Schwarz-Gelbe Regierung: Neue Regierung steht

  • Kann man doch eh alles nicht ernst nehmen. Die Zielgruppe von TV-Total ist halt die Jugend und viele von diesen finden halt die Versprechen der Linken gut. Das Problem dabei ist mMn, dass sich die wenigsten einen Kopf drüber machen, WIE das ganze umgesetzt werden soll.


    Im Endeffekt werden die Ergebnisse sich morgen doch in einem "normalen" Rahmen abspielen.

  • Dass das Ergebnis nicht klasse ist, da habt ihr natürlich Recht mit. Denn worauf läuft es hinaus? Auf eine bremsende und sich gegenseitig behindernde große Koalition? Auf Rot-Rot-Grün, also eine Regierung in der die Linke beteiligt ist? Dass ich nicht lache, wenn es soweit kommt, dass eine Partei wie die Linke in die Regierung kommt, ist es schon ganz, ganz, ganz tragisch gekommen. :(
    Die Ziele der SPD in allen Ehren, aber so, wie sich die Partei zuletzt präsentiert hat, ist sie alles andere als fähig, eine Regierung zu stemmen. Diese unglaubliche Uneinigkeit, ob man nun mit der Linken etwas gemeinsam durchziehen möchte oder nicht, Beck und Ypsilanti, die der Partei richtig geschadet haben. Auch kritisch, wie Steinmeier damals im Fall Kurnaz gehandelt hat, obwohl alle Geheimdienste sagten, dieser sei unschuldig.
    Es ist keine Frage, dass Frau Merkel eher unauffällig und wenig aggressiv ist. Aber die Frage ist doch, ob wir jemanden an der Spitze brauchen, der einen auf dicke Hose macht, oder ob wir eine international absolut anerkannte Person brauchen, die gute Kontakte pflegt und damit auch international Interessen durchsetzen kann. Dieses Standing hat Frau Merkel und daher gilt es das Kreuz dort zu machen!

  • Ich hab die Beiträge zu der TVTotal-Bundestagswahl mal hierhin verschoben.


    Ernst nehmen kann man das Ergebnis nicht, die Linke in irgendeinen Bundesland mit 50 %... Da ändert auch der Koeffizient nichts dran, ich denke das hat auch Stefan Raab schnell einsehen müssen, dass auch der nichts an der Repräsentativität ändert. Die Diskussion vorher habe ich nicht gesehen, die "Fans" waren mir irgendwie zu nervig.


    Heute hoffe ich, dass eine schwarz-gelbe Mehrheit zu Stande kommt, so habe ich übrigens auch gewählt: Zweitstimme FDP, Erststimme für den CDU-Kandidaten, alleine schon weil Ulla Schmidt in Aachen kandidiert, die muss ich nicht unbedingt wählen.
    Die SPD braucht dringend mal eine Regierungspause, um sich neu zu ordnen und vielleicht mal wieder mehr eigene Ideen zu bringen. Zuletzt hatte ich bei der SPD immer mehr den Eindruck, dass sie auch schon zu den "Kleinen" gehört, nicht wegen den Wahlergebnissen, sondern wegen dem Wahlkampf. "Das bedeutet Schwarz-Gelb für Sie" etc., das ist doch BILD-Niveau und hat nichts mit einer Volkspartei zu tun.
    Zudem war die SPD nun elf Jahre an der Macht, wenn also jemand für aktuelle Missstände verantwortlich ist, dann die SPD. Die Krise kam nicht durch die CDU, die Krise findet weltweit statt, man kann doch nicht sagen, dass die CDU für die Krise in jedem Land der Welt verantwortlich ist. Die SPD ist dafür genauso wenig verantwortlich, ich denke man muss das eher der Abhängigkeit vieler Länder von den USA zuschreiben. Aber okay, jetzt wird immerhin mal ernsthaft über zu hohe Managergehälter nachgedacht.


    Ich habe die FDP gewählt, weil Guido Westerweille zum einen sehr glaubwürdig rüberkommt. Er sagt klar, was er will und auch, warum manche Dinge nicht passieren werden. Als Alternativen kommen für mich eh nur die CDU oder die SPD in Frage, warum ich die SPD nicht gewählt habe, habe ich eben gesagt, die CDU ist mir für eine Zweitstimme dann doch zu konservativ. Angela Merkel hat der CDU zwar stärker in die Mitte bewegt, trotzdem kann ich mit dem christlichen Programm nicht so viel anfangen. Nachdem die FDP nun in den letzten Jahren einen seriöseren Eindruck auf mich macht und nicht mehr nur dagegen ist um dagegen zu sein, sondern selbst Ideen entwickelt, habe ich mich für die FDP entschieden.

  • Na, herzlichen Glückwunsch. Wie wärs denn, wenn ihr nicht nur zuhört was Labertesche Westerwelle von sich gibt, sondern auch mal deren Parteirprogramm lest? Wie man als JUNGER Mensch und dazu zähle ich euch, FDP wählen kann, macht genau so viel Sinn, wie der Gartensalat von Mc Donalds. Den "Großen" die Stimme zu verwehren, schön und gut, aber auch mal über die Konsequenzen nachdenken ...


    Darüberhinaus habe ich mit einer Regierungsbeteiligung der Linken kein Problem, viel schlimmer kanns eh nicht kommen und wer immer große Fresse hat, soll halt auch mal zeigen, was er drauf hat!


  • Den gesamten Beitrag kann ich so unterstreichen.
    Die SPD hatte jetzt 11 Jahre Zeit gehabt etwas zu bewegen, hin bekommen haben sie wenig.
    Die FDP hat ein Wahlprogramm welches mich in großen Teilen am meisten überzeugt(ja ich hab das ganze Programm gelesen) deswegen bekommen sie meine Zweitstimme, bei der Erststimme bin ich mir noch etwas unschlüssig. Gewählt wird dann am Nachmittag.

  • Richtig, die SPD hatte 11 Jahre Zeit.
    Bis irgednwann schwarz kam, liefs auch prächtig. Oder wollt ihr mir erzählen, dass der Wirtschaftsboom der letzten Jahre (vor der Krise) noch das Erbe eines Helmut Kohls war?


    Wer sagt denn das ein Erbe von Kohl gewesen war, außerdem ist die Zeit nicht vergleichbar, die Wiedervereinigung war eine schwere Last für Deutschland.
    Und wie war das noch mit der Mehrwertsteuer 2005:
    2(CDU/CSU)+0(SPD)= 3
    oder Ökosteuer nur begrenzte Laufzeit oder Spitzensteursatz will man jetzt anheben unter Rot-Grün wurde dieser noch gesenkt.
    Im großen geht es doch auch um Vertrauen in Aussagen der Parteien und da kann bei mir die SPD gar nicht punkten.

  • Ich denke, hier sieht man gut, dass die FDP und die SPD kaum zusammen passen :D . Natürlich unterstreiche ich nicht alles, was die FDP vorschlägt, aber ich denke so eine Partei müsste ich schon selbst gründen. Im Groben und Ganzen stimme am ehesten den Thesen der FDP zu, deshalb wähle ich sie.


    Mal was anderes: gestern kam ja auch noch "Sido geht wählen". Abgesehen davon, was man von ihm hält, denke ich, dass so eine Sendung schon einiges bringen könnte. Sido hat klar gesagt, dass er noch nie wählen war und eigentlich auch nicht unbedingt will und hat sich dann überzeugen lassen, dass man doch besser wählen sollte. Er hat einen kritischen Eindruck in den Gesprächen gemacht, was denke ich bei jungen Leuten, die Sido als Vorbild sehen, gut ankommt, da das ganze dadurch authentischer wirkt.

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!