
Ligue 1 - Winterpause
Bonjour bonjour und damit Herzlich Willkommen zum offiziellen Winterpausenbericht des Power Rankings der Ligue 1-Saison 2024-2. Als Fachfremder wird es vielleicht ein kürzeres Zwischenupdate im Vergleich zur spanischen La Liga, aber Baguette Baguette - wir werden sehen! Auch hier einmal der Hinweis: Wir werfen einen Blick darauf, wie sich die Prognose des Power Rankings gegenwärtig verhält. Die Auflistung wird gemäß der aktuellen Tabelle vom 17. Spieltag sein und es wird kenntlich gemacht, ob und wie viele Plätze von der Prognose abweichen. Viel Spaß beim Lesen und gut Kick für die Rückrunde!
#18
Aufsteiger Olympique Marseille und matze konnten das gewaltige Potenzial bisher nicht abrufen und man kann es durchaus so sehen, dass die Performance etwas enttäuschend ist. Lediglich ein Sieg und drei Unentschieden ergeben sechs Zähler und Platz 18 zur Winterpause. Insbesondere die eklatante Offensivschwäche ist bezeichnet, lediglich neunmal konnten Anhänger OM's jubeln. Auf den Relegationsplatz 16 sind es bereits neun Zähler Rückstand, das rettende Ufer selbst ist mit zehn Punkten in weiter Ferne. Trotz einiger weniger Transfers vermag dies vor allem an der zeitweisen Abwesenheit des Managers zu liegen, währenddessen es derbe Klatschen gab. Wenn das Management das in den Griff bekommt, vielleicht ist hier noch was drin. Aber das ist dann doch ein weiter Weg.
#17
Auch beim HSC Montpellier sieht es eher düster als erleuchtet aus. Zwei Siege und vier Unentschieden sorgen zwar immerhin für zehn Punkte und damit Rang 17, aber auch fünf bzw. sechs Punkte Rückstand auf Relegation und rettendes Ufer sind eine kleine Hypothek. Die extrem junge und unerfahrene Innenverteidigung zollt hier vielleicht Tribut. Zwar sah der ehemalige Übungsleiter Ebbe seine Mannen ebenfalls im Abstiegskampf, das änderte aber nichts daran, dass sich das Management entschied, mit König!Otto einen neuen Übungsleiter zu installieren. Dieser verpflichtete mit Alexandre Lacazette kurzerhand einen routinierten Angriffsspieler, der neben Folarin Balogun für Tore sorgen soll. Tendenz auch hier eher schwierig, aber vielleicht nicht hoffnungslos.
#16
Der vor dem Saisonstart prognostizierte Effekt aus dem Savinho-Transfer heraus, dass nämlich Oyarzabal, van den Berg und Jones das Team aus dem Abstiegskampf heraus ins graue Mittelfeld befördern, ging eher semi auf. Nur zwei Siege, aber neun Unentschieden sorgen für 15 Zähler und Relegationsrang 16 zur Winterpause. Beachtlich aber der Punkt gegen PSG und der Sieg gegen Rennes. Der angesprochene Savinho-Deal war aber auch der einzige bisher unter der Ägide von Bosanac93 und hier bedarf es vielleicht einfach mehr Aktivität, um den möglichen Abstieg zu verhindern.
#15
Nizza im Abstiegskampf - ja, man liest richtig. Der neue starke Mann an der Seitenlinie, ZOS-Rückkehrer Molle, drehte den von der INEOS-Gruppe finanzierten Verein von der Côte d'Azur dreimal auf links und viermal zurück und steht sportlich am Rande des Abgrunds. Vier Siege und vier Unentschieden ergeben 16 Punkte und damit Rang 15, direkt vor dem Relegationsplatz. Zwar ist noch lange nicht aller Tage Abend, aber die sportliche Performance ist schon enttäuschend bei dem, was in dem Kader steckt. Zumal es in der UEFA Champions League ziemlich gut lief und man sich direkt für das Achtelfinale qualifizieren konnte. Ist es vielleicht Einstellungssache? Wir werden sehen, ob der Turnaround in der Ligue 1 gelingt.
#14
Endlich mal was Positives! Aufsteiger Racing Straßburg konnte unter Timbo17 eine durchaus solide Hinrunde spielen. Fünf Siege und drei Unentschieden ergebn 18 Zähler und damit Platz 14. Transfertechnisch wird eher noch etwas Zurückhaltung geübt, gleichwohl waren die Verpflichtung von Axel Disasi und der Abgang von Andrey Santos durchaus spektakulär. Der Trend bei den Elsässern zeigt absolut nach oben, sprangen aus den letzten sechs Ligaspielen doch vier Siege und ein Unentschieden heraus und Racing ist nun seit vier Spielen ungeschlagen. Nichtsdestotrotz geht es hier auch um jeden Punkt, damit man nicht noch nach unten weiter durchgereicht wird.
#13
Nachdem in der Sommerpause noch viel Geld von FortunaFlo bewegt wurde, hat sich transfertechnisch nichts mehr getan. Das liegt aber auch daran, dass mit Tobi88 ein neuer Mann das Ruder übernahm, der schon wieder weg ist. So versucht sosa nun interimsweise, sportlichen Elan in die Champagne zu bringen. Prost! Fünf Siege und vier Unentschieden sorgen derzeit für Rang dreizehn, prinzipiell sollte aber mehr in dem kleinen Kader stecken. Vielleicht hilft da etwas unaufgeregte Arbeit vom Interimstrainer, denn Europa ist ja theoretisch auch nur sechs Zähler entfernt.
#12
Die Kanarienvögel wurden vor der Saison als 'letzte graue Maus' bezeichnet, was ornithologisch nicht ganz nachvollziehbar sein mag. Allerdings sorgt Rang zwölf (19 Punkte, fünf Siege und vier Niederlagen) durchaus dafür, dass man hier noch vom grauen Mittelfeld sprechen kann. Nach der Amtszeit von Aramis steht nun mit Camaro ein alter Bekannter an der Seitenlinie, der sich hoffentlich etwas länger halten kann. Die ersten Handgriffe jedenfalls gab es schon: Ángel di Maria wurde für teures Geld verkauft, dafür wurden Philipp Sander und Adama Traoré eingekauft. In der Europa League ist man hingegen ausgeschieden, aber das lag nicht am neuen Trainer. Es wurde fleißig getestet und man wird sehen, was Nantes in der Rückrunde liefert.
#11
In der Bretagne ist man ziemlich gut unterwegs! Stade Brest 29 und Manager chrahl sammelten fünf Siege und Sechs Unentschieden, kommen damit auf 21 Zähler und Rang elf. Erst durch eine Niederlage am letzten Spieltag der Hinrunde verlängerte sich der Faden ein wenig, der das Band zu den internationalen Plätzen hält und nun vier Punkte Abstand beträgt. Hier wird erst wieder bewusst, wie breit das Mittelfeld in der Ligue 1 ist: Rang elf und damit direkte Schlagdistanz zu Europa und den Relegationsplatz trennen sechs Zähler. Im Normalfall sollte Brest sich in der Rückrunde eher nach oben als nach unten orientieren und eine weitere gute Halbserie spielen.
#10
Weiter geht es im Fürstentum! Die AS Monaco und Jabso laufen der Prognose vor dem Saisonstart zwar um vier Plätze hinterher. Allerdings sorgen sechs Siege und fünf Unentschieden für 23 Punkte und Rang zehn, sodass auf den prognostizierten Platz sechs nur zwei Punkte Rückstand vorhanden sind. Alles im Lot also im Fürstentum. Nach und nach verändert der Manager kleine Dinge am Kader, sodass eine erste Handschrift erkennbar wird. Der Kader hat so viel Potenzial, sodass man in Zukunft sicherlich von höheren Plätzen zur Winterpause grüßen wird.
#9
Ich möchte es gleich in Worten ausschreiben: Plus neun! Der FC Metz samt Josef wurden vor der Saison auf Rang 18 prognostiziert und damit ganz sicher im Abstiegskampf. Stattdessen entwickelten sich 'Les Grenats' zu echten Granaten und spielten teilweise schon in den Champions League-Rängen mit. Sieben Siege und vier Unentschieden bringen 25 Punkte aufs Tableau und - man kann es fast nicht anders sagen - nach der grandiosen Hinserie fast einen etwas enttäuschenden Platz neun. Ein wirklich spannender Transfer wurde mit der Verpflichtung von Nehuen Perez und Bryan Gil abgewickelt (McNeil und Sane gingen nach Frankfurt). Zudem wurde jüngst Beñat Turrientes vom FC Getafe geliehen. Die Mannen aus dem Herkunftsort der Karolinger (Jawollo, Wikipedia on fleek!) sind zweifellos DIE Überraschung in der Ligue 1. Es wäre Metz zu wünschen, dass sie auch eine gute Rückrunde spielen und sich dementsprechend für famose Leistungen belohnen.
#8
Südfrankreich alléz! Der FC Girondins Bordeaux und Bugiii hat seine wohl aktivste Saison überhaupt. Aufbauend auf den beiden Blockbuster-Deals vor Saisonbeginn veränderte der Manager konsequent den Kader, sodass nun neben jungen und aufstrebenden Talenten auch nochmal der eine oder andere Routinier dazugekommen ist. Sieben Siege und vier Unentschieden sorgen auch hier für 25 Zähler, wie auch gleich noch zwei weitere Vereine folgen dwerden. Aufgrund der Tordifferenz steht Bordeaux auf Rang acht und damit einen Platz besser als vor der Saison prognostiziert. In der UEFA Europa League sind die Mannen aus der Region Aquitanien in der Zwischenrunde aktiv, spielten dort im Hinspiel gegen Arminia Bielefeld unentschieden. In der Ligue 1 wird es spannend werden im Kampf um die europäischen Plätze, aber Bordeaux sollte dabei ein gehöriges Wörtchen mitreden.
#7
Der FC Toulouse und lolo laufen ein wenig der Prognose und vielleicht auch den eigenen Ansprüchen hinterher, aber als Siebter (sechs Siege, sieben Unentschieden, ebenfalls 25 Punkte) ist man voll auf Kurs Europa und die Champions League-Ränge sind auch noch mit fünf Punkten Abstand in Reichweite. 'Les Pitchouns' verpflichteten unter der Hinrunde lediglich Renato Veiga und gaben jüngst Mark McKenzie ab. Ansonsten tanzt man weiterhin auf drei Hochzeiten, gleichwohl das Playoff-Hinspiel in der UEFA Champions League jüngst gegen Wolverhampton knapp verloren ging. Dennoch alles drin und auch in der Liga sollte Toulouse am Ende der Saison wieder auf einem europäischen Rang einlaufen.
#6
Noch ein Highperformer! Zugegeben, auch hier mit 25 Zählern (sieben Siege, vier Unentschieden), aber das beste Torverhältnis und schwupps - der RC Lens und -Neo sind Sechster zur Winterpause! Die zum Saisonbeginn erwähnten Neuzugänge Dovbyk (sieben Tore in 16 Ligue 1-Einsätzen) und Lamine Camara wurden kürzlich um Joelinton verstärkt. Vielleicht hilft es den Rot-Gelben, dass sie diese Saison nicht europäisch spielen, aber Lens ist sehr gut unterwegs - auch wenn sich die positive Differenz zur Prognose durch das Torverhältnis ergibt. Lens hat echte Chancen, einen Europapokalplatz zu erreichen.
#5
Die heftigen Hechte und Powl performen ebenfalls besser als prognostiziert. Lorient holte sieben Siege und sechs Punkteteilungen, 27 Punkte ergeben Rang fünf und direkte Schlagdistanz zur Champions League. Dazu zogen 'Les Merlus' in die Playoff-Runde der UEFA Conference League, wo es jüngst im Hinspiel ein Unentschieden gegen Trabzonspor gab. Lorient mag, genauso übrigens wie Lens, vielleicht etwas von der Nicht-Performance des OGC Nizza profitieren, aber unabhängig davon wurde hier genauso wie in Lens eine tolle Hinrunde gespielt. Während der Hinrunde wurde Ersatzkeeper Yehvann Diouf per Leihtausch abgegeben und Nestory Irankunda mit - so scheint es jedenfalls - ordentlicher Arbitrage an den AC Mailand abgegeben. Der Kader entwickelt sich positiv, vieler Änderungen bedarf es also nicht. Auch Lorient wird für die Rückrunde ein heißer Anwärter auf europäische Plätze sein.
#4
Olympique Lyon und Mino zeigen ebenfalls eine gute Hinrunde. Das zumindest lassen die neun Siege und drei Unentschieden den Anschein erwecken, woraus sich 30 Zähler und Champions League-Rang vier ergeben. Der Abstand zum Spitzenduo beträgt allerdings bereits zehn Punkt und es scheint wahrscheinlicher, dass 'Les Gones' noch von den Verfolgern abgefangen werden, als dass Lyon im Meisterschaftskampf nochmal eingreift. Selbst der Drittplatzierte OSC Lille ist sechs Zähler vor. Während der Hinrunde wollte Lyon den großen Abverkauf starten, um bei einer großen Auktion mitzumischen, aber dies verlief sich irgendwann. Zwar wurden Lucas Gourna-Douath und Paul Pogba abgeben. Mit Omari Kellyman und Melvin Onos wurden allerdings 'nur' zwei Spieler für die talentierte Reserve verpflichtet. In der Liga wird es vielleicht also eher nichts mit einem Meisterschaftskampf, dafür dürfte OL alles in die Europa League-Waagschale werfen: 22 Zähler, unbesiegt, Platz eins in der Ligaphase vor Manchester City. Das könnte also die Titelperspektive für diese Saison sein.
#3
Der OSC Lille hält - vielleicht etwas überraschend - am ehesten Anschluss an das Spitzenduo. Elf Siege und drei Unentschieden ergeben 36 Zähler und Rang drei, vier hinter Rennes und PSG, sechs vor Lyon. Irgendwo dazwischen also. Die Doggen von Super-Ingo sind aber wirklich gut unterwegs, auch in den Pokalen. In der Europa League wurde direkt das Achtelfinal-Ticket gebucht und in der Meisterschaft dürfen die beiden Teams an der Sonne nicht nachlassen. Alleine schon, um sich nicht gegenseitig ins Hintertreffen zu bringen. So könnte Lille tatsächlich still und heimlich am Ende der Nutznießer sein. Allerdings ist die Dreifachbelastung mit kleiner Perspektive auf die Meisterschaft nicht außer Acht zu lassen. Kurz vor Ende der Hinrunde schrumpfte der Kader durch die Abgänge von Moussa Dembele und Darlin Yongwa noch einmal ein wenig.
#2
Der Double-Sieger hat etwas Schwierigkeiten mit Punkteteilungen. So holten Menges' Mannen zwar zwölf Siege und nur eine Niederlage, gleichzeitig aber auch vier Unentschieden. So kommen 40 Zähler zustande, Punktgleichheit mit Rennes. Die Bretonen hingegen mit zwei Niederlagen mehr, dazu gleich dann Weiteres. PSG hätte also mit etwas mehr Kaltschnäuzigkeit mehr Siege und damit die Herbstmeisterschaft einfahren können. Die einzige Niederlage gab es gegen den FC Metz, Stade Rennes konnte besiegt werden. Transfertechnisch gab es nur Bewegung bei Spielern für die Reserve. International ging es als Drittplatzierter der Ligaphase direkt in das Achtelfinale der UEFA Champions League. Ist das vielleicht ein Vorteil für PSG, zwei Spiele weniger als Rennes in der Rückrunde zu haben? Wir werden sehen. Das Kopf-an-Kopf-Rennen wird jedenfalls spannend zu sehen sein und, ich sagte es schon, vielleicht wird daraus ja auch noch ein Dreikampf.
#1
Da isser, der Herbstmeister! Der FC Stade Rennes und Pape können sich die Krone aufsetzen, dreizehn Siege und ein Unentschieden sorgen ebenfalls für 40 Zähler. Das um sechs Tore bessere Torverhältnis sorgt für den Spitzenplatz im Vergleich zu Verfolger PSG. Auch hier eine cleane Runde, die Bretonen dürfen sich aber nicht so viele Niederlagen in der Rückrunde erlauben. Zudem kommen die zwei zusätzlichen Spiele in der UEFA Champions League-Playoffrunde dazu. In der Vorbereitung wurden noch Defizite im Tor und im Sturmzentrum ausgemacht, zumindest zwischen den Pfosten wurde während der Hinrunde mit Andre Onana ein Versuch der Besserung gestartet. Ansonsten kam mit Andrea Natali nur ein Spieler für die Reserve. Die Pleite gegen Reims war durch Abwesenheit selbst verschuldet, die direkt folgende gegen Troyes war ebenso schmerzhaft. Die dritte war das direkte Duell gegen PSG. Verlieren also ab sofort verboten für die Bretonen, die in der Champions League-Ligaphase Elfter wurden und entsprechend eine Extrarunde drehen müssen. Das wird eine saftige Rückrunde!