Marktwert-Achterbahn
Auf Wunsch eines gewissen Managers, der seit längerem mit dieser Idee schwanger geht, habe ich mir mal die sogenannten „Marktwert-Rückkehrer" angeguckt: Spieler, die seinerzeit auf einem absteigenden Ast standen (sportlich und in Konsequenz auch marktwerttechnisch), sich aber nach einem früheren Peak wieder aus ihrem Tal herausgespielt haben. Im Folgenden sehen wir 48 meist prominente Beispiele, zu denen ich meine höchst subjektive Meinung abgebe. Viel Spaß beim Klicken und Lesen.
Anmerkung meiner Person: Die Recherche und der Text erfolgten zu 100 Prozent durch meine Person. Bei der Erstellung des HTML-Artefakts habe ich mit Claude Pro gearbeitet.
Vom Jugend-Hype in den Keller
Früher Peak-Marktwert (Jahr) → Tiefpunkt. Sortiert nach dem größten Rückgang.
Das Comeback
Tiefpunkt → aktueller Wert heute. Sortiert nach der stärksten Erholung.
Hoch erholt — und wieder runter
Nur Spieler mit dokumentiertem Allzeithoch über dem heutigen Wert: Allzeithoch → heute. Zeigt, wer nach dem Comeback nochmal nachgegeben hat.
Alle 48 Spieler
Spaltenköpfe anklicken zum Sortieren.
| Spieler | Peak früher | Tal | Heute | Allzeithoch | Verlust % | Erholung zum Tal | Wieder verloren |
|---|
Da die Recherche schon ein "wenig" Zeit gekostet hat, muss ich - bevor es losgeht - eines beichten: ich werde jetzt nicht noch zwei oder drei Stunden in die Recherche der Spieler stecken. Alles was nun folgt ist erstens sowieso meine Meinung und zweitens schreibe ich aus meinen eigenen Gedanken und Erinnerungen. Es kann also durchaus mal sein, dass ich daneben liege oder vielleicht etwas falsch in Erinnerung habe. Viel Auswirkungen wird es ohnehin nicht haben, die wichtigen Daten stehen in der oben dargestellten Tabelle.
Ich selbst hatte die Idee nicht. Wie Eingangs berichtet kam der Ansatz nach meinem Aufruf vom guten lolo, der mir auch ein paar Beispiele nannte (Spoiler: Arda Güler kommt nicht vor). Aber für mich, wie wohl auch für die, die das hier lesen, sind die Marktwerte natürlich sehr relevant. Wir sind zwar keine Marktwert-Sim, aber gute Leistungen führen in der Regel zu einer klaren Wertsteigerung (Ausnahmen in der Premier League seien hiermit erwähnt). Der Marktwert bestimmt so nicht nur über eine gewisse Stärke im Websoccer, sie ist auch ein Indikator wie wertvoll einer ist. Beispiele aus der Tabelle: weiß der liebe Fußballgott wie günstig Kandidaten wie Mason Greenwood, Lookman, Douvikas oder Hugo Ekitiké zu ihrem "Tal-MW" wohl waren, allein weil der Marktwert auf einem "all-time-low" war.
Im folgenden gehen wir die Kandidaten einmal durch, soweit mir mein Gedächtnis irgeneine Geschichte zum Spieler herauskramen kann. Wer kein Bock auf mein Gesabbel hat, dem reiche sicher die Übersicht.
Den Anfang macht also der gute Pedri. Neben all der Genialität der La Masia scheint aber in den Kessel nicht nur ein Zaubertrank der Genialität eingeflossen zu sein, auch ein paar Tropfen der "Verletzungsanfälligkeit" scheinen ausversehen mit reingeflossen zu sein. Balde, Cubarsi, Fermin Lopez, zu Teilen Gavi und auch Pedri sind meiner Erinnerung nach immer mal wieder gut für kleinere und größere Verletzungen, die natürlich neben der zu verzeihenden Formkurve (wir reden hier von Spielern mit einem Durchschnittsalter von 22 Jahren) zu teils schwankenden Marktwerten führt. Natürlich sind die Werte von 100 zum Talwert von 80 auf heutige 150 Millionen eine besondere Ausnahme. Wie bei allen Spielern hier gab es aber auch beim Spanier sicher Momente wo man sich dachte: „jetzt vielleicht doch abstoßen"?
Hugo war ein Vorschlag von lolo und ist irgendwie das bisherige Happy End von Kolo Muani. Hoffen wir, dass er aus seiner Verletzung erstarkt zurückkommt. Die ersten Eindrücke in der PL waren auf jeden Fall vielversprechen.
Cunha und ich haben ja gleich eine doppelte Vergangenheit. Was auch dafür steht, dass ich mir beim Brasilianer nie so 100 % sicher war. DIe Stationen bei Atletico waren fürchterlich. Ich habe selten einen Spieler gesehen (außer Sorloth) der so Abschlussschwach war wie damals Matheus. Erst in seiner zweiten Wolves-Saison zeigte er dann, dass er doch ein ziemlich kompletter Spieler ist und scheinbar viel an sich gearbeitet hat. Vom Tal von 20 Millionen auf heute 75 Millionen ist schon ein dickes Comeback.
Mason Greenwood.
Auch bei Igor Thiago (siehe Cunha) bin ich mir noch unschlüssiger: Premier League Bomber oder ein überschätztes One-Hit-Wonder? Der gute Wilshere und ich haben dazu etliche PN's und Meinungen ausgetauscht und haben viele Argumente gebracht. Diese Saison wird er wohl zeigen wohin der Weg geht. Sein bisheriger aus Brasiliane, nach Bulgarien und über Belgien zum erfolgreichsten Brasilianer in der stärksten Liga der Welt ist jedenfalls beachtenswert.
Wie schnell der Marktwert hier springt und hüpft kann man sehr gut beim Amerikaner Folarin Balogun beobachten: etwas mehr als ein Jahr ist es her, dass er sein Tal-WM über 18 Millionen erreicht hat. Die Schulter und die fehlende Form war schuld, dass neben mir auch lolo kalte Füße bekommen und den Stürmer abgegeben hat. Dank einer soliden WM pusht der Marktwert auf 50 Millionen. Gnade Gott er wäre nun in die Wüste oder in die Türkei gewechselt - wir hätten wohl ziemlich bald ein neues Tal erreicht.
Ein gewisser (ehemaliger) Manager wurde hier ja selten müde den guten Ademola Lookman in den höchsten Tönen zu loben. Zugegeben: seine Bergamo-Phase war beeindruckend, aber alles davor und auch einiges danach eher weniger. Neben seinen Eskapaden rund um den Wechsel waren auch seine Körpersprachen oft ein "No-Go". Trotzdem: war das Wetter schön und Ademola geneigt einen guten Ball zu spielen, ging es ab. Nach seiner Flucht aus Bergamo hat der gute Simeone nochmal alles rausgekitzelt und ihm zu einen kleinen Comeback verholfen.
Reece James ist so ein Fall, wo ich manchmal zu vorschnell bin: englischer Verteidiger, Eigengewächs von Chelsea, durchaus talentiert - aber dann auch sehr oft mit einer Oberschenkelverletzung außer Gefecht. Immerhin: anders als sein (meiner Meinung nach wesentlich talentierterer Nebenmann Wesley Fofana) musste der Engländer jüngst etwas weniger Zeit im Lazarett verbringen und konnte durchaus zeigen, zu was er fähig ist, wenn sein Körper ihm eine gewisse Form zulässt. Von 70 auf 30 runter und aktuell auf 60 ist eine ziemlich schöne Formkurve.
Einer von vielen, die auch mal bei mir unter Vertrag standen. Dabei wurde Eric Garcia noch nie das Talent eines Pau Cubarsi zugesprochen, aber er kam aus der La Masia, war ein überdurchschnittliches Talent, konnte aber seinen Platz nie so recht im prominent besetzten Barca finden. Eine sehr gute Saison bei Girona zeigte dann, dass er wohl ein ganz guter LaLiga Spieler werden wird - aber Stamm bei Barcelona? Hat wohl keiner drauf gewettet. Nur einer: Hansi Flick. Unter dem deutschen Coach wächst Garcia fast jährlich an sich selbst und wird wohl vor allem aufgrund seiner Spielintelligenz und seiner Vielseitigkeit geschätzt.
Was war eigentlich mit Kobbie Mainoo los, dass der unter Amorim so wenig spielte? Einer der vielen Fragen, die wohl der United-Fand noch stellen sollte, was die durchaus fragwürdige Teamführung des Portugiesen betrifft. Carrick kam, Mainoo spielte, alles gut.
Marcus Thuram. Einer der Spieler, die zumindest kurzzeitig eine Leistungsexplosion erlebt haben, die ich nicht erwartet hatte. Entflohen aus der Fohlen-Herde zu Inter habe ich persönlich Thuram 50/50 auf Feld und Bank erwartet, aber Jesus Christus, was war das für eine heftige erste Saison? Sein Allzeithoch von (völlig verdienten) 75 Millionen wird er wohl nicht mehr erreichen, aber aus seinem Tal von 20 Millionen war das ein Comeback wie es einst nur Rocky zu schaffen vermag.
Ich glaube in den Augen der meisten war der sympathische Martin Ødegaard das nächste komplett Talent, was absurd overhyped war. Das Brimborium damals beim Wechsel zu Real, auf die dann sehr gute Saison bei Vitesse folgte schnell Ernüchterung und auch ein erster kritischer Medienecho, als er bei San Sebastian maximal biederer Mitläufer war (aber immer mal wieder seine Momente hatte). Real Madrid sah das damals ähnlich und sollte Recht behalten, nachdem der Norweger auch in seiner ersten Gunner-Saison wenig Schießpulver übrig hatte. Doch er bewies, dass Talent manchmal etwas Zeit braucht.
Die Knappenschmiede brachte schon immer tolle Talente hervor. Eines davon ist Malick Thiaw (der aber auch eine Vergangenheit bei Düsseldorf, Leverkusen und Gladbach hat). Für knapp 13 Millionen zur Associazione Calcio Milan gewechselt sah es die ersten 18 Monate ganz gut aus - bis er gute zwei Jahre mehr auf der Bank saß, als Paul Gascoigne in der Kneipe. Doch kurz vor seinem 35 Millionen Transfer zu den Magpies kam er nochmal zurück und zeigt seitdem auch in der Premier League, dass er ein durchaus guter Innenverteidiger ist.
Wir geben ein wenig Gas: mit Ismaila Sarr und James Garner haben wir zwei ähnliche MW-Fälle. Sarr war schon immer talentiert, aber inkonstant. Garner schon immer talentiert aber vielleicht beim falschen Verein. Ein ähnliches Bild gibt auch der Schotte McTominay ab, der später kommt und auch erst den Red Devils entfliehen musste um sein MW-Peak zu erreichen. Und die Anerkennung zu bekommen, die alle drei nun bekommen.
Auch bei Moisés Caicedo mögen sich die Geister scheiden. Unstrittig ist wohl, ob der Kolumbianer ein guter Fußballer ist. Ja. Aber ist er auch Weltklasse? Man weiß es nicht. Zwischendurch entschied sich der MW zumindest dagegen, wenn Form und Körper aber aktuell konserviert werden können, dann sollte der kleine Wadenbeißer sich bald vieler in einer elitären Gruppe von Kickern wiederfinden.
Jonny Burkhardt ist wohl einer, der dank Glasknochen nie sein Prime erreichen wird. 2023, da war sein Talent schon Jahrelang bekannt, lag sein MW bei 7 Millionen. Er sollte schon im zweiten Teil von Unbreakable Samuel L. Jackson im Rollstuhl ersetzen. Dann aber das Comeback. Ernährungsumstellung, Amphetamine, eine neue Matratze? Man weiß es nicht, man gönnt ihm nur.
Jetzt bin ich mal gemein (ohne zu wissen, wo sie unter Vertrag stehen): Joe Gelhardt, Jack Clarke, Anthony Elanga, Brian Bobbey, Dominic Solanke. Für mich (in der Reihenfolge von worst to best) aufgeblähte Produkte der Premier League oder Championship. Vom biederen Durchschnitt bis maximal internationaler Mitläufer bietet keiner der genannten Spieler einen großen Mehrwert und ist vor allem niemals den Marktwert gerecht, den diese Jungs gerade ihr eigenen nennen (oder mal genannt haben). Sorry!
Anton Stach ist der Vitaly Janelt von Leeds. Kriminell unterschätzt (schon bei der TSG) und nun eines der geilsten Exporte Deutschlands. Ich gönne ihm den Erfolg unter Farke sehr und hoffe, dass er in der Premier League ähnlich alt werden kann wie Pascal Groß.
Gut, der Gipfel ist noch nicht wieder erklommen und Endrick ist ein Mensch-gewordener Lottoschein, aber war das ein Comeback bei Lyon. Er scheint bei Real nun wieder in die dritte Abteilung gerutscht zu sein. Ob ein Wechsel (ausgerechnet zu Fenerbahce) ihm besser tun wird? Schade um sein Talent wäre es - vielleicht rafft er sich noch und arbeitet weiter an seinem Comeback, erstmal ungehindert welcher Liga.
Wie wären die Wetten wohl gewesen beim Duell Chevalier gegen Matvey Safonov um die Pariser Nummer 1? Allein irgendwie der Fakt, dass seit Igor Akinfeev Russland (mal wieder) einen Top-Torhüter stellt, liest sich schon weird. Am Ende ist der gute zweifacher CL-Sieger und nun einer der wertvollsten Keeper der Welt. Bei aller Überzeugung, die er die letzten 12 Monate gebracht hat, bleibt er sicher trotzdem nicht unumstritten.
Was haben Ibrahima Konaté und Dayot Upamecano gemeinsam? In beiden Fällen haben sich die damaligen Käufer (Liverpool und Bayern) wohl in den ersten Monaten gefragt, ob sie den Zwillingsbruder der jeweiligen Spieler verpflichtet haben. Vogelwild agierte beide fast die ganze erste Saison, bis beide einigermaßen in die Spur fanden und auch (unumstrittene) leistungsträger wurden. Der eine ist auf einmal Bayern's Lieblingsverteidiger, der andere wacht im Trikot der Königlichen auf. Bei Konaté war das mit einem Tal-MW von 30 Millionen nicht unbedingt absehbar.
Bei Gabriel Gudmundsson verhält es sich ausnahmsweise etwas anders: der Schwede war noch nie das riesen Talent, spielte sich aber 2022 in einem sehr starken Lille-Kollektiv fest und profitierte genauso von dessen Aufschwung, wie er auch ein Jahr später unter dem "Abschwung" litt. Mit einem Marktwert von 4 Millionen wechselte er dann (bereits wieder in besserer Form) zu Leeds United und ist heute stolze 20 Millionen wert. Ja, auch ein typischer Fall von: englisches Geld wiegt doppelt so schwer.
Der Werdegang von Weston McKennie ist auch sehr spannend. Ich fragte mich damals, was Juve mit dem Schalker möchte und wie sehr man sich überschätzen kann. Kämpfen konnte er schon immer, aber ich kenne kaum Fussballer, die sich Jahrelang auf so einem Niveau nur über den Kampf behaupten konnten. Aber der Amerikaner hat sich in den Jahren genauso gemacht, wie der gesamte Sport in seinem Land. Bei und nach seiner Leihe bei Leeds hatte ich ihn schon abgeschrieben, heute ist er wohl ein wichtiges Zahnrad der Alten Dame.
30 - 18 - 30. Was sich wie eine Bilanz von einem eher schlechten Profi-Boxer anhört ist die knapp 2 jährige Marktwertentwicklung von Gabri Veiga. Inmitten einer gewissen Gewöhnung, dass verdiente Spieler in die "Wüste" wechseln, war für mich Gabri Veiga der erste, der noch lange vor seiner Prime einfach mal sagte „I'll take the fucking money". Alles gut, kann man nachvollziehen. Schöner aber noch, dass er schnell genug hatte und sich nun wieder knapp außerhalb der europäischen Top 5 Ligen behaupten kann. Ich denke hier kann und wird es noch weiter nach oben gehen.
Eigentlich keiner, der einen großen MW-Einbruch in seiner Vita hat, aber einer, den ich auch schon abgestempelt hatte. Bei Chelsea kaum was auf die Kette gekriegt und danach gleich 2015 mit der Fiorentina reingeschissen. Es ging zwar nur zwei Millionen von 12 auf 10 runter, aber ich hätte niemals damit gerechnet, dass Mo Salah anschließend zu einem der besten damals aktiven Fussballer wird.
Bei RB hat er mir sehr imponiert: weniger defensiv als offensiv hat der kleine Glatzkopf Angeliño immer Bock gemacht. Alles was danach folgte (besonders das Gala Kapitel) war einfach nur noch fragwürdig. Er selbst hatte wohl zwischendurch auch den Biss verloren, sich aber nochmal bei der Roma in den Fokus gespielt. Man wünsche ihm einen schönen Karriereherbst bei A Coruna.
Loïc Badé und Frank Anguissa haben wieder was gemeinsam: ich habe beide unterschätzt. Bei Badé bin ich mir immer noch nicht sicher, ob er nicht einfach ein guter, Verteidiger ist, der einfach zu einem Mittelklasseclub hört. Anguissa habe ich damals bei Villareal und Fulham nicht ernst genommen. Was ein Stolperer und Tempoverschlepper. Dann bei Neapel gings tierisch ab und ich dachte „das ist doch nicht DER Frank Anguissa?". Die Rolle, die er bei zwei Meisterschaften bei Napoli eingenommen hat, war mMn genauso wichtig wie die von Kvaradonna.
Joelinton ist wohl eine Anomalie. Vom durchaus erfolgreichen Stürmer bei der TSG zum zwischenzeitlichen Transfer-Flop bei Newcastle schult ihn der Trainer einfach mal zum zentralen Mittelfeldspieler um - und der Brasilianer wird einer der wichtigsten und zuverlässigsten Spieler der nicht ganz unerfolgreichen Magpies. Durch seine neue Rolle wird er zwar nie so wertvoll (MW) wie jeder zweite 0815-Stürmer der Premier League, aber er arbeitet sich aus einem krassen Tief (15 Millionen) auf einen respektablen Peak von 42 Millionen. Toller Spieler, toller Werdegang.
Als Werder-Fan habe ich ja sowieso ein komisches Verhältnis zu Spielern des HSV. Aber ich kann auch anerkennen, das es diverse Erfolgsfälle gab (van der Vaart, Kompany, Tah, Son) und auch der gute Hakan Çalhanoglu. Ich wurde aber früh in meiner Meinung bestätigt, dass der Wechsel zum AC Mailand sein Karrieregrab sein wird. Nach schlechten Leistungen wechselt der dann ausgerechnet zu Inter Mailand? Spinnt der völlig? Der Rest ist Geschichte. Für mich ein eher unterschätzter Spieler, dem Inter sehr viel zu verdanken hat, auch wenn er selbst nicht wirklich einfach scheint.
Ja, was soll Kevin Nackebräune hier? Ähnlich wie Salah hat auch bei de Bruyne Chelsea das Talent nicht entfalten können. Bei Werder zeigte er bereits absolute Weltklasse, konnte sich dann aber bei den Blues nicht durchsetzen. Es folgte nochmal der (aus Werder-Sicht schmerzhafte) Beweis, dass er mindestens Bundesliga auseinandernehmen kann - Die Autostadt dankt noch heute. 22 Mio. zahlte Golfsburg, eher sich Pep dem Belgier annahm und unter Hochdruck einen 75 Millionen teuren Diamanten schliff. Aber wie gesagt: auch bei de Bruyne gab es zwischendurch harte Zweifel.
Antonio Rüdiger.
Was viele gar nicht mehr wissen: Bruno Fernandes hat es mal in der Serie A ordentlich verkackt. Als 23 jähriger so gerade einem gewissen Talentalter entsprungen lief da bei ihm und Sampdoria nicht viel zusammen. Es folgte der Wechsel zurück in die Heimat, was ja schonmal nicht so der geplante Karriereweg ist, wenn man mal Weltklasse verkörpern will. Dort fand Bruno zwar wieder in eine gute Form, man musste aber auch berücksichtigen, dass es halt nur die portugiesische Liga ist. Entsprechend skeptisch war ich, als er dann Ende 2019 ausgerechnet zu United wechselte - und erstmal ein Jahr brauchte an die Qualität zu kommen, die er dann die Jahre folgend mal mehr, mal weniger konstant zeigen konnte.
Vielen Dank wer bis hierhin gelesen hat. Habt ihr noch Kandidaten, die hier vielleicht vergessen wurden? Schreibt es gerne in den Thread!