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Verfrühtes Saisonende
Heute Abend steigt der 29. Spieltag der Ligue 1 und auch wenn es beim Duell mit Bordeaux zu einem richtigen Topspiel zwischen dem Viert- und dem Drittplatzierten kommt, scheint doch ein wenig die Luft raus zu sein bei Toulouse. In der Liga sieht alles relativ klar und eindeutig aus und in den Pokalwettbewerben ist man nicht mehr vertreten. Mit der klaren 1:3-Niederlage in Manchester sind auch die letzten Träume auf einen internationalen Triumph verflogen. Zwar spielen les Pitchouns eine tolle Spielzeit, doch schon ein paar Wochen früher sieht die Stimmung nach verfrühtem Saisonende aus.
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Mit zwei Remis gegen die Underdogs Clermont und Reims, hatte man zuletzt auch das Restfünkchen an Meistergedanken gelöscht und in den entscheidenden Wochen doch die fehlende Kadertiefe bemerkt. Zwar wurde der Titelkampf immer von allen Seiten verneint, aber der Rückstand von sieben Punkten auf Tabellenführer Stade Rennes macht die Sache dann doch ziemlich endgültig. Negativ soll dieses Fazit aber gar nicht ausfallen. Wie schon erwähnt, kann das Team stolz auf diese Saison sein. Platz 3 scheint so gut wie sicher - 10 Punkte auf Bordeaux, 16 Punkte auf Nizza. Und auch wenn man nach oben hin vielleicht keine Chance mehr hat, so ist das letzlich auch nicht die aktuelle Kragenweite von Toulouse. Eine Top 4-Platzierung war vor dem Saisonstart das ausgemachte Ziel und das hat man über die ganze Spielzeit über relativ souverän gemeistert. |
Les Pitchouns
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Les Pitchouns Transfermarkt - Torhüter und der versteckte Wert
Die Saison läuft noch und doch befindet sich der FC Toulouse bereits in den Planungen für die kommende Spielzeit. Ein großer Fokus liegt dabei auf der Torhüterposition. Seit Jahren setzen Manager Lolo und Toulouse auf einen starken Rückhalt und sichern sich damit die Basis für eine erfolgreiche Defensive. Nach Neto und David Soria, ist Nick Pope(32) mittlerweile die fünfte Saison über die Nummer 1 in Südfrankreich. Und auch in der aktuellen Saison ist der Engländer eine starke Waffe und ein Grund für das sehr erfolgreiche Jahr in der Ligue 1. Mit nur 17 Gegentreffern stellt Toulouse die drittbeste Defensive der Liga, einzig die Starteams Rennes(11) und PSG(16) liegen hier vorne und mit sieben Treffern hat man sogar einen ordentlichen Vorsprung zum amtierenden Meister Nizza, mit der aktuell viertbesten Gegentorstatistik. Hinzu kommen für Pope starke 15 zu Null-Spiele, alleine acht davon in der noch laufenden Rückrunde, der entscheidenden Phase im Saisonverlauf.
Trotzdem deutet vieles auf einen Abschied hin. Mit Guillaume Restes(19) steht der logische Nachfolger aus der eigenen Jugend schon parat und drängt spätestens zur kommenden Saison auf einen Startplatz.

So kommt es, dass Nick Pope nun einer der heißesten Kandidaten für einen Wechsel ist, trotz starker Leistungen und gutem standing bei Verein und Manager. Besonders die noch kritische Kadertiefe im Mittelfeld soll dadurch gelöst werden und das Überangebot im Tor bietet dabei nun mal die sinnvollste Option. Der Hang zum Generationswechsel und das Setzen auf die eigene Jugend spielt zudem schon immer eine große und gar übergeordnete Rolle bei Toulouse.
Doch welche Ablöse wird man dabei aufrufen und wo liegt der tatsächliche Wert überhaupt? In der Vergangenheit gab es schon desöfteren die Gerüchte und Verhandlungen um einen Verkauf von Pope und doch blieb er bis heute im Kader. Und gut möglich, dass das auch jetzt erneut der Fall sein wird. Denn auch wenn zuletzt immer wieder starke Torhüter auf dem Markt waren - Onana, Maignan, Rui Silva - und das Interesse doch etwas beschränkt schien, ist die Wichtigkeit dieser Position kaum höher einzuschätzen. Ein starker Torwart ist essentiell im Fußball und kann den Unterschied von vielen Punkten und vielen Plätzen ausmachen. Eine Position, auf der es nur eine begrenzte Auswahl an Kandidaten gibt und - für viele Teams - noch weniger an realistischen Möglichkeiten. Ein Ersatzmann muss oft geboten werden und die Ablösen bewegen sich ins unermessliche, wie man zuletzt vielleicht auch bei Verbruggen gesehen hat. Doch der Wert ist berechtigt und viele Klubs unterschätzen dann doch, wie sehr eine Nummer 1 das Team nach vorne bugsieren kann.
So wird auch Toulouse weiter an dieser Denkweise festhalten. Sollte kein Verein die Forderungen eingehen, welche eh schon entgegenkommend sind, wird Pope vielleicht auch kommende Saison noch im Kader der Pitchouns sein. Ob dann als Starter oder doch hinter oder neben Restes, wird sich in den kommenden Monaten zeigen. Nicht zu vergessen, hat man mit dem aktuell verliehenen Jean Butez(29) noch einen dritten sehr guten Torhüter unter Vertrag, der auf Dauer sicher nicht nur als Nummer 3 bleiben wird. -

Les Pitchouns Die Lage der Liga
Vier Spieltage sind noch zu spielen, dann findet auch die diesjährige Ligue 1-Saison ihren Abschluss. Spätestens nach der knappen 0:1-Niederlage gegen Stade Rennes ist die Saison für Toulouse beendet. Acht Punkte Rückstand auf Rennes und PSG und 13 Punkte Vorsprung auf Nizza und Bordeaux. Bei noch zwölf zu vergebenden Punkten dürfte Platz 3 somit schon ziemlich fix sein. Doch trotzdem lohnt sich ein Blick auf den Rest der Liga, denn dort erwarten uns noch einige spannende Geschichten.

Selbstverständlich fällt der Blick zunächst an die Tabellenspitze. Dort stehen mit PSG und Rennes die beiden Topfavoriten gleichauf und sind nun endgültig im Zweikampf angekommen. Aktuell liegen die Pariser mit einer um sieben Toren besseren Tordifferenz vorne. Und diese könnte am Ende auch entscheidend sein, denn in allen vier jeweiligen Partien, dürfte die Zielsetzung relativ klar sein. PSG und Menges treffen noch auf Montpellier(12.), Clermont(18.), Reims(14.) und Bordeaux(5.). Rennes und Pape haben es mit Nantes(6.), Lens(13.), Metz(15.) und Monaco(9.) zu tun. Das leichtere Restprogramm haben wohl die Hauptstädter, allen voran da Bordeaux als vermeintlich schwerster Gegner eine sehr enttäuschende Rückrunde erlebt. Dennoch erwartet uns ein Kopf an Kopf-Rennen, wo die beste Offensive und die beste Defensive der Liga sich um den Titel duellieren.
Gleichauf sind auch der amtierende Meister Nizza und Bordeaux. Während Bordeaux in der Hinrunde noch sieben Punkte vorne lag, hat sich Nizza am letzten Spieltag endgültig auf den begehrten 4. Rang vorbeigeschoben. Das verdankt der Klub aus der Cote d'Azur vor allem der starken Rückrunde, weshalb man momentan auch der Favorit auf den letzten CL-Platz ist. Weitere Chancen bestehen ansonsten noch für Nantes, die nur drei Punkte dahinter liegen, wie auch Lille und Lyon, die mit fünf Punkten Rückstand theoretisch weiter hoffen können. Diese Klubs werden am Ende auch mindestens die Top 8 abschließen und komplettieren die EL-Teilnehmer. Offen bleibt, ob der 8. Platz dann auch für die EL-Playoffs qualifiziert oder nur für die Conference League. Im Coupe de France-Finale treffen PSG und Zweitligist Grenoble aufeinander. Nie war die Favoritenrolle klarer verteilt, doch bis dahin bleibt weiter offen, wer den Pokalstartplatz erhalten wird.
Platz 9 reicht also folglich fest für die Conference League und eventuell kommt auch der 10. Rang dazu. Um diese Mittelfeldplätze kämpfen momentan Monaco(39P), Lorient(38P), Brest und Montpellier(beide 36P). Hier erwarten den Fußballfan noch einige spannende Duelle, so unter anderem Lorient vs Brest oder Lorient vs Montpellier. Allgemein haben alle vier Klubs noch schwere Partien vor sich und Lorient zugleich auch noch die Halbfinalspiele der CoL gegen den SV Werder Bremen.
Etwas klarer werden die Verhältnisse am Tabellenende. Mit Clermont und Le Havre stehen bereits die beiden festen Absteiger fest. Somit geht es für die zwei Aufsteiger den direkten Weg zurück in die Ligue 2. Offen bleibt noch der Relegationsplatz. Dort steht aktuell Troyes(29P), doch mit Metz, Reims(beide 30P) und Lens(32P) sind noch mindestens drei Konkurrenten in Reichweite. Sogar Montpellier und Brest sind noch nicht ganz sicher und stehen wirklich etwas zwischen dem Kampf um die CoL und dem Kampf um den Klassenerhalt. Doch vermutlich wird der Weg über einen der zuerst vier genannten laufen. Tendenz ist aktuell klar bei Troyes, da alle anderen von einem erfahrenen und aktiven Manager profitieren. Vor allem Metz hat aber ein schweres Restprogramm und muss im kommenden direkten Duell gegen Reims schon die fast noch einzig wahrscheinlichen Punkte holen.
Es bleibt also an vielen Stellen offen und auch wenn schon ein paar Entscheidungen gefallen sind, ist vier Spieltage vor Schluss doch noch einiges an Spannung im Endspurt der Ligue 1 geboten! -

Les Pitchouns Eine Saison in Worten
Die Ligue 1-Saison ist passé und wir wagen einen kleinen (vor-)letzten Rückblick auf die vergangenen Monate. Wie schon seit einigen Wochen zu erwarten, landet der FC Toulouse am Ende auf einem starken 3. Platz und feiert damit nach einem Jahr Pause die Rückkehr in die Champions League. Das ausgemachte Ziel war von Anfang an eine Top 4-Platzierung, doch alleine schon wegen der hohen Konkurrenz war das immer eine anspruchsvolle Herausforderung. Die Konstanz war es letztlich, die Toulouse von den Gegnern abgesetzt hat. Mit 37 Punkten und 27:12 Toren in der Hinrunde, erreichte man in der zweiten Saisonhälfte fast identische 34 Punkte und 27:10 Tore. Alles in allem sprechen die Statistiken für einen verdienten 3. Platz, sowohl nach oben als auch nach unten hat man sich einen großen Abstand erspielt.

Mit ein Grund für die erfolgreiche Ligasaison waren besonders die Duelle gegen die direkte Konkurrenz und Topteams der Liga. So gab es in der Hinrunde Siege gegen Bordeaux(3:0), Lyon(2:0), Lille(2:0), Nantes(3:1), Monaco(1:0), sowie zwei gute Remis gegen Rennes(1:1) und dem amtierenden Meister Nizza(1:1). In der Rückrunde gelang zudem ein obligatorischer Punktgewinn gegen den späteren Meister aus Paris und noch der ein oder andere wichtige Sieg. Erst zum Ende der Saison musste man sich in den letzten Topspielwochen den Gegnern aus Rennes, Lyon und Nizza geschlagen geben. Zu dem Zeitpunkt war der 3. Platz aber bereits sicher.
Auch sonst war in der Ligue 1-Saison viel geboten und es gab Spannung bis zum Schluss. PSG setzt sich in einem knappen Titelkampf durch und hat dieses Mal die Nase gegenüber Rennes vorne. Auch kommende Saison dürften sich beide wieder berechtigte Hoffnungen machen und auch beide Kader bieten noch genügend Potenzial für Sprünge. Platz 4 und damit den letzten spot für die Königsklasse sichert sich Nizza, die mit einer starken Rückrunde doch noch Bordeaux überholen konnten. Lange Zeit sah es für das Team von Bugiii nach einer kleinen Sensation aus, doch die Luft ging am Ende doch noch aus. Sicher bitter für Bordeaux, doch man kann trotzdem stolz auf die Leistung sein.
Dahinter tummeln sich weitere gute Teams, die dieses Jahr etwas das Nachsehen hatten. Lyon, Lille oder auch Lorient konnten in den letzten Wochen noch einige Punkte aufholen, doch am Ende sind vielleicht alle Teams etwas hinter den eigenen Erwartungen oder Hoffnungen gelandet. Eine kleine Enttäuschung ist hierbei sicherlich Monaco, die zwar ein sehr junges und talentiertes Team haben, aber weiterhin vergeblich auf den nächsten Sprung warten. Im Abstiegskampf gab es zum Teil relativ früh eine klare Entscheidung. Clermont und Le Havre müssen nach nur einer Saison wieder den Gang in die Ligue 2 antreten. Im Kampf um den Relegationsplatz blieb es aber bis zum letzten Spieltag extrem spannend. Gleich drei Teams haben am Ende 34 Punkte und nur die Tordifferenz zwingt Troyes gegenüber Metz und Reims auf den ungeliebten 16. Tabellenplatz. Sogar Lens und Brest waren mit zwei respektive drei Punkten noch gefährlich nahe an der Relegation. Diese steigt dann in zwei Tagen und Troyes trifft dort auf den Traditionsverein AS Saint-Etienne. Das von Bosanac betreute Team ist dabei aber klarer Favorit und wird hoffentlich den Klassenerhalt sichern können.
Die Torjägerkrone und damit auch der Titel zum Spieler der Saison gehen an Erling Haaland. Der norwegische Stürmer im Dienste des neuen Meisters PSG, erzielte insgesamt 25 Tore und setzte sich damit doch recht deutlich von allen anderen ab. Auf einen geteilten 3. Platz landet Jonathan David mit 17 Toren. Die zweitmeisten Vorlagen der Ligue 1-Saison konnte außerdem Eberechi Eze(13x) vorweisen. Beide Pitchouns haben es auch in die Elf des Jahres geschafft.
Eine schöne Saison ist zu Ende und wir freuen uns schon jetzt auf eine spannende neue Spielzeit mit neuen Managern, neuen Teams und vielen engen matches und Duelle! -

Les Pitchouns Eine Saison in Zahlen
Teil Zwei unseres Saisonrückblicks und das vermutlich letzte Resümee der abgelaufenen Ligue 1-Spielzeit. Nach der Zusammenfassung in gewohnt textsicherer Form, wagen wir dieses Mal den Blick auf die Zahlen und Statistiken.
Spieler
Dauerbrenner in Minuten
Nick Pope 3060 (in 34 S.)
Kouadio Koné 2781 (in 31 S.)
Folarin Balogun 2742 (in 31 S.)
Jean-Clair Todibo 2721 (in 31 S.)
Mohamed Simakan 2697 (in 31 S.)
Torjäger
Jonathan David 17
Folarin Balogun 12
Amine Adli 10
Kouadio Koné 4
Eberechi Eze 4
Vorlagengeber
Eberechi Eze 13
Folarin Balogun 7
Jonathan David 6
Farès Chaibi 5
Kouadio Koné 4
Durchschnittsnote
Jonathan David 2.31
Folarin Balogun 2.49
Amine Adli 2.65
Farès Chaibi 2.68
Kouadio Koné 2.7
Team
Höchster Saisonsieg
3:0 vs. Girondins Bordeaux - 12. Spieltag
3:0 @ ES Troyes AC - 18. Spieltag
3:0 @ RC Lens - 23. Spieltag
3:0 @ AS Monaco - 25. Spieltag
Höchste Saisonniederlage
0:2 @ FC Paris St. Germain - 9. Spieltag
Top Gegner
FC Girondins Bordeaux - 6 Punkte, 5:0 Tore
RC Lens - 6 Punkte, 5:0 Tore
Flop Gegner
FC Paris St. Germain - 1 Punkt, 1:3 Tore
FC Stade Rennes - 1 Punkt, 1:2 Tore
OGC Nizza - 1 Punkt, 2:3 Tore
Ergebnisse
Längste Siegesserie 5 (21. - 25. Spieltag)
Längste Serie ohne Niederlage 20 (10. - 29. Spieltag)
Längste Serie ohne Niederlage 3 (26. - 28. Spieltag)
Tabelle
Heim - 3. Platz | 42 Punkte | 26:6 | 13S 3R 1N
Auswärts - 4. Platz | 29 Punkte | 28:16 | 8S 5R 4N
Hinrunde - 3. Platz | 37 Punkte | 27:12 | 11S 4R 2N
Rückrunde - 3. Platz | 34 Punkte | 27:10 | 10S 4R 3N
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Les Pitchouns Transfermarkt - eine neue Nummer Eins
Es war ruhig in den vergangenen zwei Monaten. Und auch wenn das vorrangig für die Vereinsnews gilt, geht es nun doch immer zügiger in Richtung Saisonstart. Zeit also die ersten Veränderungen und Gerüchte anzugehen. Der erste große Transfer war der Verkauf von Nick Pope. Der Engländer war fünf Saisons lang die Nummer 1 von Toulouse und wurde nun nach vielen Verhandlungen und Spekulationen doch noch verkauft. 70 Millionen € zahlt Ligakonkurrent Stade Reims am Ende für die Dienste des Schlussmanns - brisant: Pope wechselt nur kurze Tage später für 10 Millionen mehr gen Valencia.

Doch in Toulouse ist man zufrieden mit diesem Schritt. Pope war eine starke und konstante Personalie auf einer wichtigen Position und wäre das auch sicherlich noch in der kommenden Saison gewesen. Doch wie schon oft in der Vergangenheit, gehen die Pitchouns ihren Weg weiter und folgen der hauseigenen Philosophie des jungen Kerns. Mit Guillaume Restes steht ein großartiges Talent aus der Jugend in den Startlöchern und scheint nun bereit den nächsten Schritt zu gehen. Ein Segen für Toulouse und eine große Möglichkeit, das Überangebot im Tor auf andere Positionen umzulegen.
So wird es sicherlich für den Anfang ein Schritt zurück sein. Das Potenzial des Franzosen ist riesig, doch den Qualitätsunterschied zu Pope wird man besonders in der Anfangszeit sicherlich noch merken. Während Restes am Ball und auf der Linie seine großen Qualitäten besitzt, sind vor allem hohe Bälle und die Strafraumbeherrschung noch ein Problem, wo der 19-Jährige seine Fähigkeiten verbessern muss. Dennoch, gerade am Ball bietet Restes schon jetzt ein Upgrade zu Pope, hat seine Qualität auch bei Olympia bewiesen und ist schon im jungen Alter ein Lautsprecher des Teams und Identifikationsfigur des Vereins.
Nun gilt es die Entwicklung abzuwarten und zu verfolgen und auch darauf freut man sich in Toulouse sehr. Es bleibt Teil der DNA und manchmal sind Veränderungen auch der erste oder nächste Schritt nach vorne. Die zusätzlichen Chancen auf dem Transfermarkt sind ein weiterer Bonus, den man nun weiter in den Kader investieren kann.
Der erfahrene Backup bleibt bzw wird erneut Jean Butez. Der Belgier verbrachte die Rückrunde beim 'doch nicht deutschen Meister'-Schalke 04 und ist nun wieder im Team. Er bildet weiterhin einen sicheren Rückhalt, sollte es zu einem Ausfall kommen. -

Les Pitchouns Transfermarkt - ein Wunschspieler geht
Ein Transfer unter Konkurrenten, ein Transfer eines Wunschspielers. Ein weiterer Deal sorgte die vergangenen Tage für gewisse Aufmerksamkeit. Toulouse und Ligarivale OGC Nizza mit Manager Molle einigen sich auf einen Tausch zwischen mehreren Spielern. Mit Folarin Balogun geht dabei ein wichtiger Bestandteil der erfolgreichen vergangenen Saison, aber auch ein Spieler, der vor einem halben Jahr noch als großer Wunschtransfer galt.

Mit 19 Scorern in 31 Ligue 1-Einsätzen und noch weiteren fünf Treffern in Europa League und Coupe de France, war der US-Amerikaner ein kongenialer Partner zu Stürmerstar Jonathan David. Eine Lücke, die man nun über andere Akteure und Taktik ausgleichen muss. Dabei galt Balogun bis vor kurzem sogar noch als unverkäuflich und stand auch Dank der Zeit bei Arsenal sehr hoch im Kurs bei Teammanager Lolo.
Im Zuge des Transfers wechseln zwei Spieler nach Toulouse. Adrián Bernabé(23) und Josha Vagnoman(23) werden Pitchouns und verstärken das Team für die anstehende Champions League-Saison. Gerade das war sicherlich auch ein Mitgrund für die Investition in die Breite. Während Vagnoman eine Option für die rechte Abwehrseite darstellt, ist vor allem Bernabé ein lange gesuchtes Puzzleteil im zentralen Mittelfeld. Der Spanier zeichnet sich durch seine starke Flexibilität aus - eigentlich offensiv denkend und mit gutem Zug zum Tor, konnte er in der kürzeren Vergangenheit auch als Sechser sehr glänzen. Eine Alternative, die Toulouse hinter Manu Kone und Pape Sarr seit knapp zwei Spielzeiten gefehlt hat.
Somit bleibt zwar ein wenig Wehmut beim Abgang von Balogun, doch umso mehr freut man sich auf die neuen Gesichter und deren Potenzial auch auf lange Sicht eine wichtige Rolle als Stammspieler einzunehmen. -

Les Pitchouns Saisonstart - der große Abstiegskampf
Heute Abend beginnt die neue Ligue 1-Saison und wir werfen einen kleinen Blick auf die Liga. Zwei neue interessante Teams sind mit den Aufsteigern Marseille und Straßburg am Start und noch viel mehr neue Manager, die den französischen Wettbewerb bereichern. Einer davon ist Josef, der erstmals den Sprung in die Ligue 1 wagt und sich dem FC Metz annimmt. Eine Mammutaufgabe, wenn man den Tipps vieler Experten Glauben schenkt. Erste Transfers wurden schon getätigt und es wird interessant zu sehen sein, ob Josef auch hier ähnlich erfolgreich ist, wie zuvor in Italien. Neben Metz gibt es aber auch noch viele weitere mögliche Abstiegskandidaten, was bereits vergangene Saison für einen langen Kellerkampf sorgte und ein Zeichen für die große Ausgeglichenheit der Liga ist. Deshalb zählen auch die beiden bereits genannten Aufsteiger dazu. Marseille wie auch Straßburg haben unheimlich viel Potenzial und einen spannenden Kader, aber gerade die Rückkehr in das Oberhaus muss man erstmal erfolgreich überstehen. Mit Matze und Timbo wurden zwei eigentlich ziemlich erfahrene und kompetente Manager gefunden, die nun kurz vor dem Saisonstart auch so langsam loslegen und ihre Teams spielfit machen.

Fit gemacht wurde bereits vor einigen Wochen Troyes. Interimscoach Bosanac hat mit dem Savinho-Deal neue Qualität dazugeholt und möchte den Klassenerhalt erneut schaffen. Letzte Saison gelang das nur über die Relegation und auch wenn die Startelf jetzt verbessert ist, so scheint auch die Konkurrenz anspruchsvoller zu sein. Dazu gehört auch Stade Reims. Mit Tobi88 scheint der Ex-Klub von FortunaFlo einen guten Nachfolger gefunden zu haben. Die ersten Auftritte wirken sehr vielversprechend und der Kader bietet auch einen guten Mix aus Stärke und Talent, um sich als Zos-Neuling in der Ligue 1 zu etablieren.
Längst etabliert haben sich Stade Brest und Montpellier. Während das kleine Brest sich nach dem Aufstieg dank guter und unaufgeregter Arbeit von Chrahl halten konnten, hat Montpellier vor allem durch die aktive und risikoreiche Veränderungen unter Ebbe profitiert. Beide Manager haben ihr Können längst unter Beweis gestellt und kombiniert mit der Erfahrung, sind hier vielleicht beide Klubs etwas im Vorteil gegenüber der Konkurrenz.
Sechs Team also, die potenziell zu den Abstiegskandidaten gehören. Doch damit nicht genug! Mit Blick auf die vergangene Saison und den ersten Tipps der Experten, dürfen zwei Teams nicht unerwähnt bleiben. Lens und Manager Neo mussten vergangene Spielzeit lange zittern und können mit Platz 13 bei nur zwei Punkten Vorsprung auf den Releagtionsplatz nicht zufrieden sein. Diese Saison soll alles anders werden und zumindest kadertechnisch sind die Hoffnungen sicher nicht unbegründet. Selbiges gilt für Aramis und seine Kanarienvögel. Viele gute Jahre hat man gemeinsam erlebt und auch der 8. Platz im Vorjahr spricht eigentlich nicht für einen Absturz Richtung Tabellenkeller. Trotzdem wird Nantes von einigen Kritikern sogar auf Platz 15 und 16 gesehen. Ob das wirklich so eintrifft und vielleicht die Stagnation von Nantes am Ende sich rächt, muss man abwarten. Tendenziell ist das Team aber sicherlich noch zu gut besetzt, um so weit abzurutschen.
Eine halbe Liga im Abstiegskampf? Das ist sicher eine etwas erweiterte Auswahl an Kandidaten. Trotzdem sind die Unterschiede zwischen den Teams nicht mehr so groß. Während wie jedes Jahr bestimmt wieder einige der genannten Klubs Richtung Europa schielen werden, besteht auch durchaus die Gefahr schnell den Anschluss zu verlieren. -

Les Pitchouns Saisonstart - Zwei und der Rest für Europa
Im zweiten Teil der kleinen Saisoneinstimmung blicken wir auf die obere Tabellenhälfte und den Kandidaten im Kampf um Europa. Vorneweg: auch die zuvor genannten Klubs Lens und Nantes sind mögliche Europokalteilnehmer und können auch entgegen letzter oder kommender Aussichten sich früh vom Abstiegskampf entfernen und um die Top 10 mitspielen.
Zum Start lösen wir gleich die einfachste der offenen Fragen: die Meisterschaft gegen an PSG oder Rennes. Ja, vorletzte Saison konnte Nizza den Titel holen und davor auch mal Lyon, doch an diesen beiden Schwergewichtern führt kein Weg mehr vorbei. Beide Teams haben sich unter Menges bzw Pape hervorragend entwickelt und gelten auch in der Champions League zum Top-Favoritenkreis.

Spannend wird es dann vor allem ab Platz 3. Diesen konnten vergangene Saison unsere Pitchouns einnehmen. Und auch jetzt sehen viele Experten das Team wieder dort. In Toulouse selbst ist man nicht ganz so offensiv und beschränkt sich zumindest auf das minimal geringere Ziel 'Top 4'. So oder so beanspruchen sehr viele Vereine einen CL-Platz, aber auch dieses Jahr sind die Prognosen extrem schwierig. Lyon und Manager Mino haben eine brutal talentierte Mannschaft, aber blieben jetzt zwei Saisons hinter den Erwartungen. Die Talente haben nun einen weiteren Schritt gemacht und so ist vielleicht auch wieder ein Comeback in die Königsklasse möglich. Das wird sicherlich auch Lille versuchen. Das Team von Super-Ingo zählt zu den großen drei CL-Kandidaten neben Lyon und Toulouse. Gute Deals für einen stärkeren Kader sollen nach einer eher durchwachsenen Saison wieder für einen Angriff sorgen.
Kleinere Brötchen backt man dagegen an der Cote d'Azur. Nizza blickt auf sehr erfolgreiche Jahre zurück, hat aber mit Molle jetzt nicht nur einen sehr erfahrenen und guten Manager verpflichtet, sondern auch einen sehr risikofreudigen und umtriebigen. Die ersten Veränderungen sind äußerst spannend, aber haben Nizza zeitgleich auch verjüngt und für diesen Moment mal geschwächt. Ein Comeback in die Top 4 scheint schwer und wird von Molle auch bewusst ausgeschlossen. Ähnlich macht das auch Bugiii. Mit Bordeaux hätte es vergangene Saison fast für die Champions League gereicht. Nach einer bärenstarken Hinrunde, musste man in der zweiten Halbserie dann doch einiges Federn lassen. Das reichte zwar trotzdem für den Titel zum Trainer der Saison, doch die Enttäuschung war sicherlich vorhanden. Umso begeisterter blickt man nun auf die jüngsten Transfers von Bordeaux und auch da ist die Devise klar - ein Schritt zurück und mit mehr Talent wieder langfristig angreifen. Deswegen ist ein erneuter Platz 5 auch eher schwierig, aber sicher nicht total weit entfernt.
Bleiben noch zwei Teams, die durch starke und nachhaltige Arbeit nun endlich -wieder- oben angreifen wollen. Monaco hat nach dem traurigen Abschied von Kleinoase dringend einen neuen Verantwortlichen für ihr Talentehort gesucht. Mit Jabso wurde da letztlich auch ein wirklich geeigneter Kandidat gefunden, denn auch der ehemalige Marseille-Manager setzt gerne auf junge Spieler. Noch ist dabei nicht wahnsinnig viel passiert. Das liegt aber auch am Kader, denn gewisse Entwicklungszeit muss man dabei immer mieinberechnen. Das sollte trotz geringer Erfahrung im Team wieder für eine direkte Rückkehr in die Top 10 reichen. Dort wollen auch Powl und Lorient sich festsetzen und noch einen Schritt gehen. Das Team schaut immer sexyer aus, aber bisher hat man nie den großen Sprung geschafft, den viele erwartet, aber man selbst definitiv auch schon erhofft hat. Dennoch scheint eine Platzierung unter den Top 6 und der Einzug in die Europa League sicherlich möglich und wird auch das heimliche Wunschziel von Powl sein.
Wer kommt in die Champions League? Welche Teams können dieses Jahr den Sprung machen? Jede Saison gab es bisher positive wie auch negative Überraschungen und auch in der heute startenden Spielzeit wird es davon wieder einige Teams geben. Zwischen Umbruch, langfristiges Arbeiten und den nächsten Schritt gehen, bietet die Top 10 der Ligue 1 wahnsinnig viel Potenzial und spannende Projekte. -

Les Pitchouns Champions League - Rückkehr und Neuerungen
In einigen Tagen startet die neue Champions League-Saison. Mit dabei ist Toulouse, die nach einem Jahr Pause und dem dann starken 3. Platz, nun wieder zurückkehren und sich mit den besten Teams Europas messen können. Spannung ist hierbei reichlich geboten, denn neben vielen namhaften Duellen, wartet die Königsklasse auch mit einem neuen Modus auf ihre Teilnehmer und Fans.

In einer acht Spieltage andauernden Liga aus 36 Teams, trifft jede Mannschaft auf je zwei Gegner der vier Lostöpfe. In diesen acht Spieltagen, finden jeweils vier daheim und vier auswärts statt. Nach den acht Spieltagen, qualifizieren sich die Top 8 automatisch für das Achtelfinale. Die Plätze 9 bis 24 duellieren sich in der Zwischenrunde für die weiteren acht spots des Achtelfinales, während der 25. bis 36. aus dem Turnier ausscheiden. Unsere Pitchouns sind denkbar knapp in Lostopf 3 gelandet und mussten sich im internationalen Vereinsranking Benfica Lissabon um sechs Punkte geschlagen geben. Letztlich aber auch gar nicht so wichtig, denn durch den Modus, muss man wie erwähnt sowieso gegen je zwei pro Topf spielen.
Nicht gegen Benfica, sondern den Stadtrivalen Sporting Lissabon darf man am 1. Spieltag die Rückkehr in die Champions League feiern. Ein angenehmer Gegner in einem sonst hochkarätig besetzten Turnier. Das beweisen auch die weiteren Partien. Nach dem Auftakt in Portugal, warten drei richtige Brocken mit Real Madrid(H), FC Barcelona(A) und dem RB Leipzig(H). In diesen Wochen werden die jungen Wilden von Teammanager Lolo sich unter Beweis stellen und mit den Besten Teams Europas messen können. Mit Roter Stern Belgrad(A) und SK Sturm Graz(H) folgen danach zwei einfachere Duelle, bei denen sich Toulouse durchaus Hoffnungen auf wichtige Punkte machen kann. Anschließend geht es noch gegen den FC Chelsea(A), wo man bereits in der Vorbereitung sich geschlagen geben musste und welche Lolo durch seine Arbeit bei Arsenal auch bestens aus der Premier League kennt. Zum Abschluss wartet dann ein vielleicht entscheidendes und anspruchsvolles Heimspiel gegen Feyenoord Rotterdam.
Es wird also eine spannende und knackige Rückkehr in die Champions League, aber man kann durchaus mit gewisser Euphorie auf den neuen Modus blicken. Interessant wird sein, wie das immer noch junge Team sich gegen solche Topteams schlägt und den Spagat zwischen Liga und Pokale schafft. Im Laufe des Wettbewerbs werden wir hier näher berichten. -

Les Pitchouns Rückblick - Über Höhen und Tiefen
Schon seit einigen Wochen ist die Rückkehr der Vereinsnews geplant. Es hat sich nun etwas verzögert, doch der Titel der ersten Ausgabe bleibt der Gleiche. Während es nämlich zuvor nur über ein Fazit der Hinrunde gegangen wäre, lässt sich die gleiche Kernaussage auch auf den ersten Teil der laufenden Rückrunde tätigen. Wie schon in der ersten Halbserie, durchleben die Pitchouns eine Achterbahnfahrt an Ergebnissen und Formschwankungen, die für viele Höhen und Tiefen in der bisherigen Spielzeit sorgen.

Der Start der Saison war sehr durchwachsen. Erst am 8. Spieltag konnte man den ersten Sieg in der Liga einfahren. Zwar gab es nur zwei Niederlagen und auch ein paar knifflige Aufgaben, doch für den Vorjahresdritten kann das sicherlich nicht der Anspruch gewesen sein. Danach wurde der turnaround jedoch bewältigt, denn bis zur Winterpause folgten nur je zwei Remis und Niederlagen, dafür fünf weitere Siege. Am Ende wurde es noch ein ordentlicher 7. Platz mit sogar ganz guter Reichweite auf einen Top 4-Platz.
Ähnlich gut ging es nach dem Wiederbgeinn der Liga weiter. Drei Siege gegen Troyes, Lorient und Lens zum Start bugsierten Toulouse überraschend fix wieder auf den besagten 4. Rang. Doch nach den vergangenen Wochen kommt schnell wieder die Ernüchterung: 0:3 in Nizza, 0:4 gegen Psg, 0:3 in Lille und zusätzlich das Aus im Coupe de France gegen Lyon(0:2). Eine katastrophale Formschwäche oder vielleicht doch nur nicht gut genug für die wirklichen Topteams? Das wird sich noch zeigen müssen. Mit den Emotionen wird man aber weiterhin umgehen müssen. Ein junges Team mit gewissen Baustellen, dazu ein wirklich spannender und enger Kampf um den letzten CL-Startplatz, in dem man sich momentan mit Lyon, Lorient, Bordeaux und Lens duelliert. Die Saison wird noch lang und die Höhen und Tiefen werden wohl weiterhin Bestandteil dieser Mannschaft sein.
Ein Problem ist dabei sicherlich die Defensive, die gerade in den Topspielwochen große Defizite aufgezeigt haben. Das ist etwas, womit man rechnen musste. Der Umbruch im Tor von Pope auf Restes wurd bewusst vollzogen, auch mit dem Wissen, dass das ein paar Punkte kosten wird. Doch das Problem ist nicht einfach auf Restes zurückzuführen, der weiterhin klar die Zukunft im Kasten darstellen soll. Die Frage nach dem richtigen System stellt sich immer mehr und welche Rotation im Hinblick auf drei Wettbewerbe richtig und sinnvoll wäre. Das sind Punkte, mit denen sich Lolo in den kommenden Wochen noch beschäftigen wird, neben vielleicht der ein oder anderen personellen Veränderung. -

Les Pitchouns Champions League - Rematch unter Underdogs
Die Metapher des gallischen Dorfes im Kampf gegen die große Übermacht ist sicher jedem bekannt und war auch hier der erste lose Gedanke für diese Newsausgabe. Das wäre aber ein bisschen zu pathetisch um die Rolle und das Standing von Toulouse in der Königsklasse zu beschreiben. Dennoch ist das erst die zweite CL-Teilnahme in der Vereinsgeschichte und natürlich ist man ein Underdog unter so großen Namen wie Barcelona, Arsenal oder Milan. Am heutigen Abend startet nun das Achtelfinale, wo unsere Pitchouns auf einen weiteren Underdog treffen und das nicht zum erstem Mal in dieser Saison.

Sporting Lissabon heißt das Los und es hätte wohl deutlich schwieriger werden können. Viel Teams aus Europas Elite sind noch im Wettbewerb und da ist der portugiesische Vertreter - trotz einer beeindruckenden Ligaphase - sicherlich noch eine lösbarere Aufgabe. In der besagten Ligaphase kam es zum Auftakt auch bereits zum Duell zwischen Toulouse und Sporting, damals mit einem 2:1-Sieg für Lissabon. In einem ausgeglichenen Match, hatte die Heimmannschaft am Ende die Nase knapp vorne. Neben Pflichtsiegen gegen Brügge, Sturm Graz und Roter Stern, waren vor allem das Remis gegen Rennes und die Siege gegen Manchester United, Gladbach und eben unserer Mannschaft ein kleines Ausrufezeichen in Richtung höhere Ambitionen.
Ein bisschen Rotation der Topgegner hat bestimmt eine Rolle gespielt, aber dennoch zeigt die Ligaphase, dass Sporting ein harter Kontrahent sein kann. Das konnte aber auch Toulouse beweisen. Nach einem ordentlichen 15. Platz, musste man in der Playoff-Runde gegen die Wolves aus Wolverhampton ran. Ein Team, welches unter Elmatador erneut um die Top 4 der Premier League kämpft und der klare Favorit war. Doch trotz einer 1:2-Niederlage in England, konnten Les Pitchouns den Rückstand drehen und zu Hause per Elfmeterschießen gewinnen. Ein großer Erfolg und auch ein Beweis, dass die Mannschaft durchaus mit den Topteams mithalten kann, wenn man - anders als zuletzt - seine A-Form abrufen kann.
Der Sieg gegen Wolverhampton bleibt jedoch ein Erfolg mit einem Wermutstropfen. In der Verlängerung sieht Giullaume Restes eine rote Karte und wurde ingsesamt für vier Spiele gesperrt. Ein klare Schwächung, die Toulouse auch noch bei einem möglichen Weiterkommen und Duell gegen Atletico oder Arsenal extrem betreffen wird. Zudem wird auch Jonathan David mindestens das Hinspiel verletzungsbedingt fehlen und bringt schwierige Vorzeichen in den heuten Champions League-Abend. -

Les Pitchouns Transfermarkt - kleine Investments
Neben der sportlichen Analyse, darf natürlich auch nicht der kleine Blick auf die Transfers der letzten Wochen fehlen. Klein wird der Blick dabei tatsächlich, denn viele Veränderungen fanden - zu Bedauern der Verantwortlichen - leider nicht statt. Zwar wird man nie Nizza-like den halben Kader aus dem Koffer lebend haben, aber man führt durchaus viele aktive Gespräche. Mehr zu verpassten Gelegenheiten und gescheiterten Verhandlungen gibt es vielleicht in der nächsten Ausgabe.

Anfangen können wir hier sogar direkt mit den angesprochenen Kollegen aus Nizza. Nach dem Transfer rund um Balogun, Bernabé und Vagnoman, konnte man sich kurz vor Weihnachten auf einen weiteren Deal einigen. Renato Veiga(21), der erst kurz zuvor gen Côte d’Azur wechselte, findet den schnellen Umweg weiter in Richtung Südfrankreich. Dort hofft man sich vom jungen Allrounder eine gute Entwicklung und vor allem zusätzliche Flexibilität, was Lolo insgesamt eine Investition über 60 Millionen € wert war. Der Portugiese kann in der Abwehr sowohl innen als auch links spielen und ist zudem auch im defensiven bis zentralen Mittelfeld einsetzbar. Bisher kam Veiga erst in zwei Ligapartien zum Einsatz, aber man traut ihm spätestens zur kommenden Saison eine größere Rolle zu.
Ein weiterer Neuzugang ist Bryan Zaragoza(23), der vergangene Woche im Zuge von Milans Verkaufsoffensive aus der Lombardei in die Ligue 1 wechselt. Für den Spanier wurden 45 Millionen € Ablöse gezahlt. Ein spontaner Transfer, wenn man den Berichten Gehör schenken mag, womit Toulouse vorrangig die Offensive breiter aufstellen möchte. Der nur 1,64 große Ex-Rossonero kann sowohl auf Links, wie auch hinter den Spitzen auf der Zehn agieren. Neben der offensiven Bereicherung, erhofft man sich anscheinend auch vor allem eine Wertsteigerung und mehr Möglichkeiten auf dem Markt.
Zwischendurch gab es außerdem einen kleinen Verkauf. Mark McKenzie(25) wechselt für 24 Millionen € zum VfL Bochum. Auf Grund der vielen Innenverteidiger im Kader und dem schon großen Talent in der Defensive, nutzte man den Verkauf um wieder frisches Geld zu generieren. Das wurde sogesehen schon investiert, wenngleich Toulouse weiterhin liquide genug ist, um auch in den nächsten Wochen erneut auf dem Markt zuschlagen zu können. -

Les Pitchouns Transfermarkt - Catching Eze
Das Aus in der Champions League steht fest und eine Rückkehr scheint diese Saison durchaus ein schweres Unterfangen zu werden. Die Konkurrenz ist stark, der Kampf um Platz 4 wirklich eng und auch in Toulouse selbst scheint man ein wenig eher Richtung Europa League zu denken. Das Team steht am Scheideweg. Will man sich jetzt unter den Top 4 etablieren oder geht man doch noch einen kleinen Schritt zurück und setzt wieder auf mehr junge hungrige Spieler? Eine spannende Frage, mit der man sich in den kommenden Wochen und Monaten beschäftigen wird.

Eine Schlüsselposition wird dabei Eberechi Eze einnehmen. Der 26-Jährige Engländer ist so etwas wie das Aushängeschild des Vereins geworden, neben den natürlich unzähligen hauseigenen Talenten im A-Kader. Seit nun 6 1/2 Spielzeiten ist Eze Teil von Toulouse und hat sich schnell als Glücksgriff erwiesen. Nicht nur hat sich der damalige Transfer mit Crystal Palace früh gelohnt, auch auf dem Feld hat der offensive Mittelfeldspieler schnell und stetig steigend eine wichtige Rolle übernommen. Inklusive der laufenden Saison kommt Eze auf 219 Ligue 1-Spiele, in denen er überragende 32 Tore und 73 Vorlagen aufweisen kann. Und auch an den zwei Coupe de France-Pokalsiegen und den Teilnahmen an der Champions League hat er eine entscheidende Gewichtung: In allen Pokalwettbewerben kommt Eze auf 58 Partien, 10 Tore und 17 Vorlagen.
Dabei hat einer von Lolos absoluten Lieblingen vor allem durch seine Flexibilität gepunktet. Ob Linksaußen, linkes Mittelfeld oder wie in den vergangenen zwei Spielzeiten vorrangig als offensiver oder gar zentraler Mittelfeldspieler, Eze war immer eine zentrale Figur im System von Toulouse. Und dennoch, scheint er mittlerweile ein möglicher Abgangskandidat zu sein. Zu gut und zu wertvoll für einen EL-Kandidat oder doch eine Grundsäule um weiterhin den jetzigen Erfolg realisieren zu können? Ein Abgang oder ein Verbleib von Eze könnte den Weg zeigen, den die Verantwortlichen um Lolo gehen wollen. Ein Verlust würde sicher sehr weh tun, aber kann auch eine Chance für die zukünftige Entwicklung sein.
Ob man sich jedoch von seinem vermutlich größten Star im Team wirklich trennen möchte, muss noch bewiesen werden. Dazu braucht es natürlich außerdem die passenden Interessenten und Angebote. Beides scheint bisher noch Mangelware zu sein, was einerseits überrascht, aber sogesehen die anstehende Entscheidung in dieser Geschichte auch stark vereinfachen würde. -

Les Pitchouns Transfermarkt - Altes in Neues
Manchmal kann es auch sehr schnell gehen und so ist es auch bei Malick Fofana(19) gewesen. Der junge Belgier wechselt in dieser Woche von Aston Villa zu Toulouse, nicht mal eine Woche nach dem Start der Verhandlungen. Dabei war Fofana schon länger auf der Liste von Teammanager Lolo, doch erst jetzt wagte man den konkreten Vorstoß. Für diesen Transfers verlassen zwei Spieler den Verein: Eigengewächs Amine Adli(24) und der erst vor kurzem verpflichtete Bryan Zaragoza(23) wechseln gen Birmingham.

Ein kleiner Fingerzeig könnte der Deal für die kommende Kaderstruktur sein. Schon vor einigen Wochen wurde berichtet, dass man sich in Toulouse gerne wieder mehr auf das Entwickeln junger Topspieler konzentrieren möchte. Malick Fofana ist dabei sicherlich ein perfect fit und eine Aktie, die vielversprechendes Potenzial aufweist. Ein Grund für das ihm angerechnete Potenzial sind seine Attribute, die auch im Spielsystem von Les Pitchouns eine wichtige Bereicherung darstellen kann. Als Flügelspieler zeichnet ihn vor allem seine irrsinnige Beschleunigung und das Tempo aus, gepaart mit seinen guten Dribblings und der Qualität am Ball. Seine Vision und Unberechenbarkeit machen es dabei sehr schwer für gegnerische Verteidiger, seine eh schon vorteilhaften athletischen Attribute zu kompensieren.
Dennoch ist Fofana natürlich noch ein Projekt und am Anfang einer noch hoffentlich langen Entwicklung. Verbessert werden muss auf jeden Fall noch der offensive output, wenngleich auch hier die Entscheidungsfindung oder die Flanken eine Stärke von ihm sein können. Taktisch besteht aber ebenso noch Luft nach oben, genauso wie bei der Rolle auf dem Feld und das Halten der eigenen Position. Dem entgegenzusetzen hat Fofana aber vor allem eine mentale Reife, die für dieses Alter ungewöhnlich ist. Er arbeitet viel auf dem Feld und kann defensiv unterstützen(vielleicht auch mal eigene Stellungsfehler ausbessern) und nimmt zugleich schon früh die Verantwortung auf sich, um seiner Mannschaft offensiv zu helfen.
Viele dieser Eigenschaften versprechen eine positive Zukunft, aber sind natürlich nur ein paar Variablen, auf dem Weg zum potenziellen Topstar. In Toulouse freut sich auf jeden Fall auf den Neuzugang und die nächsten Veränderungen im Kader. -

Les Pitchouns Transfermarkt - London Boy
Neben den Gesprächen um Neuzugang Malick Fofana, gab es auch großes Interesse an Nico Gonzalez(23). Das Talent aus La Masia stand bei Eibar unter Vertrag und wechselt nun nach intensiven Verhandlungen zu Fulham und Manager Pape. Bis zum Schluss versuchte Lolo den Transferdoppelpack, scheiterte jedoch allen voran an den sich überschneidenden Tauschspielern in beiden Transfergesprächen.

Der Hauptfokus soll dabei bei Bryan Zaragoza gelegen haben. Der Spanier wechselte schließlich zu Aston Villa, galt jedoch auch lange als ein Abgangskandidat im potenziellen Nico-Deal. Am Ende war es vor allem die Wartezeit, die den Ausschlag für die Entscheidung pro Fofana gegeben haben soll. Wenngleich auch das drumherum viele Argumente eher für den jungen Belgier lieferte. So wäre das Paket für Nico Gonzalez noch mal eine Schippe mehr gewesen und kadertechnisch durchaus an der Grenze des Möglichen. Trotzdem hat man auch nach dem Abgang von Zaragoza weiter Gespräche geführt und versucht andere Konstellationen zu finden.
'Wir hätte Nico gerne verpflichtet und hätten dafür auch bewusst unsere Breite stark reduziert. Letztlich waren die Ansichten über die von uns gebotenen Spieler aber wohl etwas unterschiedlich', so Teammanager Lolo. Nun ist der Spanier in London gelandet und ist der nächste Transfercoup von Topmanager Pape. Dort kann man nun gespannt die Entwicklung beobachten. Ein gewisses Risiko hat man bei Nico durchaus gesehen und umso mehr, wie er nun im englischen Fußball besteht. Nico Gonzalez ist im Spielaufbau und Passspiel herausragend, kommt durch die fehlende Geschwindigkeit und athletischen Defizite aber vielleicht auch irgendwann an sein Maximum. Zwischen Mini Rodri und ein langsamer Sechser liegt viel Spielraum, welchen Toulouse schließlich nicht vollster Überzeugung bezahlten wollte.
So bleibt es für den Moment erst mal 'nur' bei Fofana als Neuzugang, was unter anderem auch an einer zusätzlichen verpassten Gelegenheit liegt. Mit Nicolò Rovella stand ein weiterer defensiv zentraler Mittelfeldspieler im Fokus, für den Les Pitchouns ebenfalls bereit waren eine hohe Millionenablöse zu zahlen. Doch der Italiener wechselt bei relativen vielen Interessenten erneut zu Fulham. Somit kein Doppelschlag für Toulouse, aber einer für Pape und seinen Cottagers. -

Les Pitchouns Transfermarkt - Alt und immer noch neu
Ja es ist wieder mal lange her und bevor wir hier irgendwelche Gründe suchen oder Versprechungen abgeben, starten wir einfach drauf los. Der erste Schritt ist bekanntlich der schwerste, aber damit wir zum Start wieder etwas ins Schreiben kommen, werfen wir spontan einen kurzen wilden Blick auf viele neue spannende Spieler. Einige davon sind - schreibpausenbedingt - zwar schon länger im Klub, aber sollten nicht unter den Tisch gekehrt werden.

Bereits vor der Saison gab es zwei größere invests in sogenannte Wunschspieler. Nach intensiven Gesprächen und einem Kampf gegen viele Interessenten, konnte man einem Tag gleich einen Transferdoppelpack schnüren.
Leopold Querfeld(21) kommt von Union Berlin und Managerrückkehrer Wilshere. Der junge Österreicher stand schon länger auf dem Zettel und hat letzte Saison einen ordentlichen Sprung gemacht. Besonders als zentraler Verteidiger in der 3er-Kette konnte er durch seine Antizipation und Bälle überzeugen, weshalb auch Toulouse hier auf eine gute Entwicklung und zukünftige Verstärkung im 3er-System hofft.
Gleiche Hoffnungen gibt es auch bei Lucas Stassin. Der 20-Jährige Belgier kam ein wenig aus dem Nichts und überzeugte durch eine starke erste Saison bei Aufsteiger AS Saint-Etienne. Nun ist der Stürmer im Dress der Pitchouns zu Bestaunen und soll auf lange Sicht die Nummer 9 werden. Durch seinen Torriecher und der Arbeit gegen den Ball, glaubt man hier genau den richtigen Spieler für die zukünftige Offensivreihe und Spielweise von Lolo gefunden zu haben.
Der größte Name an Neuzugängen ist momentan auch das Zugpferd dieser Offensive. In einem größeren Deal mit Stade Reims kommt Georginio Rutter(23) nach Toulouse. Der gebürtige Franzose ist flexibel einsetzbar, kann neben Rechtsaußen auch in der Spitze und dahinter agieren. Gepaart mit dem Potenzial und dem vorbildlichen Charakter, hat Manager Lolo hier endlich einen seiner lange begehrten targets ergattern können. Auch wenn man dafür mit Jonathan David seinen Superstar abgeben musste, scheint man zufrieden mit dem Tausch. Denn neben Rutter kam auch Felix Lemarechal(22) aus Reims, der eines von drei neuen Gesichtern im Mittelfeld ist.
Dazu gesellen sich Ugo Raghouber(22), ebenfalls von Union Berlin, sowie Kevin Danois(21), welcher vor Kurzem von Ligue 1-Konkurrent Auxerre nach Südfrankreich wechselte. Drei invests in neue junge und französische Mittelfeldspieler - der Weg zurück zu den Wurzeln scheint hier seit Monaten ganz klar erkennbar zu sein. Nach erfolgreichen Jahren inlusive Pokalsieg und Platz 3 in der Liga, geht Toulouse wieder einen vermeintlichen kleinen Schritt zurück und versucht wieder langfristig auf die Talenteförderung zu setzen. -

Les Pitchouns Winterpause - Bewusst holprig
Die Hinrunde ist passé und natürlich werfen wir da einen gewohnten Blick auf die erste Hälfte der Ligue 1-Saison. Dabei wollen wir aber nicht die typischen Tabellenlage runterrattern oder stur den Spielplan durchgehen, sondern mehr auf Erwartungen und die aktuelle Situation in Frankreich eingehen.
Vorab dennoch: Die Liga wird weiterhin von Psg und Rennes dominiert, die dieses Jahr noch mehr ihre eigenen Kreise ziehen. Dahinter liegt Lorient, die endlich ihr Potenzial abrufen und die positive Überraschung der Hinrunde sind. Die negative Enttäuschung ist dagegen Nantes, die auf dem letzten Platz stehen und weit von früheren Glanzzeiten entfernt sind, genauso wie Lille, die als amtierender Pokalsieger und Vorjahresdritter aktuell nur auf PLatz 11 verweilen. Neben vielen spannenden Projekten rund um Aufsteiger und Underdogs, ist vor allem der Kampf ab Rang Vier das große Thema der Hinrunde. Gerade mal drei Punkte liegen zwischen Nizza(4.) und Bordeaux(10.) und bilden damit den Rand einer Gruppe voller talentierter, starker Teams und ebenso erfahrenen und aktiven Managern. In diesem Hühnerstall befinden sich auch unsere Pitchouns.

Platz 6 - nur damit das mal festgehalten ist. Zwei mickrige Punkte auf CL-Fußball, aber auch nur einen Punkt von der zweiten Tabellenhälfte entfernt. Besonders zum Ende der Halbserie hat sich die Situation in den Top 10 noch mal zugespitzt und macht ein Resümee eigentlich völlig unbrauchbar. Sicherlich ist man lieber ein zwei Nasenspitzen vor der Konkurrenz, doch erst am Ende kackt die Ente. Für Toulouse war das auf jeden Fall mal wieder ein Saisonstart voller Hoch und Tiefs. Gemessen an den Erwartungen der Experten, kann man nicht zufrieden sein. Gemessen an den eigenen Vorstellungen und den Veränderungen während des Spielbetriebs, sieht man sich aber klar im Soll.
Insbesondere die Abgaben von Jonathan David und Mohamed Simakan haben an Qualität gekostet, aber auch die Investitionen in Querfeld und Stassin waren eher moves für die Zukunft. Dass der wöchentliche Frust dann trotzdem mal vorhanden ist, liegt sicher an der doch eigenen Wunschvorstellung von besserer Platzierung. Aber das ist nun mal nicht immer realistisch. Wenn man ganz simpel auf das Durchschnittsalter aller A-Kader blickt, hat Toulouse mit 23,9 Jahren den zweitjüngsten Kader hinter Monaco. Das ist nicht gleichbedeutend mit talentiert, gut oder geil, aber es ist eben schon ein klarer Ansatz, um die realistische Stärke des Teams einzuschätzen - zumal die tatsächliche Startelf sogar noch unter der Marke von 23 Jahren fällt. Ein Jahr ohne beispielweise Champions League ist also längst eingeplant und wenn man am Ende nur 7. oder 9. wird, ist das vom Prozess her wahrscheinlich auch noch völlig in Ordnung. Dafür ist die Konkurrenz auch einfach zu gut: Nizza und Lens die viel an Qualität dazugewonnen haben, Lorient, Lyon und Monaco die unglaublich viel Talent im Kader besitzen. Das macht die Ligue 1 so spannend und vielleicht auch zur echten 'besten' Liga im Verband.
Die Wahrheit der eigenen Ansprüche und Bewertung liegt dann letzten Endes aber vielleicht doch auch irgendwo in der bekanntlichen Mitte. Die Endplatzierung nach der Hinrunde ist vielleicht nur deswegen akzeptabel, weil sich die Liga gegenseitig die Punkte genommen hat. Und auch das Argument mit dem Stärkeverlust von David und Simakan sind nur die halbe Geschichte, denn abgegeben wurden die Spieler allen voran wegen der dann doch etwas enttäuschend verlaufenden Phase zu dem damaligen Zeitpunkt. Doch das Fazit, welches man in Toulouse selbst zieht und sich vielleicht auch ein wenig einreden möchte, bleibt gleich: Die Prognose sieht vielversprechend aus! -

Les Pitchouns Champions League - Wollen oder nicht wollen ist hier die Frage
Morgen Abend findet der letzte und achte Spieltag der Ligaphase in der Königsklasse statt. Während man viel Spannung erwarten kann und man in Toulouse weiterhin genauso begeistert und überzeugt ist vom neuen Modus, wie wohl mittlerweile fast alle Fußballanhänger Europas, stellt sich für die Verantwortlich der Südfranzosen vor allem die Frage nach dem Wunschausgang der morgigen Partie. Nachdem man vergangene Saison noch unbedingt die Ko-Phase erreichen wollte und das über einen soliden 15. Platz auch erfolgreich geschafft hat, scheint man aktuell doch gar nicht so sehr die Ambitionen dafür zu haben.

Die Freude war natürlich groß, als man sich vergangene Spielzeit noch als Fünftplatzierter der Ligue 1 für die Champions League qualifizieren konnte. Dank der erfolgreichen Leistung der internationalen Vertreter Frankreichs, sicherte sich die Liga einen zusätzlichen Startplatz. Les Pitchouns profitierten und konnten trotz dem äußerst knapp verpassten 4. Platz sich doch noch zum dritten Mal insgesamt und zum zweiten Mal hintereinander ein Ticket für die Elite Europas lösen. Schon ein kleiner Achtungserfolg, wenngleich natürlich über einen Umweg.
Doch bereits während der Sommerpause hat man klar die Haltung gezeigt, dass ein Jahr Europa League auch gar nicht so verkehrt gewesen wäre. Man hat durch die Veränderungen und Transfers durchaus an Erfahrung und sofortige Qualität verloren, aber allen voran an Breite. Umstände, die besonders in der Dreifachbelastung und bei einem jungen Team nicht immer leicht zu händeln sind. Dementsprechend war die eigene Zielsetzung in Toulouse auch zurückhaltender. Mitmachen und schauen, aber mal sehen was es wird (was wird).
Nun einen Spieltag vor Ende steht man kurz vor dem Aus. Ein schwerer Spielplan mit nationalen Duellen gegen Psg, Rennes, Lens, sowie internationale Topteams a la Milan, Gladbach und auch den morgigen Gegner Benfica Lissabon. Sechs Punkte sprangen bis dato dabei raus, dank zweier 1:0-Siege gegen Ajax Amsterdam und Slavia Prag. Und einen weiteren Sieg wird es auch benötigen, wenn man noch in die Top 24 rutschen möchte. Das würde dann ziemlich sicher reichen, wäre aber auch wirklich die einzige letzte Möglichkeit, um sich wenigstens für die Zwischenrunde zu qualifizieren. Dabei wird das Unterfangen schwer genug, denn Benfica ist als aktuell 9. mit 15 Punkten ziemlich gut unterwegs und könnte selbst sogar noch in die Top 8 rutschen und sich die Zwischenrunde ersparen.
Doch will man in Toulouse überhaupt international überwintern? Im Coupe de France ist man bereits ausgeschieden, doch mindestens zwei weitere Partien in der Champions League bedeuten weiterhin eine Doppelbelastung für den jungen Kader. Und das bei einer so hart umkämpften Ligue 1 wie noch nie, wo man in der Rückrunde quasi wöchentlich die Startelf benötigt. Dort liegt am Ende auch die klare Priorität. Zwar ist man durchaus gelassen mit der Zielsetzung für diese Spielzeit, dennoch hat man natürlich schon den Wunsch, möglichst erfolgreich abzuschließen und sich eine Top 6-Platzierung zu sichern. Ob mögliche weitere internationale Runden dabei wirklich hinderlich sind? Diese Frage muss sich Lolo frühestens morgen Abend ab 21 Uhr stellen. Bis dahin wird trotz aller Bedenken die beste Elf in Lissabon auflaufen und zumindest versuchen, noch wenigstens ein paar Punkte zu entführen. -

Les Pitchouns Transfermarkt - Gesucht und gefunden
Schon eine Weile lang ist man in Toulouse wohl auf der Suche nach einem gezielten Spielerprofil gewesen. Auf den Außenbahnen, vor allem rechts, hat man eine Lücke ausgemacht und als neues transfer target auserkoren. Nach dem Sammeln eines möglichen Spielerpools ist man dann doch relativ schnell fündig geworden und hat dabei überraschenderweise einen Spieler geholt, der bereits länger auf dem Zettel von Lolo stand.

Brajan Gruda(21) wechselt von Sevilla nach Südfrankreich. Über ein Jahr zuvor war Lolo bereits am deutschen U21-Nationalspieler interessiert, holte sich damals mit Arsenal aber noch von Bayer 04 Leverkusen eine schnelle Absage. Im Laufe des vergangenes Jahres hat man den Spieler zwar etwas aus den Augen verloren, doch der ehemalige Mainzer Jugendspieler scheint auch jetzt wieder hervorragend in das gewünschte Spielerprofil zu passen. Als gelernter Rechtsaußen und der Flexibilität auch hinter der Spitze zu agieren, ist Gruda das perfekte asset in der Kaderzusammenstellung von Toulouse. Dabei hat er dennoch Zeit sich zu entwickeln und langfristig in der Startelf zu etablieren, wie man von Lolo erfahren konnte: "Brajan ist ein Investition in die Zukunft in einem eh schon jungen Team. Auf seinen Positionen haben wir auch Malick Fofana und Eberechi Eze im Kader, deshalb besteht jetzt kein Druck sofort zu funktionieren. Mit Rotation und Systemanpassungen wird er aber sicherlich einige Chancen erhalten."
Und dennoch schlummert hier reichlich Potenzial im dribbelstarken Youngstar und die Hoffnungen auf einen schnellen Sprung zum Stammspieler sind sicherlich nicht klein und unberechtigt. Noch dauert es einige Tage bis zum Rückrundenstart, doch bereits jetzt sind Les Pitchouns heiß auf die nächsten Spiele und wollen nach einer Hinrunde voller Auf und Abs wieder mit ihren jungen Wilden oben angreifen.
Für den Transfer hat Toulouse natürlich auch etwas abgeben müssen. Das Überangebot im Mittelfeld wurde genutzt und mit Adrian Bernabe(24) und Felix Lemarechal(22) wechseln gleich zwei aus der (offensiven) Zentrale Richtung Spanien.
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