Philosophie-Stunde

SAISONSTART 2026-2

10.10., Samstag - EL-Quali Hinspiele / Rückspiele am Mittwoch
12.10., Montag - Nationale Supercups
18.10., Sonntag - 1. Spieltag alle Ligen

Wichtig zum Saisonstart:
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Stichtag: 13.10., Dienstag
SAISONSTART AM SONNTAG

Highlights bis zum 1. Spieltag:
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  • Ich hätte mal Lust mit euch über verschieden wichtige und nichtige Dinge zu philosophieren. Mal schauen wie es wird, ob da was bei rauskommt, oder nur geschnackt wird ;)


    Sind weinende und traurige Smileys noch als Smileys zu betrachten, oder tut man ihnen damit Unrecht?

  • Nun, das hängt vom Smiley ab, würde ich sagen. Etwa hat ein einfach gezeichnetes Lächeln oder der Ausdruck von Trauer ( :) , :( ) fast keinerlei Ästetik, daher möchte ich diese nicht als höher einrangieren als etwa den auf das Kindchenschema anspielende Wein-Smiley ( ;( ) bedenkt man aber die überdurchschnittliche Fakultät an diversen Smileyauswahlen, würde ich jene außergewöhnliche Smileys ( *messer1* , *bounce* , *hochhalt* , *winken* , etc) eher als Daseinsunberechtigt bezeichnen.. allerdings sind hoitzutage sicherlich 75 Prozent aller Smileys außergewöhnlich bzw finden Gefallen, also würde ich eher die eingangs erwähnten "einfachen" Smileys als nicht smileyfähig einstufen bzw ihnen die Daseinsberechtigung absprechen, auch wenn sich diese sicherlich so akkut in wieder interessante Schemen einordnen würden (zb *witsend* , %-( ) - das liegt aber natürlich am jeweiligen Ersteller eines Smileys, denn selbst der ästhetischste Smiley nutzt dem unkreativen Kopf nichts, wenn er nicht richtig platziert ist. So achte ich in letzterzeit bspw sehr stark auf die Form meiner Posts, was sich durch das Ausfüllen des durch ein Posting entstehenden Freiraums erklärt. Wichtig ist an dieser Stelle, eine gewisse Smileydichte zu erzielen - so setze ich auf 25 gut verteilten Prozenten meiner Forumsarbeit jene kleine Attribute. Leider reicht manchmal der Platz nicht oder der Post wird dadurch zweizeilig bzw eine Zeile zu lang, was dann wieder unästhetisch wäre. D.h. teilweise müssen sogar Buchstabenaneinanderreihungen, auch genannt Wörter, weichen, um den Smileys Platz zu machen. Ob das in diesem Fall gerechtfertigt ist, kann und sollte angezweifelt werden - jedoch unterhielten sich ja auch die Urzeitmenschen in gewisser Hinsicht mit Smileys; sind Wörter und Buchstaben also überflüssig und sollten wir uns wieder auf die erfolgreichen Tugenden der Neanderthaler besinnen? Was aber, wenn die Geschichte lügt und jene Neanderthaler sich schon besser in Schrift und Tat verständigen konnten, als es diverse deutsche 9.-Klässler hoitzutage tun.. (<--- *brush2* --->)(Smileyquote) Und was, wenn das Liebespaar Adam und Eva sich auf eine geschwisterliche Beziehung beläuft (schließlich stammte jene Frau aus der Rippe ihres Mannes) - gilt dies als Inzest? Sind wir dementsprechend nicht alle, die wir aus jener Zusammenkunft entstanden, so eine Art Missgeburten? Muss ich mich daher bei der nächsten Miss Germany Wahl anmelden und wie können sich die Kinder des Paares Adam/Eva fortgepflanzt haben? Auch diese müssten ja Geschwister sein?


    Nun, ich denke, dass ich mich diesbzgl jetzt hinreichend ausufernd geäußert habe und meine 2500 Wort pro Tag Quote eingehalten hab... nun werde ich die Wand anstarren...

  • Maddinsche spricht mir da mit einem seiner Teilaspekte aus der Seele. Die richtige Dosierung der Posts ist eine Frage der Kunstfertigkeit. Um eine fortschreitende Aesthetisierung des eigenen sprachlichen Bewusstseins zu schaffen, beizubehalten, ja sogar fortzuschreiten, muss man vor allem daraus lernen, warum so mancher Post vielleicht nur aus einem Wort besteht - oder gar nur aus einem Smiley (egal, welcher Form). Die Kunst sich ausdruecken zu koennen ist schliesslich mehr als nur Syntax und Semantik, sondern vielmehr ein Bewusstsein, die richtigen Buchstaben in die richtige Reihenfolge zu bringen. Erst dadurch entsteht ein Sinn der ganzen Buchstabenstruktur. Waehrend asfdghjkl keinen Sinn zu ergeben scheint, steckt in dieser kurzen Abhandlung von Buchstaben doch die Aussage einer ganz bestimmten Reihenfolge, die in Deutschland dem qwertzuiop und in den USA dem qwertyuiop nicht ganz fern ist.
    Warum nun also ein Bewusstsein fuer die Buchstaben schaffen? Nun ja, es beginnt nun mal beim Menschen. So, wie alles mit Adam angefangen hat, beginnt, die Form sich auszudruecken und vor allem die Kunstfertigkeit ein sprachliches Bewusstsein zu schaffen, schon mit dem bekannten Werner'schen Laut: Ruelps! Und auch schon dieser Laut laesst sich in einer bestimmten Anordnung von Buchstaben ausdruecken. Und jeder weiss, was gemeint ist. Im Grunde haengt doch die ganze Welt und deren Entstehung mit der richtigen Anordnung der Buchstaben zusammen. Es geht ueber in eine Ausdrucksform, aus der sich dann sogar die Gefuehlsform entwickelt. Aber das ist ein anderes Thema.
    Was aber bedeutet das nun alles? Ganz einfach: Die fortschreitende Aesthetisierung des persoenlichen Sprachbewusstseins indoktriniert die Sozialisierung des Individuums in die adaequate gesellschaftliche Konstellation seiner Mitwelt.
    Das sollte alle Fragen dazu beantworten, mir bleibt nur folgende Frage: Wenn Maisoel aus Mais ist, aus was ist dann Babyoel?




    Das macht Spass!

  • Maddinsche:


    Deine Signatur ist schon zugleich die Antwort auf diese hochkomplexe Frage. mySpace ist der virtuelle Ausdruck des beruehmtesten horizontalen Gefuehls. Solange diese Signatur besteht, die dich zu einer gewissen gesellschaftlichen Konformitaet zwingt, entspricht die Virtualitaet deines humanen Bewusstseins selten einer Illusion fuer die virtuellen Analogien anderer humaner Formen. Diese Signatur, sei sie real oder virtuell, ob Ausflucht oder Wahrhaftigkeit, impliziert eine aversierende Ausdrucksform, die in diesem virtuellen Ausdruck eine eher niedere Relevanz zum Anfuegen einer neuen Konnexion von anderen virtuellen Analogien besitzt.
    Frage beantwortet?

  • So, ohne Nachdenken runter tippen:


    Manchmal sind des Lebens verschlungene Pfade so voller Dickicht, dass das Vorankommen einer extremen Prüfung gleicht. Die Belohnung ist das Weiterleben, eine Art Vegetieren im Morast des modernen gesellschaftlichen Kontexts. Versprechen den warmen Frühling, fühlen sich an wie der nasskalte Herbst und ist im Grunde der Zustand einer kalten Wintersonnenwende. Ohne das Versprechen zu erfüllen. Einzelne Highlights sond höchstens weiße Tauben unter dem klaren Sternenhimmel. Eine kurze Gänsehaut, wenn die Live-Performance deines Lieblingsliedes von deinem Lieblingskünstler ertönt. Doch was willst du ändern? Die Welt dreht sich nicht um dich und du drehst dich auch nicht um die Welt - sondern du drehst dich mit der Welt. Langsam drehst du dich - und auch die Welt dreht sich. Und du wirst merken, dass du nichts daran ändern kannst. Es ist als würdest du versuchen, einzelne Sandkörner aufeinanderzustapeln - oder versuchen in der Wüste mit Sand einen Turm mit senkrechten Fassaden zu bauen. Hilflosigkeit, Teilnahmslosigkeit, Leblosigkeit. Es wäre ein Teufelskreis, wenn er wieder von vorne anfangen würde. Doch es ist vielmehr der langsame Untergang von dem, was du versuchst hast dir selber zu schaffen. Dein eigenes Refugium wird zu dem Refugium der Masse. Alle Welt flieht vor dem zerstörten, letzten Refugium zu deinem Refugium - nur um genau damit fortzufahren, was schon beim letzten Mal geschehen ist. Der Ausverkauf deines Refugiums, deiner Welt, deines Statuses. Bist du leer, bist du kaputt, findest du keinen Anklang mehr in deinem Refugium, ist die Masse längst schon wieder fort - in eines anderen Refugium. Voller Kraft der Zerstörung. Versuche es aufzuhalten sind schlussendlich nutzlos. Die Welt dreht sich weiter, mit dir/ohne dich - du kannst nicht versuchen, sie aufzuhalten. Doch sie ist zu schwer. Und vor allem gibt es die Masse. Sie wird sich immer gegen deine Versuche entgegendrehen.


    Man muss den Thread ja am Leben erhalten. Ist aber jetzt auch ein bisschen ernsthafter!

  • Ethik und Philosophie, passt doch ganz gut zueinander.


    Wir behandeln gerade den Existenzialismus mit Paul Satre und seinen Freunden. Dieser Mann hat folgendes gesagt:


    Im Krieg gibt es keine unschuldigen Opfer
    Damit meint er, dass der Soldat, der in den Krieg zieht, ihn verdient, weil er diese Entscheidung getroffen hat. Er hätte, hätte er alle Möglichkeiten in Betracht gezogen, sich dem Krieg entziehen können. Zum Beispiel durch Selbstmord oder Fahnenflucht. Aber er wählt den Krieg. Und dadurch existiert dieser, weil er sich so entschieden hat.


    Seine These stimmt in gewisser Zeit und das nervt mich. Jedoch finde ich kein vernünftiges bzw. sinnvolles Argument was gegen diese These spricht. :S

  • Das ist doch Schwachsinn. Also ich weiß ja jetzt nicht mehr wann dieser Franzose gelebt hat, aber wenn man angegriffen wird, dann muss man sich doch auch verteidigen dürfen, andernfalls müsste man dem Agressor ja die ganze Welt überschreiben, sofern alle nach diesem Grundsatz handeln würden. Aber wenn man angegriffen wird dann kann man sich dem Krieg nicht entziehen, es sei denn wie gesagt, man überschreibt dem Aggressor durch Selbstmord/Fahnenflucht/Verträge die ganze Welt.

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