bessere Mannschaft, was 9:1 Torschüsse eindrucksvoll belegen. Gegen die Top-Teams aus England war man zumindest von den Spielanteilen her chancenlos, auch wenn gegen die Spurs immerhin zwei eigene Treffer gelangen. Das ist nicht weiter tragisch, da sich diese Klubs einfach in anderen Sphären bewegen. Einzig die hochverdiente Niederlage gegen Osasuna bleibt ein kleines Dorn im Auge. Im Großen und Ganzen bleibt aber festzuhalten, dass wir uns aktuell im Soll befinden. Oder sieht das unser Chefcoach anders?
Giant: "Es war okay. Nicht mehr und nicht weniger. Wichtig war, dass sich unsere aktuell vermeintlich stärkste Elf einspielen konnte und dabei unterschiedliche Formationen und Vorgehensweisen kennengelernt hat. Manches hat schon gut geklappt, an anderen Dingen werden wir arbeiten. Jetzt wissen wir, wo wir stehen. Wir haben jetzt noch zweieinhalb Wochen Zeit bis zum Saisonstart gegen Köln und werde diese optimal nutzen um nochmal einen Schritt nach vorne zu machen. Am 18.10. werden wir bereit sein - das kann ich versprechen!
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SVW 2 : 3 Spurs
Köln : SVW
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HBD, liebes Weserstadion! Länderspielpause ist normalerweise die Zeit, die man als Fußballfan am wenigsten mag. Das kennt jeder, der mit Herz und Seele für seinen Verein brennt. Aber an diesem Samstag war das anders als sonst. Welch eine schöne Geburtstagsfeier. Das Weserstadion wurde 100 Jahre alt und viele Werder-Legenden gaben sich die Ehre nochmal auf oder zumindest neben dem Platz zu stehen. Gegner war kein Geringerer als die Königlichen aus Madrid. Und auf unserer Seite waren sie wirklich alle da, die man sich als Fan nur wünschen kann (vermisst habe ich persönlich nur einen: unseren französischen Künstler Johan Micoud). Es fing schon an mit unserem Trainerduo: König Otto und Thomas Schaaf, assistiert von Claudio Pizarro, viel mehr geht nun wirklich nicht. Da sind wir uns wohl alle einig. Unsere Legenden auf dem Platz alle aufzuzählen wäre zu viel des Guten, daher benenne ich euch erstmal nur meine Lieblinge. Alle weiteren Namen und Statistiken präsentiere ich euch gerne am Ende. Ich hatte tatsächlich drei Trikots an, denn ich konnte mich einfach nicht entscheiden und habe viel Schweiß gerne in Kauf genommen. Mit der Nummer 17 Ivan Klasnic, mit der Nummer 9 Ailton und mit der Nummer 10 der beste Fußballer, den ich hier spielen sehen durfte: Diego. Ihr seht, ich habe ein Faible für Offensivspieler. Und es war einfach wunderbar nach all den Jahren diesen Jungs nochmal beim kicken zusehen zu dürfen. Sie hatten Spaß, ich hatte Spaß, die anderen 40.000 Anwesenden vermutlich auch. Da kamen ganz tolle Erinnerungen hoch an all die Fußballfeste, die wir hier gemeinsam gefeiert haben. Das Sportliche stand an diesem Tag natürlich nicht im Fokus und mag daher hier auch nicht zu viel Raum einnehmen. Und ganz ehrlich: die Aftershow-Party war feuchtfröhlich und meine Erinnerungen sind daher auch nur noch in begrenztem Maße vorhanden. Ich will euch daher nicht weiter langweilen und nicht zu viel in alten Zeiten versinken, denn die Gegenwart ist das was heute zählt. So verabschiede ich euch mit dem Spielbericht - schwarz auf weiß. Das Spiel war nach dem Anschlusstreffer von Real übrigens beendet. Flutlichtausfall. Zufälle gibt's.
Werder Legenden: Reinke (35. Vander (59. Wiedwald)) – Naldo (46. Groß), Rosenberg (46. Klasnić), Diego (81. Borowski), Hunt (46. Bartels), Junuzović (46. Gebre Selassie), Frings (46. Bargfrede), Borowski (46. Kroos), Sokratis (46. Marin (72. Rosenberg)), Mertesacker (46. Garcia), Ailton (46. Charisteas (81. Ailton)
Real Madrid Leyandas: Contreras (46. Casilla) – Nunez, Pepe, Coentrao (57. Moral), Callejon (76. Campo), de la Red (59. Amavisca), Sanz, Cambiasso (46. Agus), Valero (46. Barral), Makélélé (76. Milla), Karembeu (46. Balboa)
Tore: 0:1 de la Red (6.), 1:1 Sokratis (27.), 1:2 Callejon (43.), 2:2 Rosenberg (45.+1), 3:2 Charisteas (63.), 4:2 Diego (73.), 4:3 Agus (85.)
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SVW 2 : 3 Spurs
Köln : SVW
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Die Kilometerfresser. An der Stelle möchte ich unser zentrales Mittelfeld ein wenig splitten. Sieben Profis stehen uns hier insgesamt zur Verfügung - vier davon sind eher offensiv veranlagt oder wie man in der modernen Fußballsprache auch sagt: Box-to-Box-Spieler. Um die soll es heute nicht gehen. Stattdessen schauen wir uns die defensiv veranlagten Mittelfeldspieler an. Diejenigen, die die wichtige Drecksarbeit machen sollen. Viel ackern, viel laufen, den anderen den Rücken freihalten und versuchen so oft wie möglich die Angriffe des Gegners frühzeitig im Keim zu ersticken. Sie überlassen die Schönheit des Spiels den Anderen und stellen sich in den Dienst der Mannschaft.
- Kommen wir zunächst zu dem, der schon am längsten da ist und auf den all diese Eigenschaften am Allerbesten zutreffen: Senne Lynen. Eigentlich Belgier, aber mit seiner Art irgendwie auch ein Norddeutscher und damit genau passend für unseren SVW. Ein ruhiger & verlässlicher Typ, das mag ich. Genau so spielt er auch Fußball. Stets unaufgeregt, meistens unauffällig und doch immer da, wenn man ihn bracht. Ein laufstarker Sechser, der nicht selten die meisten Kilometer bei uns abreißt. Defensiv eine Bank, offensiv praktisch nicht präsent. Er wurde nicht umsonst schon als "torloser Held" betitelt und das trifft den Nagel ganz gut auf den Kopf bei ihm. Mehr Worte möchte ich zu ihm auch gar nicht verlieren, denn das würde er selbst nicht wollen. Senne, du bist einer von uns.
- Sein erster Herausforderer ist ein waschechter Berliner: Aljoscha Kemlein. Geboren in Berlin und praktisch sein komplettes Leben bei Union verbracht. Dort sehr erfolgreich in der Jugend und auch später in der ersten Mannschaft durchgesetzt. Nicht umsonst hat er sich dort auch für die U21-Nationalmannschaft empfohlen, wo er weiterhin ein fester Bestandteil ist. Irgendwann war ihm das zu wenig, da wollte er mal was anderes von Deutschland sehen und kam hierher. Eine gute Entscheidung - für ihn und für uns. Er bringt absolut alles mit, was ein moderner 6er mitbringen sollte. Es ist aktuell nur in allen Bereichen noch nicht ausgereift genug. Dazu hat er mit 1,88 eine tolle Körpergröße für die Sechs, auch wenn er an seiner körperlichen Präsenz noch arbeiten muss. Aber das ist kein Problem mit 22 - das wird Giant mit ihm hinbekommen und dann könnte er jemand sein, der diese Position über Jahre auf gutem Bundesliga-Niveau bekleiden kann. Ich bin sehr gespannt, ob er schon in dieser Saison den nächsten Schritt machen kann.
- Kommen wir als Letztes zu unserem Neuen aus den Niederlanden. Youri Regeer sein Name, ausgeliehen bis Saisonende von Ajax Amsterdam. Zum Glück mit Kaufoption und die ist sogar noch ziemlich günstig für den heutigen Markt. Warum zum Glück? Weil alles was ich bislang von ihn im Training sehen konnte hat mich vollends überzeugt. Man sieht ihm praktisch mit jeder Aktion an, dass er ein Großteil seines Lebens bei einer der renommiertesten Jugendakademien Europas verbracht hat. Diese wirklich hohe Spielintelligenz und technischen Qualitäten kommen nicht von ungefähr und kann man nicht überall erlernen. Ein ganz anderer Spieler-Typ als Lynen und Kemlein und das ist auch gut so: alleine körperlich gefühlt einen Kopf kleiner und ein Fliegengewicht. Dazu hat er noch einen großen Vorteil: er kann praktisch überall spielen. Durchaus auch brauchbar im offensiveren Zentrum, wo er in der Vergangenheit auch schon für einige Scorer sorgen konnte. Dazu bereits mit vielen Einsätzen als Rechtsverteidiger, aber auch links hinten und sogar die IV ist kein Fremdwort für ihn. Ich hoffe er bekommt seine Chancen und kann seine Trainingseindrücke im Ligabetrieb bestätigen. Dann ist er jeden Cent seiner KO wert. Das wäre schön, wenn das was wird.
Expertenmeinung - Dieter Eilts (von 1985-2002 bei Werder aktiv): "Früher war es noch einfach vor der Abwehr zu spielen. Laufen, ackern, arbeiten und wieder von vorne. Ab und an den Ball den Ball erobern und wenn's gar nicht mehr anders geht zur Not mal jemanden hüfthoch abgrätschen. Das ist heutzutage anders. Von allem etwas weniger, alles etwas lieber, dafür auch alles etwas mehr mit Ball und nicht nur ohne. Und genau da hapert es doch bei unseren Jungs. Laufen könnnen die auch gut, sind aber zu brav und beim kicken zu limitiert. Reicht für Bundesliga-Mittelmaß, aber sind das hier wirklich die Ansprüche heutzutage? Ich weiß ja nicht. Vielleicht kann der Kerl von Ajax was, ansonsten würde ich mir hier einfach was anderes wünschen. Entweder eine Drecksau oder einen wirklich guten Kicker."
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SVW 2 : 3 Spurs
Köln : SVW
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Auktions-Doppelpack. Feiertag in Bremen: "Wir hatten sehr wenig Geld zur Verfügung und haben damit das absolute Maximum rausgeholt - wir sind sehr happy!"
Nanu, was ist denn hier los? Lange war es still rund ums Weserstadion, die Leihe von Youri Regeer ist schließlich schon etwa einen Monat her. Dafür wurden heute gleich zwei neue Spieler präsentiert. Der jährliche Auktionspool vor dem Saisontart stand an. Praktisch der türkische Basar für vereinslose Spieler, wo alle Vereine kurz vor Saisonstart nochmal die Möglichkeit haben ihr Geld loszuwerden und Sofort-Verstärkungen oder hoffnungsvolle Talente einzukaufen. So ist es wenig verwundernswert, dass gleich 46 Vereine über 100 Angebote abgegeben haben. Und auch Giant stand dem in nichts nach: zwei von drei möglichen Angeboten gab er ab und beide waren zu seiner großen Überraschung erfolgreich. Da hatte er wohl den richtigen Riecher, dass die von ihm anvisierten Spielern nicht gerade die Verkaufsschlager werden würden. Von unfassbaren 788 Millionen Euro, die dort ausgegeben wurden, sind es dennoch immerhin 13.150.000 aus Bremen.
Wir begrüßen Tim Oermann (Ablöse: 9,1 Mio.) und Amorim (Ablöse: 4,05 Mio.) ganz herzlich beim SV Werder. Beide unterschrieben zunächst einen Zwei-Jahresvertrag bis 2028 mit Option auf ein drittes Jahr.
Tim ist letzte Woche 23 Jahre alt geworden, hat für den VfL Bochum bereits über 50 Bundesligaspiele absolviert und war darüber hinaus bei der U21-EM 2025 als Vize-Europameister fester Bestandteil der deutschen U21 (5 Einsätze). Er ist ein vielseitiger Defensiv-Allrounder, der eben nicht nur als Innenverteidiger, sondern auch auf der RV-Position eingesetzt werden kann. Beachtlich ist vorallem sein ungewöhnliches hohes Sprinttempo (Topwert von über 35 km/h), was zu den absoluten Spitzenwerten unter den Verteidigern gehört und etwa mit Upamecano mithalten kann. Ausbaufähig ist sein Spiel mit dem Ball, wo er noch große Defizite aufweist. Giant äußert sich wie folgt zu ihm: "Der Junge hat Talent und bringt ein sehr interessantes Spielerprofil mit sich. Nachdem er bei Bochum eine tolle Entwicklung hingelegt hat stagnierte er zuletzt ein wenig. Gut für uns, denn dadurch war die Nachfrage an ihm nicht so hoch wie er es verdient hätte. Ich bin überzeugt davon, dass er das Potenzial zu einem guten Bundesliga-Verteidiger hat und bin froh, dass es geklappt hat!" Zunächst ist er für die Reservemannschaft eingeplant und wird dort als Abwehrchef & Kapitän diese Saison die U23 anführen. Das klare Ziel ist aber, dass er spätestens zur nächsten Saison einen festen Kaderplatz bei den Profis einnehmen soll.
Amorim wurde gerade einmal für den halben Marktwert verpflichtet. Ein absolutes Schnäppchen, wo wir die Konkurrenz gerade einmal um 50.000 Euro ausstechen konnten. Durch die geringe Ablöse natürlich auch ein überschaubares Risiko für unseren Verein. Er ist noch ein relativ unbekannter Spieler, der bei kleineren Vereinen in Brasilien ausgebildet wurde, dort nie für die Jugendnationalmannschaften auflief und durch gute Leistungen in der dortigen zweiten Liga vom kleinen portugiesischen Erstligisten FC Alverca entdeckt wurde. Dort war er als zentraler Mittelfeldspieler mit gerade einmal 20 Jahren von Anfang an gesetzt und einer der Shootingstars in der Hinrunde der letztjährigen Saison, weshalb er ziemlich schnell den nächsten Schritt zum FC Genua gemacht hat und jetzt in Bremen gelandet ist. "Das was ich auf Videomaterial von ihm gesehen habe gefällt mir sehr gut. Technisch und spielerisch schon ein hohes Niveau wie man das von den meisten Brasilianern gewohnt ist, aber sich auch nicht zu schade für die Defensivarbeit. Darüber hinaus ist er natürlich noch extrem entwicklungsfähig und ich freue mich sehr mit ihm zusammenzuarbeiten. Douglas wird ihn unter seine Fittiche nehmen und dann wird er sich hier hoffentlich schnell integrieren, sich wohlfühlen und den nächsten Schritt in seiner Entwicklung machen können", so Manager Giant zu seinem jüngsten Neuzugang.
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Viel Gewinn - aber nicht genug? Wir berichteten: Werder gab über 13 Millionen auf dem Auktionsmarkt aus. Insider des Vereins wissen, dass angeblich darüber hinaus nicht so viel mehr zur Verfügung stand. Sind wir nun also am finanziellen Tiefpunkt angekommen? Die Antwort ist ein klares Nein. Denn die Vereinskassen erfreuten sich am gestrigen Tag über Einnahmen von 30.000.000 Euro. Geflossen aus Spanien vom stets umtriebigen JessePinkmann, dessen Kassen gefühlt immer randvoll sind. Vermutlich der reichste Mann im europäischen Fußball. Er hatte es dieses Mal auf zwei unserer U23-Spieler abgesehen: Bernard Nguene (20 Jahre) und Natnael Abraha (18 Jahre). Zwei junge Spieler, die sich zuletzt gut entwickelt haben, aber dennoch keine Rolle bei den Profis spielen sollten. Der Finanzplaner der Werderaner freut sich: Nguene kam im Januar für 3,5 Mio. aus Nizza, Abraha im Mai für 5 Mio. aus Hoffenheim - bedeutet ein satter Netto-Gewinn von 21,5 Mio.
Unser Manager Giant sieht das Ganze daher mit einem lachenden, aber aufgrund des Verlustes vor allem von einem vielversprechen deutschen Talent auch mit einem weinenden Auge: "Erstmal muss man sagen, dass uns die Einnahmen in unserer Situation sehr gut tun und es für uns auch wichtig war dafür keine Leistungsträger verkaufen zu müssen. Andererseits ist es vor allem um Natnael sehr schade, da ich große Stücke auf ihn halte und er in meinen Augen absolut das Potenzial hat sich im Profifußball als Rechtsverteidiger durchzusetzen. Ihn hätte ich gerne behalten, aber das Geld hilft uns aktuell mehr. Bei Bernard habe ich da schon eher meine Zweifel und hier muss man klar sagen, dass wir ihn von Anfang an nur mit der Hoffnung geholt haben ihn irgendwann mal gewinnbringend zu verkaufen - dieses Ziel haben wir nun erreicht und damit sind wir auch sehr zufrieden." Zur Wahrheit der Geschichte gehört in diesem Falle aber auch, dass es um die beiden aus Barcelona und Eibar ernstzunehmende Konkurrenz gab, die vorher die Höchtsgebote innehatten, bevor die Jungs plötzlich zu einem einen Sofortkauf-Preis verfügbar waren. Alaves schlug umgehend zu und die anderen beiden Manager taten ihren Unmut darüber kund. Hätte man hier höher ansetzen sollen? Hat man sich Geld durch die Lappen gehen lassen? Möglicherweise. Werden wir beim nächsten Mal anders handeln? Nicht auszuschließen. Ärgert uns das? Nein, denn mit der Ablöse sind wir zum aktuellen Zeitpunkt sehr zufrieden. Punkt. In dem Sinne: viel Erfolg den beiden Spielern und alles Gute nach Alaves!
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