Saisonziele stellen Wolfsburg vor neue Herausforderung
Die Einführung der sogenannten Saisonziele durch den Verband sorgt beim VfL Wolfsburg für Bewegung und eine unerwartete Planänderung im Kaderbau. Eigentlich hatte man sich bewusst für moderatere Zielvorgaben entschieden. Intern herrschte das Gefühl, die Mannschaft stehe in ihren Grundzügen. Doch eine neue Forderung bringt die Verantwortlichen nun zum Umdenken. Ein starker Innenverteidiger muss verpflichtet werden und dieser soll zudem auf eine bestimmte Anzahl an Einsätzen kommen.
Plan A war intern bereits beschlossen. Anton Stach sollte dauerhaft in die Innenverteidigung rücken und gemeinsam mit Lucemi für Stabilität sorgen. Durch die Verpflichtung eines zusätzlichen defensiven Mittelfeldspielers war diese Lösung überhaupt erst möglich geworden. Mit Montes hatte man zudem bereits einen weiteren Spieler geholt, der helfen kann, jedoch knapp unter dem geforderten Profil liegt. Sportlich ist er eine Verstärkung, für die neue Zielvorgabe reicht das aber offenbar nicht aus.
Das größte Problem ist nun der Zeitdruck. Der geforderte Spieler muss frühzeitig verpflichtet werden, damit er genügend Spiele absolvieren kann. Ein Transfer zur Saisonmitte würde das Ziel kaum noch erreichbar machen. Aus dem Verein heißt es, der Transfermarkt gebe aktuell nicht viel her, dennoch werde man eine Lösung finden müssen.
Allerdings, nicht von ungefähr hatte man einen Innenverteidigung auf der Agenda für die Saison. Die Lösung durch Stach war ein Kompromiss, aber Wolfsburg weiß, dass dauerhaft auch ein guter gelernter Innenverteidigung her muss.