Racing 1913

SAISONSTART 2026-2

10.10., Samstag - EL-Quali Hinspiele / Rückspiele am Mittwoch
12.10., Montag - Nationale Supercups
18.10., Sonntag - 1. Spieltag alle Ligen

Wichtig zum Saisonstart:
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Stichtag: 13.10., Dienstag
SAISONSTART AM SONNTAG

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  • Racing Santander News

    Molle übernimmt Los Montoneros

    Kapitel 001 - zurück in Spanien

    Zwei Jahre habe ich es geschafft, ohne einen Zweitverein auszukommen. Schon zu viele Stunden sind bis dato in das erste Team aus Frankreich geflossen. Aber auch etliche Stunden des sinnlosen Rumsurfens, F5-Hämmerns und der süßen Ablenkung durchs News-Lesen, Biete-Threads-Stöbern und PN-Schreiben. Und da die Affäre namens BoM doch nicht mehr so kickt (wir können hier auf vieles stolz sein), dachte ich mir: Ein Verein, der noch nie Teil dieser Sim war, ist doch etwas Schönes. Also habe ich mir am heutigen Abend Racing Santander geschnappt. Zugegeben: Ich habe mit dem Verein gar nichts am Hut. Ich kannte bis eben noch nicht mal einen gängigen Spitznamen und fand auf den ersten Blick auch Los Sardineros irgendwie uncool. Ich persönlich mag Sardinen ja wirklich nur in meiner Cesar Salad Sauce und kann mir schon vorstellen, welche Schmähgesänge es von den anderen Fans gibt, wenn unsere Heimspiele im Stadion El Sardinero ausgetragen werden.

    Doch eine Anekdote habe ich noch zu Santander. Vielleicht habe ich sie schon mal erzählt. Es müsste so rund um die Jahrtausendwende gewesen sein, als ich auf der wunderschönen Insel Teneriffa gelebt habe. Als ich dort die 2. Klasse besucht habe, gab es - wie so oft in der Jugend - eine Zeit, in der eine Sache völlig gehyped war. Keine Pokémon-Karten, auch keine Gogos oder Tamagotchis: Kaugummis mit Stickern der Vereine aus der LaLiga für ein Panini-ähnliches Klebeheft. Der ganze Schulhof war leider vollgemüllt mit pinken Kaugummis (die natürlich maximal 3 Minuten schmeckten) und alle waren im Tauschfieber. Es waren die Zeiten, als Real Madrid das Teka-Trikot sein Eigen nannte und Legenden wie Fernando Hierro und Raúl selbiges überstreiften. Auch Racing Santander blieb mir damals im Gedächtnis: Das Logo des kleinen Clubs aus den Bergen sah dem der Königlichen zumindest in Hinsicht der Krone sehr ähnlich.

    Auch wenn die Saison hart wird, freue ich mich auf eine tolle Herausforderung.

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    Einmal editiert, zuletzt von Molle ()

  • Racing Santander News

    SarDinero

    Kapitel 002 - neue Ideen

    Ich habe es jüngst erst im Forum angesprochen - natürlich auch, weil ich spätestens jetzt davon betroffen bin: der knifflige Zweikampf in den unteren Vierteln der hiesigen fünf Ligen. Schon vorletzte Saison habe ich beobachtet, wie eng der Kampf und zuweilen groß der Verlust ist, wenn selbst gestandene und erfahrene Manager wie @'yoko', @'matze' oder @'BlauWeiss_4630' ihre Vereine verlieren. Teilweise nach Jahren der Zugehörigkeit. Auch in Spanien erwarte ich, ohne mir bisher ein genaueres Bild über die Liga gemacht zu haben, einen Überlebenskampf aller erster Güte. Und da müssen natürlich Ideen her, die über die Systematik "ich leihe mir mal drei starke Spieler über Vitamin B" hinausgehen. Und da kommen die SarDinero's ins Spiel.

    Gefälligkeiten, gute Taten, jüngst ein Crowdfunding. Nennt es gerne wie ihr wollt, aber kleine Vereine sind nicht nur auf gutes Management angewiesen, auch mal auf Hilfe der Großen. Weltpokalsiegerbesieger, ihr kennt das ja. Deswegen habe ich die SarDinero's in das Leben gerufen. Was sich genau dahinter versteckt? Für jeden ausgegebenen Euro bekommt ihr als Manager einen SarDinero (die Wechselbörse ist noch in der Entwicklung) für diese könnt ihr in meinen Racing 1903 News Artikel in Auftrag geben. Themenwunsch? Bleibt euch überlassen: kurze Teamanalyse, objektive Bewertung des letzten Deals oder der sportlichen Saison. Alles wozu ihr gerne eine Meinung haben wollt. Ich weiß nicht wie gut (oder schlecht) das ankommt, fühle mich aber etwas besser, wenn man nochmal eine Gegenleistung bringen kann, wenn jemand den ein oder anderen Spieler für ein paar Euro zuviel einkauft. Es kann auch sein, dass es auf keinerlei Interesse stößt. Aber ein Versuch ist es wert.

    Mehr dazu zeitnah auf unserem Mercado.

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  • Racing Santander News

    Umbruch?

    Kapitel 003 - etwas ganz anderes

    Beim BoM hatte ich lange Jahre Willem Tilburg. Mein Ziel war es von Beginn an nur niederländische Spieler unter Vertrag zu nehmen. Das klappte auch ganz gut und zu Weilen hatte ich sogar die halbe Elftal im Kader. Aber es beschnitt mich natürlich in meinem Spielerpool, in dem ich wildern konnte. Im Gegenzug managte ich dann nebenbei den RC Lens mindestens genauso exzessiv wie hier die OGC Nice. Und entgegen meiner selbst ausgelegten Regel bei Willem "only Tulpentoni's" war bei Lens alles erlaubt. JessePinkmann und HBK wären stolz gewesen wievielte Spieler dort ein- und ausgingen. Verhandeln, dealen, wirtschaften. Es war meine Manager-Spielwiese. Hier bei SoZone ist es wahrscheinlich etwas anders gelegen: mein Hauptteam ist meine Spielwiese, mit Santander wird es wahrscheinlich etwas ruhiger zugehen. An diesem Entschluss ist wahrscheinlich eine Person schuld: Jorge Salinas.

    Als ich Santander übernommen habe, hatte ich den Kader noch nicht mal geprüft. Ich kannte das Team aus meiner Kaugummi-Geschichte und habe auch den Aufstiegskampf letzte Saison verfolgt. Und ich fand den Fakt einfach romantisch, dass es die erste Saison überhaupt ist, die Racing in unserer ersten Liga weilt. Und ja, ich finde es kann schon ein ungeheurer Boost sein, gleich zu Beginn sein Tafelsilber zu vermarkten. 'Unverkäuflich' ist für mich kein Status, es ist nur eine Begriff eine Ablöse zu pushen. Niemand ist unverkäuflich. Und nach recht schnellen Anfragen und Offerten war mir klar: Salinas könnte das erste Puzzlestück sein, dass uns in der Liga hält. Zumindest die erste Saison. Doch mittlerweile hat vielleicht ein Umdenken stattgefunden, welches auch mit einem sich anbahnenden Deal zu tun hat, von dem ich später berichten werde. Es kann also gut sein, dass wir diese Saison den harten Weg gehen, das Tafelsilber im gröbsten behalten und mal gucken, wie weit unsere Jugend uns bringt.

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    Königstransfer

    Kapitel 004 - Carlos Espí

    Es gibt da so Spieler, da fragt man sich unweigerlich: „Was will der da?“ Der FC Bayern bot im Laufe der Zeit viele solcher Kandidaten: Vahid Hashemian, Jan Schlaudraff oder ein gewisser Ali Daei sind da echte Top-Kandidaten. Aber auch Real Madrid hat da ein paar bekannte Spieler: Royston Drenthe, Nuri Sahin oder Hamit Altintop sind ebenfalls drei sehr schöne Beispiele. Ein weiterer könnte sich der illustren Truppe bald anschließen: Carlos Espí. Streng genommen ist der 21-jährige Spanier nicht mal ein One-Season-Wonder, sondern nur ein „Rückrunden-Wunder“. 11 Tore schoss er letzte Saison in LaLiga, 10 davon in der Rückrunde. Natürlich muss man dafür über eine gewisse Qualität verfügen, aber reicht die dafür aus, sich einen Galaktischen zu nennen? Teil des weißen Balletts zu werden? Unter dem „Special One“ als Mittelstürmer zu funktionieren?

    Ich hoffe es. Denn Carlos Espí wird sich nach seinem Wechsel zu Deportivo Alavés unserem Verein anschließen. Die Ablösesumme veröffentlichen wir später – die Zusage beider Vereine steht und die wird auch sicher von JessePinkmann eingehalten. Mit Carlos Espí als neuem Mittelstürmer wird die Strategie wohl sein: jung, spanisch und talentiert. Und wenn nicht jung, dann wenigstens erfahren und stark. Es ist vielleicht der etwas schwerere Weg, aber für Santander auch der spannendere Teil. Für die bisherigen, recht vorsichtigen Salinas-Interessenten heißt das nicht, dass der Linksverteidiger „unverkäuflich“ ist, aber die Forderungen sind mit dem Baustein eines soliden Mittelstürmers nicht gerade gesunken. Vielleicht wird ja Santander mein spanisches Willem. Doch dafür müssen wir mindestens erst einmal Saison 1 nach dem Aufstieg überstehen.

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    Saisonvorbereitung

    Kapitel 005 - Verträge & Statistiken

    Es wäre so eine klassische Situation, wie ich Sie am Samstagmorgen vorfinden würde: PC an, Kinder sind versorgt, Kaffee machen und ran an die Managerarbeit. Verrückt, dass es wirklich manchmal wie "Arbeit" ist, aber hier halt irgendwie Spaß macht und einfach ein Hobby darstellt. Ein Kaffee um 22:46 wäre nicht so ratsam, die Arbeit macht sich aber nicht von allein: Verträge verlängern und kurz die wichtigsten Statistiken im Auge behalten. Als erste halte ich den Vereinsmarktwert fest, den Racing zum Aufstieg 2026|2 hatte: 133.700.000 €. Durchschnittsalter: 26.77 Jahre. Vertragskosten pro Spieltag: 1.320.320 Euro. Auflaufprämie (national): 172.785 €. Auflaufprämie (international): 213.978 €. Torprämie: 77.715 €. Zu-Null-Prämie: 72.441 €. Die Meisterschaftsprämie sparen wir uns an dieser Stelle. Vor allem an den Gesamtkosten der Gehälter muss massiv geschraubt werden. Doch zuerst habe ich euch versprochen, dass wir nochmal um die Carlos Espí Ablöse reden.

    Bereits vor einigen Monaten, als kleinoase den Spanier angeboten hatte, war ich am Spanier interessiert. Wahrscheinlich galt das zu dem Zeitpunkt für viele Manager, einfach weil man sich eventuell ein kleines Schnäppchen erhoffte. Doch kleinoase behielt die Geduld und Espì scorte weiter. Folgerichtig rückte er von seinen Transferabsichten ab und wählte nun mit dem Wechsel zu Real Madrid den wohl weitaus besseren Zeitpunkt. Trotz aller Risiken, die ohne Zweifel bleiben (siehe meine letzte Ausgabe) bleibt der große 21 jährige Mittelstürmer natürlich eine interessante Personalie. Und Spieler für Geld sind trotz aller lobenden Aktivitäten hier eher eine Rarität. Das Interesse seitens Racing war da, die Chancen mit einem SK von 125 Millionen gegeben, aber natürlich das Geld nicht auf dem Konto. Gut, dass man einen Sugardaddy kennt. (Fortsetzung folgt).

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    Saisonvorbereitung

    Kapitel 006 - Verträge & Statistiken 2

    Nach einer kleinen Runde der Verhandlungen rutschen unsere Vertragskosten auf knappe 890.000 € - ein Gewinn von knapp 400.000 € pro Spieltag. Die weiteren Zahlen unterliegen auch gewissen Änderungen, auch wenn die internationalen Prämien sofort angenommen wurden - einfach weil wir dieses Jahr an keinem internationalen Wettbewerb teilnehmen. Und ich glaube immer noch: nimmt man eine Forderung irgendwo sofort an, hat man bei manch anderen mehr Luft für Verhandlungen. Die weiteren Prämien im Überblick: Auflaufprämie 91.000 (- 80.000 €), internationale Auflaufprämie 210.645 (gleich), Torprämie 75.517 (gleich), Zu-Null-Prämie 71.806 (gleich). Soweit der neueste Stand von den Vertragskosten.

    Zurück zum Neuzugang Espí und dem Sugardaddy Cliffhanger. Über Umwege bin ich dann mit meinem neuen Ligamitstreiter JessePinkmann in Kontakt gekommen, der mich schon früh bezüglich einiger Talente anfragte. Ob das ganze von ihm frühzeitig so geplant war: zuzutrauen wäre es ihm. Denn letztendlich brachte er mich nochmal auf Carlos Espí von wegen "der wäre doch auch etwas für Santander?". Die Geschichte blieb die gleiche: das liebe Geld fehlt und auch im Kader der Montañeros würde wohl nicht soviel Substanz stecken den Stürmer holen zu können. Also lotete man ein paar Möglichkeiten aus und traf sich mit "Investor" Alavés irgendwo in der Mitte: Torhüter Eriksson und Nachwuchsstürmer Lozano wechselte mit dem größten, aus dem Aufstieg erhaltenen, Festgeldkonto in das 400 Kilometer entfernte Alavés. Carlos Espí soll hingegen mit den jungen Landsleuten wie Jorge Salinas, Oso, Hugo Bueno und Sergio Martinez eine kleine Ära prägen. Wenn man denn den Klassenerhalt schafft.

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    Saisonvorbereitung

    Kapitel 007 - Sponsoren

    Heute war es dann soweit: Kaffee und Managerarbeiten. Neben den täglichen Verhandlungen wurden heute zur allgemeinen Freude tatsächlich schon die Sponsoren freigeschaltet. Meiner Erinnerung nach wesentlich schneller als letztes Jahr, was hoffentlich ein gutes Omen für die neue Saison ist. Auch wenn das Credo wie immer lauten sollte: auch das Team soll gern mal für einen Monat durchschnauben und sich eine Pause gönnen.

    Die Sponsoren erfordern eine deutliche Prüfung. Für kleinere Teams, die nicht international spielen, ist es etwas einfacher, da gleich drei Verträge eher uninteressant sind, da diese zuviel Fokus auf die internationalen Prämien legen. Besonders zwei bleiben übrig, die es einem extrem schwierig machen: nimmt man beispielsweise in Spanien das schnelle Geld (es winken über 10 Millionen durch eine bekannte Fast Food Kette) kann man sich vielleicht schon vor Saisonstart damit auf dem Markt etwas gönnen. Entscheidet man sich aber zum Beispiel in der LaLiga für Toyota, winken einem nur 1,4 Millionen - dafür bis zum Saisonende ein sattes Plus von 20 Millionen für die fixen Spieltagsprämien. Da wohl kaum ein Aufsteiger in der Debütsaison mehr als zehn oder elf Siege holt (die den anderen Sponsor wieder minimal besser stellen würde), wäre der Sponsor Toyota der Sponsor, den ich empfehlen würde - und auch für Santander gewählt habe. Natürlich ist das ein dicker Braten auf die Saison verteilt und wenig hilfreich, wenn wir schon zur Winterpause mit dem Arsch an der Wand stehen, aber auch das sehr kleine Stadion erfordert diesen vorsichtigen Umgang mit den spärlichen Finanzen.
    Euch viel Glück und Spaß bei der Sponsorwahl.

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    Transfers

    Kapitel 008 - Hispanisierung

    Mit leichten und leisen Schritten geht die Arbeit bei Racing Santander voran. Nachdem ich - für gefühlt etwas wenig Geld - eines der größten ägyptischen Talente für gerade einmal 2,5 Millionen an Ligaprimus FC Sevilla veräußern konnte, folgt ein Tauschtransfer, der etwas mehr 'Pepp' hat. Zwar muss man sich zum einen vom US-Amerikaner Johnny Cardoso (24) verabschieden, bekommt aber im Gegenzug sein spanischen Pendant Miguel Román (23) an den Golf von Biskaya. Noch viel wichtiger aber für unser aktuell etwas klammes Racing Santander: stolze 30 Millionen werden weiterhin an Racing 1913 überwiesen. Mit den Ausgaben von Carlos Espí (63 Millionen) nähern wir uns somit schon fast wieder dem Aufstiegskontostand an, auch wenn dazu noch ein paar Euro's fehlen.

    Diese sollen aber auch in den kommenden Tagen und Wochen eingenommen werden, schließlich wird es noch einen kleinen Aderlass geben. Und auch wenn ich hier natürlich anderes verkünden müsste: unsere vermeintlichen Top-Talente werden wir weiterhin versuchen zu halten. Ich bin aber zuversichtlich, dass der ein oder andere Spieler noch den ein oder anderen Taler reinholen wird. Und auch beim Team, auf die erste Elf bezogen, ist der letzte Handgriff noch nicht getan. Sicher wird es noch zu Tauschtransfers und Neuverpflichtungen kommen. In nahezu jedem Mannschaftsteil bedarf es noch einer Verstärkung und der Markt wird täglich sondiert.

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    Transfers

    Kapitel 009 - Erfahrung und Ängste

    Schön, dass ihr wieder dabei seid und etwas Zeit habt euch auf den nächsten Stand zu bringen was Racing Santander betrifft. Es hat sich auch wieder etwas getan und zwar wurde das gute Festgeldkonto geplündert. Nachdem wir aus Vallecano 30 Millionen bekommen hatten, gelang es uns auch den Georgier Giorgi Guliashvili für sieben Millionen Euro nach Frankreich zu transferieren. Mit knapp 50 Millionen Euro waren die Kassen wieder gut gefüllt - und ich bereit zu investieren. Ob der mitternächtliche Deal mit einem weiteren Ligakonkurrenten nun so gut sein wird, wie ich es mir vorstelle: darüber darfg gestritten werden. Aber sich rein auf kommende Auktionen zu verlassen ist mir einfach zu riskant, daher habe ich beim Paketpreis von Clement Lenglet und Nicolas Pepe für 45.000.000 € zugeschlagen. Erfahrung, die hoffentlich hilft.

    Denn ich muss ehrlich sagen: ich habe ein wenig Angst um die kommende Saison. Das jede Liga in eigentlich jeder Tabellenregion eine Herausforderung darstellt, ist nichts neues. Aber wenn ich halt in Frankreich statt auf Platz 4 und der nostalgischen Champions-League auf den achten Platz und einer Reise in den Nordosten Kasachstans zur Conference League antreten muss, ist das zwar ärgerlich, aber nicht so ärgerlich wie ein Abstieg und der Verlust des Teams. Der Verlust wahrscheinlich sechs Monate "harter" Arbeit. Ein Blick auf die Tabelle und die Ausgangslage der LaLiga hilft da nicht wirklich: A Coruna wird wohl kaum etwas mit dem Abstieg zu tun haben - zu gut ist die mitgelieferte Basis um Lunin, Adrián Bernabé, Aubameyang, Yeremay Hernandez, Carmona und Co. Levanto und Oviedo haben als letztjährige Aufsteiger souverän bewiesen, dass sie als 12. und 13. erstklassig sind. Valencia wird mit dem neuen Manager sich wohl eher nach oben orientieren können. Wo unser Platz dann bleibt? Ich hoffe irgendwo oberhalb des 18. Platzes. Noch ist ein wenig Zeit, weiterhin am Feinschliff zu arbeiten.

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    Transfers

    Kapitel 010 - SarDinero Uno

    Ich erwische mich ja zugegeben öfters mal dabei, wie ich News von mir älterer Tage überfliege (auch wenn ich das meist vermeide) und mir dabei denke: "Was hast du dir dabei nur gedacht"? Ob das jetzt der Inhalt, eine lockere Schreibweise oder auch mal gewisee Ideen sind: manche Dinge reifen nicht besonders gut, auch wenn man meist sehr selbkritisch ist. Ich höre immer wieder dass Schauspieler ungern eigene Filme gucken und kenne zum Beispiel niemanden, der sich selbst gerne reden hört. Zugegeben, auch die Idee mit den 'SarDineros' ist jetzt gerade auch nicht mehr so geil, wie sie damals in der Nacht & Nebel Aktion in meinem Kopf anmutete. Aber ich ziehe jetzt durch und natürlich gilt sowieso: Ehrenschulden müssen ausgeglichen werden.

    Auf Platz 1 steht aktuell Olympique Marseille mit 9 Coins. Federführend dort aktuell bekanntlich yoko, den ich diese Saison wieder bei Brighton vermutet hätte. Wie man ihn aber kennt, bleibt er konsequent und nicht nur (dem letztjährigen) Aufsteiger Marseille treu, sondern auch seiner iberischen Insel Mallorca. Dazu muss man sagen, dass beide Vereine keine Selbstläufer sind. Vor allem Marseille muss sich auch dieser Saison wieder starken Wettbewerb stellen, hielt man letzte Saison mit 32 Punkten doch denkbar knapp die Klasse. Dieses Jahr hat matze mit Racing Straßburg seinen dritten Versuch (und muss wirklich schon viel vermasseln um jetzt nicht die Liga zu halten) dazu kommt SCO Angers, die sehr wahrscheinlich auch eine sehr harte Saison vor sich haben. Rein vom Kader her sollte Marseille einen Platz im Mittelfeld anpeilen, doch während die Abwehr fast schon überbesetzt ist, muss im Sturm unbedingt noch etwas getan werden. Ein - an der benötigten Qualität gemessener - Ángel di Maria wird OM nicht durch die ganze Saison schleppen können. Allein aufgrund des Alters und der wesentlich schlechteren Frische-Regeneration sollte yoko hier unbedingt nachbessern und vielleicht einen der zahlreichen Abwerhspieler anpreisen. Die Alternative und das Talent von Jeff Ekhator wird Marseille diese Saison wohl noch nicht viel bringen und ohne richtige Stürmerpower - das Problem kenne ich selbst aus der letzten Saison - kann es schnell runter gehen in der Tabelle. Noch ist ein wenig Zeit den Sturm aufzupolieren und sich vielleicht von ein paar Altlasten zu trennen, denen Marseille entwachsen ist, oder die man aufgrund der Breite nicht mehr unbedingt benötigt. Ich denke Spieler wie Jonathan Clauss, Neal Maupay, Jordan Veretout oder Geoffrey Kondogbia könnten anderen, kleineren Vereinen noch durchaus helfen, würden aber im OM-Kader nicht vermisst werden. Am Ende bringen Sie etwas Budget, reduzieren die Gehaltskosten und richten auch das Team langfristiger aus. Ich wünsche Marseille für die kommende Saison ein gutes Händchen und einen sicheren Klassenerhalt.

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    Saisonvorbereitung

    Kapitel 011 - Klein denken

    Auch beim ZoS fällt es zunehmend schwerer, Dinge langsam anzugehen. "Klein" zu denken, zu entschleunigen. KI-News hier, fliegende Pokébälle dort, immer weiter wachsende Stadien und überall gibt es alles & jeden für den günstigen Euro. Der Markt ist aktiv wie nie – und gleichermaßen anstrengend. Ich bin etwas froh, dass es bei Racing Santander noch etwas anders läuft. Zum einen ist das gewollt, zum anderen gibt Santander einem mit seinen beschränkten Möglichkeiten gar keine große Auswahl. Und das gefällt mir gerade sehr gut. Ich sage "Nein" zu KI-Content (ohne diesen kategorisch abzulehnen), nein zu großen Schlagzahlen und Überschriften und auch unser kleines Sardinen-Stadion bleibt diese Saison mindestens die kleine Büchse, die sie ist. Wir werden uns auf den Klassenerhalt konzentrieren. Es wird schwer genug.

    Schon nach wenigen Wochen, ach was – wahrscheinlich Tagen – wurde mir bewusst, dass wir (natürlich mit etlichen Aufsteigern gemeinsam) am Ende der Nahrungskette stehen. So verdient ein von uns angebotener Spieler wie Íñigo Sainz-Maza auch ist, umso weniger wird er den meisten Vereinen hier bringen. Einnahmen, die so dringend benötigt werden, können dadurch nicht fließen und mit der Entlassung des 28-Jährigen wiederholt sich diese Lösung bei uns nun bereits zum vierten Mal. Die vereinzelten Testspiele ließen keine großen Hoffnungen aufkommen, dass wir ein 'Favoriten-Killer' werden. Unser Saisonziel wird lauten: drei Teams finden, die schlechter performen als wir. Am Ende bleibt immer noch der Joker, das eigene Tafelsilber zu vergolden, aber dies soll wie bereits beschrieben der letzte Ausweg bleiben. Die Kassen sind leer, die Motivation ist hoch – schauen wir, was wir im ZOS-Cup erreichen, und bleiben optimistisch.

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    Saisonvorbereitung

    Kapitel 012 - Teamvorstellung

    Wie bereits in der vorherigen Ausgabe beschrieben wird es vor dem Saisonstart wohl kaum noch große Änderungen geben und ich das Risiko eingehen (müssen), dass wir vielleicht etwas underdressed sind. Eventuelle Panikkäufe heben wir uns dann für die laufende Saison auf, auch eine Leihe sucht man in Santander noch vergebens. Also wäre es durchaus an der Zeit mal einen Blick auf das Team zu werfen und in eine knallharte Analyse zu gehen. Der Logik folgend beginnen wir mit den Torhütern:

    #1 Kepa Arrizabalaga - der teuerste Torhüter der Welt
    Ihn nur an seinem Wechsel-Streik im Carabao Cup 2019 zu bewerten, mag unfair erscheinen - er missfällt mir trotzdem. Ein arroganter und selbstverliebter Torhüter... der hoffentlich eine horrende Stärke hat. Ist für den Einstieg sicher nicht verkehrt und wird uns hoffentlich ein sicherer Rückhalt sein. Natürlich ist mir klar, dass die Zeit in seinem Fall nicht für uns spielt.

    #2 Jokin Ezkieta - die Blaupause einer Nummer 2
    Ich kannte ihn bis zur Übernahme des Vereins natürlich nicht. Man muss ihm aber zugute halten, dass er immerhin aktueller Stammspieler ist, auch wenn der FC Cádiz selbst in der LaLiga 2 keine Topadresse ist. Wie bei Kepa gilt: für den Moment eine gute Ausgangslage, aber kein Kissen auf dem ich lange liegen möchte.

    Die vermeintlichen Nachwuchshoffnungen Laro Gomez und Raul Lavin lasse ich mal außen vor. Ich denke sie werden diese Saison keine große Rolle spielen. In der folgenden Ausgabe weiten wir das Feld natürlich etwas aus und stellen damit auch das System vor, mit dem Santander diese Saison in der LaLiga bleiben möchte.

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    Saisonvorbereitung

    Kapitel 013 - Teamvorstellung

    Kommen wir im zweiten Teil zu unserer Abwehr. Für mich eine gute Gelegenheit das Team nochmal näher kennenzulernen. Ich weiß nicht welchem "Zweitmanager" es auch so geht, aber ich tue mich gerade schwer damit alle Spieler einzuordnen und im Kopf zu behalten. Mit Nice kenne ich jeden Spieler in- und auswendig und weiß auch über die aktuelle Form, Verletzungen und Co. bescheid. Bei Santander befindet sich noch einiges im Blindflug. Also auch für mich nochmal eine gute Chance eine Übersicht zu bekommen.

    LV - Jorge Salinas - unser Eigengewächs
    Hätten die diversen Interessenten zu Anfang meiner Übernahme ernst gemacht: der in Santander geborene Salinas wäre wohl nicht mehr Teil des Teams. Bisweilen habe ich es nicht bereut, da seine Leistungen aktuell an das Versprechen anknüpfen, welches sein Talent gibt. Bei uns wird er als LV gesetzt sein, auch wenn wir ausgerechnet hier am besten aufgestellt sind und ich noch findig werden muss.

    IV - Clément Lenglet - unsere defensive Lebensversicherung
    Man kann von JessePinkman halten was man möchte und er selbst weiß am besten, dass er manchmal sehr polarisiert. Wenn er aber eines hier bestätigt hat, ist das die Annahme, dass Stärke keine Alter kennt. Gewiss ist dieses System nicht neu und es gab schon vorher ganze Mannschaften, die zum Beispiel "Rentnerparadies" genannt wurden, aber keiner dribbelt dieses System so dermaßen erfolgreich aus, wie er ausgerechnet mit meinem jetzigen Ligarivalen Alavés. 100 % möchte ich mich nicht darauf verlassen, finde aber das ein Clément Lenglet ein guter Start ist und ein toller Defensiv-Kapitän.

    IV - Enzo Boyomo - afrikanisch-spanische Eisenkante
    Ich glaube ich stand mal vor zwei Jahren in Verhandlungen um den damals 22 jährigen Kameruner. Mir gefiel seine Spielweise und außerdem die Tatsache, dass ein kamerunischer Innenverteidiger damals der Star von Osasuna war. Aktuell scheint er ein wenig zu wackeln, aufgrund seiner Vita und der Tatsache, dass er mit 24 bereits 275 Profi-Spiele absolviert hat, bin ich weiterhin gespannt wie sein Weg weitergehen wird. Bei uns neben Lenglet gesetzt, die als französisch-sprachiges Team hoffentlich ein Top-IV-Duo bilden.

    RV - Juan Iglesias - der späte Durchbruch
    Mit 28 Jahren scheint unser Rechtsverteidiger endlich konstant seine Form zu finden. Nach einer sehr guten Saison beim Madrider Vorort-Verein Getafe und dem Etikett "Stammkraft" und "Leistungsträger" traut er sich den eigentlichen (tabellarischen) Rückschritt zum FC Sevilla zu - und ist auch dort sofort gesetzt. Dazu kann er in der Abwehrreihe eigentlich alle Positionen bekleiden, wird bei uns aber die rechte Außenbahn absichern. Kein Talent mehr, aber ich habe die Hoffnung, dass diese Saison sein Magnum Opus wird.

    Auf der Bank finden sich Álvaro Mantilla wieder (immerhin aktueller Stammspieler bei Racing), Unai Núñez (Stamm bei RCD), Manu Hernando (Santander), Pablo Ramón (Santander) und dann wird es besonders auf der linken Seite knifflig: es bleiben Oso (Straßburg) und Hugo Bueno (Wolves). Am Ende werden wohl beide nicht in der Abwehr stattfinden, sondern dank ihrer Flexibilität eher eine offensivere Rolle ausfüllen. Mehr in den kommenden Ausgaben.

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    Transfers

    Kapitel 014 - SarDinero Dos

    Heutiger Gast in unserem kleinen "Dankesschreiben" ist der englische Vertreter Sunderland mit Manager kleinoase. Und eben war ich kurz irritiert, ob ich nicht mit ihm und den Black Cats über Wochen um den niederländischen Torhüter Robin Roefs verhandelt habe - nur um ihn hilflos im Kader Sunderlands zu suchen (Allstar-Games, da war ja was). Es gibt wohl spontan überlegt nur zwei Manager, die ich bezüglich der Art der Verhandlung ähnlich gnadenlos einschätze: Bugiii und eben kleinoase. Grüße gehen aber auch an Wilshere raus, mit dem ich ebenso tolle (wenn auch fruchtlose) Verhandlungen um Igor Thiago geführt habe. Während man bei Bugiii (in meinen Fällen) ein "Nein" ganz klar als solches einstufen kann und dort auch nichts mehr kommen wird, ist auch die Verhandlungsführung von kleinoase ähnlich straight. Mir als Verhandlungspartner muss das nicht gefallen, aber objektiv gesehen ist das eine Eigenschaft, die ich sehr respektiere (und manchmal auch beneide).

    Und auch wenn es etwas eingeschlafen ist, war kleinoase der erste, der hier mit seiner Marketingmaschine vieles bewegt hat und mir oftmals ein paar interessante Threads geliefert hat. Seien es seine News, die Transferliste oder meist einfach coole Grafiken, die anzeigen was sich mal wieder innerhalb seines Teams verändert hat. Gleiches gilt natürlich für Bordeaux, wo ich ihn etwas vermisse, auch wenn wir dort einen adäquaten Ersatzmann verpflichten konnten. In England scheint sich die Oase aber wohl zu fühlen, auch weil man sportlich erfolgreich ist: Platz 9 ist für einen Aufsteiger sicher eine super Debüt-Saison. Trotz gewisser Säulen (Roefs, mit Abstrichen Jeltsch, Aleix García, Kevin Schade) prognostiziere ich dem Team aber eine vielfach härtere Saison, auch weil der jüngste Wettbewerb gut nachgelegt hat und die englischen Aufsteiger recht stark sind. Ich bin mir aber sicher, dass ein sehr aktiver kleinoase das Steuer entsprechend in der Hand hält und den Kurs gegebenenfalls mitten auf hoher See anpassen wird. Viel Erfolg für die Saison 2026-2.

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    Spanien

    Kapitel 015 - Zweite Heimat

    Eingangs habe ich euch schonmal davon berichtet, dass ich vor knapp 30 Jahren bereits vier Jahre meines Lebens in Spanien verbracht habe und dank dieser Zeit viele Erinnerungen mit dem Land, allen voran der kanarischen Insel Teneriffa teile. Nicht umsonst habe ich dieses Team auch lange Zeit beim BoM betreut und ich glaube auch dank mir (und Sonny) ist es heute immer noch ein Teil der LaLiga. Zugegeben war es jetzt weniger ein Argument für Racing Santander, ich merke aber doch wie verbunden ich dem Land bin, seit ich mich als Manager wieder etwas mehr mit dem Team, der Liga und dem Wettbewerb beschäftige. Hin und wieder bin ich mal wieder dank den Vigo News melancholisch geworden, aber so richtig tief greift es erst seit ein paar Wochen.

    Auf Teneriffa war ich seit meiner Rückkehr zweimal. In Erinnerung bleibt vor allem der Gang meines alten Schulweges: knappe 3 Kilometer mit "nur" 150 Höhenmetern (es fühlt sich deutlich mehr an). Aber als 8 jähriger und einem 6 jährigen Bruder an der Hand und einem Rucksack auf dem Rücken waren die 30 bis 35 Grad schon jedes mal ein Abenteuer. Als wir einmal den ganzen Weg hochgelaufen sind, brach meine Frau in Tränen aus "Wie kann man seinen Kindern so etwas antun?" war die Frage. Ja, die Zeiten waren anders. Was bleibt ist die Faszination für das Land. Die geselligen (aber nicht immer "besseren") Menschen, der Geruch der trockenen Hitze, die kleinen Geckos zwischen den vielen typischen Vulkangestein-Mauern. Ein Cortado am Meer und das Salzwasser auf der Haut. Verbrannte Füße am schwarzen Sand vom Playa de Jardin. Und natürlich auch der damals enthusiastisch gefeierte Fußball. Nächstes Jahr geht es erneut nach Spanien, diesmal aber auf das Festland: der kleine Pilgerweg "Camino de Portugues" wird eine gänzlich andere Herausforderung. Ich hoffe ich kann dann davon hier berichten. Immer noch als Manager von Racing Santander.

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    Ligastart

    Kapitel 016 - Mammutaufgabe

    Die Saisoneröffnung hält, was sie versprochen hat: eine für Racing Santander große Herausforderung in der Liga zu bleiben. Ich will mich gar nicht in Ausreden ertränken, habe ich an dieser Stelle ja nicht zum ersten mal erwähnt, welche Erwartungen ich an die Saison habe (eigentlich keine). Der traditionelle ZOS-Cup zeigt aber nochmal ohne Erbarmen auf, in welcher Hackordnung sich Santander als Aufsteiger wiederfindet.

    Drei Spiele sind absolviert und gleich drei mal gab es auf die Nase. Nun muss man uns zugute halten, dass der Wettbewerb mit Lyon, Lens und Arsenal alles andere als Laufkundschaft war und ich auch einmal gar eine Aufstellung vergessen habe (womit das 0:3 gegen Arsenal noch schmeichelhaft erscheint), aber wirklich Chancen hatten wir in keinem der genannten Spiele. Mit den kommenden Gegner Angers und Brighton treffen wir nochmal auf Kandidaten unseres Niveaus - beide Teams sind ebenso Aufsteiger - vor allem aber die Seagulls haben wesentlich größere Kanonen an die Hand bekommen. Uns bleibt nur zu hoffen, dass wir uns in der zwanziger LaLiga durchmogeln und vielleicht noch im Laufe der Saison verstärken können.

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    Saisonvorbereitung

    Kapitel 017 - Teamvorstellung

    Nachdem ich die Verliererrunde mit Santander dank Berufsstress (und eigenem Unvermögen) grandios verpennt habe, gehe ich nochmal zurück um auch das Mittelfeld und den Sturm in den folgenden zwei Ausgaben vorzustellen. Während wir in dieser Serie davon ausgehen, dass wir mit einem klassischen 4-4-2 auflaufen werden, scheint es sich in der Realität langsam auf ein 4-3-3 zu entwickeln. Anbei dennoch meine Erstwahl für den Saisonauftakt am 18. Oktober.

    LM - Oso - der linke Alleskönner
    Der 23 jährige aus der Sevilla Jugend stammende Spanier kann auf der linke Seite eigentlich alles spielen. Böse Zungen meinen, er ist eher - ähnlich einem Álvaro Carreras - offensiv als defensiv zu gebrauchen: Stellungsspiel und Zweikampfverhalten ordnen sich Tempo und Offensivdrang unter. Mit 23 Jahren ist Joaquín Martínez Gauna, so sein voller Name, im gleichen Alter, wenn auch noch nicht auf dem gleichen Leistungsstand. Bei uns, trotz der vielen "linken Alternativen" ein gesetzter und ebenso wichtiger Stammspieler.

    ZM - Urko González de Zárate - das Herz des Teams
    Der fast 1,90 große Spanier ist der Mittelpunkt der Mannschaft. ALs zentraler Mittelfeldspieler ist das nicht nur Ansichtssache, es ist auch Tatsache. Mit seiner körperlichen Präsenz, seiner Zweikampfstärke und seinem dürsten nach der nächsten Balleroberung ist der Spanier zwar kein typischer Box-to-Box-Spieler aber spätestens die erste Mensche-gewordene Abwehrreihe. Vieles wird von seiner Absicherung und seinem Ballspiel abhängen.

    RM - Nicolas Pepe - das späte Einlösen eines Versprechens
    Mittlerweile ist es sieben Jahre her, dass der Ivorer Nicolas Pepe wohl die Exportsensation der Ligue 1 war. Wohl alle, einschließlich mir, waren sich sicher, dass der agile Flügelspieler, der mit Lille das gesamte französische Oberhaus entzückt hat, einfaches Spiel haben wird als neuer Starzugang des FC Arsenal. Seine damalige Empfehlung aus der Saison 2018/19: 38 Spiele und 34 Scorer, sowieso eine Spielweise, die einfach Bock gemacht hat. Es folgten mediokre Saison bei Arsenal (auch von Arsenal), eine gute Rückkehr nach Frankreich, ein schlimmes Knieleiden und sein endgültiges Verschwinden von der europäischen Topbühne. Jahre später erlebt der Außen- und Mittelstürmer seinen fußballerischen Herbst und löst ein spätes Versprechen ein: er kann noch europäische Topklasse.

    OM - Sergio Canales - das Hirn des Teams
    Als Sergio Canales vor vielen Jahren seine Heimat Santander verließ um sich für beachtliche 6 Millionen Euro ablöse Real Madrid anzuschließen, wurde der FC Bayern München deutscher Meister. Mit Mark van Bommel als Kapitän. Es ist also schon etwas her - 16 Jahre um genau zu sein - als Canales die Fussballwelt eroberte. Nun muss man sagen: ein gewichtiges Puzzlestück der Madrilenen wurde er nie, aber es reichte zum mehrfachen Nationalspieler und Nations-League-Sieger. Außerdem kann er mit nun 35 Jahren eine körperliche Form vorzeigen, die es ihm noch erlaubt auf höchsten Niveau Fußball zu spielen. Mit seiner Erfahrung, aber auch seinem Können ist der "verlorene Sohn" ganz klar das Hirn des Teams.

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    Hintergründe

    Kapitel 018 - die kleine Büchse

    Wer bei uns zum Heimspiel will, muss nicht weit laufen, um den Kopf freizubekommen. Die Campos de Sport de El Sardinero liegen nur einen Steinwurf vom gleichnamigen Strand entfernt, und wer nach einem 0:3 frustriert ist, kann sich immerhin noch mit Meerblick trösten. Den Namen hat das Stadion übrigens nicht von uns, sondern vom Viertel, in dem es steht. Die Sardinen sind also älter als der Verein.

    Dabei ist die Geschichte des Ortes enger mit Racing verwoben, als ich zu Beginn dachte. 1913 wurde nicht nur der Verein gegründet, im selben Jahr eröffneten auch die ersten Campos de Sport (auf deutsch ein einfacher Sportplatz), Platz für rund 20.000 Zuschauer. 75 Jahre lang spielte Racing dort. Ihren großen Auftritt hatte die alte Spielstätte 1928: Das Pokalfinale zwischen dem FC Barcelona und Real Sociedad endete zweimal 1:1 und brauchte ein drittes Spiel, bis Barça mit 3:1 gewann. 1988 wurde das alte Stadion abgerissen, und direkt nebenan entstand der heutige Bau. Rund 22.222 Plätze, Eigentümer ist die Stadt, Racing ist der Betreiber. Die spanische Nationalmannschaft kam für ein paar Freundschafts- und Qualifikationsspiele vorbei, unter anderem für ein 1:0 gegen England 1992. Und seit 2017 hängen hier die drittgrößten Anzeigetafeln Spaniens, nur das Riazor und Bernabéu haben größere.

    Und damit zur eigentlichen Nachricht: Die Büchse bleibt vorerst die Büchse. Ich habe mich bewusst gegen einen Ausbau in dieser Saison entschieden, obwohl ich auch jüngst viele Gedanken und Entscheidungen hier vernommen haben, die einen anderen Weg gehen - und ausbauen. Natürlich rechnet sich ein größeres Stadion langfristig, und natürlich schaue ich neidisch auf jene Kollegen, deren Arenen gefühlt jede Woche wachsen. Aber jeder Cent, den wir jetzt in Beton stecken, fehlt uns auf dem Platz. Ein schöneres Stadion in der Segunda hilft niemandem. Das Geld bleibt deshalb dort, wo es gerade am dringendsten gebraucht wird: im Team, als Puffer für die Winterpause oder für einen Panikkauf, wenn es eng wird. Frühestens in Saison zwei nehmen wir das Thema wieder auf. Vorausgesetzt, es gibt dann noch eine Saison zwei in der LaLiga. Bis dahin gilt: es bleibt gemütlich in der kleinen Büchse.

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    40.png?lm=1520612525 Dennis Seimen - 179.png?lm=4711 Santiago Mouriño - 122.png?lm=1520611569 Sepp van den Berg - 38.png?lm=4711 Guéla Doué
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    Saisonvorbereitung

    Kapitel 019 - Teamvorstellung

    Zum Abschluss unserer kleinen Serie kommen wir zu dem Mannschaftsteil, der am Ende über alles entscheidet: dem Sturm. Ich habe es an anderer Stelle schon geschrieben: Ohne echte Stürmerpower kann es in dieser Sim ganz schnell nach unten gehen. Das habe ich letzte Saison in Nizza schmerzhaft gelernt. Da wir in dieser Serie noch vom klassischen 4-4-2 ausgehen, gibt es hier gleich zwei Plätze zu vergeben, wenn auch die Chancen hoch sind, dass wir am Ende mit einem 3er Sturm spielen.

    ST - Carlos Espí - der Königstransfer Über ihn habe ich schon mehr geschrieben als über jeden anderen Spieler im Kader. Deshalb fasse ich mich kurz: Der 1,94 Meter große Mittelstürmer aus Tavernes de la Valldigna ist unser teuerster Spieler, unser Gesicht der Saison und irgendwie auch unser größtes Risiko. Elf Ligatore für Levante, dazu die Auszeichnung als bester U23-Spieler der LaLiga. Das klingt nach mehr als einem „Rückrunden-Wunder“, und ich gebe zu: Meine Skepsis aus Ausgabe vier wird von Woche zu Woche kleiner. Espí ist kein Spieler, der sich das Spiel selbst erarbeitet. Er braucht Bälle in den Strafraum, und dafür haben wir Pepe und Canales geholt. Bekommt er sie, macht er das, wofür wir das Festgeldkonto geplündert haben.

    ST - Arnaut Danjuma - das One-Season-Wunder Wer meine Zeit bei Willem Tilburg kennt, ahnt, warum mir dieser Spieler ein Grinsen ins Gesicht zaubert. Geboren in Lagos, aufgewachsen in den Niederlanden und sechsmal für Oranje aufgelaufen: Ganz ohne Holland geht es bei mir wohl doch nicht. Danjuma ist eigentlich eher ein linker Flügelspieler als ein klassischer Neuner, und genau deshalb passt er neben Espí. Während der lange Spanier vorne die Innenverteidiger bindet, soll Danjuma aus der Tiefe kommen und mit Tempo in die Räume stoßen - vielleicht ja auch wahlweise abwechselnd mit Pepe auf der anderen Seite. Seinen größten Abend hatte er im April 2022, als er für Villarreal das einzige Tor im Viertelfinalhinspiel der Champions League gegen die Bayern erzielte. Damals war der heute 29 jährige satte 50 Millionen schwer und kann hoffentlich noch von dieser Wahnsinn-Saison zerren. Mit diesem Alter ist er kein langfristiges Versprechen mehr, sondern ein Spieler, der zumindest noch diese Saison anderer Spreu von unseren Weizen trennen kann.

    Auf der Bank wartet André Almeida. Der Portugiese aus Guimarães ist streng genommen gar kein Stürmer, sondern ein offensiver Mittelfeldspieler, bestenfalls eine HS, einer von der Sorte „klein, wendig, technisch sauber“. Bei uns ist er der erste Joker, wenn es vorne mehr Kreativität statt mehr Wucht braucht. Oder wenn Canales mit seinen 35 Jahren mal einen Tag Pause braucht.

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    Hintergrund

    Kapitel 020 - die Krone

    Erinnert ihr euch an meine Kaugummi-Sticker aus Ausgabe 1? Mir ist Racing damals vor allem deshalb aufgefallen, weil die Krone auf dem Wappen der von Real Madrid so ähnlich sah. Knapp 30 Jahre später weiß ich endlich, warum: Es ist dieselbe Krone vom selben König.

    Alfonso XIII. verlieh in den 1920er-Jahren großzügig den Titel „Real“, also „königlich“, an spanische Vereine. Madrid bekam ihn 1920, Racing 1922. Mit dem Titel kam das Recht, die Krone im Wappen zu tragen. Vorher war das Emblem der Santanderinos ein schlichter schwarzer Kreis mit den Initialen des Vereins. Ganz zufällig dürfte die Ehre nicht gewesen sein: Der König verbrachte seine Sommer in Santander, im Palacio de la Magdalena, den ihm die Stadt geschenkt hatte. Man kannte sich also. Der König soll nicht nur Fan der Blancos gewesen sein, sondern sich zudem inkognito unter die Menschenmassen bei den Heimspielen in Madrid gemischt haben. Eine Tatsache, die dank Social Media und Co. heute unmöglich wäre.

    Der Glanz hielt allerdings nicht ewig. Mit der Zweiten Republik 1931 verschwanden alle monarchischen Symbole aus dem öffentlichen Leben, auch aus den Vereinswappen. Racing spielte ein paar Jahre ohne Krone, erst nach dem Bürgerkrieg um das Jahr 1941 kehrte sie zurück. Seitdem sitzt sie wieder oben auf dem Wappen, das heute neben der grün-weißen Fahne den Ball zeigt. Übrigens ist auch der Name ein Relikt der feinen Gesellschaft: „Racing“ kommt von den Pferderennen, die bei der Santanderiner Oberschicht um 1913 schwer in Mode waren. Königlich, pferdeverrückt und nach Sardinen benannt. Der Verein hat mehr Charakter, als ich ihm beim Stickertauschen auf dem Schulhof zugetraut hätte.

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