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    Zwischen Aufbruch, Abschied und Ambitionen

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    Die Saison 2024/25 verlief für OGC Nice enttäuschend – Platz 12 nach einem starken 4. Platz im Vorjahr ist nicht der Anspruch eines Klubs, der zu den traditionsreichsten Teams der europäischen Topligen zählt. Und doch: Unter der Leitung von Trainer Franck Haise, dessen Position bei den Fans umstritten ist, zeigte die Mannschaft eine positive Entwicklung. Manager Molle hält weiterhin fest zu Haise und glaubt an dessen Vision für den Verein. Sportlich offenbarte sich vor allem im Sturm eine klaffende Lücke, die in der kommenden Transferphase dringend geschlossen werden muss. Dazu kommt die Notwendigkeit, das in die Jahre gekommene und zu kleine Stadion zu modernisieren – ein infrastrukturelles Projekt, das Nice langfristig auf ein neues Level heben soll, vor allem aber den Anschluss an die internationalen Top-Teams gewähren soll. Finanziell könnte bald Bewegung in den Kader kommen: Das große englische Talent Tyler Morton steht offenbar vor einer Rückkehr in die Premier League. Für eine kolportierte Ablösesumme von rund 80 Millionen Euro liegen erste konkrete Angebote vor, auch wenn diese „Wunschablöse" von Manager Molle noch in (weiter) Ferne liegt. Der Spieler selbst soll bereit für den nächsten Schritt sein – ein Transfer, der zwar schmerzt, aber neue Möglichkeiten eröffnet.


    Im französischen Fußball schrieb sich derweil eine Saison der Überraschungen: Stade Rennais krönte sich sensationell zum Meister – vor dem Serienchampion Paris Saint-Germain. Das Scheitern kostete PSG nicht nur den Titel, sondern auch Erfolgsmanager Menges, der nach dem Saisonende seinen Hut nimmt und die große Bühne Fußball verlassen wird. International wusste Lorient zu überraschen: Der Triumph in der UEFA Conference League bringt wichtige Punkte für Frankreichs Rangliste und bestätigt die stetige Entwicklung des "kleinen" Klubs. Lille kämpfte sich stark bis ins Finale der Europa League, musste sich dort jedoch einem übermächtigen Manchester City geschlagen geben – dennoch ein Achtungserfolg für die Doggen, die eine starke Saison untermauern.


    Emotional wurde es für Manager Molle auch auf persönlicher Ebene: Sein langjähriger Weggefährte und Freund Matze verabschiedet sich nach einer katastrophalen Saison aus der Ligue 1. Mit Olympique Marseille erlebte Matze eine wahre Seuchensaison, die im verdienten Abstieg in die Ligue 2 gipfelte – ein bitteres Ende eines schwierigen Kapitels. Für OGC Nice bleibt der Blick nach vorn: Mit einem finanziell starken Fundament, ehrgeizigen Plänen und einem klaren sportlichen Bedarf steht ein wegweisender Sommer bevor. Manager Molle weiß: Die neue Saison muss ein Schritt nach oben werden.

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    Sextett steht vor Verlängerung

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    Gleich sechs Spieler stehen bei der OGC Nice vor einer Vertragsverlängerung und dem Verbleib an der französischen Rivieira. Youssouf Ndayishimiye, Jonathan Tah, sowie die Reservisten Daouda Traoré, Tom Louchet, Samuel Koeberle und auch die nominelle Nummer 3 bei den Torhütern der Profis, Alessandro Plizzari, scheint über die Saisonpause hinaus beim einmaligen Meister zu verbleiben. Vor allem bei Ndayishimiye und Tah ist man auf Management-Ebene glücklich endlich Klarheit zu haben, hatte man zu Beginn der Saison bereits Verhandlungen aufgenommen, aber wieder abgebrochen, da man sich einfach aus verschiedenen Gründen nicht einig wurde. Zwar beschlossen beide Seiten die Verhandlungen wieder aufzunehmen, es wäre der Spielerseite aber auch freigestellt gewesen sich anderweitig umzuhören und zu verhandeln. Beides scheint nicht (zufriedenstellend) erfolgt zu sein, sodass sich beide um weitere drei Jahre an Nice binden, so Manager Molle jüngst auf einer Pressekonferenz. Tah, der auch offen mit einem Wechsel spekulierte (vor allem Borussia M'Gladbach schien zu Beginn der Saison sehr interessiert zu sein) steigt mit der Verlängerung zu den Top-Verdienern auf (von geschätzten 60.000 auf 110.000 €), war aber in der vergangenen Saison auch Notenbester Innenverteidiger (Note 3.23 nach 25 Einsätzen).

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    Wer übernimmt Paris?

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    Mit Menges verliert die Ligue 1 einen der Dienstältesten und erfahrensten Manager der Liga, ja gar des ganzen Verbandes. Während er neben Ebbe und Dominho bereits der dritte sehr prominente Manager ist, der seinen Hut nimmt, fragt sich Frankreich aber auch: wer ist groß genug für die Fußstapfen des Managers, der Paris seit dem 01.09.2017 führt? Und die Antwort kann eigentlich nur heißen: kleinoase. Der seit über 11 Jahren hier aktive Manager verschwand zwar zu Saisonvorbereitung wie vom Erdboden verschluckt, meldete sich aber vor wenigen Wochen zurück und scheint bester Gesundheit. Zuletzt coachte der "Schwarz-Gelbe" für ganze dreieinhalb Jahre den AS Monaco und war vor allem für sein Händchen bei Talenten geschätzt. Dass er nach einer "Sabbath-Saison" wieder als Manager zurückkehrt gilt als offenes Geheimnis, was schon der Wechsel des eigenen Avatars verrät. Auch dass er (etwas überraschend) ein Engagement bei seiner Borussia aus Dortmund ausschließt, nährt die Hoffnungen auf eine Rückkehr in die Ligue 1. Natürlich muss man auch berücksichtigen, dass kleinoase eventuell nicht der einzige Interessent ist am Team um Haaland und Co. und es neben den Hauptstädtern auch andere, interessante Adresse gibt: Real Madrid oder den FC Schalke 04. Auch wenn die Knappen für kleinoase aus nachvollziehbaren Gründen tendenziell uninteressant sein sollten

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    Ein kleines Malheur

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    Zwei Videos lagen Nice-Manager am gestrigen Abend vor. Beide vom Scoutingteam um Abteilungsleiter Morgan Boullier, beide mit einem 15 Minuten Trailer zu zwei Spielern: Antonín Kinský, seines Zeichens 22 jähriger Torwart aus Tschechien, der aktuell von Slavia Prag angeboten wird. Das andere Tape zeigte Meinung, Highlights und Analysen von einem anderen 22 jährigen Spieler, der kaum anders hätte sein können: Nasser Djiga, Abwehrspieler aus Burkina Faso und gerade im Schaufenster vom serbischen Rekordmeister Roter Stern Belgrad. Doch wie oft steckt der Teufel im Detail und so vertauschte Molle selbst den Klebezettel mit dem dezenten Hinweis "Mister Gründonnerstag". Nach Sichtung beider Videos kam Molle zu dem Entschluss fast 60 Millionen in den Schlussmann aus Tschechien zu investieren, getreu dem Motto "gute Torhüter haben ihren eigenen Wert". Molle gewann am heutigen Abend um 20:00 Uhr Ortszeit auch das Wettbieten. Das Problem: er bot auf den falschen Spieler. Für knapp 57 Millionen Euro wechselt nun also der Innenverteidiger aus Burkina Faso zum Olympique Gymnaste Club. Eigentlich auch für den 10 Millionen schweren (gemäß tm.de) Abwehrspieler ein solider Preis - wenn Nice nicht ausgerechnet hier schon gut besetzt wäre. So bleibt Nasser Djiga einer der Kandidaten, der wohl zeitnah wieder im Tausch oder für ein wenig mehr Geld den Verein verlassen könnte. Auch wenn Molle bis dato nichts kommentiert hat: weder zum vertauschen Videotape noch zum Spieler selbst. Kein Wunder: noch muss der Verband diesen Transfer auch nach Prüfung freigeben.

  • OGC Nizza
    OGC Nizza Account verifiziert @OfficialOGCNizza · 24. April sim.sozone.de

    Weniger ist manchmal mehr und daher wollen wir uns auch dem Twitter-Trend anschließen (und boykottieren damit ganz gewollt "X"). In unseren kurzen Tweets soll es sich aber speziell um ein Thema drehen, welches wir stetig in eine kleine Top 5 packen. Den Anfang machen: die vermeintlich besten Trainer der Sim (die wahrscheinlich nicht mit meiner Wahl zum Trainer der Saison übereinstimmen). Dabei sei angemerkt: in der Liste werden keine Admins Platz finden. Let's go!



    Platz 5: @Weezel. Jährlich gute Ergebnisse mit Werder Bremen, die sicherlich nicht zu der Elite der Bundesliga zählen. Dazu der letztjährige Conference-League-Sieg. Die Erfahrung des kleinen Raubtieres macht sich bemerkbar.

    Platz 4: @Meh auch wenn der Kader des FCB solide ist, fehlt ihm doch bei weitem die Spitzenqualität aus der Realität. Trotzdem schafft es das Team um Trainer Meh die Bundesliga relativ deutlich zu dominieren.

    Platz 3: @chrahl ob seit Jahren mit Chelsea oder jüngst mit Stade Brest: der langjährige Manager ist auf dem grünen Schlachtfeld einfach ein hervorragender Taktiker.

    Platz 2: @elmatador9 behauptet sich jährlich auf einem soliden Niveau mit seinen Wolves und hat auch dafür gesorgt, dass der FC Granada trotz kleinem Etat absolut nichts mit dem Abstieg zu tun hatte.

    Platz 1: @-MK- West Ham aus einer scheinbar ausweglosen Situation und vor dem sicheren Abstieg gerettet, aber auch den SD Eibar mit Platz 12 in eine Tabellenregion gebracht, die viele wohl vorher für unmöglich hielten.

    sim.sozone.de sim.sozone.de sim.sozone.de
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    Transfer-Coup gelungen

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    Ziemlich exakt drei Tage ist es her, dass Barcelona-Manager BlauWeiss_4630 verkündete: „Martin wird nicht zu United gehen". Zu diesem Zeitpunkt musste Nice-Manager Molle ein wenig schmunzeln, weil er ganz genau wusste, worauf der Manager des spanischen Meisters anspielte: der 19 jährige Innenverteidiger Jon Martin (Foto) sollte zu den Katalanen gelotst werden. Bis dato hatten sich die beiden Top-Teams ein Kopf an Kopf Rennen geliefert und sich gefühlt stündlich mit einer finanziellen Ablöse überboten. Den Anfang hatte seinerseits Nice selbst gemacht, war aber bereits nach dem Erstgebot in Mitten der 20 Millionen Ablöse abgesprungen. Zum Zeitpunkt der Aussage hatte das Sociedad-Management um TomHeld aber bereits ein anderes Angebot vorliegen, welches den Nerv der spanischen Kollegen wohl sehr getroffen hatte. „Ich wusste natürlich noch nicht, damit wir ihn damit bekommen, aber die Signale aus Donostia-San Sebastián waren durchaus als positiv zu werten", so der Manager der OGC, der heute Vollzug melden konnte. Zu den 'Txuri-Urdin' wechselt der venezolanische Mittelfeldspieler Yangel Herrera. Dafür bekommt Nice Wunschspieler Jon Martin, den niederländischen Mittelfeldspieler Guus Til sowie 5 Millionen Euro. Zum Wochenende wurden noch zwei weitere Spieler in das Paket geworfen, aber bei Robin Gosens und Mario Hermoso konnten sich beide Parteien aus finanziellen Gründen nicht einigen. Trotzdem war es für Molle eine angenehme Verhandlung mit einem zufriedenstellenden Ende: „wir wünschen Yangel bei Sociedad alles Gute und sind guter Dinge, dass er SuperTom und dem Team extrem helfen kann".

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    Wunschspieler Doué kommt

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    In einem eher überraschenden Transfer mit dem FC Bayern München (dem ersten überhaupt mit Manager Meh) wechselt der erst vor Wochen zu Nice transferierte Engländer Jack Hinshelwood zum deutschen Meister, während Molle mit Manuel Locatelli nicht nur einen adäquaten Ersatz, sondern mit Duéla Doué sogar einen "Wunschspieler" bekommt. Doch zu erst einmal zum Italiener Manuel Locatelli, der seitens Molle ein sehr "unterschätztes Dasein" fristet, so der Nice-Chef auf der Pressekonferenz zum Italiener: „Manuel ist bissig, zweikampfstark, ein echter Leader und obwohl ich ihn gefühlt schon 10 Jahre im Profifußball beobachte, ist er im Januar erst 27 Jahre alt geworden. Und mit dem Alter wurde er stets besser", so Molle zum Mittelfeldspieler, der sicherlich niemals große Begehrlichkeiten auf dem Transfermarkt wecken wird. Daneben darf sich das Team aus der Ligue 1 über 15 Millionen Euro aus den Finanzkassen der Bayern freuen, eine Summe, die wohl zeitnah 1 zu 1 in einen anderen Transfer fließen wird - doch dazu mehr. Ausschlaggebender war da aber die Beteiligung vom französisch-ivorischen Abwehrspieler Duéla Doué (dem Bruder von Désirè Doué), der als drittes Bestandteil des Paketes zur OGC wechselt. „Ich denke wir erwischen Duéla in einem wichtigen Moment in seiner Entwicklung, er hat sich sehr gut gemacht diese Saison und ich bin froh, dass wir ihn in dieser Phase seiner Karriere unter Vertrag nehmen konnten", so Molle weiter, der sich aber auch Kritik anhören musste und auf diese schnell reagierte: „Ich möchte nicht behaupten, dass da ein wenig Neid mitschwang, aber am Ende habe ich oft genug daran erinnert und auch viele Nachrichten geschrieben, dass er (Jack Hinshelwood, Anm. d. Red.) bald wechseln könnte. Einerseits wird mir manchmal (vielleicht sogar zu Recht) zur Last gelegt, dass ich jeden Euro dreimal umdrehe und einen Spielergroßhandel betreibe, dann wenn ich es mal nicht ewig rauszögern möchte, ist es auch nicht richtig", so Molle, der aber zufrieden ist und auch den Mut des Münchner Management belohnen wollte: „Es gab eine gute Basis, es wurde fast sofort auf unsere Forderung eingegangen und wir haben 48 Stunden Bedenk- und andere Handlungszeit bekommen. Jederzeit wieder gerne".

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    "Transferpaper" geleakt?

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    Nach dem 'Malheur' um den Abwehrspieler Nasser Djiga (wir berichteten) scheint der OGC Nice erneut in den Fokus von "pikanten Schlagzeilen" zu rücken. So hat die französischen Tageszeitschrift L’Équipe ein Leak erhalten, der einen angeblichen Transferzettel von Manager Molle abbilden soll. Dies und weitere (eher uninteressante Daten) hat die Fußball Abteilung am heutigen Samstag erhalten und direkt veröffentlicht. Der kleine Zettel enthält (augenscheinlich) 8 Namen von Spielern im aktuellen Kader Nice' und danach kryptische Bezeichnungen, die eventuell Transferziele darstellen könnten. Um nicht mehr Öl in das Feuer zu gießen und eventuelle Gerüchte anzukurbeln, drucken wir in dieser Ausgabe nur den Zettel ab, der aktuell im Umlauf ist. Es scheint jedoch unwahrscheinlich, dass mit (Moise) Bombito und Nelson (Weiper) zwei Spieler ohne öffentliche Chance wechseln, da beide eher zum "Favoritenkreis" von Manager Molle gehören. Dieser wollte sich natürlich zum vermeintlichen Leak nicht äußern, sondern erst einmal interne Untersuchungen anstreben.


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    Leak bestätigt: Beier kommt

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    Zumindest ein Teil des gestern bestätigten Leaks ist ein Volltreffer gewesen. Wie OGC Nice heute bestätigte wechselt der deutsche Offensivspieler Maximilian Beier (Foto) an die französische Riviera und kommt im internen Ligawechsel vom FC Nantes. Diese sind auch namensgebend für die Notiz "L1 yellow" aus dem Leak der letzten Ausgabe, denn mit Moise Bombito, Tyler Morton und Nelson Weiper wechseln gleich drei Spieler im Paket zum abstiegsgefährdeten Verein der Kanarienvögel. Zusätzlich muss Manager Molle eine Ablöse von 15 Millionen Euro an den Verein von Camaro zahlen, der von Molle schlussendlich noch ein Lob erhielt: „es waren höfliche, zielorientierte Verhandlungen. Wir haben uns gut ausgetauscht und keiner hat irgendwie Stress gemacht oder Druck ausgeübt", so Molle, der vor allem Nachwuchsstürmer Nelson Weiper eigentlich halten wollte und zu Beginn der Anfrage eigentlich ein anderes Paket in Aussicht stellen wollte. Weitere Namen auf der Liste und entsprechend für einen Wechsel "gefährdet": die Neuzugänge Guus Till und Nasser Djiga, die Torhüter Teddy Boulhendi und Alessandro Plizzari sowie Stürmer Justin Njinmah.

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    Der Aufsteiger-Check

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    Während Le Havre Athletic Club an der Relegation gegen ES Troyes scheiterte, kann die Ligue 1 als Aufsteiger die Traditionsteams AJ Auxerre und AS Saint Etienne begrüßen. Und als Manager konnten beide bereits vor Saisonbeginn ein dickes Ausrufezeichen setzen: während Auxerre mit juninho#8 einen ehemaligen Manager zurückgewinnen konnte, präsentierten Les Verts keinen geringeren als den erfahrenen Sechzig als neuen Chef. In einem kurzen Aufsteiger-Check prüfen wir die Überlebens- und langfristigen Erfolgschancen der beiden tendenziell als Außenseiter einzuschätzenden Clubs.


    AJ Auxerre - mit einem Transfer zum Klassenerhalt?

    Bereits bei seinem Hauptteam konnte Bergamo-Coach juninho#8 mit zwar seltenen, dafür aber sehr überlegten Transfers punkten. Ein Umstand, denn er auch bei AJ Auxerre umsetzen möchte, für seine Verhältnisse aber recht früh eine erste Duftmarke setzte - gerade gegenüber Mitaufsteiger ASSE, die wohl direkter Konkurrent um den Klassenkampf sein werden. So erteilte man mit Soungoutou Magassa dem wohl spannendsten Spieler die Freigabe und ermöglichte diesen im Tausch mit Jerdy Schouten, Yann Gboho und Filippo Terracciano einen Wechsel zum FC Sevilla. Für Molle ein sehr fairer Transfer, der eigentlich den typische "Potential gegen Stärke"-Deal darstellt: „allein ein Jerdy Schouten sollte Auxerre als Bindeglied im Mittelfeld stark nach vorne bringen. Ghobo und Terracciano schätze ich aktuell zwar 'nur' als gute Backups oder Rotationsspieler wahr, aber beide sind noch jung und Entwicklungsfähig. Auch ein Soungoutou Magassa muss sein durchaus großes Talent erst einmal langfristig nachweisen", so die Meinung von Manager Molle. Das restliche Team (welches einen Gesamtmarktwert von 198.750.000 trägt) hat einen durchaus spannenden, relativ jungen und breiten Kader. Die Hauptachse sollte wohl aus folgenden Spielern bestehen (beginnend beim Torhüter): Lucas Perri, Nordi Mukiele, Adrien Truffert, Jerdy Schouten, Azor Matusiwa, Hamed Junior Traorè, El Bilal Touré und Anführer Alexandre Lacazette, der jüngst vom Manager als "Lebensversicherung" der Blauen benannt wurde. Sportlich sollte es also für das Team eigentlich reichen. Vielleicht ist gar eine Überraschung möglich, was sicherlich mit einem Platz unweit der Top Ten sichergestellt wäre. Rein wirtschaftlich muss Auxerre aber ein Manko in Kauf nehmen: das mit 23.000 Plätzen eher kleine Stade de l'Abbé-Deschamps lässt keine großen Investitionssprünge zu. Für Manager juninho#8 durchaus eine kleine Herausforderung in der sonst sehr Stadionlastigen Ligue 1.


    Unser Tipp: Auxerre wird am Ende 13.


    AS Saint-Étienne - Mammutaufgabe für Sechzig

    Vergleicht man den Kader von "Grün" gegen "Blau" fällt einem (auch ohne Sevilla-Deal) schnell auf: die Voraussetzungen der beiden Aufsteiger könnten unterschiedlicher kaum sein. Wir wollen keine direkten Spielervergleiche aufstellen oder gezielt Spieler rauspicken und "schlechtmachen", aber allein an der Breite ist erkennbar: bei ASSE ist noch viel Arbeit zu erledigen. Während wir beim Part von Auxerre in der genannten Spielerkette auf 8 Spieler kommen, die sehr gutes L1-Niveau aufweisen können, fällt die Wahl bei den grün gekleideten Mannen etwas schwerer aus. Jordan Teze, Duje Caleta-Car, Nicolás Tagliafico, Pierre Lees Melou, Anass Zaroury, Romain Del Castillo, Nabil Bentaleb und Folarin Balogun. Allesamt bekannte Namen, allesamt etablierte Profi-Spieler. Dazu gesellen sich mit Mathis Amougou, Kassoum Ouattara und Lucas Stassin drei spannende Talente, die eventuell in der Entwicklung von ASSE den Unterschied machen könnten (ob das nun das mithilfe von Geduld & Glück oder einigen geschickten Transfers geschieht, wird die Zeit zeigen). Immerhin in Sachen Stadion kann man den Ausgleich machen: mit 51.000 Plätzen bietet das Stade Geoffroy-Guichard mehr als doppelt soviel Platz, wie die Heimstätte von Auxerre.


    Unser Tipp: Saint-Étienne wird am Ende 15.

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    Andrey Santos vor Wechsel

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    Ende November 2024 wechselte Andrey Santos von Racing Straßburg zur OGC Nice und hat seither seinen Status als großes Talent mehr als unterstrichen. Lange Zeit galt der 21 jährige Brasilianer als unverkäuflich, ein Status, den Molle als Manager stets als „nonexistent" einstufte, einfach weil „natürlich jeder Spieler seinen Preis hat". Trotzdem lehnte der Nice-Chef bis dato jede Offerteab, erkannte aber auch mit den letzten Angeboten, dass sein Team irgendwann mehr von einer potentiellen Ablöse profitieren könnte, als von der möglichen Weltklasse des Mittelfeldspielers, die er natürlich (noch) nicht bewiesen hat. So waren zuletzt Real Madrid und der FC Liverpool als Nussknacker schuld an den Überlegungen Santos offiziell auf die Transferliste zu setzen - ein anderer englischer Verein sorgte nun dafür, dass die Chancen extrem steigen, dass Santos nach einem halben Jahr an der Riviera schon wieder wechselt und Frankreich final verlassen könnte. Manchester United kam so offiziellen Angaben der Forderung von OGC nach und bietet aktuell ein Paket aus drei unterschiedlichen Spielern, wobei einer von ihnen nach aktuellen Stand wohl stärketechnisch vor Santos liegen sollte und die beiden anderen Kicker sich in einem ähnlichen Alter befinden und nicht gänzlich talentlos scheinen. Pikant: es gibt wohl ein Angebot, wofür Andrey Santos direkt wechseln kann. Gründe warum dies noch nicht geschehen ist, lies Molle fast unkommentiert. Lediglich eine Aussage war von ihm an diesem Abend zu hören: „aktuell haben es alle Beteiligten noch selbst in der Hand".

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    „Nicht immer alles zerdenken"

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    Andrey Santos wechselt. Das kommt vielleicht nach der Newsausgabe, die keine 15 Stunden alt ist, nicht sehr überraschend, schon eher die Tatsache, wie schnell der Wechsel am Ende vollzogen wurde. Am heutigen Morgen nahm das Management von Nice und Manchester noch einmal Kontakt auf - zumindest für die Red Devils war die neuste Forderung ein Grund den heißgeliebten Tee nicht zu verschütten: statt 10 Millionen zu bekommen, forderten die Franzosen auf einmal 30 Millionen auf Ihrer Seite. Selbst für die scheinbar gut betuchten Engländer ein großer Schluck aus der Teetasse. Schlimmer noch: keine 24 Stunden vorher gab United den Forderungen der OGC nach und bot das Dreierpaket an Spielern, welches die Engländer zu Beginn an gar nicht hergeben wollten. Doch nach langen Gesprächen und vielen Erklärungen gab United-Chef Sechzig das Okay und so unterschrieben heute morgen beide Parteien den Vertrag zum Vollzug. Während Molle danach verkündete, dass er sich wohl „nach jedem Spiel ärgern wird Andrey abgegeben zu haben", schilderte er auch seine Verpflichtung als Manager, das Team langfristig nach vorne zu bringen: „man kann sich darüber streiten, ob Douglas nochmal an seine alte Form kommt. Ob Yasin jemals das Level von Santos erreicht, oder Ismaël langfristig ein Verteidiger auf internationaler Klasse wird. Am Ende will ich aber nicht alles immer zerdenken und gönne es auch United sehr, die es sich mit guten Angeboten von Beginn an verdient haben. Außerdem müssen manchmal Spieler auch in Relation zur eigenen Ablöse gesehen werden. Ich denke dann ist der Transfer aktuell etwas besser zu verdauen", so Molle zum Mehrspielertausch. Für Santos bekommt Nice demnach neben dem Spielerpaket aus dem Brasilianer Douglas Luiz, dem Schweden Yasin Ayari und dem französischen Defensiv-Allrounder Ismaël Doukouré weitere 30 Millionen Euro. Geld, welches aller Wahrscheinlichkeit nach zum Saisonübergang in das Stadion investiert werden soll.

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    -197.150.000 £

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    Es war der 16. August 2019 als im deutschen Vereinsmagazin Die Grün-Weiße Raute (Ausgabe 83) der Artikel erschien "Das Weserstadion knackt die 100.000" (Link). Der Autor: der heutige Nice-Manager Molle. Der Inhalt: das Weserstadion ist das erste Bundesliga-Stadion, welches eine Kapazität von 100.000 Zuschauern knackt. Damals war es sogar Verbandsweit das erste, welches von sich behaupten kann, dass 10% der Plätze VIP-Logen sind - eine Tatsache, die das Team von Weezel auch heute noch sein eigen nennen darf. Damals war das Weserstadion das insgesamt neunte, welches auf diese beachtliche Zahl kam. Heute, immerhin fast 6 Jahre später, sind noch drei Stadien dazu gekommen. Und eines wird bald das dreizehnte sein: die Allianz Riviera in Nice. Mit dem Transfer von Andrey Santos (wir berichteten) kam der letztjährige 12. der Ligue 1 auf die knapp 200 Millionen, die der Ausbau bei der Billig & Zuverlässig GmbH kostet. Für Molle ein heikles Thema, zu dem er sich letztendlich durchringen musste: „200 Millionen auf dem freien Markt können manchmal richtig etwas ausmachen. Das gibt enorme Freiheiten, ob in freien Verhandlungen oder bei gewissen Auktionen. Doch für mich steht das Stadion in der Langfristigkeit immer sehr im Fokus. Und da unsere Kaderbreite aktuell sehr, sehr gut ist, habe ich mich dazu entschieden es durchzuführen", so der Manager, der nach Fertigstellung Ende September mit geschätzten Einnahmen von 4,3 Millionen rechnen kann (bei ausverkauften Hause). Bereits bei Monaco baute der Manager das Stadion aus: im Fürstentum aber "nur" auf 80.000 Plätze. Ein Umstand, der sich bei Nice hoffentlich nicht wiederholt: die Einweihung des 100.000 Plätze Tempels an der Weser erlebte er nicht mehr mit, in Monaco war er lediglich bei 4 Heimspielen in der neuen Arena auf der Bank, eher er seinen Rücktritt verkündete. „Bei Nice soll das etwas anders werden. Hoffe ich", so der Hobby-Architekt.

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    Nice geht zwei mal leer aus

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    Im Rennen um zwei potentielle Neuzugänge ist die OGC Nice leider leer ausgegangen. Zum einen war man am belgischen Stürmer Lucas Stassin interessiert, der vom Aufsteiger AS Saint Etiénne angeboten wurde. Doch das gebotene 2er-Paket reichte ASSE-Manager Sechzig nicht und nach mehreren Verhandlungsrunden entschied man sich auch nicht für das lange "in Führung" liegende Angebot vom FC Lorient, sondern vom Spielerduo Anthony Rouault und Farès Chaïbi. Für Molle aus spielerischer und 'romantischer' Sicht kein schlechter Transfer, da beide Spieler noch Entwicklungsfähig seien und zur wahrscheinlich kommenden Spielkultur der Grünen sehr gut passen. Auch beim zweiten Spieler, der im Fokus von Manager Molle stand, funkte Kollege lolo dazwischen, diesmal aber mit seinem Champions-League Sieger FC Arsenal. Für den japanischen Torhüter Zion Suzuki erhielten die Gunners mit Karl Hein und Emile Smith-Rowe final den Zuschlag. Das Ausgangspaket der Franzosen um Radoslaw Majecki und Nasser Djiga reichte nicht aus, auch wenn Molle noch zu Kompromissen bereit gewesen wäre: „leider kam Parma nicht auf uns zu, wir verpennten aber auch die gesetzte Frist", so Molle, der sich nicht weiter ärgern wollte, sich aber gern mit dem Japaner verstärkt hätte. Zur nun anstehenden Testphase wolle man den Markt weiter sondieren und die Suche nach einem „Mehrspielertausch, der uns etwas in der Spitze verstärkt" nicht aufgeben.

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    Wechselt Carreras in Nacht & Nebel?

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    Vor ziemlich genau einer Saison - zur Vorbereitung der letzten Spielzeit - wechselte der damals 21 jährige für 50 Millionen Euro zur OGC Nice. Knappe 10 Monate später scheint es den spanischen Abwehrspieler zurück in die Heimat zu ziehen: ein Top-Club aus der LaLiga scheint großes Interesse am Linksfuß zu haben - auch wenn sich beide Seiten bisher noch nicht einig sind. Carreras gilt als schneller, technisch starker Außenverteidiger mit Offensivdrang, der jedoch noch gewisse Defizite im Defensivverhalten aufweist. Eine Tatsache, die aufgrund seines Alters zu verzeihen sein sollte. Molle selbst gab heute Abend zu Protokoll: „Wie immer gilt: niemand ist unverkäuflich. Das Preisschild für Alvaro ist aber gerade durch den Wechsel von Andrey Santos nach oben geschnellt", so der Manager, der beide Spieler eigentlich behalten und darum das Team aufbauen wollte. „Beide werden eine Wertentwicklung erfahren, die ich heute an Ablöse noch gar nicht erreichen kann". Die Ausnahme wäre natürlich: ein Verein zahlt diese aktuelle Differenz. Bezüglich eventueller Angebote hielt man sich in Frankreich aber bedeckt, zu wage seien die aktuellen Gespräche um den begehrten Spanier. Wechselt dieser in einer Nacht & Nebel-Aktion, was für Molle eher untypisch ist? Unwahrscheinlich. Jedoch konnte man an den Beispielen Hinshelwood und Andrey Santos: eine gute Ablöse macht vieles möglich.

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    Management-Rückblick IV

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    Im ersten Teil (Ausgabe 56) haben wir uns der allgemeinen Situation und dem Budget gewidmet, während wir im zweiten Teil (Ausgabe 73) geprüft haben, ob und in welchen Ausmaß ein Stadionausbau aus Sicht von der OGC Nice Sinn macht (heute wissen wir: die Amortisation wird Jahre dauern, das Stadion wird zum aktuellen Zeitpunkt trotzdem auf 100.000 Plätzen ausgebaut). Im dritten Management Rückblick (Ausgabe 88) haben wir eigentlich nur einen kleinen Cashflow gemacht: Vergleich von Ausgaben und Einnahmen im Laufe der bisherigen Saison (von September bis April nahm Nice 807 Millionen ein und gab 772 Millionen aus). Im vierten Teil wollen wir uns der 'Problematik' widmen, dass Nice zur neuen Saison nicht mehr europäisch mitmischt. Doch ist das unter Betrachtung des neuen Regelwerks überhaupt noch ein finanzieller Nachteil?


    Dazu werfen wir erstmal einen Blick in die Gehaltskosten der letzten Saison: zehn mal durfte Nice in der Champions League antreten. Die Gesamtkosten für Verträge inklusive aller Prämien: circa 18.000.000 €. Um nun natürlich den Wert der internationalen Prämien zu wiegen, müssen die Einnahmen dagegen gerechnet werden. Diese lagen am Ende nach dem Achtelfinal-Aus bei insgesamt 6.800.000 €. Auf den ersten Blick ein dickes Minus. Nur kommen noch dazu: 14.500.000 € an Zuschauereinnahmen, Fanartikel-Verkäufen und Sponsoring-Einnahmen. Nach Adam Riese also insgesamt: 21.300.000 €. Dies bedeutet zwar ein leichtes Plus von immerhin 3,3 Millionen, wiegt aber wohl das Risiko kaum ab, welches Frischeverlust und Verletzungsrisiko für den Ligaalltag mitbringen, der zumindest für Nice in der Liga eine verheerende Auswirkung hatte.


    Nun kann man nach der neuesten Ankündigung (Internationale Gehälter werden noch einmal mit 50% extra berechnet) davon ausgehen, das "internationales Reisen" nicht wirklich weniger Kosten verursachen wird. Das Gegenmittel? Man kommt in den Pokale entsprechend weiter, immerhin sollen auch die Prämien ansteigen. Wie hoch? Im Detail wurde dies noch nicht verraten. Für Molle aber ein interessantes Thema. Sein "Hot Take": „Auch wenn es ein wenig weh tut, ich würde es begrüßen, wenn man sich - unter der Voraussetzung man hat 2 oder 3 sportlich wirklich schlechte Jahre hinter sich - auch mal von einem Topverdiener verabschieden, oder halt andere Wege auftun muss, diesen zu halten oder gar noch einen zu holen. Dies würde uns als Manager mehr fordern und auch vielleicht mal Spieler bedeutender machen, die 30 sind, aber einen in einer schlechten Saison mal 2 Plätze nach oben ballern", so der Manager.

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    Nice kurz vor Transfer-Welle?

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    Quasi im Schatten einiger Transfer, die dieser Tage im europäischen Fussball für viel Furore sorgten, möchte sich auch Nice einen Platz in den Büchern der "Done Deals" sichern und scheint kurz vor Vollzug von mindestens zwei Transfers. Im Fokus steht vor allem der französische U-21-Nationalspieler Ismaël Doukouré (Foto), der gleich mehrere Angebote vorliegen hat - sich bis dato aber mit Nice-Manager Molle zu keinem Durchbruch durchringen konnte. Der 21 jährige Franzose war mit 13 aus der Jugend des OSC Lille zur Akademie vom FC Valenciennes gewechselt und in den Reihen der Èquipe Tricolor ab der U19 bis einschließlich der U23 regelmäßiger Gast. In der Innenverteidigung zuhause, aber auch mal im defensiven Mittelfeld beheimatet, ist er quasi ein Staubsauger, der aber auch des Öfteren den langen Ball sucht. Gründe warum Doukouré so schnell nach der Verpflichtung von Manchester United wieder wechseln könnte? Manager Molle: „sein Profil und sein Talent sind einfach zu interessant, als das man es nicht mal probieren sollte. Ich könnte auch einen Arouna Sangante auf dem Markt schmeißen, er hat aber nicht eine solche Saison hinter sich... und ist auch schon 23 Jahre alt", witzelte der Manager, warum er Doukouré nun öffentlich anbiete.

    Aber auch Guus Til scheint eine neue Heimat gefunden zu haben. Während sich der OSC Lille noch zu einem Wechsel durchringen muss (hier ist Nice am Torhüter Robert Sánchez interessiert), scheint sich OGC bereits mit einem anderen Verein über eine Ablöse in Höhe von 45.000.000 € einig zu sein. Agreement der beiden Manager: der Transfer findet nur statt, wenn der Sanchez-Wechsel platzt. Für Molle wäre der Verkauf von Til wohl mittlerweile wertvoller, als eine starke Nummer 2 zu haben: „damit wären wir auf dem Markt wieder etwas flexibler", so der Manager des Jahres in Frankreich.

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    Nice im Wandel (Teamvergleich 24 & 25)

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    Fangen wir gleich mit dem Elefanten im Raum an: mit dem Tausch von Matheus Cunha (Foto) gegen Donyel Malen hat Nice-Manager Molle früh in der Saison seinen wohl schlechtesten Deal der Saison gemacht. Positiv daran: man hat noch 38.000.000 € bekommen und mit Ebbe auch einen Kollegen begünstigt, den man wohl immer noch diesen "Traumtransfer" sehr gönnen wird. Und auch wenn der Deal bei aller Objektivität sehr schlecht gealtert ist (sich aber dennoch wieder recht schnell drehen kann - so ist der Fussball) hat Molle im Laufe der ersten Saison auch einiges richtig gemacht. Werfen wir einen Blick auf die Kaderentwicklung.


    Die nackten Zahlen

    Saisonende 2024|1

    Gesamtmarktwert: 328.500.000 €

    ⌀-Marktwert: 17.289.000 €

    ⌀-Alter: 25,32 Jahre


    Saisonende 2024|2

    Gesamtmarktwert: 469.950.000 € (+ 141.450.000)

    ⌀-Marktwert: 19.145.833 € (+ 1.856.833)

    ⌀-Alter: 26,25 Jahre (+ 0,93)


    Unübersehbar der Anstieg des Gesamtmarktwertes, dafür ist aber auch das Alter des Teams etwas mehr gestiegen, als es der natürliche Jahresverlauf getan hätte. Das liegt aber vor allem an den Transfers von Hugo Lloris (38 Jahre) und Ángel Di Maria (37 Jahre). Bis auf Robin Gosens (30 Jahre) sind alle anderen Spieler unter 30 Jahre. Ein Fakt, der vor allem für die Langfristigkeit des Kaders spricht - aber auch Transfermöglichkeiten offen hält.


    Die Teams im Vergleich

    Am 11.08.2024 spielte die OGC Nice unter Bene van Dikt sein letztes Ligaspiel und beendete die Saison 2024-1 auf einem souveränen 4. Platz. Eine Tabellenregion, die Molle mit seinem Team die gesamte kommende Spielzeit nicht einmal in weiter Ferne begrüßen konnte. Platz 13 bedeute einer der größten Abstürze innerhalb aller fünf ZoS-Ligen. Zwar ist die Frage nach dem "Warum" jetzt nicht mehr von großer Bedeutung, lässt aber im Direktvergleich eher ahnen, dass der Trainer nochmal seine Taktik überdenken sollte. Die Teams im Vergleich:


    August 2024

    M. Cunha (ST)

    M. Guendouzi (OM)

    J. Kaminski (LM) - M. Jensen (ZM) - A. Lokonga (ZM) - A. Traoré (RM)

    Y. Ndayishimiye (DM)

    J. Tah (IV) - T. Tomiyasu (IV) - R. Le Normand (IV)

    W. Szczesny (TW)


    Mit Jonathan Tah, Takehiro Tomiyasu (beide Stammspieler) und Youssouf Ndayishimiye (aktuell Tribüne) sind nur noch drei Spieler Bestandteil des aktuellen Teams.


    Mai 2025


    P. Schick (ST) - E. Demirovic (ST)

    M. Beier (OM)

    Á. Carreras (LM) - Douglas Luiz (ZM) - Á. Di María (RM)

    Carlos Augusto (LV) - J. Tah (IV) - M. Kim (IV) - T. Tomiyasu (RV)

    M. Safonov (TW)


    Ob die Startelf im direkten Vergleich nun soviel besser ist muss jeder für sich bewerten. Nicht von der Hand zu weisen, sind aber die wesentlich besseren Optionen auf der Bank der OGC. Hier der Vergleich:

    Bank 2024-1: Joe Hart, Issa Diop, Andreas Pereira, Matthias Zimmermann, Étienne Youte Kinkoue, Pablo Sarabia, Davide Zappacosta

    Bank 2025-1: Hugo Lloris, Sepp van den Berg, Nasser Djiga, Arouna Sangante, Kevin Danso, Guéla Doué, Robin Gosens, Matt O'Riley, Yasin Ayari, Manuel Locatelli, Justin Njinmah


    Als Randnotiz ist festzuhalten, dass trotz aller Investitionen in die Breite sich auch das Stadion im Ausbau befindet und mittelfristig zum größten des Verbandes zählen wird. Ausbaukosten: knappe 200 Millionen. /jerkoff

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    ZoS-Cup: Stade Reims

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    Der OGC Nice hat die Gruppenphase des ZoS-Cup mit 5 Siegen aus 5 Spielen erfolgreich absolviert. Im ersten KO-Spiel der Gewinnerrunde trifft das Team von Manager Molle auf einen alten Bekannten: Stade Reims und Manager Milito22. Gegen das Team aus dem Nordosten des Landes verlor Nice beide Spiele der letzten Saison (0:1 und 0:2) und hat dementsprechend ein paar Rechnungen zu begleichen. Reims selbst tat sich in der Gruppe D schwer, holte lediglich 2 Siege und verlor gleich drei seiner Partien. Zugute halten muss man dem Team um Kapitän Nemanja Matic jedoch, dass Fortuna wenig Rücksicht auf die rouges et blancs hatte: mit Barcelona, Dortmund, Mainz, Bielefeld und Burnley erwischte man eine vergleichsweise schwere Gruppe - erreichte aber vor Dortmund und Burnley immerhin die Gewinnerrunde. Neben der "Altherren-Achse" um Kapitän Nemanja Matic, Stefan de Vrij (Foto), Iñigo Martínez und Jorginho hat Reims aber mit Georgino Rutter, Lewis Ferguson, Nicólas González und Riccardo Orsolini ein paar begabte und routinierte Kicker in den eigenen Reihen. Dies und die Tatsache, dass man bisher noch kein Spiel gegen Reims gewinnen konnte, sollten für Nice Warnung genug sein. Molle selbst betonte, dass er den Schwung aus der Gruppenphase mit in die KO-Runde mitnehmen möchte und hoffentlich endlich ein „erfolgreiches System" gefunden habe.

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    Wechselposse um Carreras

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    Die Transfergerüchte um Nice's Linksverteidiger Álvaro Carreras nehmen immer mal wieder neu Fahrt auf, doch ein Abschied ist derzeit alles andere als sicher. Nachdem ein Wechsel zu Atlético Madrid bereits als fast perfekt galt, platzte der Deal in letzter Minute. Offizielle Gründe wurden nicht genannt, doch aus Vereinskreisen heißt es, dass Uneinigkeiten über die Bonuszahlungen herrschte und Manager Molle am Ende nicht ganz von den langfristigen Qualitäten vom angebotenen Matthijs de Ligt überzeugt war. Anders als bei Andrey Santos und Jack Hinshelwood scheint es aber aktuell - trotz aller Gerüchte - weniger Interesse am Spanier zu geben, als man in Nice noch vor einigen Wochen erhofft hatte.


    Der 21-jährige Spanier, laut transfermarkt.de neuerdings mit einem Marktwert von 35 Millionen Euro taxiert, ist längst kein Geheimtipp mehr und sorgte schon während der laufenden Saison für einige lukrative Angebote im Postkasten der Franzosen. Molle wollte aber am Spanier und dessen Entwicklung weiter festhalten. Zumindest bis zum Saisonende, welches nun schon etwas länger erreicht ist. Dennoch scheint sich der Verbleib Carreras’ an der Côte d’Azur derzeit zu festigen. Trotz der erhofften Ablöseforderung von „zwei Spielern, die uns bestenfalls im Stamm helfen", so Molle – steht ein Verkauf nicht mehr im Vordergrund. Auch weil die Angebote fehlen. „Einerseits ist das natürlich schade, weil wir weiter progressiv handeln wollen, aber wir werden deswegen auch nichts überstürzen oder ihn unter unserem Wert abgeben", so der Manager weiter.


    Carreras selbst soll sich aktuell mit einem Verbleib anfreunden, zumal ihm im Verein weiterhin eine Schlüsselrolle zugesichert wird (siehe News-Artikel 118). Ein möglicher Wechsel wurde intern nie ausgeschlossen, doch die sportliche Entwicklung unter dem Trainer Franck Haise, sowie die Aussicht für die letzte Saison zu entschädigen, könnten ihn überzeugen, noch mindestens ein weiteres Jahr bei den Südfranzosen zu bleiben. Auch die starken Auftritte im ZoS-Cup scheinen den Spanier zu festigen, dass Nice aktuell genau die richtige Adresse ist und man etwas weiter ist, als in der Saison 2024-2. Am Ende kann aber auch alles ganz schnell gehen und Carreras bald bei einem Top-Team unter Vertrag stehen.

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