+++ BREAKING: Potenzieller Stürmer für RC Celta Fortuna gefunden - Verhandlungen um Keke Topp mit SV Werder Bremen +++ Celta's Player to watch #2- Fer Lopez ist viel mehr als nur der nächste Junge aus A Canteira -
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O.Faro.Celeste I Celta Vigo
10.10., Samstag - EL-Quali Hinspiele / Rückspiele am Mittwoch
12.10., Montag - Nationale Supercups
18.10., Sonntag - 1. Spieltag alle Ligen
Wichtig zum Saisonstart:
o Sponsor auswählen
o Finanzen und Kadergrenzen regeln
Stichtag: 13.10., Dienstag
Highlights bis zum 1. Spieltag:
o Tabellentipps der Ligen
o Tippspiel
o Power Ranking
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+++ BREAKING: Verhandlungen um Sturmtalent Keke Topp auf der Zielgeraden - Celta Vigo und Werder Bremen vor Einigung +++
Zwischen Kunstgriff und Kampfgeist
- Celta lässt in Getafe Punkte liegen und ringt Belgrad nieder -
Vigo - Zwei Auswärtsspiele, zwei sehr unterschiedliche Temperaturen, zwei Ergebnisse, die sich auf dem Papier ordentlich lesen – aber auf ganz verschiedene Weise zustande kamen. In LaLiga ließ Celta Vigo beim FC Getafe trotz langer Kontrolle späte Punkte liegen, wenige Tage später zeigte die Mannschaft in der UEFA Europa League bei Roter Stern Belgrad die passende Reaktion und holte einen wichtigen Sieg. Unter dem Strich bleibt eine Woche, die nicht makellos war, aber einmal mehr belegte, dass diese Mannschaft auch in wechselnden Konstellationen Lösungen findet. Am 13. Spieltag in LaLiga führte der Weg zunächst ins Coliseum Alfonso Perez. Nach dem 3:0 gegen Real Madrid war Celta auf Rang neun geklettert, Gastgeber Getafe rangierte vor der Partie nur auf Platz 16. Vor über 54.000 Zuschauern lief der FC Getafe im 4-5-1 auf, Celta entschied sich für ein flaches 4-4-2 mit Brice Samba im Tor, Joao Mario, Javi Rodriguez, Reinildo Mandava und Samuel Lino in der Viererkette sowie Iago Aspas, Gabri Veiga, Aimar Oroz und Ander Barrenetxea im Mittelfeld. Vorne begannen Andre Silva und Georges Mikautadze. Die Partie entwickelte sich überraschend abwechslungsreich. Celta hatte etwas mehr Ballbesitz, wirkte auch in den Zweikämpfen leicht überlegen, doch Getafe blieb unangenehm und kam ebenfalls zu seinen Momenten. Die Statistik spiegelte das gut wider: Acht Schüsse und vier Torschüsse für die Gastgeber, sieben Abschlüsse und fünf Versuche auf das Tor für Celta. Kurz vor der Pause belohnten sich die Galizier für ihre etwas klarere Struktur im Spiel nach vorne. In Minute 43 kombinierte sich Celta sauber aus der eigenen Hälfte, Gabri Veiga schickte Mikautadze in die Spitze, der seitlich ablegte – und Andre Silva zog aus 20 Metern ab. Innenpfosten, Tor, 0:1. Ein starker Treffer, der nach einem erwachsenen Auswärtsauftritt roch. Doch obwohl Celta die Partie danach über weite Strecken ordentlich kontrollierte, reichte ein genialer Moment des Gegners, um alles wieder zu öffnen. In Minute 77 fand Christian Eriksen mit einem feinen Ball den einlaufenden Dani Parejo – und plötzlich stand es 1:1. Dabei blieb es. Guardiola.#4 sprach nach dem Spiel von einem Resultat, mit dem man leben müsse, auch wenn mehr drin gewesen sei: "Da müssen wir den Sack eben einfach zu machen. Punkt."
Spieler des Spiels gegen Belgrad: Doppelpacker Borja Iglesias
In Europa fiel die Antwort dann deutlich zielgerichteter aus. Am fünften Spieltag der Ligaphase in der UEFA Europa League reiste Celta zum traditionsreichen FK Crvena zvezda und 51.000 Zuschauern im ausverkauften Stadion Rajko Mitic. Die Serben traten im 4-2-2-2 an, Celta erneut im flachen 4-4-2 – allerdings mit Rotation: Samba – Joao Mario, Raul Albiol, Mandava, Hugo Alvarez – Fer Lopez, Hugo Sotelo, Nelson Deossa, Ander Barrenetxea – Andre Silva, Borja Iglesias. Die Partie bekam früh einen unangenehmen Einschlag, als Reinildo Mandava nach einem Foulspiel in Minute 27 verletzt raus musste und Amir Murillo ungeplant in die Begegnung kam. Doch Celta ließ sich davon nicht aus der Spur bringen. Es wurde der Abend von Borja Iglesias. Der Panda traf in Minute 53 nach einer langen Flanke von Joao Mario per Volley aus elf Metern zur Führung – technisch stark, trocken, wichtig. Belgrad versuchte danach, den Druck zu erhöhen, verlor aber in Minute 78 zusätzlich die Ordnung, als ein Spieler mit Gelb-Rot vom Platz musste. In Überzahl spielte Celta die Partie dann nicht spektakulär, aber klug zu Ende. In Minute 87 leitete Iglesias seinen zweiten Treffer praktisch selbst ein: Abschlag Samba, Borja Iglesias schirmt den Ball rund 25 Meter vor dem gegnerischen Tor ab, legt auf Barrenetxea zurück, der direkt in die Spitze zurückgibt – und der Panda vollendet zum 0:2. Zwar kam Roter Stern in der Nachspielzeit nach einem Freistoß per Kopf durch Radonjic noch einmal auf 1:2 heran, doch direkt danach war Schluss. Guardiola.#4 zeigte sich entsprechend zufrieden und lobte vor allem die Reaktion der Mannschaft auf die hektische Atmosphäre und die ungeplante Umstellung nach der Mandava-Verletzung. So bleibt eine Woche, in der Celta in der Liga einen kleinen Haken zu viel schlug, in Europa aber das tat, was gute Mannschaften tun: Auswärts bestehen. Andre Silva sammelte in Getafe Wirkungspunkte, Borja Iglesias wurde in Belgrad zum Matchwinner, und trotz der erneuten personellen Unruhe zeigt sich weiterhin, dass der Kader genug Breite besitzt, um auch unter wechselnden Vorzeichen Resultate zu produzieren. In der nächsten Ausgabe von O.Faro.Celeste wartet dann eine besondere Form von Player's to watch: El Club de los Hugos. Eine Ausgabe über mehrere Spieler im Verein, einen Namen – und die Frage, wie viel Zukunft in diesen Hugos für Celta Vigo steckt.
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+++ BREAKING: Einigung bei Keke Topp - Leihe und Kaufpflicht mit 14.000.000 Euro Gesamtvolumen für den jungen Stürmer +++
El Club de los Hugos
- Celta's Player to watch #3: Die Zukunft in Vigo hat einen Namen -
Vigo - Manche Geschichten im Fußball beginnen mit einem Spieler. Andere mit einem Muster. Und manchmal ist dieses Muster so charmant wie aufschlussreich. Im Fall von Celta Vigo lautet es derzeit schlicht: Hugo. Gleich mehrere Spieler mit diesem Vornamen ziehen sich durch die verschiedenen Ebenen des Vereins – von den Profis über RC Celta Fortuna bis tief hinein in A Canteira. Was zunächst wie eine hübsche Randnotiz klingt, erzählt bei näherem Hinsehen ziemlich viel über die Identität des Klubs: Talent, Heimatbezug, Geduld in der Entwicklung und eine Jugendabteilung, die weiter zuverlässig Material für die Zukunft liefert. Willkommen im Club de los Hugos. Beginnen wir bei den Profis. Dort stehen mit Hugo Alvarez und Hugo Sotelo bereits zwei Spieler im Kader, die mehr sind als bloße Perspektivnamen. Beide gehören dem Jahrgang 2003 an, beide kommen aus der eigenen Ausbildung, beide verkörpern auf ihre Weise das, was Celta unter nachhaltigem Aufbau versteht. Hugo Sotelo, gebürtiger Olívico aus Vigo, ist dabei vielleicht das sichtbarste Symbol. Seit Juni 2021 war er Teil von RC Celta Fortuna, ehe sein Marktwertanstieg und der damit einhergehende Verlust der Spielberechtigung für die Jugendmannschaft den Schritt zu den Profis erzwangen. Für Celta Fortuna sammelte er in 110 Einsätzen beeindruckende Werte: 26 Tore, 28 Vorlagen. Und auch im Profibereich lässt sich der Einstieg sehen. Vier Einsätze, zwei Vorlagen, alle Partien über 90 Minuten – darunter die auffälligen Assists in LaLiga gegen Osasuna. Hinzu kommt bereits ein Einsatz in der UEFA Europa League bei Roter Stern Belgrad. Sotelo ist ein Mittelfeldspieler, der auf den ersten Blick nicht laut wirkt, aber im Spiel schnell Struktur erzeugen kann. Hugo Alvarez wiederum bringt ein etwas anderes Profil mit. Geboren in Ourense, ebenfalls eng mit der galizischen Heimat verwurzelt, kam er im November 2021 aus A Canteira zu RC Celta Fortuna. Dort blieb seine Bilanz mit 26 Einsätzen und einer Vorlage zunächst überschaubar, was aber vor allem an der hohen Konkurrenzsituation in der Jugend lag. Der eigentliche Durchbruch kam verzögert – dafür umso nachhaltiger. Für die Profis steht er mittlerweile bei 21 Einsätzen, einem Tor und drei Vorlagen vor der laufenden Saison 2026-1. In dieser Spielzeit kommen bereits acht weitere Einsätze hinzu, darunter drei in der UEFA Europa League. Besonders wertvoll ist dabei seine Polyvalenz: Hugo Alvarez kann auf beiden Flügeln agieren und gibt dem Kader genau jene Beweglichkeit, die in langen Saisons immer wieder wichtig wird. Unterhalb der Profis wächst der Club de los Hugos munter weiter. Bei RC Celta Fortuna ist Hugo Gonzalez ein interessanter Sonderfall. Der 23-jährige Offensivspieler ist der einzige dieser Gruppe, der nicht aus der eigenen Jugend stammt. Er wurde in Valencia geboren und kam im September 2025 für 300.000 Euro von seinem Heimatverein nach Galizien. Noch hat er weder für Celta noch für Celta Fortuna ein Pflichtspiel bestritten, doch intern scheint seine Entwicklung positiv bewertet zu werden. Rund um A Madroa kursiert jedenfalls bereits die Idee, dass er in der kommenden Saison ein ernsthaftes Thema für die Profis werden könnte. Es wäre keine Überraschung, wenn aus dieser Personalie mittelfristig mehr als nur eine Randnotiz im Kader von Celta Vigo wird.
Einer aus dem Club de los Hugos: Celtas Hugo Alvarez
Noch eine Stufe tiefer, aber bereits mit klarer Perspektive, steht Hugo Burcio. Jahrgang 2006, zentraler Mittelfeldspieler, hochveranlagt. Mitte Februar dieses Jahres wurde er aus A Canteira zu RC Celta Fortuna hochgezogen. Auch er hat bislang noch keine Partie absolviert, gilt aber intern als eines jener Talente, denen man eher etwas zu früh zu viel zutraut als umgekehrt. Dass Celta ihn bereits so früh auf die nächsthöhere Ebene schiebt, ist ein klares Zeichen dafür, wie hoch sein Potenzial eingeschätzt wird. Und dann ist da noch Hugo Chamadoira – vielleicht der spannendste Name für die ganz ferne, vielleicht gar nicht mehr so ferne Zukunft. Jahrgang 2010, geboren in Pontevedra, also ebenfalls tief in Galizien verwurzelt. Der junge Stürmer gilt als großes Talent und hat bereits für Spaniens U15 und U16 gespielt. Mehr Ritterschlag in diesem Alter geht kaum. In Vigo bekommt er nun genau das, was solche Spieler brauchen: Zeit. Keine künstliche Beschleunigung, keine ungeduldigen Projektionen, sondern einen Verein, der weiß, wie man mit vielversprechenden Talenten arbeitet, ohne sie zu zerdrücken. Auffällig bleibt dabei nicht nur die Häufung des Vornamens, sondern vor allem der gemeinsame Hintergrund. Chamadoira aus Pontevedra, Alvarez aus Ourense, Sotelo direkt aus Vigo – drei gebürtige Galizier, die den regionalen Bezug des Vereins nahezu idealtypisch verkörpern. Burcio stammt zwar aus Zentralspanien, ist aber ebenfalls schon lange in Galizien zuhause. Und dass bis auf Hugo Gonzalez alle aus der eigenen Jugend kommen, ist für Celta weit mehr als eine hübsche Statistik. Es ist Ausdruck einer Philosophie. Guardiola.#4 spricht entsprechend von einer amüsanten Geschichte, betont aber vor allem den Kern dahinter: Alles talentierte Jungs, dazu Heimatbezug zu Galizien und Vigo – und bis auf Hugo Gonzalez alle aus der eigenen Jugend. Das sei fantastisch und zeige die gute Entwicklung und die geleistete Arbeit im Verein. El Club de los Hugos ist also kein Gag und keine bloße Anekdote. Er ist vielmehr ein kleines Sinnbild dafür, wie Celta Vigo sich selbst versteht: Mit lokaler Verwurzelung, klarem Entwicklungsgedanken und einer Pipeline, die weiter Qualität nach oben drückt. Nicht jeder dieser Hugos wird am Ende wahrscheinlich eine große Ära prägen. Aber dass gleich mehrere von ihnen echte Chancen auf Profifußball im Balaídos haben, sagt schon sehr viel. In der nächsten Ausgabe von O.Faro.Celeste geht der Blick wieder zurück auf den Platz. In LaLiga warten die Spieltage 14 und 15 – zunächst daheim gegen den FC Villarreal, anschließend auswärts beim starken Aufsteiger Real Oviedo. Zwei Partien, in denen Celta Vigo zeigen kann, ob die Mischung aus Gegenwart und Zukunft weiter Früchte - oder, um im Bild der Stadt zu bleiben, Oliven - trägt.
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+++ BREAKING: Neuzugang bestätigt - Deutscher Stürmer Keke Topp wechselt per Leihe mit Kaufpflicht zu RC Celta Fortuna +++
(K)³: Kapital aus Konterstärke und Kontrolle
- Celta schlägt Villarreal und nimmt auch in Oviedo drei Punkte mit -
Vigo - Zwei Spiele, zwei Siege, sechs Punkte – und vor allem das Gefühl, dass Celta Vigo in LaLiga gerade deutlich mehr Stabilität entwickelt als noch in den ersten Wochen dieser Saison. Gegen den FC Villarreal gelang im heimischen Balaídos ein bemerkenswerter Erfolg gegen einen direkten Konkurrenten aus der oberen Tabellenhälfte, wenige Tage später bestätigten die Galizier diese Entwicklung mit einem abgeklärten Auswärtssieg beim starken Aufsteiger Real Oviedo. Es war keine spektakuläre Woche im Sinne eines Offensivrausches. Aber eine, die sehr gut zeigte, wie unangenehm Celta inzwischen geworden ist: Defensiv diszipliniert, im Umschalten sauber, vorne effizient. Am 14. Spieltag gastierte mit dem FC Villarreal ein Team im Balaídos, das tabellarisch klar vor Celta stand. Rang elf gegen Rang fünf lautete die Ausgangslage. Vor 88.400 Zuschauern entschieden sich die Galizier für ein flaches 4-4-2 mit Samba im Tor, Joao Mario, Murillo, Javi Rodriguez und Samuel Lino in der Viererkette sowie Fer Lopez, Gabri Veiga, Aimar Oroz und Borja Sainz im Mittelfeld. Vorne begannen Iago Aspas und Georges Mikautadze. Villarreal trat im 4-5-1 mit defensiver Grundordnung an – auf dem Papier. Denn tatsächlich entwickelte sich das Spiel anders: Die Gäste hatten 62 Prozent Ballbesitz und damit deutlich mehr Anteile am Spiel, doch Celta ließ sich davon nicht aus der Ruhe bringen und setzte immer wieder gefährliche Konter. Insgesamt standen am Ende neun Schüsse und fünf Versuche aufs Tor für Vigo, Villarreal kam nur auf fünf Offensivaktionen und zwei echte Abschlüsse. Dennoch gingen zunächst die Gäste in Führung. In Minute 41 entstand nach einem Pressschlag im Mittelfeld Unordnung, der Ball landete bei Marcus Rashford, der auf Oihan Sancet ablegte. Der Baske zog aus 18 Metern ab und traf zur Führung des Gelben U-Boots. Celta antwortete jedoch stark. In Minute 50 ging Oroz bis zur Grundlinie durch, Fer Lopez verlängerte die Hereingabe per Kopf – und Gabri Veiga hob den Ball sehenswert über Alex Remiro hinweg zum 1:1 ins Tor. Der Siegtreffer ließ nicht lange auf sich warten. Wieder war es ein Konter, wieder schaltete Celta entschlossen um. Iago Aspas flankte von außen noch vor dem Zweikampf mit Sancet, der Ball setzte tückisch auf und Marc Cucurella traf ihn beim Klärungsversuch völlig falsch, sodass er im eigenen Tor landete. 2:1, Ekstase in himmelblau! Und diesmal brachte Celta die Führung sauber über die Zeit. Guardiola.#4 sprach nach dem Spiel von einer defensiv starken Leistung mit gut gesetzten Kontern – und von einem verdienten Sieg.
Kürzlich porträtiert, jetzt Assist gegen Villarreal: Celtas Fer Lopez
Wenige Tage später ging es dann zum Aufsteiger Real Oviedo, der sich bislang erstaunlich gut in LaLiga behauptet hatte. Rang elf gegen Rang zehn, also erneut ein enges Tabellenbild. Oviedo trat im 5-4-1 an, Celta wieder im flachen 4-4-2 – diesmal mit etwas mehr Rotation: Samba – Murillo, Javi Rodriguez, Mandava, Samuel Lino – Fer Lopez, Gabri Veiga, Nelson Deossa, Barrenetxea – Borja Iglesias, Andre Silva. Es entwickelte sich eine muntere Partie, in der Celta zwar etwas mehr Ballbesitz hatte, vor allem aber in den Zweikämpfen deutlich überlegen war und sich dadurch die Kontrolle über weite Strecken sicherte. Zwölf Schüsse und fünf Abschlüsse auf das Tor zeugten von einer ordentlichen Offensivproduktion, während Oviedo auf acht Offensivaktionen und drei echte Abschlüsse kam. Das entscheidende Tor fiel bereits in Minute 35 – und es war eines dieser Tore, die ein Spiel mit einem Schlag kippen können. Oviedo war weit aufgerückt, Celta schlug den langen Befreiungsball. Ein Verteidiger der Asturier unterschätzte die Flugbahn und verlängerte gefährlich hinter die eigene Kette. Borja Iglesias nahm den Ball in den Lauf auf, sprintete ab der Mittellinie allein auf Rajkovic zu, setzte vor dem Tor zweimal zum Wackler an und lupfte dann aus rund 20 Metern über den Keeper hinweg zur Führung ins Netz. Es blieb der einzige Treffer des Tages – und weil Celta defensiv kaum noch etwas zuließ, reichte das für drei weitere Punkte. Guardiola.#4 zeigte sich nach der Partie entsprechend zufrieden und lobte vor allem die Ernsthaftigkeit, mit der sein Team dieses unangenehme Auswärtsspiel angenommen habe. So endet die Woche mit einem klar positiven Befund. Celta schlägt einen Europakandidaten und einen formstarken Aufsteiger, ohne dafür jeweils den Ballbesitz dominieren zu müssen. Das ist ein Fortschritt. Die Mannschaft wirkt taktisch reifer, kann verschiedene Spielentwicklungen annehmen und bleibt auch bei personellen Rotationen handlungsfähig. Besonders auffällig: Fer Lopez, Gabri Veiga und Borja Iglesias drückten beiden Spielen sichtbar ihren Stempel auf, während die Defensive zunehmend nach einem Verbund aussieht, der nicht nur reagiert, sondern die Mannschaft auch mehr und mehr trägt. In der nächsten Ausgabe von O.Faro.Celeste wartet nun ein Duell mit besonderer Würze: In der UEFA Europa League kommt es zu einem nationalen Aufeinandertreffen auf internationaler Bühne mit dem FC Sevilla, ehe in LaLiga Aufsteiger FC Elche ins Balaídos reist. Zwei Spiele, zwei sehr unterschiedliche Prüfungen – und die nächste Gelegenheit für Celta Vigo, die jüngste Form zu bestätigen.
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+++ BREAKING: Frühzeitige Gespräche über Verlängerung der Leihe - Bleibt Leo Roman in der Rückrunde beim FC Brentford? +++
Europäisch ebenbürtig, national eiskalt
- Celta ringt Sevilla ein Remis ab und besiegt Elche mit Geduld -
Vigo - Es war eine Woche, die gut in das aktuelle Bild dieser Mannschaft passt: International auf Augenhöhe mit einem starken Gegner, national im Alltag stabil genug, um Pflichtaufgaben seriös zu lösen. Celta Vigo holte in der UEFA Europa League ein 1:1 gegen den FC Sevilla und legte in LaLiga mit einem verdienten 2:0 gegen Aufsteiger FC Elche nach. Unter dem Strich steht also erneut eine Woche ohne Niederlage – und wieder das Gefühl, dass diese Mannschaft immer besser versteht, wann sie leiden, wann sie kontrollieren und wann sie zuschlagen muss. Zunächst stand auf internationaler Bühne ein Duell mit besonderer Würze an. Im Balaídos empfing Celta den FC Sevilla, also einen nationalen Rivalen im europäischen Kontext. Rang fünf gegen Rang elf in der Ligaphase der UEFA Europa League, nur zwei Punkte auseinander – und 95.473 Zuschauer sorgten für einen Rahmen, der dieser Konstellation würdig war. Guardiola.#4 überraschte taktisch und ließ im 5-3-2 spielen: Samba im Tor, davor Joao Mario, Murillo, Raul Albiol, Reinildo Mandava und Samuel Lino. Im Mittelfeld agierten Iago Aspas, Aimar Oroz und Borja Sainz, vorne Borja Iglesias und Georges Mikautadze. Sevilla stellte sich im 3-5-2 dagegen. Es entwickelte sich eine spannende Partie, in der vieles ausgeglichen war, Celta aber insgesamt die klareren und besseren Offensivmomente für sich verbuchen konnte. Trotzdem gingen zunächst die Gäste in Führung. In Minute 27 nutzte Sevilla eine Vorteilssituation konsequent aus: Ngal’ayel Mukau legte auf Ansgar Knauff ab, Celta war in dieser Szene einen Moment lang unsortiert, und Brice Samba war im Zwei-gegen-eins machtlos. Die Reaktion der Hausherren folgte allerdings mit Geduld statt Hektik. Nach der Pause erhöhte Celta den Druck und kam in Minute 50 zum verdienten Ausgleich. Borja Sainz spielte flach durch die Schnittstelle nach außen auf Aimar Oroz, der scharf hereingab. Mikautadze spitzelte den Ball im Zweikampf zum 1:1 ins Netz. Danach wollte Celta mehr, hatte auch die besseren Ansätze, brachte den Ball aber nicht noch ein zweites Mal entscheidend über die Linie. Guardiola.#4 sprach im Anschluss davon, dass Vigo zuletzt in den Aufeinandertreffen mit Sevilla immer positive Spiele hatte – die Galizier waren mindestens ebenbürtig, oft sogar besser. Aber Celta holte sich insgesamt zu selten die angemessene Belohnung für gute Leistungen gegen 'los Nervionenses' ab.
Per Kopf zum Sieg gegen Elche: Celtas Gabri Veiga
Diese holten sich die Galizier dann wenige Tage später in LaLiga gegen den FC Elche. Vor 85.120 Zuschauern empfing der Tabellensechste den tief im Abstiegskampf steckenden Aufsteiger aus der Region Valencia – und ließ von Beginn an wenig Zweifel daran, wer an diesem Abend Herr im Ring sein würde. Celta trat im offensiven 4-3-3 an: Samba – Murillo, Javi Rodriguez, Mandava, Samuel Lino – Oroz, Gabri Veiga, Fer Lopez auf der Spielmacherposition – Iago Aspas, Mikautadze, Borja Sainz. Elche kam in einem überraschenden 3-4-3, fand damit aber kaum Zugriff. Nach zehn Minuten fiel bereits das 1:0: Iago Aspas wurde im Mittelfeld überhaupt nicht angegriffen, erkannte die Lücke und spielte Borja Sainz rund 25 Meter vor dem Tor punktgenau zwischen die Ketten hindurch an. Der zog aus 16 Metern ab und jagte den Ball wie eine Rakete unter die Latte. Danach übernahm Celta komplett die Kontrolle. Zwar gewannen die Gäste etwas mehr Zweikämpfe, doch spielerisch lief die Partie fast ausschließlich in Richtung Elche-Tor. Die Zahlen waren deutlich: 14:8 Offensivaktionen, 8:0 Torschüsse. Dennoch dauerte es bis in die Schlussphase, bis der Sieg endgültig abgesichert war. In Minute 90 tanzte Iago Aspas an der Eckfahne gegen zwei Gegenspieler, legte dann flach auf Mikautadze, der mit einer direkten Flanke aus dem Lauf den Ball ungewollt gefährlich vors Tor brachte. Pau Lopez zögerte, Gabri Veiga setzte sich entschlossen im Kopfballduell durch und nickte zum 2:0 ein. Spät, aber folgerichtig. Guardiola.#4 zeigte sich entsprechend zufrieden mit einer Vorstellung, die nicht spektakulär im Sinne eines offenen Schlagabtauschs war, aber in ihrer Dominanz kaum Fragen offenließ. So endet die Woche mit vier weiteren Punkten und dem Eindruck, dass Celta sich in der Tabelle nicht zufällig im oberen Bereich festsetzt. Gegen Sevilla fehlte nur die letzte Belohnung, gegen Elche stimmten Struktur, Geduld und Effizienz. Besonders auffällig: Gabri Veiga drückt weiter dem Spiel seinen Stempel auf. Mit Borja Sainz, Aimar Oroz und Georges Mikautadze waren es zudem dieses Mal andere Spieler, die ebenfalls augenscheinlich gut offensiv agierten. Insgesamt wirkt die Mannschaft weiter gewachsen. In der nächsten Ausgabe von O.Faro.Celeste kehrt die Rubrik Celta's Player to watch zurück. Im Fokus steht diesmal Javi Rodriguez – ein Spieler, der in der Defensive längst mehr ist als nur eine talentierte Option und dessen Entwicklung in Vigo zunehmend nach Schlüsselspieler riecht.
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+++ BREAKING: Verlängerung der Gespräche - Verbleib von Leihspieler Leo Roman in der Rückrunde beim FC Brentford offen +++
Celta's Player to watch #4
- Javi Rodriguez ist längst mehr als nur ein Talent für später -
Vigo - Nach Borja Sainz, Fer Lopez und dem Club de los Hugos richtet sich der Blick in der Rubrik Celta's Player to watch diesmal auf einen Spieler, der in Vigo längst nicht mehr als bloßes Versprechen, sondern als feste Größe wahrgenommen wird. Javi Rodriguez steht sinnbildlich für den Weg, den Celta Vigo sich selbst verordnet hat: Auf vereinseigene Ausbildung setzend, tief in Galizien verwurzelt, taktisch vielseitig und mit einer Entwicklung, die nicht linear, sondern beinahe explosionsartig verlief. Wenn in der jüngeren Vergangenheit von einer neuen defensiven Achse gesprochen wurde, dann fiel sein Name immer häufiger nicht nur mit – sondern ziemlich weit vorne. Geboren am 27.06.2003 in Poio in der Provinz Pontevedra, also unweit von Vigo, ist Javi Rodriguez genau jener Spielertyp, den man in Galizien besonders gern wachsen sieht: Heimatbezug, aus der Jugend des Vereins, Entwicklung über die eigenen Stufen. Er stammt aus A Canteira, wurde Ende Oktober 2024 von Guardiola.#4 zu RC Celta Fortuna hochgezogen und blieb dort kurioserweise nur drei Partien lang. Alle drei absolvierte er zwar über die vollen 90 Minuten, doch danach war der Zwischenstopp auch schon wieder vorbei. Der Grund war nicht etwa fehlende Geduld, sondern das Gegenteil: Sein Marktwert schoss in kurzer Zeit nach oben. Als er bei RC Celta Fortuna ankam, lag er bereits bei 3.000.000 Euro. Ende Dezember 2024 waren daraus schon 6.000.000 Euro geworden – und damit war die Spielberechtigung für die Jugendmannschaft dahin. Die Profis riefen. Seither hat Javi Rodriguez bereits 83 Partien für Celta Vigo absolviert und sich immer stärker Richtung Stammspieler und Abwehrchef entwickelt. Spielerisch bringt er ein Profil mit, das für moderne Defensivspieler enorm wertvoll ist. Offiziell wird er primär als Innenverteidiger geführt, kann aber ebenso rechts hinten aushelfen. Genau diese Flexibilität gehört zu seinen größten Pluspunkten. Er ist Rechtsfuß, 1,78 Meter groß und wird in Scoutingreporten vor allem als zweikampfstarker, spielintelligenter Verteidiger beschrieben, der das Spiel gut liest und sich in der letzten Linie nicht nur auf Klärungsaktionen beschränkt. Er bringt Ruhe im Aufbau mit, ist sauber im Passspiel und kann aus der Tiefe selbst andribbeln, statt den Ball nur abzugeben. Dazu kommt eine gewisse Proaktivität im Verteidigen: Er wartet nicht bloß, sondern versucht Situationen aktiv zu lösen. Datenprofile heben zudem seine progressive Beteiligung am Spiel sowie seine Fähigkeit, Chancen zu kreieren, für einen Verteidiger hervor; klassische Luftduelle dagegen sind nicht seine allergrößte Stärke. Genau diese Mischung macht seine Entwicklung so spannend. Javi Rodriguez ist nicht der wuchtige Innenverteidiger alter Schule, sondern eher der moderne Abwehrspieler, der smart verteidigen, clever verschieben und das Spiel mit Ball gestalterisch mitformen kann. Dass er zusätzlich auf der rechten Seite einsetzbar ist, verschafft Guardiola.#4 nicht nur taktische Flexibilität, sondern auch eine gewisse Ruhe bei Formationswechseln. In einer Mannschaft, die defensiv immer wieder zwischen einer Vierer- und Fünferkette pendelt, ist das Gold wert.
Mit Köpfchen in Celtas Defensive unterwegs: Javi Rodriguez
Auch die nackten Zahlen aus dem Vereinskontext unterstreichen seine Bedeutung. In der Saison 2025-1 lief er 35 Mal für Celta auf und erzielte dabei alle drei seiner bisherigen Profitore – in LaLiga gegen RCD Mallorca, CA Osasuna und Real Madrid. Das ist für einen Defensivspieler keine irre Ausbeute, aber doch ein Hinweis darauf, dass er in wichtigen Momenten auch offensiv Wirkung entfalten kann. Parallel dazu wurde er von Spaniens Nationaltrainer Luis de la Fuente auf die Zusatzliste für die Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Kanada und Mexiko gesetzt. Noch ist das keine Berufung in den finalen Kader, aber sehr wohl ein Signal: Die Entwicklung dieses Spielers wird auch außerhalb Vigos wahrgenommen. Sein Marktwert liegt aktuell bei 15.000.000 Euro und verharrt dort seit geraumer Zeit. Das klingt zunächst nach Stagnation, ist in Wahrheit aber eher Ausdruck davon, dass sich Javi Rodriguez bereits auf einem deutlich höheren Plateau etabliert hat als noch vor anderthalb Jahren. Die eigentliche Frage lautet weniger, ob er weiter steigt, sondern wann der nächste sichtbare Sprung im Leistungsniveau kommt. Die Voraussetzungen dafür sind da: Regelmäßige Einsätze, Verantwortung, Vielseitigkeit, Vertrauen des Trainers und ein Umfeld, das genau solche Spieler wachsen lassen will. Passend ist dabei auch, dass Raul Albiol sich intern lobend über ihn geäußert hat. Ein Veteran dieses Kalibers verteilt Anerkennung nicht leichtfertig. Und auch Guardiola.#4 macht kein Geheimnis daraus, wie hoch er Javi Rodriguez einschätzt. Für ihn ist der Innenverteidiger nicht nur ein großes Talent, sondern ein Spieler, der in Vigo im besten Fall eine ganze Defensive über Jahre prägen kann. Javi Rodriguez ist damit nicht einfach nur der nächste brauchbare Canterano. Er ist einer der sichtbarsten Belege dafür, dass Celta Vigo aus der eigenen Jugend längst nicht nur Kaderergänzungen, sondern echte Achsenspieler hervorbringen kann. Und wenn seine Entwicklung so weitergeht wie bislang, dürfte er diesen Status in naher Zukunft noch deutlicher untermauern. In der nächsten Ausgabe von O.Faro.Celeste geht es wieder auf den Platz. Am 17. Spieltag wartet in LaLiga das Auswärtsspiel bei RCD Espanyol, ehe in der UEFA Europa League die Reise zu Eintracht Frankfurt ansteht. Zwei Prüfungen, bei denen Celta Vigo erneut zeigen muss, dass Talent, Struktur und Reife nicht nur schöne Begriffe, sondern belastbare Werkzeuge sind, um eine lange Saison erfolgreich bestreiten zu können.
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+++ BREAKING: Ausleihe verlängert - Torhüter Leo Roman bleibt auch in der Rückrunde beim FC Brentford in England im Tor +++
Die Sache mit dem Aufwand und dem Ertrag
- Celta nimmt nur einen Punkt aus Barcelona und Frankfurt mit -
Vigo - Es war eine Woche, die auf dem Papier nur einen Punkt brachte, im Gefühl aber sogar noch etwas weniger. Nicht, weil Celta Vigo völlig eingebrochen wäre – im Gegenteil. Die Mannschaft blieb über weite Strecken ordentlich organisiert, hielt in beiden Partien gut dagegen und war jeweils keineswegs chancenlos. Doch genau darin lag auch die Enttäuschung: In Barcelona gegen Espanyol war mehr drin, in Frankfurt hätte ein Punkt das Minimum sein können. Stattdessen endete eine starke Serie von acht Pflichtspielen ohne Niederlage, in denen zuvor sechs Siege herausgesprungen waren. Zunächst führte der 17. Spieltag in LaLiga zu RCD Espanyol. 60.000 Zuschauer im Olimpic Lluis Companys sahen ein Duell zwischen dem Tabellenfünften aus Vigo und den Katalanen auf Rang 13. Espanyol lief im 4-3-3 auf, Celta rotierte leicht und stellte im flachen 4-4-2 auf: Samba – Joao Mario, Javi Rodriguez, Raul Albiol, Hugo Alvarez – Fer Lopez, Aimar Oroz, Gabri Veiga, Barrenetxea – Andre Silva, Georges Mikautadze. Die Spielanteile waren insgesamt recht ausgeglichen verteilt, Espanyol wirkte dabei einen Tick bissiger in den Zweikämpfen. Auffällig war jedoch, dass Celta aus seinen Aktionen deutlich mehr Torgefahr erzeugte. Beide Teams kamen zwar auf jeweils neun Offensivaktionen, doch während die Hausherren daraus nur zwei Torschüsse generierten, brachte Vigo ganze acht Abschlüsse auf das Tor. Der Führungstreffer fiel in Minute 39 und hatte viel mit Aufmerksamkeit und Antizipation zu tun. Aimar Oroz erkannte eine Misskommunikation zwischen Torhüter und Abwehrspieler, spritzte in den Passweg, gewann noch den anschließenden Zweikampf und schob in die kurze Ecke zum 0:1 ein. Auch danach blieb Celta stabil und kam immer wieder in Kontersituationen, schaffte es aber nicht, den zweiten Treffer nachzulegen. Das rächte sich. In Minute 72 köpfte Leonardo Balerdi nach einem Freistoß zum 1:1 ein, und dabei blieb es. Guardiola.#4 ordnete das Resultat nach dem Spiel als ärgerlich, aber nicht völlig unlogisch ein – mit dem klaren Unterton, dass sein Team aus dieser Partie eigentlich mehr hätte mitnehmen müssen. Noch etwas bitterer wirkte die folgende Reise in der UEFA Europa League zu Eintracht Frankfurt. Vor über 69.000 Zuschauern bot sich Celta die große Chance, mit einem Sieg das Tor zur direkten Qualifikation für das Achtelfinale ganz weit aufzustoßen.
Mit Antizipation zum Tor gegen Espanyol: Celtas Aimar Oroz
Die Eintracht lief im 4-4-2 mit Raute auf, Celta im 5-4-1: Samba – Joao Mario, Javi Rodriguez, Murillo, Mandava – Samuel Lino – Iago Aspas, Fer Lopez, Gabri Veiga, Borja Sainz – Mikautadze. Es entwickelte sich eine sehr ausgeglichene Partie mit nur hauchdünnen Vorteilen für die Gastgeber. Das zeigte sich vor allem in den Offensivaktionen, die mit 6:2 an Frankfurt gingen. Gleichzeitig war Celta mit seinen wenigen Momenten deutlich gefährlicher, während die Eintracht trotz ihrer größeren Aktivität insgesamt nur drei Abschlüsse verbuchte. Doch einer davon reichte eben. Kurz nach der Pause, in Minute 47, schlug Lucumi einen langen Diagonalball an das Strafraumeck, Brown legte per Kopf in den Strafraum, der Ball fiel Tierno Barry vor die Füße – und der zog ins kurze Eck ab. Brice Samba war machtlos. Celta fand darauf keine wirklich zwingende Antwort mehr, obwohl das Spiel nie völlig kippte. Es war keine Niederlage der klaren Unterlegenheit, sondern eher eine, bei der die Details und vielleicht auch ein Moment Konsequenz zugunsten der Frankfurter entschieden. Guardiola.#4 sprach danach von Ernüchterung, gerade weil seine Mannschaft aus einer starken Serie kam und sich in Frankfurt durchaus etwas ausgerechnet hatte. So bleibt eine Woche, in der Celta weder eingebrochen noch belohnt wurde. In Barcelona fehlte die letzte Zielstrebigkeit nach der Führung, in Frankfurt die eine zusätzliche offensive Idee in einem engen europäischen Auswärtsspiel. Die Mannschaft bleibt stabil, aber sie hat sich in beiden Partien um den Ertrag gebracht. Und genau das wird in dieser dicht gedrängten Saison immer wieder den Unterschied machen. In der nächsten Ausgabe von O.Faro.Celeste wartet nun der Schlussspurt der Hinrunde. In LaLiga stehen die Spieltage 18 und 19 an: Zunächst daheim gegen Real Sociedad San Sebastian, anschließend zum Abschluss der ersten Saisonhälfte auswärts in Valencia. Zwei namhafte Gegner, zwei Prüfsteine – und die Chance, vor der Wintermarke noch einmal ein deutliches Signal zu setzen.
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+++ BREAKING: Überraschende Leihmöglichkeit - Reservekeeper Aitor Fraga wohl vor Ausleihe zu SD Eibar B ins Baskenland +++
Wende geschafft, Wackler geblieben
- Celta holt vier Punkte gegen RSSS und Valencia -
Vigo - Der Schlussspurt der Hinrunde hatte es noch einmal in sich. Mit Real Sociedad San Sebastian und dem FC Valencia warteten zwei Gegner, die unterschiedliche Fragen stellten – und Celta Vigo beantwortete sie auf zwei sehr verschiedene Arten. Gegen die Basken zeigte die Mannschaft Moral, Wucht und den klareren Willen zum Sieg. Im Mestalla dagegen blieb vieles Stückwerk, der Punktgewinn fühlte sich eher nach Schadensbegrenzung als nach einem echten Ausrufezeichen an. Unter dem Strich steht trotzdem eine Woche, die Celta im oberen Tabellenbereich hält – und vor allem vor dem finalen Europapokalspiel noch einmal Spannung erzeugt. Am 18. Spieltag kam es im Balaídos vor 94.230 Zuschauern zum Wiedersehen mit Real Sociedad San Sebastian. Zum Ende der vergangenen Saison war die zehnjährige Serie der ungeschlagenen Spiele gegen die Basken gerissen – entsprechend klar war der Wunsch nach Rehabilitierung. Guardiola.#4 setzte dafür auf eine offensive 4-3-3-Formation: Samba – Murillo, Javi Rodriguez, Mandava, Samuel Lino – Fer Lopez, Oroz, Gabri Veiga auf der Zehn – Iago Aspas, Mikautadze, Borja Sainz. Real Sociedad trat im 4-4-2 mit Raute an und erwischte den besseren Start. Bereits in der 8. Minute ging es nach einem Ballgewinn von der Mittellinie ohne großen Widerstand nach vorne. Inaki Williams wurde nicht intensiv genug attackiert, spielte auf Angel Correa, der noch ein paar Meter andribbelte und dann aus 20 Metern trocken zum 0:1 traf. Ein früher Rückschlag also – doch Celta reagierte stark. In Minute 27 war Amir Murillo weit mit aufgerückt, zog von außen nach innen und hämmerte den Ball an die Latte. Der Abpraller landete bei Iago Aspas, der nicht überhastet abschloss, sondern erst tanzte, sich den Raum schuf und dann auf den Kopf von Georges Mikautadze flankte. Aufsetzer, Tor, 1:1. Celta blieb dran – und belohnte sich in der zweiten Halbzeit. In Minute 67 trieb Borja Sainz den Ball über außen nach vorne und spielte flach in den Strafraum. Der Ball ging zunächst durch, Mikautadze brachte ihn dann erneut in die Mitte, wo Gabri Veiga unbedrängt zur Führung einschob. Den Deckel setzte schließlich Nelson Deossa in Minute 87, als er eine Misskommunikation zwischen Torhüter und Abwehrspieler antizipierte, dazwischen spritzte und ähnlich kalt wie jüngst Aimar Oroz abschloss. 3:1, verdient, gedreht, rehabilitiert. Guardiola.#4 sprach nach dem Spiel folgerichtig davon, dass Celta insgesamt mehr für den Sieg getan habe. Wenige Tage später stand zum Abschluss der Hinrunde die Reise ins Mestalla an. Vor über 72.000 Zuschauern traf Celta auf einen FC Valencia, der an diesem Abend überwiegend etwas wacher und aktiver wirkte.
Traf wie Aimar Oroz mit Antizipation: Celtas Nelson Deossa gegen RSSS
Beide Teams liefen im 4-3-3 auf, Celta sogar in identischer Startformation wie gegen Real Sociedad: Samba – Murillo, Javi Rodriguez, Mandava, Samuel Lino – Fer Lopez, Oroz, Gabri Veiga als Spielmacher – Iago Aspas, Mikautadze, Borja Sainz. Und auch dieses Mal gerieten die Galizier erneut in Rückstand. In Minute 20 unterlief Brice Samba ein Abspielfehler, Antonio Nusa sagte danke und traf unbedrängt aus 14 Metern zum 1:0. Celta wirkte in vielen Phasen etwas unsauber und hatte Mühe, die Partie wirklich an sich zu ziehen. Immerhin kam die Antwort direkt nach der Pause. In Minute 48 führte Mikautadze den Ball durchs Mittelfeld, wurde gezogen, setzte sich aber dennoch durch und bediente Iago Aspas, der aus halbrechter Position aus 13 Metern halbhoch ins Eck zum 1:1 traf. Es blieb allerdings auch der letzte Treffer des Abends. Valencia machte insgesamt mehr für das Spiel, hatte den etwas klareren Zug in den Aktionen und wirkte griffiger. Der Punkt für Celta war daher eher schmeichelhaft als zwingend verdient. Guardiola.#4 ordnete die Partie entsprechend nüchtern ein. Damit endet die Hinrunde für Celta Vigo mit einer Mischung aus Aufwind und Warnhinweis. Gegen Real Sociedad zeigte die Mannschaft, wie viel Qualität, Spielwitz und Durchsetzungsvermögen in ihr steckt. In Valencia wiederum wurde deutlich, dass kleine Unsauberkeiten gegen gute Gegner sofort Gewicht bekommen. Celta bleibt damit oben dran, aber eben auch in jener Zone, in der Aufwand und Ertrag weiter eng beieinanderliegen. In der nächsten Ausgabe von O.Faro.Celeste wartet nun das alles entscheidende Ligaphasenspiel in der UEFA Europa League daheim gegen Fenerbahce SK. Ein Spiel, das darüber mitentscheidet, ob Celta den europäischen Winter mit breiter Brust oder eher mit Rechenschieber angeht.
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An sich selbst gescheitert?
- Celta verpasst das Achtelfinale und muss gegen Nizza nachsitzen -
Vigo - Es war ein Abend, der lange nach kontrolliertem Fortschritt roch – und am Ende doch einen bitteren Nachgeschmack hinterließ. Celta Vigo erledigte gegen Fenerbahce SK vieles richtig, war über weite Strecken die bessere Mannschaft und stellte vor heimischer Rekordkulisse den Spielverlauf klar auf seine Seite. Trotzdem reichte es am Ende nur zu einem 1:1. Das genügt, um in der UEFA Europa League zu überwintern – aber eben nicht, um den direkten Sprung ins Achtelfinale zu schaffen. Statt freiem Los gibt es nun den Umweg über die Playoffs gegen OGC Nizza. Die Ausgangslage vor dem achten und letzten Spieltag der Ligaphase war klar. Celta ging als Elfter in den Abend, Fenerbahce nur auf Rang 29 – und beide wussten, dass ein Sieg Pflicht war. Für die Galizier ging es um die direkte Achtelfinal-Qualifikation, für die Türken überhaupt noch um das Erreichen der Playoff-Zone. Entsprechend hoch war die Spannung im Balaídos, das mit 97.800 Zuschauern einen neuen Rekordwert verzeichnete. Auf dem Platz setzte Guardiola.#4 auf dieselbe offensive 4-3-3-Formation wie schon gegen Real Sociedad und Valencia: Samba im Tor, dahinter Murillo, Javi Rodriguez, Mandava und Samuel Lino. Im Mittelfeld begannen Fer Lopez, Aimar Oroz und Gabri Veiga, vorne Iago Aspas, Georges Mikautadze und Borja Sainz. Fenerbahce stellte sich im 4-2-2-2 dagegen – und fand über weite Strecken keinen echten Zugriff. Celta war in praktisch allen relevanten Bereichen die bessere Mannschaft. Mehr Ballbesitz, mehr gewonnene Zweikämpfe, mehr Offensivaktionen, mehr Torschüsse. Die Zahlen unterstrichen den Eindruck: 12:9 Offensivaktionen und 7:3 Torschüsse sprechen eine klare Sprache. Vor allem in der ersten Halbzeit wirkte es, als könne Vigo sich diesen entscheidenden Abend mit Geduld, Technik und Kontrolle zurechtlegen. Nach 27 Minuten fiel dann auch die verdiente Führung. Gabri Veiga setzte sich tief im Mittelfeld stark durch, hob den Kopf und erkannte den Laufweg von Fer Lopez in die Spitze. Der Pass kam perfekt, Fer Lopez profitierte von einem Stellungsfehler in der türkischen Defensive und hob den Ball aus rund 20 Metern per Bogenlampe über den chancenlosen Mert Günok hinweg ins Tor. Ein Treffer mit Eleganz und Kaltblütigkeit – und einer, der gut zu diesem hochtalentierten Youngster passt. "Das macht er absolut klasse", urteilte auch Guardiola.#4 kurz in der Pause.
Eiskalt gegen Fenerbahce vor dem Tor: Celtas Fer Lopez
Danach blieb Celta die Mannschaft mit der klareren Linie. Fenerbahce hatte zwar einzelne Momente, wirkte aber insgesamt eher wie ein Team, das auf Fehler des Gegners hoffte als auf eigene Dominanz setzte. Gerade deshalb war der Ausgleich in Minute 64 so ärgerlich. Nicht aus dem offenen Spiel heraus, sondern nach einem Freistoß. Der Ball kam auf die kurze Ecke, Jayden Oosterwolde gewann das Kopfballduell – und plötzlich stand es 1:1. Ein Gegentor, das umso schwerer wog, weil Celta bis dahin nur wenig zugelassen hatte. In der Schlussphase drängten die Hausherren noch einmal auf den Sieg, doch der ganz große Durchbruch blieb aus. So endete ein Spiel, in dem Vigo eigentlich genug tat, um mehr zu bekommen – und sich am Ende doch mit einem Resultat begnügen musste, das sportlich nicht falsch, emotional aber eindeutig zu klein wirkte. Die Bilanz der Ligaphase bleibt dennoch respektabel. Drei Siege, vier Unentschieden, nur eine Niederlage, dazu 10:6 Tore und 13 Punkte – das ist keine schlechte europäische Serie. Aber eben auch eine, bei der der eine fehlende Sieg mehr nun sehr sichtbar wird. Platz zwölf bedeutet: Keine direkte Achtelfinal-Qualifikation, sondern der zusätzliche Umweg über die Playoffs. Dort wartet mit OGC Nizza ein französischer Vertreter, also alles andere als ein gemütliches Los. Guardiola.#4 dürfte vor allem hadern, dass seine Mannschaft sich selbst um den komfortableren Weg gebracht hat. Denn dieser Abend gegen Fenerbahce war einer, an dem Celta in nahezu jeder Hinsicht nach einer Mannschaft aussah, die eigentlich schon weiter sein müsste. So geht der Blick nun weg vom einzelnen Spiel und hin zum größeren Bild. Celta überwintert in Europa, aber ohne kompletten Glanz. In LaLiga ist man oben dran, aber nicht frei von Wacklern. Genau deshalb folgt in der nächsten Ausgabe von O.Faro.Celeste das große Hinrundenfazit: Wo steht Celta Vigo wirklich – und wie belastbar ist diese von vielen jungen Spielern getragene Mannschaft auf Sicht?
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+++ BREAKING: Vereinbarung über Leihe von Aitor Fraga getroffen - Baske wechselt für die Rückrunde zurück ins Baskenland +++
Voll im Soll
- Celta spielt eine starke Hinrunde und bleibt auf Kurs Europa -
Vigo - Die Hinrunde 2026-1 ist abgeschlossen – und aus Sicht von Celta Vigo darf man durchaus von einer guten ersten Saisonhälfte sprechen. Nicht perfekt, nicht frei von ärgerlichen Punktverlusten, aber insgesamt klar positiv. Die Mannschaft hat sich stabilisiert, sich in der oberen Tabellenhälfte festgesetzt und dabei mehrfach gezeigt, dass sie sowohl taktisch als auch individuell an Reife gewonnen hat. Kurz gesagt: Celta ist auf einem guten Weg. Mit acht Siegen, sieben Unentschieden und nur vier Niederlagen sammelten die Galizier 31 Punkte bei einem Torverhältnis von 24:16. Das bedeutet zum Abschluss der Hinrunde Rang fünf – auch wenn dieser Platz erst am letzten Spieltag zustande kam, weil Real Sociedad San Sebastian noch an Celta vorbeizog. Der Rückstand auf Rang vier beträgt lediglich zwei Punkte. Gleichzeitig ist der Blick nach hinten mindestens genauso interessant: Auf Platz sechs, sieben und acht liegt jeweils nur ein Punkt Abstand, auf den für das internationale Geschäft relevanten zehnten Rang aber bereits ein Polster von sechs Zählern. Die Ausgangslage ist also klar: Celta gehört derzeit in die europäische Zone und hat sich diese Position sportlich verdient. Auffällig ist dabei vor allem die Konstanz. Zweimal blieb Celta in dieser ersten Saisonhälfte acht Pflichtspiele in Folge ungeschlagen – ein Wert, der zeigt, dass diese Mannschaft nicht mehr so leicht ins Wanken gerät wie in früheren Phasen. In LaLiga kassierte man gemeinsam mit dem FC Sevilla die drittwenigsten Niederlagen der Liga, nur der FC Barcelona und Atletico Madrid standen in diesem Punkt noch stabiler da. Das ist ein starkes Signal, gerade für ein Team, das sich weiterhin in einem Prozess der Weiterentwicklung befindet und dem im Sommer nicht wenige Beobachter eher eine Übergangssaison zugetraut hatten. Ein interessanter Befund ergibt sich beim Blick auf Heim- und Auswärtsleistungen. Im Balaídos ist Celta mit sechs Siegen, einem Unentschieden und zwei Niederlagen bei 15:7 Toren nur Achter der Heimtabelle. Das klingt auf den ersten Blick etwas ernüchternd, ist aber auch Ausdruck der enormen Heimstärke vieler LaLiga-Teams in dieser Saison. Auswärts wiederum holten die Galizier in zehn Spielen zwölf Punkte, bei zwei Siegen, sechs Unentschieden und nur zwei Niederlagen. Rang sechs in der Auswärtstabelle ist kein spektakulärer Wert, aber ein sehr solider. In der Summe ergibt sich daraus ein recht klares Bild: Celta ist nicht dominant, aber schwer zu schlagen. Und genau das ist in einer so engen Liga wie der spanischen oft die Grundlage für eine am Ende gute Saison.)
Tragende Säule im Spiel der Galizier: Celtas Gabri Veiga
Natürlich gab es auch bittere Momente. Die Unentschieden gegen Getafe und Espanyol schmerzen im Rückblick ebenso wie die jüngste Punktteilung gegen Fenerbahce, die Celta den direkten Sprung ins Achtelfinale der UEFA Europa League kostete. Hinzu kommt das unglückliche Aus im Achtelfinale der Copa del Rey gegen Atletico Madrid, als man nach einem starken Auftritt erst im Elfmeterschießen scheiterte. Der nationale Pokal bleibt damit weiterhin ein Wettbewerb, in dem der große Wurf ausbleibt. Und auch international ist der Weg nun komplizierter, weil in den Playoffs mit OGC Nizza ein unbequemer und starker Gegner wartet. Dem gegenüber stehen allerdings auch einige echte Ausrufezeichen. Die Siege gegen Real Madrid, den FC Villarreal und Real Sociedad San Sebastian waren nicht nur tabellarisch wertvoll, sondern auch ein Nachweis dafür, dass Celta gegen starke Gegner nicht nur mithalten, sondern sie auch schlagen kann. Dazu kommt der generelle Eindruck, dass sich die Mannschaft nicht bloß als Kollektiv festigt, sondern auch individuell weiterentwickelt. Spieler wie Javi Rodriguez, Gabri Veiga, Fer Lopez, Borja Sainz, Aimar Oroz oder Georges Mikautadze prägen immer mehr das Profil dieser Mannschaft, ohne dass die erfahrenen Kräfte wie Iago Aspas oder Brice Samba an Bedeutung verloren hätten. Das Verhältnis zwischen Erfahrung und Entwicklung wirkt derzeit stimmig. Guardiola.#4 dürfte genau das am meisten gefallen. Denn aus Vereinssicht liegt Celta derzeit mehr als im Soll. Die Mannschaft ist wieder auf Kurs europäischer Fußball, entwickelt sich sichtbar weiter und lässt erkennen, dass sie nicht am oberen Tabellendrittel kratzt, sondern dort tatsächlich hingehört. Noch ist nichts gewonnen, noch ist vieles eng – aber die Richtung stimmt. Und weil zu Celta eben nicht nur der Platz auf dem Rasen, sondern auch die Geschichte drumherum gehört, werden die nächsten Ausgaben von O.Faro.Celeste zwei ganz besondere sein. Es folgt ein zweiteiliger Erfahrungsbericht des Managers über seine Reise nach Vigo – über Eindrücke, Emotionen und jene besondere Verbindung zwischen Stadt, Stadion und Verein, die sich nur vor Ort wirklich begreifen lässt. In diesem Sinne: Hala Celta!
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+++ BREAKING: David Sueiro aus A Canteira zu RC Celta Fortuna hochgezogen - Der Mittelfeldspieler kommt aus der Juvenil B +++
Ein Herzschlag namens Balaídos
- Erfahrungsbericht Teil 1: Ankunft in Vigo und ein Abend im Balaídos -
Vigo - Manche Reisen beginnen mit Vorfreude. Andere mit Stress. Und manche mit beidem gleichzeitig. Die Reise nach Vigo im Mai 2026 gehörte zweifellos in die dritte Kategorie. Es war keine gewöhnliche Auswärtsfahrt, kein touristischer Kurztrip und auch kein bloßer Stadionbesuch. Es war, pathetisch gesprochen, eine Reise zu einem Sehnsuchtsort. Eine Reise in jene Stadt im äußersten Nordwesten Spaniens, an die mein Fußballherz längst sein Recht verloren hatte. Ziel: Vigo. Konkreter: Das Balaídos. Am konkretesten: Celta Vigo gegen UD Levante. Real life. Endlich. Der Weg dorthin führte von Hamburg zunächst nach Barcelona, mit einer Übernachtung im frühsommerlich warmen Katalonien, ehe es am 12. Mai weiter nach Galizien gehen sollte. Und genau dort begann die Geschichte mit einem kleinen Dämpfer. Unmittelbar beim Boarding in den Flieger nach Vigo – ich stand bereits im Zubringer zur Maschine und hatte das Gate also längst hinter mir gelassen – wurde der Vorgang plötzlich unterbrochen. Wartung. Alle wieder zurück. Der erste kleine Reiseschock. Dreißig Minuten dauerte die notwendige Reparatur, die sich in diesem Moment deutlich länger anfühlten. Überbrückt wurde die Wartezeit mit der Lektüre von Morgan Housels "Über die Psychologie des Geldes" – was rückblickend durchaus passend erscheint, denn auch bei dieser Reise ging es ja in gewisser Weise um Investitionen. Nur eben nicht finanzieller, sondern emotionaler Natur. Der Zeitplan war jedenfalls um mehr als eine Stunde nach hinten verschoben, noch bevor Vigo überhaupt erreicht war. Und dann: Ankunft. Vigo begrüßte mich zunächst nicht mit Glanz, sondern mit Tristesse. Regen. Kälte. Eine Busverbindung im Halbstundentakt. Das war nicht das Bild, das man sich vor einem lang ersehnten ersten Besuch malt. Während der Fahrt Richtung Hotelzimmer blieb das Gefühl entsprechend gemischt. Vigo wirkte in diesem ersten Moment nicht wie ein Ort, der sofort die Arme ausbreitet. Eher wie eine Stadt, die man sich erlaufen muss. Und genau das geschah dann auch. Statt auf den nächsten Bus zu warten, entschied ich mich kurzerhand für einen Fußweg von etwa 20 Minuten zum Hotel - ich schaffte es mit Rollkoffer in 15. Der Regen hörte auf, die Straßenzüge begannen zu wirken, das anfängliche Ni fu ni fa-Gefühl wurde solider. Es war, als würde die Stadt langsam sagen: ¡Cálmate! Schau erst einmal hin. Nach dem Check-in ging dann alles ziemlich schnell. Rein ins Hotelzimmer, in die Stadionkluft geworfen, wieder runter auf die Straße. Gegenüber in die Bar. Bocadillo con Jamón Ibérico. Ein Estrella Galicia aus der Dose. Spätestens da begann die Reise, nicht mehr wie ein logistischer Ablauf zu wirken, sondern wie ein Erlebnis. Dann der Weg zum Stadion. Knappe 25 Minuten zu Fuß, leicht bergauf, wieder bergab, vorbei an einem Fischerboot auf der Verkehrsinsel eines großen Kreisels – eine Szenerie, die gleichzeitig eigentümlich und völlig passend wirkte. Und dann plötzlich, zwischen Straßenzügen und Gefälle, tauchte es auf: Das Estadio Abanca Balaídos. Ich war schockverliebt. Verabredet war ich mit einem bis dato unbekannten Kontakt, vermittelt über jemanden, den ich beim Europa League-Spiel in Stuttgart kennengelernt hatte. Treffpunkt: Direkt vor dem Stadion, an einer dieser unzähligen Bars, die rund um das Balaídos weniger nach Infrastruktur als nach Lebensform aussehen. Ich war früher dort – um nicht zu sagen genau rechtzeitig. Denn plötzlich rollte der Mannschaftsbus von Celta Vigo an. Einer nach dem anderen stiegen sie aus, die Mannen aus der Olivenstadt. Borja Iglesias. Fer Lopez. Marcos Alonso. Und dann: Don Iago Aspas Juncal. Jubelstürme bei den Fans am Geländer. Das Herz machte einen Freudensprung. Da skipped das Heart 'nen Beat - für diejenigen unter den Lesenden, die sich an einen wunderbaren Sommersong aus dem Jahr 2011 erinnern können. Es folgte das Warten auf den Kontakt – angenehm überbrückt mit einem Becher 1906 und dem nächsten kardiologischen Freudensprung: Der Info darüber, dass Iago Aspas in der Startelf steht. Dann Ankunft des Kontakts, begleitet von zwei Freunden. Freundliche Begrüßung, mein Spanisch noch etwas holprig, aber man verstand sich. Nicht perfekt vielleicht, aber mehr als ausreichend für das, worum es in solchen Momenten geht.
Vigo im Mai 2026 - Tag 1
Vor dem Stadion noch schnell in den Fanshop, das vorbestellte Trikot abholen – das wunderschöne dunkelblaue Auswärtstrikot, selbstverständlich mit Iago Aspas und der 10 auf dem Rücken. Dann Verabschiedung, Gang zu den Plätzen – und schließlich dieser erste Blick auf das satte Grün des Estadio Abanca Balaídos. Pures Glücksgefühl. Der Platz war zeitig gefunden, die anfängliche Verwirrung mit den Gästen um mich herum klärte sich und dann begann das, was man kaum sachlich und ohne Emotion beschreiben kann. Zunächst ein kurzer galizischer Festakt. Dann: Die Hymne. Die erhobenen Schals. Ein Glück, dass ich mir noch einen gekauft hatte. Bei der Hymne im Balaídos dabei zu sein – das war unbeschreiblich und beinahe tränenreich. In diesem Moment verschwimmt alles: Reisestrapazen, Müdigkeit, Wetter, Alltag. Da ist nur noch das Gefühl, exakt am richtigen Ort zu sein. Der Einlauf der Mannschaften wurde fast schon nebensächlich, weil die Hymne und die Emotionen im herrlichen Rund so den Blick bannten. Dann Anpfiff – und kurz darauf direkt der Führungstreffer durch Ferran Jutglà. Torjingle. Wirbelnde Schals. Fantastisch. Das Spiel selbst war nicht übermäßig ereignisreich. Celta hatte die Partie eigentlich im Griff, kontrollierte vieles, ließ wenig Wildes zu. Und doch fiel kurz vor der Pause aus dem Nichts der Ausgleich. Halbzeit. Kiss Cam. Glücklicherweise war ich nicht im Bild. Nach Wiederanpfiff dann erneut Ekstase: Das 2:1, wieder Jutglà. Und wieder dieses kollektive Aufspringen, die Freude, das kurze Vergessen, dass man eigentlich nur Zuschauer ist und emotional längst vollständig aufgesogen wurde. Aber irgendwie plätscherte die Partie dann vor sich hin. Die Gegentreffer für Levante fielen erneut aus dem Nichts. Am Ende stand da ein 2:3. 19.185 Zuschauer waren im Balaídos. Ich war einer von ihnen. Und trotzdem: Ich war glückselig. Beseelt. Ich blieb noch so lange an meinem Platz stehen, machte Fotos vom nahezu leeren Balaídos im Sonnenuntergang, bis die Ordner mich schließlich hinauskomplimentierten. Danach noch einmal gegenüber in die Bar, ein weiteres 1906 - vielleicht waren es auch zwei, das Spiel Revue passieren lassen und den Wehklagen älterer Herren zuhören, die gar nicht registrierten, dass ich kein Galizisch spreche. Sei es drum. Es war fantastisch. Denn manches ist größer als ein Ergebnis. Viel größer. Die erste Ankunft in Vigo. Das erste echte Sehen dieser Stadt. Das erste Mal Balaídos. Die Hymne. Aspas in der Startelf. Der erste Blick aufs Spielfeld. Die Schals. Das Licht. Der Sonnenuntergang nach Abpfiff. All das nimmt dir kein 2:3. Im Gegenteil: Vielleicht gehört gerade diese kleine Bitterkeit sogar dazu. Weil sie den Abend echter macht. Weil sie zeigt, dass man nicht als Tourist dort war, sondern als jemand, dem das Resultat tatsächlich etwas bedeutet. In der nächsten Ausgabe von O.Faro.Celeste folgt der zweite Teil des Erfahrungsberichts – diesmal abseits des Rasens, aber nicht weniger emotional. Dann geht es um die Erkundung Vigos zu Fuß: Durch Straßen, Viertel, Aussichtspunkte und jene Ecken der Stadt, in denen man vielleicht noch besser versteht, warum Celta Vigo genau hier zuhause ist.
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+++ BREAKING: Anfrage von der AS Rom - Linksverteidiger Jan Oliveras steht vor möglichem Wechsel zu RC Celta Fortuna +++
24 Kilometer Glück und ein Herz in himmelblau
- Erfahrungsbericht Teil 2: Stadterkundung zwischen Hafen & Hügeln -
Vigo - Nach dem ersten Herzschlag im Balaídos folgte am Tag darauf die vielleicht stillere, aber nicht weniger wichtige Begegnung: Die mit der Stadt selbst. Denn Celta Vigo ist nicht nur ein Verein, nicht nur ein Stadion, nicht nur eine Hymne. Celta ist Vigo. Und Vigo wiederum ist eine Stadt, die sich einem nicht mit einem einzigen Postkartenmotiv sofort erklärt. Man muss sie erlaufen. Im Wortsinn. Man muss ihre Hügel hoch, an ihren Hafen runter, durch ihre Viertel treiben, ihre Brüche aushalten und ihre Perspektiven aufsaugen. Genau darum ging es am zweiten Tag dieser Reise. Der Ausgangspunkt war die Rua Tomás A. Alonso, also erneut der westlichere Teil der Stadt. Von dort führte der erste Abschnitt Richtung Bouzas, jenem maritimen Viertel, das innerhalb Vigos immer noch etwas Eigenständiges bewahrt hat. Bouzas ist nicht jener Ort, der sich aufdrängt. Kein architektonischer Paukenschlag, kein monumentales "Hier bitte Foto machen"-Viertel. Es ist eher eine Atmosphäre. Ein Tempo. Eine Ahnung davon, wie diese Stadt am Atlantik lebt. Werften, Wasser, Wohnviertel, Promenade, Gassen. Die Ría ist dort nie weit weg, der Alltag auch nicht. Genau das macht den Charme aus. Die Strecke dorthin war zugleich auch die erste Lektion über Vigo als reale, nicht verklärt-touristische Stadt. Auf dem Weg zur berühmten Pulpo-Skulptur kam recht schnell jener Moment, den man in Reisebroschüren nicht liest: Der romantisch gedachte Küstenweg endet plötzlich an jener gigantischen Hafenlogik, die diese Stadt wirtschaftlich atmen lässt. Autoverladung statt Weiterflanieren. Sackgasse statt Postkartenidylle. Zurück also. Willkommen in Vigo, wo der Hafen immer das letzte Wort behalten kann. Irgendwie passte auch das. Gerade weil diese Stadt nie bloß hübsch sein will, sondern echt ist. Danach wurde im Mercado de Bouzas das erste Bier des Tages genommen – und damit auch kurz innegehalten. Im neuen dunkelblauen Celta-Trikot zu sitzen, nur wenige Meter vom kleinen Traditionsverein Rápido de Bouzas entfernt, hatte etwas herrlich Absurdes. Die Sorge, ob das womöglich irgendwo deplatziert sein könnte, verflog allerdings schnell. Im Gegenteil: Gerade in Bouzas wirkte das Trikot weniger wie Provokation als wie Zugehörigkeit. Denn Bouzas mag seine eigene Identität haben, aber es ist kein Gegenpol zu Celta, sondern eher ein weiteres Mosaikstück dieser lokalen Fußballlandschaft. Der Blick auf die Iglesia de San Miguel, die kleinen Gassen, die alten Fassaden, das leichte Treiben rund um Markt und Alameda – all das machte klar, dass Bouzas keine Sehenswürdigkeit im klassischen Sinne ist. Es ist Stimmung. Es ist Lokalkolorit. Es ist maritimes Vigo in kleinerer Form. Von dort ging es später weiter zum Monte O Castro, jenem Ort, von dem aus man die Stadt am besten versteht. Wenn das Balaídos das Herz von Celta ist, dann ist O Castro vielleicht der Aussichtspunkt auf seine Seele. Der Weg hinauf ist nicht spektakulär bequem, aber genau richtig, um sich die Stadt zu verdienen. Oben angekommen öffnet sich jener Blick, den jede Beschreibung nur unzureichend einfangen kann: Hafen, Hügel, Häuser, Wasser, Industrie, Weite. Vigo liegt dort nicht geschniegelt, sondern in seiner ganzen Widersprüchlichkeit. Und genau dadurch schön. Wer diese Stadt nur unten am Wasser sieht, sieht nur einen Teil. Erst hoch oben von O Castro aus versteht man, wie sehr hier alles mit allem zusammenhängt: Meer, Menschen, Stolz, Wirtschaft, Kultur, Verein.
Vigo im Mai 2026 - Tag 2
Nach dem Abstieg führte der Weg zurück zum Hotel, ehe später erneut das Balaídos angesteuert wurde. Von dort ging es weiter Richtung Praza da Constitución und Praza Porta do Sol. Wobei ersterer Platz fast ein wenig an mir vorbeiging – hübsch, ohne Frage, aber eben keiner dieser Orte, die einem sofort den Atem nehmen. Und vielleicht liegt genau darin erneut eine Wahrheit über Vigo. Diese Stadt funktioniert weniger über das eine große Monument als über Übergänge, Perspektiven und Ecken. Porta do Sol, die Architektur drumherum, die leichte Hanglage, das abendliche Stadtgefühl – all das wirkte. Und irgendwann stellte sich die richtige Frage: Muss jetzt noch ein weiterer Programmpunkt abgehakt werden oder darf Vigo jetzt einfach liefern? Die Antwort war klar: Ich war fertig. Oder besser gesagt: Angekommen. Bouzas – erledigt. O Castro – erledigt. Balaídos – ohnehin. Porta do Sol – erlebt. Casco-Vello – angerissen. O Berbes – ebenfalls mitgenommen, auch wenn vielleicht zunächst gar nicht bewusst. Genau dort, am alten maritimen Unterbau der Altstadt, am Hafen entlang, zwischen älteren Häusern, Straße, Geschichte und einer ganz eigenen Nüchternheit, zeigte sich Vigo noch einmal in seiner ursprünglichen Form. Nicht geschniegelt. Nicht auf Touristenwirkung poliert. Sondern echt. Und dann kam jener Teil des Tages, der vielleicht am besten zu dieser Stadt passt: Sich treiben lassen. Noch einmal zurück zu jener Ecke, die sich richtig anfühlte. Kein erzwungenes Sehenswürdigkeiten-Bingo mehr. Kein hektisches "Wenn ich schon mal hier bin", sondern Wein, Bier, Tapas und Atmosphäre. Natürlich fiel dabei auch der Name Albariño – jener Weißwein, der in Galizien fast mehr Leidenschaft als Getränk ist. Frisch, klar, atlantisch, leicht salzig-mineralisch. Ein Glas davon in Vigo ist kein touristischer Programmpunkt, sondern eher eine kleine Form von Ortsverständnis. Wenn man es pathetisch formulieren will: Ein wenig Meereswind im Glas. Am Ende dieses Tages stand eine Wegstrecke, die irgendwo zwischen 24 und 28 Kilometern gelegen haben dürfte. Eine absurd schöne Zahl für einen Stadttag. Viel zu viel für normale Menschen, wahrscheinlich genau richtig für jemanden, der eine Stadt nicht nur sehen, sondern spüren wollte. Vigo war nach diesem Tag keine bloße Kulisse mehr. Es war keine vage Sehnsuchtsadresse, kein Name aus Tabellen, Trikots und Fernsehbildern. Vigo war nun eine konkrete Stadt geworden – mit Regen, Sackgassen, Bier im Mercado, Blicken vom Castro, dem Hafen von O Berbes, den Oliven der "Olivenstadt" und dem Gefühl, dass hier nichts geschniegelt sein muss, um sich tief einzubrennen. Vielleicht ist das der größte Unterschied zu anderen Städten. Vigo wirkt nicht wie eine touristische Kulisse, die sich für ein Wochenende herausputzt. Es wirkt wie eine echte Stadt, die zufällig wunderschön am Wasser liegt. Rauer als Santiago, weniger geschniegelt als Porto, maritimer, hügeliger, alltagsnäher. Und für einen Celta-Trip ist genau das vielleicht perfekt. Denn auch dieser Verein ist nicht geschniegelt. Nicht gebaut für Hochglanz. Sondern für Gefühl, Reibung, Stolz und Bindung. Damit endet dieser zweiteilige Erfahrungsbericht – mit schmerzenden Beinen, vollem Herzen und der Gewissheit, dass diese Reise weit mehr war als ein Stadionbesuch. Vigo hat sich nicht aufgedrängt. Aber gerade dadurch hat es sich umso tiefer festgesetzt. In der nächsten Ausgabe von O.Faro.Celeste geht es wieder zurück auf den Platz. In der UEFA Europa League wartet das Playoff-Hinspiel beim OGC Nizza, anschließend steht am 20. Spieltag in LaLiga die Reise zum Girona FC an. Nach zwei Tagen voller Stadt, Stadion und Seele wird es dann wieder sportlich – und vielleicht zeigt sich, wie viel von Vigo - der rauen Hafenstadt am Atlantik im Nordwesten der Iberischen Halbinsel - in dieser Mannschaft steckt.
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+++ BREAKING: Anzeichen für Wechsel verdichten sich - Linksverteidiger Jan Oliveras kommt wohl für eine geringe Ablöse +++
Aufwand in Nizza, Ertrag in Girona
- Celta verliert unglücklich in Europa und siegt in Girona -
Vigo - Nach zwei Tagen voller Stadt, Stadion und Seele kehrte Celta Vigo zurück auf den Platz – und dort gleich in zwei sehr unterschiedliche Wirklichkeiten. In der UEFA Europa League setzte es im Playoff-Hinspiel beim OGC Nizza eine bittere 0:1-Niederlage, obwohl die Galizier spielerisch keineswegs schlechter waren und sich sogar trotz Überzahl nicht final belohnen konnten. Wenige Tage später folgte in LaLiga die passende Antwort: Ein 2:1-Auswärtssieg beim Girona FC zum Auftakt der Rückrunde. Unter dem Strich bleibt also eine Woche mit gemischten Gefühlen – aber auch mit dem klaren Signal, dass diese Mannschaft Rückschläge nicht lange mit sich herumschleppt. Zunächst führte der Weg an die Côte d’Azur. In den Europa League-Playoffs wartete mit OGC Nizza ein Gegner, der zwar nur als 22. der Ligaphase knapp weitergekommen war, dessen Qualität im Wettbewerb aber von Anfang an unstrittig wirkte. Vor über 93.000 Zuschauern in der Allianz Riviera liefen die Gastgeber im 4-3-3 auf, Celta setzte im Hinspiel auf ein 5-4-1: Samba – Joao Mario, Javi Rodriguez, Murillo, Mandava, Samuel Lino – Iago Aspas, Gabri Veiga, Oroz, Borja Sainz – Mikautadze. Es entwickelte sich eine erstaunlich offene und offensiv geprägte Partie, in der Celta keineswegs nur reagierte. Im Gegenteil: Die Galizier hatten leichte Vorteile im Ballbesitz, waren deutlich besser in den Zweikämpfen und kamen am Ende sogar auf mehr Offensivaktionen und mehr Torschüsse. 8:6 Offensivaktionen und 6:3 Abschlüsse auf das Tor sprachen eigentlich eher für die Gäste als für die Franzosen. Doch Fußball bleibt manchmal unerquicklich simpel: Einer trifft, der andere scheitert. In Minute 39 brachte James Garner den Ball in eine gefährliche Zone, Lamine Camara nutzte den Moment und traf zur Führung für Nizza. Es sollte der einzige Treffer des Abends bleiben – und das lag vor allem an einem Mann: Gregor Kobel. Der Schlussmann der Franzosen erwischte einen nahezu perfekten Abend, hielt alles, was auf sein Tor kam, und verdiente sich mit einer glatten 1,0 jene Note, die aus Sicht der Galizier maximal unerquicklich wirkt. Besonders bitter: Ab Minute 72 spielte Celta nach einem Platzverweis sogar in Überzahl, ohne daraus Kapital schlagen zu können. Guardiola.#4 sprach nach der Partie entsprechend knapp, aber deutlich von einem ärgerlichen Spielverlauf: Seine Mannschaft habe vieles richtig gemacht, sich am Ende aber weder für die Leistung an sich noch mit der Überzahl im Rücken belohnt.
Glänzte gegen Girona: Doppelpacker Iago Aspas
Dass diese Niederlage nicht länger nachwirkte, zeigte sich dann am 20. Spieltag in LaLiga. Zum Auftakt der Rückrunde ging es zum Girona FC, wo über 56.000 Zuschauer im Montilivi den Tabellenfünften aus Vigo empfingen. Die Gastgeber traten im 4-4-2 mit Raute an, Celta hingegen im flachen 4-4-2: Samba – Murillo, Javi Rodriguez, Mandava, Samuel Lino – Barrenetxea, Gabri Veiga, Oroz, Borja Sainz – Iago Aspas, Mikautadze. Und diesmal war vom Frust aus Nizza früh nichts mehr zu sehen. Celta begann mit Wucht, Tempo und Zielstrebigkeit. Bereits in Minute 3 schlug Javi Rodriguez an der Mittellinie einen Ball auf Samuel Lino, der direkt auf Iago Aspas weiterleitete. Der Altmeister umspielte einen Gegenspieler und zog aus 20 Metern trocken ab – unhaltbar für Vicente Guaita, 0:1. Ein früher Wirkungstreffer, und Celta blieb dran. Girona kam nur schleppend in die Partie, während Vigo das Spiel immer wieder gut in Umschaltsituationen lenkte. In Minute 38 folgte das 0:2: Mikautadze wurde in die Tiefe geschickt, bekam den Ball noch vor der Torauslinie zu fassen und spielte ihn scharf in die Mitte. Dort stand erneut Iago Aspas goldrichtig und erhöhte. Auch statistisch war Celta in den entscheidenden Bereichen vorne: 9:7 Offensivaktionen und 4:1 Torschüsse sprachen eine deutliche Sprache. Girona kam zwar in Minute 65 noch einmal heran, als Serge Gnabry nach Zuspiel von Thomas Lemar zum 1:2 verkürzte, doch mehr ließen die Galizier nicht zu. Der Auswärtssieg war am Ende verdient – und sportlich wie emotional die exakt richtige Antwort auf den frustrierenden Abend in Nizza. Guardiola.#4 zeigte sich nach der Partie entsprechend zufrieden und lobte vor allem die Art, wie seine Mannschaft aus der Niederlage in Frankreich die richtigen Schlüsse gezogen habe. So endet die Woche mit einem klar zweigeteilten Bild. In Europa machte Celta vieles richtig und verlor trotzdem. In LaLiga galt das ebenso – Celta gewann allerdings am Ende verdient. Gerade diese Reaktion in Girona dürfte intern hoch bewertet werden. Denn sie zeigt, dass diese Mannschaft nicht nur kicken, sondern auch verarbeiten kann. Das wird in der heißen Saisonphase noch wertvoll werden. In der nächsten Ausgabe von O.Faro.Celeste rückt wieder der Kader in den Mittelpunkt. Es folgt eine Transferausgabe zu zwei (erneuten) Torhüter-Abgängen: Leo Roman und Aitor Fraga verlassen Galizien temporär – und damit stellt sich einmal mehr die Frage, wie Celta auf dieser Position mittelfristig plant.
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+++ BREAKING: Wechsel ist fix - Linksverteidiger Jan Oliveras kommt für 50.000 Euro von der AS Roma zu RC Celta Fortuna +++
Leihen mit Logik
- Leo Roman und Aitor Fraga sammeln in der Ferne wichtige Minuten -
Vigo - Nicht jeder Abgang ist ein Abschied und nicht jede Bewegung im Kader bedeutet automatisch einen Richtungswechsel. Manchmal ist ein Transfer vor allem eines: Vernünftig. Genau so verhält es sich aktuell bei Celta Vigo auf der Torwartposition. Mit Leo Roman und Aitor Fraga verlassen zwei Keeper den Verein erneut beziehungsweise erstmalig – allerdings nur auf Zeit. Der gemeinsame Nenner: Spielpraxis. Und genau die ist für Torhüter in einem sensiblen Entwicklungsalter oft wertvoller als geduldiges Zuschauen vom zweiten oder dritten Rang der internen Hierarchie. Der prominentere der beiden Fälle ist Leo Roman. Der auf Ibiza geborene Schlussmann war bereits in der Hinrunde an den FC Brentford ausgeliehen worden – und wird auch die Rückrunde bei den Bees verbringen. Die Leihe wurde gegen eine zusätzliche Gebühr von 1.500.000 Euro bis zum Saisonende verlängert. Aus Sicht Celta Vigos ergibt das Sinn. Roman kam in England bislang auf sieben Einsätze in der Premier League, alle über die volle Distanz. Der Einstieg verlief zwar unerfreulich: Ein 0:5 gegen Manchester City ist nicht gerade das gewünschte Premierenkapitel. Doch schon die darauffolgende Partie zeigte, warum die Leihe für alle Seiten wertvoll sein kann. Gegen den FC Chelsea hielt Roman den 1:0-Sieg fest und stabilisierte sich in der Folge merklich. In seinen sieben Partien der Hinrunde blieb er dreimal ohne Gegentor. Auch zum Auftakt der Rückrunde gegen den FC Southampton stand am Ende erneut die Null für den Insulaner. Brentford wollte daher verständlicherweise verlängern. Ganz reibungslos verlief die Neuverhandlung zwar nicht – es gab kleinere Unstimmigkeiten bei der Leihgebühr – doch diese ließen sich ausräumen. Guardiola.#4 bewertete die Verlängerung entsprechend positiv: "Für Leo Roman ist das eine sehr gute Gelegenheit, sich weiter auszuzeichnen. Spielpraxis ist nun einmal unheimlich wichtig und die kann Brentford ihm aktuell bieten - noch dazu in der Premier League."
Auf Tauchstation für SD Eibar B - Celta verleiht Aitor Fraga
Etwas überraschender ist auf den ersten Blick der zweite temporäre Abgang. Aitor Fraga, bislang Teil von RC Celta Fortuna, zieht es für die Rückrunde zurück ins Baskenland. Der Nachwuchskeeper schließt sich SD Eibar B an – und zwar im Rahmen einer Konstellation, die fast schon an die im britischen Fußball üblichen Emergency Loans erinnert. Hintergrund: Eibar B stand kurzfristig ohne spielberechtigten Torhüter da. Weil Fraga bei den Celta-Youngstern ohnehin hinter Lukas Bergström nur die Nummer zwei war, ergab sich eine Gelegenheit, die für alle Beteiligten sinnvoll erschien. Dass die alte Verbundenheit von Guardiola.#4 zu den Basken sowie die generell sehr guten Beziehungen zum dortigen Management den Weg zusätzlich erleichterten, ist dabei eher folgerichtig als zufällig. Auch hier ist das Motiv klar: Spielpraxis vor Stillstand. Guardiola.#4 sprach daher auch bei Fraga von einer tollen Gelegenheit und unterstrich, dass gerade in jungen Jahren regelmäßige Einsätze von enormer Bedeutung seien. So unterschiedlich die beiden Fälle auf den ersten Blick wirken mögen, erzählen sie im Kern dieselbe Geschichte. Celta Vigo versucht auf der Torhüterposition nicht einfach nur Kaderplätze zu verwalten, sondern Entwicklung aktiv zu ermöglichen. Leo Roman sammelt in der Premier League wertvolle Erfahrungen auf höchstem Niveau, Aitor Fraga bekommt im Baskenland kurzfristig eine echte Chance unter Wettbewerbsbedingungen. Für einen Klub, der sich immer stärker über Struktur, Geduld und Ausbildung definiert, ist das ein ziemlich schlüssiger Weg. In der nächsten Ausgabe von O.Faro.Celeste geht es wieder zurück auf den Rasen. Es warten gleich zwei Heimspiele mit sehr unterschiedlichem Charakter: In LaLiga kommt der RCD Mallorca ins Balaídos, ehe in der UEFA Europa League das alles entscheidende Rückspiel der Playoffs gegen OGC Nizza ansteht. Ligaalltag und der Druck des drohenden Ausscheidens – Celta wird in beiden Partien eindeutige Antworten liefern müssen, um insbesondere international das Ruder noch einmal herumzureißen.
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+++ BREAKING: Neuzugang für die Zentrale? Gerüchten zufolge interessiert sich Celta für Aleix Febas von Aufsteiger FC Elche +++
Rotation mit Rendite, Europa mit Reue
- Celta schlägt Mallorca und scheitert trotz guter Leistung an Nizza -
Vigo - Es war eine Woche, in der sich bei Celta Vigo zwei Wahrheiten gleichzeitig bestätigten. Die erste: Dieser Kader ist inzwischen breit und stabil genug, um selbst mit Rotation in LaLiga verlässlich Punkte zu holen. Die zweite: Europa belohnt nicht immer die bessere Mannschaft. Gegen RCD Mallorca gelang ein kontrollierter Heimsieg mit vielen Spielern aus der zweiten Reihe, wenige Tage später folgte gegen OGC Nizza das bittere Aus in den Playoffs der UEFA Europa League – trotz erneut guter Leistung. Unter dem Strich bleibt also ein sportlich brauchbarer, emotional aber schmerzhaft verlaufener Doppelpack. Zunächst stand am 21. Spieltag in LaLiga das Heimspiel gegen RCD Mallorca an. Die Inselklub lag als Dreizehnter im Niemandsland zwischen Hoffnung und Vorsicht, Celta ging als Fünfter in die Partie und hatte den Fokus sichtbar bereits auch auf das anschließende Rückspiel gegen OGC Nizza gerichtet. Entsprechend rotierte Guardiola.#4 spürbar und ließ seine Mannschaft im flachen 4-4-2 auflaufen: Samba im Tor, davor Joao Mario, Javi Rodriguez, Raul Albiol und Hugo Alvarez. Im Mittelfeld begannen Fer Lopez, Nelson Deossa, Hugo Sotelo und Pablo Duran, vorne Andre Silva und Borja Iglesias. Mallorca spiegelte die Grundordnung weitgehend, interpretierte das System aber eher mit hängender Spitze als mit klassischer Doppelspitze. Es entwickelte sich eine recht ausgeglichene, durchaus offensive Partie. Der Ballbesitz war exakt ausgeglichen, Celta gewann jedoch zwei von drei Zweikämpfen und hatte vor allem in den entscheidenden Momenten mehr Kontrolle. Mallorca kam zwar auf zwölf Offensivaktionen, brachte daraus aber nur einen echten Torschuss zustande. Celta hatte mit elf Offensivaktionen minimal weniger Volumen, war aber effektiver und kam auf fünf Torschüsse. Der Unterschied lag letztlich in einer starken Phase vor der Pause. In Minute 28 brachte Deossa einen Freistoß Richtung Elfmeterpunkt, Hugo Sotelo verlängerte per Kopf zur Führung. Nur drei Minuten später legte Deossa nach, diesmal aus dem Spiel heraus: Seinen Diagonalball in den Rücken der Abwehr nutzte Andre Silva nach einer Unachtsamkeit in der mallorquinischen Defensive, um die Kugel an Dominik Greif vorbei zum 2:0 ins Tor zu schlenzen. Mallorca kam in Minute 38 noch einmal heran, als Mavididi einen Freistoß ins Getümmel brachte und Patterson das Kopfballduell gegen Javi Rodriguez zum 2:1 gewann. Mehr ließen die Galizier aber nicht zu. Guardiola.#4 sprach im Anschluss von einem wichtigen Sieg trotz Rotation und betonte, wie wertvoll solche Partien für die Spieler seien, die sonst nicht unbedingt auf eine Vielzahl an Spielminuten kommen und trotzdem bereit sein müssen.
Anführer aus der zweiten Reihe: Celtas Hugo Sotelo gegen Mallorca
Dann folgte der große europäische Abend. 96.843 frenetische Zuschauer verwandelten das Balaídos für das Rückspiel gegen OGC Nizza in einen jener Orte, an denen man schon vor dem Anpfiff spüren konnte, dass es um mehr geht als um eine bloße Partie. Nach dem 0:1 im Hinspiel musste Celta liefern – und tat das im Grunde auch. Die Galizier liefen im flachen 4-4-2 auf: Samba – Murillo, Javi Rodriguez, Mandava, Samuel Lino – Barrenetxea, Gabri Veiga, Oroz, Borja Sainz – Iago Aspas, Mikautadze. Nizza stellte sich im 4-1-3-2 mit hängender Spitze dagegen. Wie schon im Hinspiel entwickelte sich eine Partie, in der Celta mindestens ebenbürtig, eher aber etwas besser wirkte. Der Ballbesitz war ausgeglichen, die Galizier gewannen mehr Zweikämpfe, kamen auf elf Offensivaktionen und sechs Torschüsse – Nizza nur auf acht Offensivaktionen und vier Abschlüsse. Doch erneut trafen die Franzosen zuerst. In Minute 27 bediente Romulo den aufrückenden Mats Wieffer, der zur Führung für die Gäste einschob. Wieder ein Rückschlag, wieder hängende Köpfe. Doch Celta brach daran nicht. Vor allem Iago Aspas stemmte sich gegen das drohende Aus, peitschte die Mannschaft an, übernahm Verantwortung und war am Ende mit einer 1,6 der beste Spieler auf dem Platz. Es dauerte allerdings bis Minute 78, ehe sich dieser Widerstand auch im Ergebnis zeigte. Nach einem Befreiungsschlag von Nizza brachte Gabri Veiga den Ball postwendend zurück in die Gefahrenzone, Mikautadze nahm ihn rund 30 Meter vor dem Tor unbedrängt an und spielte einen klugen Steckpass durch die Abwehrkette. Dort startete Aspas genau richtig und schlenzte die Kugel zum 1:1 ins Tor ein. Das Balaídos lebte noch einmal auf, aber zum ganz großen Umschlag reichte es nicht mehr. Celta war erneut die aktivere, in vielen Phasen auch bessere Mannschaft – und schied dennoch aus. Guardiola.#4 fand nach Abpfiff entsprechend klare Worte: "Bitter, ganz bitter." Zweimal sei Celta die bessere Mannschaft gewesen, zweimal habe Nizza wenig für den Sieg getan und ist am Ende trotzdem weiter. Genau das macht das Ausscheiden so schmerzhaft. So endet diese Woche mit zwei völlig unterschiedlichen Gefühlslagen. In LaLiga funktioniert die Rotation, die Mannschaft bleibt auf Kurs und holt ihre Punkte auch bei den vermeintlichen Pflichtaufgaben. In Europa dagegen steht nach zwei mindestens ordentlichen bis guten Auftritten trotzdem das Aus fest. Für Celta bleibt damit nur noch der nationale Fokus – und vielleicht auch ein wenig Trotz. Denn wenn diese Mannschaft eines in den vergangenen Monaten gezeigt hat, dann dies: Sie kann Rückschläge verarbeiten. Und sie hat genug Qualität, um aus Frust neue Energie zu ziehen. In der nächsten Ausgabe von O.Faro.Celeste folgt eine besondere Nachricht für alle Celtistas – und vor allem für jene, die mit Iago Aspas mehr verbinden als nur Tore, Vorlagen und Kapitänsbinde. Es gibt frohe Kunde zu einer Vereinslegende.
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+++ BREAKING: Erste Verhandlungsrunde absolviert - Transferabschluss von Aleix Febas noch in weiter Ferne für Celta Vigo +++
Unha máis
- Iago Aspas bleibt Celta auf dem Platz und darüber hinaus erhalten -
Vigo - Manche Nachrichten muss man nicht sezieren. Man muss sie fühlen. Die neuerliche Verlängerung von Iago Aspas bei Celta Vigo gehört in genau diese Kategorie. Sie ist nicht bloß eine Personalentscheidung, nicht bloß ein weiteres Vertragsdetail in einem Geschäft, das sich oft selbst zu ernst nimmt und zugleich seine Seele vergisst. Diese Nachricht ist größer. Wärmer. Wahrhaftiger. Denn Iago Aspas bleibt nicht nur mindestens ein weiteres Jahr Spieler der Celestes – er bleibt dem Verein auch darüber hinaus erhalten. Nach dem Ende seiner aktiven Karriere wird er in das sportliche Management oder in den Staff wechseln und damit langfristig an jenen Klub gebunden sein, den er längst nicht nur repräsentiert, sondern verkörpert. Vielleicht, eines Tages, sogar als Trainer der Profis. Wenn es einen Menschen gibt, bei dem ein solcher Gedanke nicht größenwahnsinnig, sondern folgerichtig klingt, dann ist es Don Iago Aspas Juncal. Schon im Januar war hier zu lesen, dass manche Nachrichten größer sind als jede Tabelle und näher am Herzen liegen als jede taktische Umstellung. Daran hat sich nichts geändert. Im Gegenteil: Diese Verlängerung ist jetzt noch mehr als damals. Denn inzwischen ist aus der lebenden Vereinsikone auch ganz offiziell ein Mann der vierstelligen Marke geworden. 1.024 Pflichtspiele stehen zum Zeitpunkt dieser Ausgabe zu Buche, dazu 377 Tore, 172 Vorlagen und 89.318 Spielminuten. Allein für Celta Vigo: 642 Einsätze, 251 Tore, 120 Assists und 55.735 Minuten. Zahlen, die nicht mehr nur eine große Karriere beschreiben, sondern einen ganzen Vereinsmythos. In der laufenden Saison 2026-1 kommt der beinahe 39-Jährige noch immer auf 29 Einsätze, acht Tore, acht Vorlagen und 2.519 Spielminuten. Das ist keine sentimentale Mitläuferbilanz eines Altmeisters, der aus Respekt mitgeschleppt wird. Das ist Produktivität. Einfluss. Relevanz. Aspas ist auch heute noch keine Statue, sondern ein Faktor. Gerade das macht diese Geschichte so besonders. Iago Aspas blieb nie bloß Erinnerung. Er ist nicht nur Rekordspieler, Rekordtorschütze und Rekordvorlagengeber. Er ist weiterhin Anführer, Taktgeber, Bezugspunkt. Für die jungen Spieler. Für die Fans. Für die Stadt. Für den gesamten Verein. Und vielleicht liegt genau darin seine eigentliche Größe: Dass man bei ihm nicht trennen kann zwischen Symbolik und sportlichem Wert. Er ist beides. Immer noch. Dabei wirkt seine Laufbahn längst wie eine große Rückkehrer-Erzählung, die sich über Jahre zur Legende verdichtet hat. Der Weg war nicht geradlinig, war es nie. Zwischenzeitlich führte er ihn weg aus Vigo, hinein in andere Trikots, andere Städte, andere Kapitel. Und doch fühlt sich jede Betrachtung seiner Karriere am Ende so an, als habe all das nur dazu gedient, ihn noch deutlicher dorthin zurückzuführen, wo er ohnehin immer hingehörte. Zu Celta. Nach Galizien. Ins Balaídos. Dorthin, wo der Verein sich selbst im Spiegel sieht – und Iago Aspas als das Gesicht dieses Vereins zurückblickt.
Unha máis: Celtas Iago Aspas verlängert seinen Vertrag
Guardiola.#4 findet dafür Worte, die in ihrer Schlichtheit vielleicht gerade deshalb so passend sind: "Iago Aspas ist für Celta Vigo nicht einfach nur ein verdienter Spieler oder eine Ikone vergangener Tage. Er ist die Verbindung zwischen Geschichte, Gegenwart und Zukunft dieses Vereins. Dass er bleibt und uns auch nach seiner aktiven Karriere erhalten bleibt, ist von unschätzbarem Wert. Solche Figuren kann man nicht kaufen, nicht ersetzen und eigentlich nicht einmal angemessen beschreiben." Viel mehr muss man dazu eigentlich nicht sagen. Aber natürlich will man es trotzdem. Weil dieser Spieler es erzwingt. Denn was Iago Aspas für Celta ist, reicht eben weit über Tore und Tabellen hinaus. Er ist die sichtbar gewordene Form jener Idee, dass ein Verein mehr sein kann als ein Arbeitsverhältnis. Er ist das Vorbild für all jene, die in A Canteira ihre Schuhe schnüren und vielleicht davon träumen, eines Tages selbst im Balaídos einzulaufen. Er ist der Beweis dafür, dass Identifikation im modernen Fußball nicht völlig aussterben muss. Und er ist, ganz einfach, der Maßstab. Für Haltung. Für Bindung. Für Gefühl. Aspas selbst bleibt sich dabei treu. Keine große Inszenierung, kein aufgesetztes Pathos. Eher dieses trockene, warme Selbstverständnis, das ihn seit Jahren begleitet: "Celta ist mein Zuhause. Solange ich dem Verein auf dem Platz helfen kann, werde ich alles dafür geben. Und wenn meine aktive Karriere endet, möchte ich weiter Teil dieses Klubs bleiben. Für mich gibt es kaum etwas Schöneres, als Celta in irgendeiner Form weiter zu dienen." Genau darin liegt vielleicht die eigentliche Pointe dieser Geschichte. Dass sie so groß ist, ohne groß getan werden zu müssen. Für alle Celtistas ist diese Nachricht daher ein Geschenk. Nicht, weil sie die Zeit anhält. Das kann auch Iago Aspas nicht. Sondern weil sie den Übergang mildert. Weil sie sagt: Wenn diese einzigartige Spielerkarriere irgendwann endet, verschwindet der Mensch dahinter nicht aus dem Verein. Er bleibt. Anders, aber da. Und für einen Klub wie Celta Vigo, dessen Seele sich so sehr aus Herkunft, Verbundenheit und Kontinuität speist, ist das kaum hoch genug einzuschätzen. Wo Iago Aspas bleibt, bleibt ein Teil von Celta bestehen. Und diesmal gilt das nicht nur für das nächste Jahr auf dem Rasen, sondern weit darüber hinaus. Das ist keine gewöhnliche Verlängerung. Das ist ein Versprechen. Zwischen Spieler und Verein. Zwischen Stadt und Symbolfigur. Zwischen Vergangenheit und Zukunft. Und vielleicht ist genau das die schönste Nachricht von allen. In der nächsten Ausgabe von O.Faro.Celeste geht es wieder zurück in den Ligabetrieb. In LaLiga warten die Spieltage 22 und 23 – zunächst auswärts beim FC Barcelona, anschließend daheim gegen Deportivo Alaves. Zwei Prüfsteine, zwei sehr unterschiedliche Herausforderungen. Doch eines ist nun endgültig gewiss: Iago Aspas bleibt Celta Vigo erhalten.
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+++ BREAKING: Auch die zweite Verhandlungsrunde bleibt ohne Abschluss - Transfer von Aleix Febas wohl unwahrscheinlich +++
100 % Mut, 50 % Belohnung
- Celta verliert knapp im Camp Nou und ringt Alaves nieder -
Vigo - Es war eine Woche, die gut zeigte, wie schmal in dieser Saison bei Celta Vigo die Grenze zwischen Anerkennung und Ausbeute verläuft. Beim FC Barcelona lieferte die Mannschaft im Topspiel eine mutige und taktisch bemerkenswerte Vorstellung ab, stand am Ende aber dennoch mit leeren Händen da. Wenige Tage später folgte gegen Deportivo Alaves die passende Antwort: Ein hochverdienter Heimsieg in einer Partie, die lange nur deshalb offenblieb, weil auf der Gegenseite ein Torhüter im Sonderzustand spielte. Unter dem Strich bleibt damit eine Woche, die sportlich Mut macht und tabellarisch wichtig war. Am 22. Spieltag führte der Weg ins Camp Nou, wo der Branchenprimus FC Barcelona als Tabellenführer bereits mit zwölf Punkten Vorsprung auf Rang zwei antrat. Erster gegen Vierter also, Topspiel vor 96.000 Zuschauern. Die Katalanen rotierten leicht und liefen im 4-3-3 auf, Celta überraschte hingegen mit einer auffallend offensiven 3-4-3-Formation in Bestbesetzung: Samba – Javi Rodriguez, Murillo, Mandava – Barrenetxea, Gabri Veiga, Oroz, Borja Sainz – Iago Aspas, Mikautadze, Samuel Lino. Und dieser taktische Schachzug ging keineswegs nach hinten los. Im Gegenteil: Die Galizier hielten nicht nur mit, sie drückten der Partie in vielen Phasen sogar ihren eigenen Stempel auf. Celta hatte leicht mehr Ballbesitz, gewann zwei von drei Zweikämpfen und kam auf dreizehn Offensivaktionen – Barcelona auf zwölf. Auch bei den Abschlüssen war es eng, mit 7:6 zugunsten der Katalanen. Was letztlich den Unterschied machte, war weniger die Struktur des Spiels als die individuelle Klasse in den entscheidenden Momenten. In Minute 25 brachte Estevao den Ball auf Vinicius Junior, der zur Führung für die Blaugrana traf. Danach begann zunächst das Kapitel Thibaut Courtois, der mit mehreren starken Aktionen verhinderte, dass Celtas mutiger Plan sich auch auf der Anzeigetafel niederschlug. In Minute 68 folgte dann das 2:0 – unglücklich aus Sicht der Gäste, weil Borja Sainz den Ball ins eigene Netz lenkte. Celta steckte dennoch nicht auf. In Minute 83 brachte Joao Mario einen Freistoß scharf in den Strafraum, Samuel Lino stieg hoch und köpfte zum Anschluss ein. Mehr ließ Courtois jedoch nicht zu. Der Belgier verdiente sich mit einer 1,6 den Status als stiller Matchwinner. Guardiola.#4 zeigte sich nach der Partie trotz der Niederlage sehr zufrieden: "Der taktische Schachzug ist aufgegangen, die Mannschaft hat insgesamt ein gutes Spiel gemacht und sich gegen den Ligaprimus keineswegs verstecken müssen. Darauf lässt sich sehr gut aufbauen."
Kam rein, köpfte und siegte: Celtas Hugo Alvarez gegen Alaves
Dass diese Leistung keine hölzerne Schönheitsmedaille bleiben sollte, zeigte sich dann am 23. Spieltag im heimischen Balaídos gegen Deportivo Alaves. Rang vier gegen Rang sieben, drei Punkte auseinander – also ein Duell mit klarer europäischer Würze. Celta blieb beim 3-4-3 aus Barcelona und schickte dieselbe Startelf auf den Platz: Samba – Javi Rodriguez, Murillo, Mandava – Barrenetxea, Gabri Veiga, Oroz, Borja Sainz – Iago Aspas, Mikautadze, Samuel Lino. Die Basken traten im 4-5-1 an – und wurden über weite Strecken regelrecht eingeschnürt. Celta gewann 65 Prozent der Zweikämpfe, kam auf ein beinahe absurd deutliches Verhältnis von 14:2 Offensivaktionen und schoss elfmal aufs Tor, während die Albiazules gerade einmal einen einzigen echten Torschuss zustande brachten. Einzig beim Ballbesitz hatten die Gäste leichtes Übergewicht, doch das wirkte eher statistisch als spielerisch relevant. Dass die Partie trotzdem lange torlos blieb, lag fast ausschließlich an Rui Silva. Der Keeper der Gäste erwischte einen glänzenden Abend und verdiente sich am Ende sogar die glatte 1,0. Celta rannte also an, dominierte, kombinierte, biss sich aber zunächst die Zähne aus. Erst in Minute 63 kippte die Partie endgültig. Samuel Lino wurde gefoult und musste verletzt raus, Hugo Alvarez kam in die Begegnung. Den anschließenden Freistoß zog Gabri Veiga scharf auf den kurzen Pfosten, Hugo Alvarez war schneller als Henrikh Mkhitaryan und köpfte zum Führungs- und letztlich auch Siegtreffer ein. Famose Minuten für den Youngster. Celta-Coach Guardiola.#4 sprach nach dem Spiel erneut von einer sehr guten Leistung und hob hervor, dass sich seine Mannschaft dieses Mal trotz eines gegnerischen Keepers in Topform immerhin belohnt habe. So bleibt eine Woche, in der Celta zunächst bewies, dass man selbst den FC Barcelona mit Mut, Intensität und einem offensiven Matchplan ernsthaft fordern kann – und anschließend im direkten Kampf um die europäischen Plätze die nötigen Punkte nachlegte. Genau diese Mischung könnte in der zweiten Saisonhälfte entscheidend werden: Gegen die Großen konkurrenzfähig sein, gegen die direkten Rivalen liefern. Der Sieg gegen Alaves war in dieser Hinsicht womöglich mehr wert als nur drei Punkte. In der nächsten Ausgabe von O.Faro.Celeste kehrt die Rubrik Celta's Player to watch zurück. Dieses Mal im Fokus: Borja Iglesias – der Panda, der in Vigo weit mehr ist als bloß ein Stürmer mit Wucht und Bart.
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+++ BREAKING: Erste Annäherung zwischen Celta Vigo und FC Elche - Transfer von Aleix Febas weiterhin arg in der Schwebe +++
Celta's Player to watch #5
- Borja Iglesias: Ein Panda mit Haltung -
Vigo - Nach Borja Sainz, Fer Lopez, dem Club de los Hugos und Javi Rodriguez rückt in der fünften Ausgabe von Celta's Player to watch ein Spieler in den Mittelpunkt, der auf dem Papier womöglich gar nicht mehr in die klassische Kategorie "Player to watch" fällt – weil er ein alter Hase ist. Und doch passt Borja Iglesias perfekt in diese Rubrik. Nicht nur wegen seiner Tore, nicht nur wegen seines Einflusses auf das Spiel, sondern weil er in Vigo auf eine besondere Weise für etwas steht: Verlässlichkeit, Haltung und Mannschaftsdienst. Der Panda ist kein Zukunftsversprechen mehr. Er ist ein Gegenwartsfaktor mit Charakter. Mittlerweile ist Borja Iglesias 33 Jahre alt – und doch wirkt er oft wie einer jener Fußballer, die sich eine gewisse Leichtigkeit nie haben austreiben lassen. Fast immer mit einem Lächeln zu sehen, offen, zugänglich, warm im Auftreten. Gleichzeitig ist er seit Jahren jemand, der Haltung zeigt. Iglesias engagiert sich öffentlich gegen Homophobie und Rassismus, lackiert sich aus genau diesem Grund die Fingernägel und macht damit sichtbar, was viele im Fußball lieber unsichtbar halten würden. Die Reaktionen darauf sind nicht immer freundlich, häufig im Gegenteil. Doch das Lachen hat er sich trotzdem nicht nehmen lassen. In einem Interview erklärte er, er habe sich die Nägel zunächst während der Black-Lives-Matter-Proteste schwarz lackiert, um sich selbst zu sensibilisieren und später die Botschaft auch gegen Homophobie erweitert. Kritik von außen habe daran nichts geändert. Auch sportlich ist Borja Iglesias weit mehr als nur ein Zielspieler mit Bart. Analystische Profile und Beobachtungen beschreiben ihn als robusten Mittelstürmer mit starker Arbeit gegen den Ball, sauberem Ablage- und Verbindungsspiel, guter Strafraumbesetzung und einem ausgeprägten Gespür für direkte Duelle mit Innenverteidigern. Er kann Bälle festmachen, Räume für Mitspieler öffnen und ist gerade in Umschalt- oder Flankensituationen ein sehr verlässlicher Bezugspunkt. Gleichzeitig liegen seine Grenzen eher dort, wo enge Tempodribblings, extreme Explosivität oder permanente Tiefensprints gefragt sind. Borja Iglesias ist kein Stürmer des wilden Chaos, sondern einer, der Struktur in das Chaos bringt. Dass er selbst die Duelle mit Verteidigern eher sucht als scheut, hat er ebenfalls offen beschrieben – er brauche diesen Kontakt, dieses körperliche Kräftemessen im Spiel. Sein Weg nach Vigo war dabei alles andere als geradlinig. An Neujahr 2017 zog Guardiola.#4 ihn erstmals aus A Canteira zu den Profis hoch. Lange hielt dieses erste Kapitel allerdings nicht. Noch im selben Jahr wurde der Vertrag aufgelöst. Der heutige Celta-Coach blickt mit leichter Selbstironie darauf zurück: "Es hat damals irgendwie noch nicht gepasst, aber das konnte ich ja dann glücklicherweise korrigieren." Es folgten Stationen bei Espanyol Barcelona, der SD Eibar, Delfino Pescara, erneut Eibar, CD Leganes, CA Osasuna, Real Sociedad San Sebastian, Real Valladolid und schließlich Aufsteiger Real Betis Sevilla. Mitte August 2025 zahlte Celta Vigo dann 14.000.000 Euro an den andalusischen Aufsteiger in grün-weiß, um Borja Iglesias zurück nach Galizien zu holen. Rückkehrer-Geschichten gibt es viele. Aber nicht jede wirkt so stimmig wie diese.
Ausgezeichneter Mensch und Profi: Celtas Borja Iglesias
Seinen Spitznamen trägt der Panda übrigens seit 2016. Im damaligen Jugendteam von Celta Vigo war der Song "Panda" von Desiigner derart populär, dass sich die Mannschaft selbst "Panda Team" nannte. Während sich einige Mitspieler der Legende nach sogar einen Panda tätowieren ließen, blieb bei Hip Hop-Fan Iglesias "nur" der Name hängen. Und wie so oft im Fußball war genau das am Ende die dauerhafteste Form von Identität für einen Profi. Die Zahlen seiner Karriere unterstreichen ohnehin, dass hier nicht nur ein guter Typ, sondern auch ein sehr produktiver Stürmer unterwegs ist. Insgesamt steht Borja Iglesias inzwischen bei 505 Pflichtspielen, 167 Toren, 52 Vorlagen und 43.669 Spielminuten. Für Celta Vigo sind es tatsächlich nur 41 Partien, 18 Tore, drei Assists und 3.218 Minuten. Eine dieser Partien absolvierte er bereits 2017 – gegen Real Madrid. In der laufenden Saison 2026-1 kommt er hingegen auf 23 Einsätze, 14 Tore, eine Vorlage und 1.866 Minuten. Allein in LaLiga stehen fünf Treffer und ein Assist in zehn Partien zu Buche – ein starker Schnitt für einen Spieler, dessen Rolle sich im Verlauf der Saison durchaus verändert hat. Denn Borja Iglesias begann diese Spielzeit als klarer Stoßstürmer nach dem Abgang von Jørgen Strand Larsen – und machte seine Sache wunderbar. Dann jedoch wünschte sich die Vereinsführung einen weiteren Stürmer und mit Georges Mikautadze kam ein ganz anderer Spielertyp hinzu: Beweglicher, die Tiefe suchend, spielerischer. Man hätte darin leicht eine Herabstufung lesen können. Borja Iglesias las darin offenbar vor allem eine neue Aufgabe. Das zeigen seine Leistungen, aber auch seine Haltung. Er bleibt präsent, produktiv, mannschaftsdienlich. Genau deshalb ist er für Celta so wertvoll. Nicht jeder Spieler steckt eine veränderte Hierarchie mit derselben Ruhe weg. Der Panda schon. Und er selbst? Klingt genauso, wie man es bei ihm erwarten würde: "Ich bin völlig zufrieden und glücklich mit meiner Rolle. Ich verstehe mich als Teamplayer und helfe mit allem, womit ich kann – auf dem Platz und auch daneben." Das schließt nach eigenem Verständnis auch ein, für jüngere Spieler da zu sein, ihnen etwas mitzugeben und nicht nur auf die eigene Torquote zu schauen. In einem Kader, der an vielen Stellen von Entwicklung, Konkurrenz und wechselnden Rollen lebt, ist genau so ein Profil schwer zu überschätzen. Borja Iglesias ist damit in Vigo nicht bloß der Mann für Kopfballduelle, Wandspieler-Momente und zweite Bälle. Er ist ein Charakterspieler. Einer, der Leistung mit Haltung verbindet und Präsenz nicht mit Lautstärke verwechselt. Einer, der selbst dann lächelt, wenn das Geschäft um ihn herum oft herausfordernd genug ist. Und einer, der gerade deshalb sehr gut zu diesem Verein passt. In der nächsten Ausgabe von O.Faro.Celeste geht es wieder zurück auf den Platz. In LaLiga warten die Spieltage 24 und 25 – zunächst auswärts bei Athletic Bilbao, anschließend daheim gegen Real Betis Sevilla. Zwei Partien mit ganz eigener Würze. Und für Borja Iglesias womöglich zwei weitere Gelegenheiten, seinen sportlichen und vor allem menschlichen Wert für Celta Vigo noch deutlicher zu unterstreichen.
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Ausrufezeichen statt Ausruhen
- Celta gewinnt in Bilbao und schlägt auch Betis verdient -
Vigo - Celta Vigo bleibt in Fahrt. Nach den jüngsten stabilen Auftritten und dem gefestigten Eindruck im Rennen um die europäischen Plätze legten die Galizier in LaLiga nun mit zwei weiteren Siegen nach. Zunächst gelang ein bemerkenswert souveräner Auswärtserfolg bei Athletic Bilbao, anschließend wurde auch Real Betis Sevilla im heimischen Balaídos verdient bezwungen. Sechs Punkte, vier Tore, zwei überzeugende Auftritte – Celta untermauert damit eindrucksvoll, dass diese gute Saisonphase längst kein Zufall mehr ist. Am 24. Spieltag führte der Weg ins San Mamés, wo über 79.000 Zuschauer ein direktes Duell im europäischen Tabellenkorridor sahen. Sechster gegen Vierter, nur zwei Punkte auseinander – entsprechend groß war die sportliche Bedeutung der Partie. Athletic Bilbao lief im flachen 4-4-2 auf, Celta setzte erneut auf das offensive 3-4-3, das schon zuletzt gut funktioniert hatte: Samba – Javi Rodriguez, Murillo, Mandava – Joao Mario, Gabri Veiga, Oroz, Borja Sainz – Iago Aspas, Mikautadze, Barrenetxea. Die Gastgeber hatten etwas mehr Ballbesitz, doch das Spiel kippte in vielen entscheidenden Duellen zugunsten der Galizier. Celta gewann zwei von drei Zweikämpfen und kam am Ende auch auf die besseren Offensivzahlen: 10:7 Offensivaktionen und 5:4 Abschlüsse zugunsten der Gäste. Tore fielen allerdings erst nach dem Seitenwechsel. In Minute 48 initiierte Barrenetxea den Aufbau an der Mittellinie, Mikautadze kam kurz zum Ball, drehte auf und ließ clever auf Joao Mario prallen. Der Portugiese zog im Vollsprint am Gegenspieler vorbei und hämmerte den Ball aus rund 30 Metern unter das Gebälk – ein Treffer der Marke "nicht weiter nachdenken, einfach genießen". Danach kontrollierte Celta die Partie zunehmend sauberer und setzte in Minute 84 den Deckel drauf. Javi Rodriguez hielt sich vor dem gegnerischen Strafraum auf und zog einfach mal aus 20 Metern ab. Der Ball sprang vom Außenpfosten zurück ins Feld, Mandava reagierte am schnellsten und legte auf den nachrückenden Iago Aspas quer, der zum 0:2 vollendete. Ein starker, reifer und in dieser Form auch hochverdienter Auswärtsauftritt. Guardiola.#4 sprach entsprechend von einer tollen Leistung seiner Mannschaft und hob hervor, wie wichtig diese Punkte im direkten Kampf um die europäischen Plätze seien.
Zwei Assists gegen Betis: Celtas Aimar Oroz in Spiellaune
Noch wichtiger wurden sie wenige Tage später, als mit Real Betis Sevilla ein Gegner ins Balaídos kam, der tief im Abstiegskampf steckt, aber gerade deshalb unangenehm sein konnte. 89.260 Zuschauer sahen Celta diesmal im 4-3-3: Samba – Murillo, Javi Rodriguez, Mandava, Samuel Lino – Gabri Veiga und Oroz zentral, Fer Lopez als Spielmacher – Iago Aspas, Mikautadze, Borja Sainz. Die Gäste aus Andalusien traten ebenfalls im 4-3-3 an, allerdings mit hängender Spitze – und zudem ohne Trainer an der Seitenlinie. Trotzdem gab sich Betis nicht völlig auf und brachte phasenweise durchaus Gegenwehr auf den Platz. Der Ballbesitz war am Ende ausgeglichen, in den Zweikämpfen waren die Verdiblancos sogar leicht bissiger. Doch dort endete das ausgeglichene Bild auch schon. Celta kam auf 16 Offensivaktionen und sechs Torschüsse, Betis auf zehn Offensivaktionen – aber nur einen einzigen echten Abschluss. Mit anderen Worten: Die Andalusier waren zwar im Spiel dabei, aber letztlich harmlos. Die Führung für Vigo fiel in Minute 21. Nach einem Ballgewinn in der gegnerischen Hälfte bediente Aimar Oroz den einlaufenden Fer Lopez mit einem exzellenten Pass und der Youngster schlenzte von der Strafraumkante zum 1:0 ins Eck. Nur fünf Minuten später fiel bereits das 2:0, das die Partie fast schon vorentschied. Gabri Veiga drehte trotz Foulspiel des Gegners auf, der Ball landete bei Oroz, der ihn gefühlvoll über die Abwehrkette hob. Mikautadze nahm die Einladung dankend an und lupfte frech über den herausstürmenden Emil Audero hinweg. Betis kam in Minute 58 noch einmal heran, als Arthur Chaves einen Freistoß per Kopf verwandelte. Doch es blieb die einzige wirklich gefährliche Szene der Gäste. Celta brachte die Partie kontrolliert zu Ende und holte einen weiteren verdienten Sieg. Guardiola.#4 zeigte sich entsprechend zufrieden und sprach von einem seriösen Auftritt mit guter Balance aus Geduld, Spielkontrolle und Zielstrebigkeit. So endet erneut eine Woche, die Celta Vigo sportlich weiter festigt. In Bilbao setzte die Mannschaft ein Ausrufezeichen gegen einen direkten Konkurrenten, gegen Betis ließ sie sich trotz der Rolle als Favorit nicht von der Aufgabe ablenken. Gerade diese Fähigkeit, unterschiedliche Arten von Partien jeweils passend anzunehmen, macht derzeit den Unterschied. Celta gewinnt nicht nur schön, sondern auch klug. Und genau das ist in dieser Saisonphase womöglich die wertvollste Entwicklung überhaupt. In der nächsten Ausgabe von O.Faro.Celeste geht der Blick wieder nach vorn auf zwei weitere LaLiga-Partien: Zunächst wartet auswärts die unangenehme Reise zu CA Osasuna, anschließend kommt SD Eibar ins Balaídos. Die Spieltage 26 und 27 also – und zwei weitere Gelegenheiten, den eingeschlagenen Kurs Richtung Europa zu bestätigen.
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+++ BREAKING: Transfer ist kurzfristig noch geglückt - Aleix Febas wechselt unmittelbar von Aufsteiger FC Elche zu Celta Vigo +++
Serie mit Substanz
- Celta schlägt Osasuna und Eibar und bleibt auf Europa-Kurs -
Vigo - Celta Vigo sammelt weiter nicht nur Punkte, sondern auch Argumente. Mit dem Auswärtssieg bei CA Osasuna und dem anschließenden Heimerfolg gegen die SD Eibar bauten die Galizier ihre starke Phase weiter aus und untermauerten damit, dass der aktuelle Tabellenplatz längst nicht mehr bloß ein schöner Zwischenstand ist. Fünf Ligasiege in Folge, viermal zu Null, nur ein Gegentor in dieser Serie – das ist keine Laune des Spielplans mehr, sondern Form mit Substanz. Celta wirkt derzeit reif, variabel und erstaunlich stabil. Doch alles einmal der Reihe nach. Am 26. Spieltag führte der Weg zunächst ins El Sadar, wo rund 43.000 Zuschauer den Tabellenzwölften CA Osasuna gegen das drittplatzierte Celta Vigo sahen. Die Gastgeber liefen im 4-1-3-2 auf, Celta setzte auf ein 3-5-2 mit doppelter Sechs: Samba – Javi Rodriguez, Raul Albiol, Mandava – Aleix Febas, Nelson Deossa – Barrenetxea, Gabri Veiga, Borja Sainz – Iago Aspas, Mikautadze. Aleix Febas war erst kurz vor der Partie zum Team gestoßen, seine Registrierung für LaLiga klappte noch – sportlich aber war schnell zu sehen, dass sich Celta von der neuen Systemvariante nicht irritieren ließ. Es wurde ein eher ereignisarmes Spiel mit sehr klaren Schlüsselmomenten. Beide Teams kamen auf jeweils sieben Offensivaktionen, die Zweikampfwerte waren weitgehend ausgeglichen, Celta hatte leichte Vorteile im Ballbesitz – und vor allem zwei Spieler, die diese Partie entschieden: Gabri Veiga und Iago Aspas. In Minute 26 setzte Veiga an der Außenlinie im Pressing energisch nach, gewann den Ball und flankte präzise zwischen Fünfmeterraum und Elfmeterpunkt. Dort stieg Iago Aspas hoch und gewann das Kopfballduell zur Führung. Nach der Pause blieb die Partie eng, aber Celta wirkte jederzeit einen Schritt klarer in den entscheidenden Zonen. In Minute 67 folgte dann der Endstand: Langer Ball an den Strafraum von Osasuna, Gabri Veiga nimmt ihn mit der Brust und dem Rücken zum Tor an, legt flach auf Aspas ab – und der Maestro nimmt Maß und jagt den Ball punktgenau ins Kreuzeck. Zwei echte Chancen, zwei Tore, ein effizienter Auswärtssieg. Guardiola.#4 sprach im Anschluss folgerichtig von einem effizienten Auftritt und von weiteren ganz wichtigen Punkten.
Taktgeber gemeinsam mit Gabri Veiga gegen Osasuna: Celtas Iago Aspas
Noch sichtbarer wurde die aktuelle Stabilität dann wenige Tage später im Balaídos gegen die SD Eibar. 87.550 Zuschauer sahen den Tabellendritten aus Vigo gegen den Zwölften aus dem Baskenland – und bekamen eine Partie, die munter begann und früh in Celtas Richtung kippte. Die Hausherren liefen im flachen 4-4-2 auf: Samba – Murillo, Javi Rodriguez, Mandava, Samuel Lino – Barrenetxea, Gabri Veiga, Oroz, Borja Sainz – Iago Aspas, Mikautadze. Eibar hielt mit einem 3-4-1-2 dagegen. Zwar waren die Basken bissiger in den Zweikämpfen, beim Ballbesitz war es ausgeglichen und auch die Offensivaktionen mit 12:10 für Celta klangen zunächst nicht nach einer einseitigen Angelegenheit. Doch in den wirklich relevanten Momenten waren die Galizier schlicht zwingender. Bereits in der zweiten Minute nutzte Ander Barrenetxea einen Torwartfehler von Peter Gulacsi zur frühen Führung – ein Treffer, der dem Spiel sofort eine andere Statik gab. Und nach 20 Minuten war der Endstand von 2:0 bereits hergestellt. Iago Aspas trieb den Ball durchs Mittelfeld, spielte kurz vor dem Zweikampf flach auf Georges Mikautadze nach außen. Der leitete direkt auf Aimar Oroz weiter, der seinen Gegenspieler stehen ließ und aus dreizehn Metern unhaltbar für Gulacsi abschloss. Danach verwaltete Celta die Partie souverän, ohne den Eindruck entstehen zu lassen, in Gefahr zu geraten. Eibar kam insgesamt nur auf zwei Torschüsse, Celta auf vier – und traf eben doppelt. Celta-Manager Guardiola.#4 hob nach dem Spiel hervor, dass seine Mannschaft auch gegen die körperliche und zweikampfstarke Art Eibars die richtigen Lösungen gefunden habe. Die Serie spreche inzwischen für sich. Und genau das tut sie. Fünf Siege am Stück, defensiv kaum zu überwinden, offensiv mit ausreichend Klarheit in den entscheidenden Momenten. Dass Iago Aspas und Gabri Veiga in Osasuna glänzten, dass Barrenetxea, Oroz und Mikautadze gegen Eibar Akzente setzten, dass Celta inzwischen in unterschiedlichen Formationen und gegen unterschiedliche Gegnertypen funktionieren kann – all das spricht für eine Mannschaft, die sich nicht nur in einem Lauf befindet, sondern in einem echten Entwicklungszustand des Fortschritts. In den kommenden Ausgaben von O.Faro.Celeste richtet sich der Blick zunächst wieder auf den Kader. Den Auftakt im Juli macht eine Transferausgabe zum Neuzugang Aleix Febas – ein Spieler, der schon kurz nach seiner Ankunft ein Teil des sportlichen Gerüsts zu werden verspricht und gegen Osasuna debütierte.
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